Dienstags-Drabble: Fernweh

Ein Drabble ist ein kurzer Text, bestehend aus genau 100 Wörtern. Heide von Puzzleblume hat drei Wörter vorgegeben, die man einbauen muss. Diesmal sind es: Wanderer – fliegen – schmeichlerisch. Überschrift und Erläuterungen zählen beim Wörterzählen nicht mit. Die Legebilder sind mit Schnipseln gemacht, die Ulli Gau mir einst schenkte. 

 

Fernweh

 

Wanderer, ein magisch Wort!

Heftig zieht’s mich von hier fort

Fort von hier zu anderm Ort

fort.

 

Fliegen klingt noch sehr viel besser

Über Länder und Gewässer

Durch die Luft zu anderm Ort

fort.

 

Schmeichlerisch ruft’s aus der Ferne…

Ach wie wäre ich dort gerne!

Nicht mehr hier, an anderm Ort

fort.

 

Doch was nützt es, liebe Seele

Dass ich dich mit Wörtern quäle?

Du sitzt fest an einem Ort,

kannst nicht fort.

 

Sitzt in mir und musst dort bleiben

Willst dich doch nicht selbst entleiben?

Bist stets dort, wo ich auch bin

Ist das schlimm?

 

Bleib bei mir

Hier!

 

 

 

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Übermalen, Drehen, thematisches Wahrnehmen, Illusion (tägliches Malen)

Gestern habe ich eines der kürzlich entstandenen Bilder erneut grob übermalt …

die Leinwand gedreht und wieder übermalt. Außer Pigmenten und Kleister benutzte ich diesmal Akryllfarben aus der Tube.

Vielleicht fragst du, was das darstellt? Nun, es könnte eine Landschaft sein, nicht wahr? Dieser Eindruck wird verstärkt, wenn man oben ein Blau einfügt.

Blau oben bedeutet für uns Menschen „Himmel“. Und was darunter liegt, ist unweigerlich „die Erde“. Bei geringerer Höhe des Bildes verliert auch die „Landschaft“ an Höhe, ist weniger steil, breitet sich aus.

Stellst du die Leiwand hochkant und fügst seitlich ein zweites Blau ein, ist es keine „Landschaft“ mehr, sondern,….

vielleicht, ein Baumstamm mit zerborstener überwachsener Borke…

oder eben ein Bild.

Auch eine andere Leinwand habe ich erneut übermalt….

Die letzte Fassung überging ich mit breitem nassem Pinsel und Restfarben, denn mir war plötzlich nicht mehr nach „Pflanzenwuchs“, sondern nach „Meer“.

oder doch eher nach einer friedlichen See und fernen Inseln, über die sandige Wolken ziehen?

 

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Schnelle Skizzen (tägliches Zeichnen)

Beim Warten aufs Boot, das mich am vergangenen Donnerstag von Angistri zurück nach Piräus bringen würde, habe ich mich mal wieder getraut, ein paar schnelle, nicht ganz ernst gemeinte Skizzen von anderen im Cafe Herumsitzenden zu machen.

In der U-Bahn traute ich mich dann nur, ein heimliches Foto zu machen. Die überschlanke Dame in Rot und Schwarz, die sich verzückt nach einer für mich nicht hörbaren Musik bewegte, hätte ich natürlich lieber gemalt. Sie gäbe ein interessantes Modell ab.

 

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Pech gehabt (Tagebuch der Lustbarkeiten: Kaktusblüte)

Heute suchte ich nach einwöchiger Abwesenheit die riesigen Kakteen am Strand auf, um mich nach dem Stand der Blüte zu erkundigen.  Ich hatte sie euch am 5.6. mit einer Unzahl keiner Knospen gezeigt.

Und heute? Vorbei! Die Hitze der vergangenen Woche hat sie alle auf einmal zur Blüte gebracht. Jetzt hängen die Schönen schlaff und teilweise schon vertrocknet herunter.

Es muss ein zauberhafter Anblick gewesen sein, aber ich hab ihn verpasst. Was musste ich auch nach Athen reisen? Ist die Kaktusblüte nicht wichtiger als Wahlen zu einem Parlament, das eh nichts zu sagen und zu beschließen hat?

Eine einzige Knospe habe ich noch entdeckt. Die wird vermutlich morgen aufgehen. Ich hoffe, sie zu sehen, bevor auch sie verblüht.

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Tägliches Malen: Sommerfarben

Einen Monat ist es her, dass ich das letzte Mal über das „tägliche“ Malen berichtet habe. In der Zwischenzeit gab es nichts zu berichten, denn erst heute habe ich erneut den Pinsel in die Hand genommen.

