So fern und doch so nah.
Wo denn? Na, da unten, siehst du denn nicht die glänzende Fläche?
Seit zwei Wochen suchte ich beim Spazierengehen ein Fleckchen Erde, von wo aus ich das Meer sehen kann. Es war auch schlechtes Wetter, der Horizont verhangen. Und dann sah ich es. Freude und Erleichterung. Ja, es ist weit weg, momentan unerreichbar. Aber mein Auge hat es erspäht, und ich fühle die Weite. Auch das Vorgebirge der Peloponnes und eine Ahnung der Inseln konnte ich heranzoomen. Endlich weicht das Gefühl des Eingesperrtseins, und Hoffnung macht sich breit.
Und im Vorjahr? wieder ist die Sehnsucht da und schmerzt.
- von meinem Atelier aus gesehen
Es sind auch die Blumen, die Olivenbäume meiner Mani -und ich kann sie nicht sehen (Fotos vom Vorjahr). Haus und Atelier stehen leer und verlassen, die Freundinnen, die im Vorjahr zum gemeinsamen Zeichnen kamen, sind jetzt selbst in Klausur. Verlorener Frühling.
- 22.4.2019
- 17.4.19
Doch ist das nicht ungerecht? Bietet die Natur nicht auch hier ihre Schönheit an, dass ich sie sehe? Der Himmel ist jetzt knallblau und glänzt vor Sauberkeit, nach Tagen des Regens und Sturms. Die Bäume treiben auch hier aus, der Boden ist übersät von Büten. Was soll das Gejammer? „Das Bessere ist des Guten Feind“, sagen die Griechen. Recht haben sie. Und jetzt gehe ich eine Runde. Tito wartet schon. (Fotos von gestern)





































































