Archiv kaputt – nun gehts ans Retten

Mein Archiv im Extra-Speicher ist abgestürzt. Nichts geht mehr. Alles, was ich dort an Dateien gesammelt hatte, ist futsch. Fotos von früheren Reisen, von Collagen, Bearbeitungen, viele viele Serien…. Das passierte mir vor ein paar Tagen. Ich suchte Experten auf, die mir sagten: Tja, Pech. Seither versuche ich, ein rudimentäres Archiv aus den noch vorhandenen Fotos auf dem iphone, aus Bildanhängen und anderswo gespeicherten Dateien wieder aufzubauen. Aber alles, was ich bearbeitet habe, ist nicht wieder herzustellen. Nur die Bilder, die ich in meinem Blog gepostet habe, gibt es noch, freilich in zu geringer Auflösung, um daraus Drucke zu machen, wie ich es zB mit den Tarotkarten vorhatte.

Ein Gutes hat diese Arbeit: ich muss mir die noch vorhandenen Fotos wieder anschauen. Und treffe auf dies und das, das ich schon vergessen hatte, und das mir nun Eindruck macht. Vielleicht hilft es mir sogar, aus der Stagnation herauszufinden, mit der ich schon eine Weile kämpfe.

Zum Beispiel diese zwei ziemlich abstrakten Vasen.

Oder diese gelbe Sonne am schwarzen Himmel, die über eine gepeinigte Erde dahinrollt.

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Der Junge mit der Fliegenklatsche (Etüdensommerpausenintermezzo)

Etüdensommerpausenintermezzo 2021 – 7 aus 12 | 365tageasatzaday

7 aus 12 | Etüdensommerpausenintermezzo II-2021

Der Junge mit der Fliegenklatsche.

Sommermittagshitze.  Kein Regen weit und breit.  Für das abendliche Konzert in Koroni wärs ja recht. Soll ich hinfahren? Wer spielt denn? Aha. „Das Konzert vom 27 August 2021 wird aus Gründen, die wir nicht beeinflussen können, verschoben“.

Na, dann eben nicht. Gegen höhere Mächte soll man nicht zu Felde ziehen. Den Rest meiner Lebensgeister ertränke ich in einem Glas eisgekühltem Ouzo, bevor sie im Sommerloch verschwinden.  Selbstbestimmtes Sterben.

Am Nachbartisch haben zwei Frauen und ein kleiner Junge Platz genommen. Die Frauen sind Griechinnen. Aber der Junge? Seine hellen Farben, sein energisches Kinn weisen ihn als Jung-Briten aus. Ja, bestätigen die Damen, der Papa….

Der Kleine, die rote Kappe unternehmend auf den Blondkopf gestülpt, fuchtelt mit einer fabrikneuen blauen Fliegenklatsche herum, als zöge er entschlosen gegen den Feind,

„Na, Großer“, versuche ich es erst erfolglos auf Griechisch (migoskotostra), dann auf Englisch (fly swatter). „Wen oder was willst du denn damit erledigen? Wasserläufer (waterstriders)? Glühwürmchen (fireflies)? Oder vielleicht die Taliban?“

Leider kann ich euch seine Antworten nicht übermitteln, denn erstens trage ich nach dem Schwimmen meine Hörgeräte nicht, und zweitens ist das Englisch von kleinen Briten nicht genau das, was ich verstehe. Und so wäre alles, was ich vielleicht noch zur weiteren Aufklärung hier niederschreiben würde, reine Willkür.

Aber eins steht fest: Dieser Knabe ist eine Kämpfernatur. Die Zukunft gehört ihm.

Aus rechtlichen Gründen kann ich euch leider nicht sein lachendes Kindergesicht zeigen. Um es unkenntlich zu machen, habe ich es mit dem Foto einer Skulptur überblendet, die ich im Museum von Ramnous sah, damals, als ich noch in Museen gehen durfte. Auch dieser junge Mann war einst ein kleiner Junge, wer weiß, vielleicht sogar mit einer Fliegenklatsche bewaffnet, bevor er lernte, andere Waffen zu gebrauchen ….

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viel, wenig, fast nichts: Gedanken (tägliches Zeichnen)

Ich warte vor dem Supermarkt, sitze unter der Überdachung des Innenhofs.  Eine große Reklametafel ragt links oben ins Bild und verdeckt ein wenig die in Quadraten sich aufbauende Fensterwand und die schweren leeren Balkone eines Bürogebäudes. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite  werden hinter einer Reihe von Bäumen die monotonen Fronten von Wohnhäusern sichtbar.

Himmel gibt es auch, ein schmaler Streifen über den Wohnhäusern, die Wipfel der Bäume berühren ihn.