Geplant war das nicht. Aber ich fand es im Atelier so angenehm kühl, und wo ich schon mal da war, griff ich nach einer Leinwand, auf der ich letztens eine Haus am Meer skizziert hatte, wischte die Zeichnung aus und zeichnete nun die dünnen Stämme des Granatapfelbaums vorm Fenster.

Dann aber sagte ich mir: warum nicht farbig? Farben standen ja genug rum. Es gab auch Pinsel und Kleister und Wassergläser. Mut! Also mischte ich ein Blau und ein Gelb und ein rötliches Braun mit Wasser und Kleister und übermalte die Zeichnung.

So in Fahrt gekommen, griff ich mir eine andere Leinwand (die mit der Schnecke, hier) und übermalte sie mit demselben Motiv.

Die dritte Leinwand hatte wieder mit einer Kohlezeichnung, die ich nicht auswischte, sondern grob als Vorzeichnung benutzte:

Dasselbe tat ich mit einer vierten Leinwand.

Hat Spaß gemacht!

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Wassermelone!

Nach trüben Tagen ist nun Lustbarkeit full angesagt. Von dem Vielen, das mir heute Freude machte, greife ich eines heraus: το καρπούζι, zu deutsch Wassermelone.

Die große Durstlöscherin, die Erneuerin der Kräfte, die Farbenfrohe, die schwere dicke außen grüne, innen rote Wassermelone, die wenn man das scharfe Messer vorsichtig hineinsenkt und ein wenig bewegt, mit einem weichen Knacken aufbricht, so dass man ihr prächtiges Innenleben beschauen kann. Und dann schneidet man sie in Scheiben …

In diesem Jahr ist es die erste.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Angistri (Fortsetzung und Schluss)

Tschüß Athen, tschüß Angistri, tschüß auch Saharasand und drückende Hitze! Wir sind zurück in der Mani. Der Himmel ist blau mit ein paar Wölkchen, die Sonne strahlt, ungedämpft. Herrlich das leicht bewegte Meer. Kaum sind wir angekommen, haben das Auto leergeräumt und uns eingerichtet, auch die Katzen gefüttert und die auf den Boden gefallenen Aprikosen aufgelesen, mache ich mich erneut auf den Weg, um zu schwimmen. Das ist doch eine andere Sache hier als dort, wo ich gestern unterwegs war!

Ich bin natürlich ungerecht*. Denn wahrscheinlich ist die Insel bei feinem Wetter sehr nett. Warum sonst würde es so viele Ausländer dorthin ziehen? Warum sonst würden die Einheimischen wie verrückt Sommerwohnungen bauen?

Gestern aber, bei der drückenden sandgeschwängerten Hitze, die alles lichtlos machte, gefiel sie mir nicht wirklich. Dennoch versuchte ich, Schönes, Interessantes und Witziges zu entdecken, als ich vom Platz mit den kaputten Booten zurückkommend das Dorf erforschte. Ich fand eine Ansammlung von Knuddeltieren (hallo, m.mama!)…

hier noch mal in Nahansicht:

und auch eines der wenigen noch vorhandenen alten Häuser, aufgeputzt zur Miniatur griechischer Baustile durch die Jahrhunderte.

Und dieses Weinfeld, aufgegeben anscheinend, hat auch was Bemerkenswertes zu bieten:

Du siehst es nicht? Jetzt vielleicht?

Kann es sein, dass die Schnecken das ganze frische Weinlaub verspeist haben und nun an der abgestorbenen Rebe hängend selbst zugrundegegangen sind? Das wäre ja geradezu eine Allegorie für die Beziehung Mensch-Erde!

Zum Glück für die kleinen Vielfraße gibt es einen Nachbarplaneten, der vielleicht etwas weniger schmackhaft, dafür aber resistenter ist.

Die Restzeit verbrachte ich in einem überdachten Cafe, das die Hafenmole überblickt….

und bestellte mir nun schon wieder das braune Gebräu, das wach hält. Serviert wurde es mit einem eleganten goldenen Halm aus Metall! Ich war baff, aber ihr kennt das ja vielleicht schon.

Die Bläschen und Eisstücke brachten wundersame Muster hervor.

Ich saß und beguckte mir die Leute. Skizzierte auch ein bisschen.

Witzig fand ich, dass die mir am nächsten sitzende junge Dame ein T-shirt mit der Aufschrift „Limited edition, Brooklyn“ usw trug. Denn, welch ein Zufall, auch das T-shirt, das ich trug, warb für Brooklyn! Zum Beweis machte ich gleich mal Foto und Selfie.

