Warum ist die Gurke krumm? (kleine Beobachtungen)

In meinem kleinen Gemüsegarten ist die erste Gurke gereift. Über ihren Geschmack kann ich bereits Auskunft geben: sie schmeckte milde, sonnig, fruchtig. Ich habe sie sehr genossen. Aber über ihre Gestalt mache ich mir Gedanken.

Warum ist sie so gekrümmt? Warum sieht sie aus wie eine dicke Schlange, die eine Maus verschluckt hat? Warum ist sie nicht durchgehend grün und überhaupt ziemlich blass?

Ich nehme an – lasse mich aber gern eines Besseren belehren – dass es an der Art der Bewässerung liegt. Wasser kommt per Automatik einmal am späten Abend. Manche Tage aber sind so heiß und trocken, dass ich Sorge habe, dass die Gurken es nicht überleben, dann gebe ich noch ein zweites Mal Wasser. Das treibt die Wachstumskräfte an, aber ungleichmäßig: mal führt es zur Verdickung, mal zur Krümmung. Und ist die Gurke erst mal krumm, ist es bequemer für sie, dabei zu bleiben. So meine Theorie.

Sie kämpft sich durch die heißen Tage und kühleren Nächte und sieht danach nicht aus wie die Gurken, die man im Supermarkt kauft.

 

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Impulswerkstatt, Bild 2: Szenen einer Ehe

Ich möchte  noch etwas schreiben zu diesem „Paar“, das ein/e Künstler/in aus einem dicken Holzklotz geschnitzt hat.

Die rechte Person, die ich für eine Frau nehme, hat einen bitteren Zug um den Mund. Ihr Auge wirkt gläsern, wie Augen eben wirken, die nicht wirklich nach außen blicken, sondern starren, weil ein innerer Impuls sie stark in Anspruch nimmt. Der Mann scheint recht gutmütig und zufrieden zu sein. Sein Auge blickt in der Gegend herum, als suche es  nach den passenden,  beschwichtigenden Worten, die sein dicklippiger Mund ihr zuraunt.

Möchte ich wissen, was sie sich sagen? Nicht eigentlich. Ich möchte, dass sie damit aufhören. Ich mag ihr Geraune nicht. Es fühlt sich nicht liebevoll an. Und so trenne ich sie kurzentschlossen.

Als erstes zeigt sich, was sie zusammenhielt: ein rechtes Nichts.

Das kann gerne weg.

Und jetzt? Die nächste Bewegung ist, so finde ich, schon erkennbar. Sie folgt ihrem inneren Impuls und geht: bitter, enttäuscht, aber entschlossen, ihn zu verlassen.

Und er? Wie soll ich seinen Blick deuten?


Dies ist ein Beitrag zu Myriades Impulswerkstatt, Bild 2

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Sehen und gesehen werden (tägliches Malen)

Als ich gestern eine meiner Leinwände überpinselte, dachte ich an einen Artikel, den ich kürzlich las. Genaues erinnerte ich nicht, nur so viel, dass die Augen, die sich auf einen Gegenstand heften, diesen langsam energetisch abgrasen, durchlöchern, aufzehren. Die Akropolis, die Mona Lisa, die Niagarafälle, eine schöne Frau… unzählige Augen haben an ihnen gesogen, haben sie besetzt, sich angeeignet. Was ist von ihnen geblieben?

Die umgekehrte Vorstellung ist Argos – der Riese mit den hundert Augen. Er wurde von Hera eingesetzt, die arme in eine Kuh verwandelte Jungfrau Io zu bewachen, weil diese sich nach der Begattung durch den Gott sehnte.

Heute wird jeder mit den Argusaugen des Staates beobachtet, auch wenn er sich durchaus nicht nach einer Gottesbegattung sehnt. Einfach so, anlasslos. Es könnte ja sein, dass er Böses im Schilde führt. Und so kann es einem leicht passieren, dass man sich von Augen besetzt und durchlöchert fühlt.

Aber natürlich können diese Augen auch freundlichen Sinn haben. Gott sieht uns! Wir sind behütet wir die Schäfchen, wie die Sternchen. „Gott der Herr hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehle“. Für jeden von uns ein Auge Gottes, das uns bewacht.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Schaden behoben

Gleich nach dem Erwachen krieche ich unter dem Moskitonetz hervor (wir schlafen jetzt draußen auf der Terrasse), steige die Treppe runter, schnappe mir den Autoschlüssel und fahre los, um ins Meer zu springen und eine Runde zu schwimmen. So auch heute.

Nach wenigen Metern Fahrt merke ich, dass das Auto nach rechts zieht und ich gegensteuern muss. Auch höre ich trotz Taubheit ein ungewohntes Geräusch. Bei der nächsten Gelegenheit –  es ist der Parkplatz vor dem Friedhof des Ortes – halte ich an, um der Sache auf den Grund zu gehen. Und ja: das rechte Vorderrad hat einen schönen fetten Platten. Dabei habe ich die Reifen erst vor einem Monat erneuert…

Natürlich habe ich weder Brille noch Hörgerät oder Handy dabei, schließlich wollte ich ja nur schnell schwimmen gehen. Also suche ich den Versicherungsvertrag und wandere heimwärts. Zu Hause rufe ich die Pannenhilfe an. Dort empfiehlt mir der Automat, zur elektronischen Seite der Gesellschaft zu wechseln. Was ich tue. Ein elektronischer Fragebogen ist auszufüllen. Auch das gelingt mir. Und schon bekomme ich eine Mitteilung, dass sich ein Mitarbeiter melden wird. In 20 Minuten. In 40 Minuten. Der Techniker meldet sich tatsächlich viel schneller, und eine halbe Stunde später treffen wir uns am Auto, der schadhafte Reifen wird ab und die Reserve anmontiert. Im Reifen steckt eine dicke Schraube. Wie sie da reinkam? Der Techniker zuckt die Achseln.