Zu viel auf engem Raum, es sperrt mich ein, denke ich und wende meinen Blick nach links, zu einer Säule des Innenhofs.  Es ist keine bedeutende

Säule, nur eine grobe Verschalung am Sockel, darüber das nackte aus Beton gegossene runde Ding. Meine Gedanken gehen zu den Säulen, die dieses Land berühmt machten, die zur Mitte hin anschwellen, die in ihrem Stand der Neigung der Erdkugel folgen. Ja das tun sie, das wusstest du nicht?  Wieviel Hingabe, wieviel Schönheit und Wissen war im Tempel vereint.  Was bleibt?

Was bleibt von den schön geformten irdenen oder erzenen Krügen mit ihren Bemalungen, ihren Darstellungen von Göttern, Menschen, Tieren und Pflanzen? Geblieben ist der Plastikbecher, in dem man mir heute den Kaffee servierte. Ein Fast-Nichts und schon zu viel.

Warum zeichnest du nichts Schönes, Bedeutendes? Unsere Welt ist schäbig geworden. Schnell zücke ich den Kugelschreiber, nehme den kleinen Reporterblock. ZEICHNE WAS IST: eine Flasche aus Glas, eine Flasche aus Plastik, ein Glas.

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Medizin heute (Erweiterung des Debattenraums)

Es ist ein Insider, der spricht. Ein Mann, der viele Jahre lang Chefposten an  Kliniken innehatte und daher über einen riesigen Fundus an Erfahrung verfügt. Ich rate sehr dazu, ihm genau zuzuhören. Denn auch wenn du nicht mit allem übereinstimmen solltest: er wird dich nachdenklich machen. Und das ist ja nicht wenig wert.

Gefährliche und korrupte Medizin – Ehemaliger Chefarzt packt aus

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Tusch für Pauline!

Darf ich präsentieren? Prinkipissa mit Pauline. Ein erstes Fotoshooting kam zustande. Bewaffnet mit dem aufnahmebereiten iphone schlich ich mich in den dunklen Raum, knipste kurz das Licht an – und brachte ihr Abbild auf die Platte (symbolisch gesprochen). Das Katzenwunder ist perfekt.  Tusch und Applaus!

 

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Z! Pauline und Grigorios (Vollmond)

Die nächste Episode des Katzenepos ist geschrieben. Pauline lebt. Meine Augen haben sie erblickt. Ich trat ins Turmzimmer, um die Matratzen zu holen uud die Betten auf der Terrasse zu bauen. Der gestrige sehr kurze Regen hatte uns gezwungen, unser luftiges Lager gegen die dumpfe Stube einzutauschen. Heute aber ist der Himmel nur leicht bewölkt, und nicht noch einmal möchte ich den Schlaf unter dem August-Vollmond verpassen.

Als ich kurz das Licht im Turmzimmer anmachte, sah ich sie: Mama Prinkipissa und neben ihr, noch recht winzig, Pauline. Prinkipissa suchte wie gewohnt das Weite, und Pauline verschwand im Nu unter dem niedrigen Bett. Das Foto  des Zimmers zeigt nur ein schwarzes Viereck, da ich den Blitz nicht benutzen wollte.

Aber glaub mir: sie lebt. Ihre fünf Geschwister wurden ermordet, sie aber lebt. Sie war nicht die kräftigste, war eine der Kleinen. Wenn mich nicht alles täuscht, ist sie die, die mich einst durch die geöffnete Balkontür forschend anschaute. Ihre Geschwister taten das nicht. Sie spielten, tollten herum, purzelten übereinander. Sie aber stieg die Stufen zur offenen Balkontür hoch und schaute mich forschend an. Ich nehme mal an, die kleine Grauweiße, die mir schon im Abstelllraum auffiel,  ist die Überlebende.

im Abstellraum

Z ist der griechische Buchstabe Ζήτα. Ζει bedeutet: er sie es lebt. Vielleicht hast du den gleichnamigen Film von Kostas Gavras gesehen.  Vielleicht hast du Lust, bei mir nachzulesen, was es mit diesem Ζήτα auf sich hat: https://gerdakazakou.com/2016/12/22/griechisches-alphabet-des-freien-denkens-z-wie-%ce%b6%ce%b5%ce%b9-er-lebt/

Wenn Pauline ein Kater wird, werde ich sie Grigorios (Gregor) nennen.

 

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Skizze in SW und mit Blau (tägliches Zeichnen)

Eine Variante der vorigen Skizze mit der Laterne: Diese Skizze habe ich vom Nachbartisch in der Taverne gemacht, die Laterne sieht man von dort aus nicht, doch ein paar andere Bauelemente sind wiederzuerkennen.

Vor allem sieht man jetzt auch das Meer. Warum es nicht mit blauem Kuli überzeichnen?