Verschwitzt und zerknautscht ist mein Reisehemd jetzt…

Nun, das wars wohl. Das Schnellboot kam. Und ich stieg ein, es trug mich zurück nach Piräus. Ganz bekam ich es nicht aufs Bild.

Am schönsten sind eh die kugelförmigen Fender, die das Boot vorm Scheuern an der Kaimauer schützen.

*Noch eine notwendige Anmerkung: Wahrscheinlich ist Angistri eine sehr liebenswerte und auch schöne Insel. Wer weiß, vielleicht fahre ich noch mal hin, bei anderem Wetter und besser vorbereitet.  Schaut mal hier!

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Flucht nach Angistri

Um der drückend heißen, von Saharasand dichten Atmosphäre Athens zu entkommen, nehme ich heute die Metro, die neuerdings bis zum Hafen von Piräus durchfährt.

Spiegelbilder in der Metro

Dort angekommen, frage ich mich durch zu den Schnellbooten nach Angistri und erwische eins, als es gerade ablegen will. Ein kleines Hin und Her und ich darf noch mit, wenngleich ich kein Ticket habe. Das sind so die angenehmen Seiten dieses Landes.

Weniger angenehm ist, dass das Fenster keine klare Sicht nach draußen erlaubt, und so sehe ich die hitzegraue Welt draußen durch einem dünnen Salzschleier. (Auf dem Foto wirkt die Welt viel zu blau).

Zwischenhalt ist Ägina. Die Insel kenne ich ganz gut, denn wir hatten dort zehn Jahre lang eine rosa Datscha mit Pistazienbäumen, die wir später verkauften, um unser Manihaus zu bauen.

Am Hafen von Ägina steigen die meisten Mitreisenden aus.

Mit einer eindrucksvollen stehenden Welle …

die sich langsam auflöst, verabschiedet sich das starke Schnellboot vom Kai, und weiter geht es nach Angistri („Ankerhaken“).

Diese kleine Insel im Saronischen Golf, nah bei Ägina, wollte ich schon längst mal wieder besuchen. Einmal nur war ich dort, lang lang ists her, unser Sohn war noch klein, und unsere deutschen Freunde, die sich dort niedergelassen hatten, hatten auch Kleinkinder. Kam noch eine befreundete Münchner Familie dazu – und wir verbrachten ein paar wundervolle Tage auf der Insel.

Ankommend am Hafen, schleiche ich die lange heiße Mohle entlang und werfe einen unwirschen Blick auf die nun total verbaute Kulisse des Dorfes. Am liebsten möchte ich gleich wieder weg. Hier ein Foto einer ganz ansehnlichen Ecke.

Was tun? Ich steuere das Büdchen der Schiffahrtsgesellschaft an, um schon mal die Rückfahrt zu buchen. Das elektronische System ist grad ausgefallen, aber ich bekomme mein Ticket gegen Bargeld.  Etwas mehr als vier Stunden habe ich Zeit. Wohin mich wenden? Ich frage die junge Frau hinter dem Schalter nach „Sehenswürdigkeiten“, sie schaut mich hilflos an und meint dann, nach rechts weisend: dort gebe es ein Wäldchen. Aber es sei weit, mindestens eine halbe Stunde Wegs.

Und was tue ich? Ich wandere los. Doch schon an der ersten Bademöglichkeit mache ich Halt, stürze mich ins Wasser. Danach geht es sich leichter, aber es macht nicht viel Spaß, denn die ganze Insel scheint eine Baustelle für Gästehäuser zu sein. Endlich winkt in der Ferne der Wald: Pinien! Doch leider kann ich ihren Duft zwar riechen, nicht aber in ihren Schatten treten, denn davor ist eine Art Schlucht, wohl ein Wildbach, der total ausgetrocknet ist. Bleibt nur, einen Weg an der Küste entlang zu suchen.

Der endet an einem skurilen Hafen: lauter kaputte Boote liegen da…

auch alte Laster, Bohlen. Keine Menschenseele, zum Glück auch kein bewachender Hund.

Der Wald lockt mich sehr, aber ich kann keinen Zugang finden. Wäre ich jünger, würde ich da einfach hochklettern…

So aber trete ich den Rückweg an und stürze mich bei erster Gelegenheit erneut ins Wasser.Wie es weiterging, erzähle ich morgen, denn jetzt bin ich müde. Gute Nacht allseits!

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mnemotecnicas – eine Ausstellung in der Brasilianischen Botschaft Athen

Die „Königin-Sofia-Allee“ ist einer der prächtigsten Boulevards Athens. Daher gibt es dort oder in den den Lykabettos hinaufkletternden Straßen eine große Zahl von Botschaften, Als ich an der brasilianischen vorbeikomme, sehe ich eine Abkündigung einer Ausstellung mit dem Titel mnemotecnicas. Warum nicht mal sehen, was die Brasilianer zu zeigen haben?

Ich schreite also in die wunderbar kühlen Vorhallen des riesigen Botschaftsgebäudes hinein. Ein Angestellter sitzt dort in einem Empfangskasten und gibt Auskunft. Nein, die Ausstellung sei nicht hier, sondern durch den Nebeneingang erreichbar. Also gehe ich wieder auf die Straße und ersteige die stattlichen Stufen zum Nebengebäude.

Auch dort sitzt in der prächtigen klimatisierten leeren Eingangshalle ein Angestellter in einem Empfangskasten, um mir zu versichern, dass ich an der falschen Adresse sei. Ich schreite also die Treppe wieder hinab und erneut die andere zur Botschaft hoch. Der dortige Angestellte erhebt sich seufzend, um mir den richtigen Weg zu zeigen.  Ja, ich kann ganz schön zäh sein, wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe.

Dort in dem Nebenraum hängen einige winzige Bildchen an den Wänden. Die Künstlerin Nicole Kouts ist Brasilianerin mit griechischen Wurzeln und hat das Werk in sieben Jahren, zwischen Sao Paolo und Athen pendelnd, geschaffen. Die Ausstellung besteht aus einem Video, Collagen, Fotos, Stickereien.

Mnemotechniken – ein Kunstwort aus den griechischen Bestandteilen Mneme = Gedächtnis/Erinennerung und techne = Kunst – sind Merkhilfen wie Reime, Eselsbrücken, Schemata, Grafiken, aber auch höchst komplexe Systeme, mit deren Hilfe man sich große Datenmengen besser merken kann. (Willst du mehr wissen, der Wikipedia-Artikel dazu ist recht informativ.)

Mir gefallen die kleinen bescheidenen Arbeiten der Künstlerin mit den antiken Figürchen und den gestickten Labyrinthen. Sie bilden einen guten Kontrast zu dem pompösen Gebäude, in dem sie einen Platz gefunden hatten.

oder auch die witzigen „Kostümbilder“, wo sie die Götter und Helden ihrer Großeltern mit griechischen Buchstaben bekleidet hat.

Manche Bildchen stellen alte und neue Wahrnehmungsformen nebeneinander, und man kommt ins Grübeln, was die eine und die andere Frau wohl wahrnimmt von der Welt? Ist es dieselbe Welt?

Ein „Talisman“, der vor dem Vergessen schützt?

Und ja, natürlich: fotografieren! Die Mnemotechnik No 1, wenn alles andere nicht mehr hilft. Und so fotografiere auch ich die Fotografie, die jemand gemacht hat von einer Frau, die eine Skulptur fotografiert, wobei man das Foto, das die Frau macht, auf dem Screen des Handys ebenfalls erblickt. Ich fotografiere es, um meinerseits nicht zu vergessen, was ich gesehen und erlebt habe. Mnemotechniken wie ineinander geschachtelte russische Matrjoschka-Puppen.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Rosa im Paradies-Gärtchen.

Gibt es etwas Besseres, als an einem heißschwülen Tag den duftenden Schatten von Oleander aufzusuchen? 

Nach erfolgreicher Abwicklung meines Führerscheinabenteuers lustwandelte ich ein wenig im „Paradies“ genannten Teil des Gartens, der zum Athener Byzantinischen Museum gehört. Nicht nur der Oleander beglückte mich dort, es gab auch einen alten Mann, der gemächlich welkes Laub zusammenfegte und die Gießanlage anstellte, die in weitem Bogen die Atmosphäre und das Gras unter den Eukalyptusbäumen besprengte und angenehm durchfeuchtete. Es gab dort auch blau und weiß blühende Stauden, deren Namen ich nicht weiß…

und an der Straße rötlich blühende Straßenbäume.

Den ganzen langen Boulevard „Königin Sofia“ läuteten sie mir und versüßten mir den Weg.

Von diesem Garten habe ich schon des öfteren berichtet, denn es ist einer meiner liebsten Plätze, um auszuruhen und im Cafe-Garten einen Schluck zu trinken. Allein oder mit lieben Freundinnen, so wie hier mit Susanne Haun, vor sechseinhalb Jahren. https://gerdakazakou.com/2017/11/26/wir-zwei-im-gespraech/

Und so setzte ich mich auch heute dort hin, trank einen frischen Orangensaft und einen kleinen Espresso, schaute umher und erinnerte mich.

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