Vielleicht noch ein bisschen rumspielen? Geht doch auch.

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P wie Prinkipissa und Pauline (Zimmerreise)

2021-07-23 Einladung f. Zimmerreise 08-2021Einen Tag zu spät und thematisch fragwürdig möchte ich noch einen Eintrag zu Puzzleblumes Zimmerreise bringen. Meine vorigen P-Einträge  lieferte ich zu früh, als P noch gar nicht dran war. Dein Blog-Motto, liebe Heide, „Lieber verwirrt als langweilig“ soll mir als Entschuldigung dienen. Die Geschichte, die ich zu erzählen habe, ist auch verworren, und sicher nicht langweilig. Denn sie handelt von Leben und Tod.

Prinkipissa oder auch Prinkipessa – einmal mit Ton auf dem zweiten i, das andere Mal auf dem e der dritten Silbe – kennt ihr, die hier mitlest. Eine Hauskatze ist sie nicht. Wieso also lädt sie zu einer Zimmerreise ein? Weil sie mir erlaubt, euch das Haus von seinen Rändern her vorzustellen.

Trauernde Mama Prinkipissa

Zweimal schon hat Prinkipissa ihre Jungen bei uns aufziehen wollen. Einmal waren es zwei lustige Gelbe (1-3), die gelangten bis zum Zwischenraum zwischen Terrassentür und Vergitterung,  Das nächste Mal sechs Buntgescheckte (4-6), die im Abstellraum unter der Treppe geboren wurden. Was aus den Gelben wurde, weiß ich nicht. Die Buntgescheckten aber fand ich eines frühen Morgens ermordet im Hof, eben dort, wo Prinkipissa ihre Erstgeborenen aufzog und wohin sie mit den Bunten umgezogen war: beim Efeu der Umfassungsmauer.

Ein Kleines fand ich nicht. Und so blieb die vague Hoffnung, es habe vielleicht überlebt.

Gestern abend verhielt sich Prinkipissa, die sonst ganz Schweigsame, merkwürdig. Sie zirpt und ruft zärtlich schnurrend, eilt die Treppe zur Turmterrasse hoch, kommt wieder runter, springt zum vier Meter hoch liegenden Schlafzimmerfenster hoch, schaut vom Fenstersims nach oben, springt runter, versucht es ein zweites Mal, rutscht ab…. Ich frage meinen Mann: „Sag mal, hast du die Tür zum Turmzimmer zugemacht?“ Normalerweise steht sie offen. „Ja“. Ich renne hoch und mache die Tür auf. ….

Am späten Abend sehe ich Prinkipissa im Turmzimmer auf dem kleinen Teppich liegen. Ich freu mich, dass sie zutraulicher wird, gehe leise runter, lese noch ein bisschen … und beschließe schlafen zu gehen. Als ich unter das Moskitonetz auf der Turmterrasse schlüpfen will, murmelt mein Mann, der schon halbwegs schläft: „In der Toilette liegt eine tote Maus.“

Ich eile ins Turmzimmer (keine Prinkipissa in Sicht) und öffne, auf Schllimmes gefasst, die Tür zur angrenzenden Toilette. Da liegt … eine ausgewachsene tote Ratte. Griechen nennen die Ratten gern Mäuse (Pondiki), weil es sich weniger bedrohlich anhört. Außerdem sind die griechischen Ratten, jedenfalls die hier herum, nicht sehr viel größer als Mäuse. Wie dem auch sei: diese war mausetot. Erstaunt und ziemlich geschockt (war sie die 7 m hohe Steinwand hoch und durchs Klofenster reingekommen? und wer hatte sie umgebracht?)  packte ich sie in eine doppelte Plastiktüte, um sie im Müll zu entsorgen.

Warum ist eine tote Ratte eklig, aber eine tote kleine Katze bringt mich zum Weinen? Fragen gibts…

Zwei andere Fragen aber waren vordringlich: wo ist Prinkipissa? Und ist es vielleicht diese Ratte gewesen, die ihre Kleinen ermordete?

Der Clou kommt, wie es sich gehört, zum Schluss: Mein Mann versichert mir am heutigen Morgen, er habe Prinkipissa mit dem sechsten Kleinen unter dem Schrank im Turmzimmer verschwinden sehen. Ich kanns nicht bestätigen, will es aber auch nicht in Frage stellen. Licht wollte ich nicht anmachen. Nein, kein Licht. Und kein zudringliches Nachschauen. Sonst reißt sie womöglich noch aus.

Und so schließt sich vorläufig der Kreis von Katzenwunder – Katzentod – Rattentod – Katzenwunder. Wer will da noch die Weisheit von Mutter Allnatur bezweifeln?

Die Ratte habe ich nicht fotografiert, Beweismittel habe ich also nicht.  Das wiedergefundene sechste Katzenkind Pauline habe ich auch nicht fotografiert, nicht mal selbst gesehen. Aber das Foto werde ich, so meine Hoffnung, bald nachliefern können. Die Turmterrasse, gesehen vom Hof aus, wo sich das Schicksal der fünf Katzenkinder vollendete, kann ich als Zeichnung zeigen.

Rückseite des Hauses mit angestrahlter Turmterrasse, August 2019
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Die Überlebende (Impuslwerkstatt)

https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2021/07/02/einladung-zur-sommer-impulswerkstatt-juli-und-august/

Oft habe ich über dein drittes Bild nachgedacht, Myriade. Ich sah das Gitter in ihre Stirn geprägt – fein ziselierte schmiedeeiserne Gitter, andere als die, die ihre weit offenen Augen sahen, als sie ein Kind war. Und die sie vielleicht immer noch sieht, wenn sie die Augen schließt. Eine Überlebende.  Sollte ich ihre Geschichte erzählen – sie noch einmal ins Gedächtnis rufen?

Ich entschied mich dagegen. Das Thema ist mir zu groß für einen kleinen Beitrag. So erzähle ich diesmal lieber von den Tränen einer überlebenden Tamariske.

Tamarisken – schon öfter sprach ich von ihnen – sind wahre Wunderbäume. Von Sturm und Wellen gepeitscht, vom Meer entwurzelt…

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früheres Foto der Überlebenden, hier vom Meer entwurzelt

zuletzt haben Menschen (?) mit Sägen ihre über die steinige Oberfläche des Strandes wandernden gewaltigen Wurzeln systematisch abgesägt und den Baum fast gänzlich zerstört. Doch sie lebt, die eine der beiden Tamarisken in meiner Bucht, lebt trotz allem. Eine verbliebene Wurzel kriecht über Steine und Sand, bis sie Erde findet, ihre nadelförmigen Blätter saugen Feuchtigkeit aus der salzhaltigen Luft und scheiden das Salz als funkelnde Kristalle an den Spitzen der Blätter aus. Wohltuenden Schatten spendet sie uns. Dass auch die feinen Wurzeln schöne Linien über den Sand zeichnen, habe ich schon mal hier gezeigt:

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Die andere Tamariske hat die Mordlust der Menschen nicht überlebt, sie reckt ihr kahles Geäst blattlos und anklagend gen Himmel. Alle ihre Wurzeln wurden ihr abgesägt, und so hatte sie keine Chance. Ihr Holz wird langsam schwarz und bleich. Ein neues Foto habe ich nicht gemacht.

Hier sind noch beide Bäume intakt: vorne ein Ast des überlebenden Baums, hinten das gelbgrüne Laub des später ermordeten.

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Die überlebene Schwester hat eine einzige ihrer Wurzeln behalten. Die eine Wurzel reichte, damit sie wieder austrieb. Sind die Menschen ihr dankbar? Lassen sie sie jedenfalls jetzt in Frieden? Manche wohl, andere nicht, wie ich traurig feststelle: Ohne Sinn und Verstand werden Äste abgebrochen. Wozu? Um ein Feuerchen für das Kotelett zu nähren? Ich begreife es nicht.

Heute morgen sah ich im Gegenlicht, wie die Salzkristalle am Blattwerk funkelten. Wenn du das  Foto anklickst, wird es größer.

Salzige funkelnde Tränen einer mühsam Überlebenden. Hier und damals und heute, immer wieder.  Lässt man ihr nur die geringste Chance, wird sie wieder ausschlagen und neues Blattwerk treiben, in dessen Schatten wir ruhen dürfen. Auch in Afganistan wachsen Tamarisken.

 

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Roter Himmel und zwei mal Laterne

Dieser Anblick bot sich mir gestern von der Turmterrasse aus.

Gezeichnet habe ich einen Anblick, der sich mir vom Tisch in der Taverne aus bot. Alle Linien laufen durcheinander: der Stamm einer Weinrebe, die Bedeckung eines Sonnenschutzdaches, eine Laterne über einer steilen Gasse, eine Treppe und unten die Ziegeldächer, links ein Stück Nachbargebäude und ein verbogenes Rohr. Ein fast expressionistisches Motiv mit all den Schrägen, Zuspitzungen  und anscheinend unmotivierten krummen Linien, in deren Zentrum eine unbrauchbare Laterne hängt.

Dieses Zentrum mit der Laterne nahm ich mir dann nochmal vor, zeichnete auch den schmiedeeisernen Arm, an dem sie hängt. Nun stürzt die Architektur nicht mehr ab, alles ist an seinem Platz und beruhigt. Biedermeier, wäre da nicht die zementene Säule mit dem Leitungsdraht.

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