Ich aber bin froh, nun ans Meer fahren zu können, denn es ist schon ziemlich heiß geworden. Herrlich das Schwimmen!

Und warum ist das nun eine Lustbarkeit? Weil ich stolz auf mich bin: bin wegen des Plattens meines neuen Reifens nicht hysterisch geworden, habe mich durch die Elektronik nicht schrecken lassen, habe alles auf die Reihe gebracht, ohne meine Nerven zu strapazieren. Dankbar bin ich, dass sich der Helfer durch den Wochenendverkehr zu mir durchkämpfte (es ist Pfingsten und alle Welt ist unterwegs) und effektiv das Nötige tat. Und natürlich: dass ich zu meinem morgendlichen Schwimmen kam.

Zu Hause machte ich mir einen Pampelmusensaft mit Eisstückchen und setzte mich vor die Tür zu den Katzen. Da sah ich eine auf dem freien Platz vor dem Gartentisch fröhlich herumtanzen. Sie hatte ein Rättchen erwischt und kugelte mit ihrer Beute übermütig durch die Pampa.

Die Ratt

ist platt –

viel platter als der Reifen,

wird niemals wieder pfeifen.

 

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Heute vor 83 Jahren (und tägliches Malen)

Es ist ein 22. Juni wie heute, als frühmorgens die Hölle losbricht. Oder, um den mdr zu zitieren: Es ist ein Feuerschlag, wie ihn die Welt bis dahin noch nicht erlebt hat. Am 22. Juni 1941, um 3:05 Uhr, bricht entlang der 2.130 Kilometer langen deutsch-sowjetischen „Interessengrenze“ zwischen Ostsee und Schwarzem Meer die Hölle los… Es ist der Beginn eines Vernichtungskrieges, mit dem Hitler die „Lebenskraft Russlands“ zerstören und „Lebensraum im Osten“ gewinnen will.

Der Angriff erfolgt ohne Kriegserklärung, heimtückisch und unprovoziert.

Rund 3,3 Millionen deutsche Soldaten mit fast 3.650 Panzern und Sturmgeschützen, rund 600.000 Kraftfahrzeugen und etwa 3.000 Flugzeugen treten am 22. Juni 1941 zum Angriff auf die Sowjetunion an. Eine offizielle Kriegserklärung gibt es nicht. (ebd)

Als Ziel nennt Hitler die „Vernichtung der Lebenskraft Russlands“ und die Gewinnung von „Lebensraum im Osten“. (ebd)

 Es ist ein rassenideologischer Vernichtungskrieg, wie ihn die Welt bis dahin noch nicht erlebt hat. Erklärtes Ziel der NS-Führung ist die Auslöschung der „jüdisch-bolschewistischen Elite“ der Sowjetunion sowie aller dort lebenden Juden überhaupt, die Unterwerfung, Dezimierung und Vertreibung der slawischen Bevölkerung und die Eroberung von „Lebensraum“ für ein „Großgermanisches Reich“. (ebd)

Trotz der generellen Überlegenheit liegen die Gesamtverluste der Wehrmacht im Juli 1941 bereits bei knapp 168.000 Soldaten. (ebd)

Hitler entscheidet am 21. August 1941, dass zunächst … die Ukraine mit ihren riesigen Agrarflächen und dem Industrie- und Kohlerevier im Donbass das Hauptziel der deutschen Operationen sein soll. (ebd)

Die Parallelen zu heute? Ich habe eben etliches dazu geschrieben und wieder gelöscht.

Die drei Bilder sind heute nacheinander als Übermalungen eines anderen Bildes entstanden. Wie sich die Bilder gleichen!

 

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: ein Lächeln einfangen

Den Blick schweifen zu lassen, lohnt sich immer. Man braucht weiter nichts zu tun, und schon verfängt sich das eine und andere im Blick – wie Fische in einem ausgeworfenen Netz …

In meinem schweifenden Blick blieb heute ein doppelt strahlendes Lächeln hängen. Es gehört zu einer Dame, deren Konterfei die Verpackung eines neu gekauften „gazaki“ (Camping-Gas) schmückt. Wie glücklich und stolz sie aussieht! Recht hat sie: solch ein „gazaki“ braucht der Mensch, um sich einen guten griechischen Kaffe zu bereiten. Zeit, es auszupacken! Das alte hat kürzlich den Geist aufgegeben, und so trinke ich den ollen Filterkaffee, der weder schmeckt noch gegen die Sommermüdigkeit hilft.

Und sonst? Nun, es gab schon noch den einen und anderen Beifang, so etwa die aufgerissene Packung des eben noch geschmähten Filterkaffees samt Filtertüten, das Honigglas vor dem Salzstreuer…

oder auch die Knoblauchknollen und die Zwiebel auf dem Teller, das grobe Meersalz im Plastiksäckchen, das grüne geblümte Glas mit dem Zucker und das gläserne Olivenölkännchen.

Kurzum, all das, was der Mensch unbedingt zum Überleben braucht, in einem Eckchen der Küche vereint.

Auf dem ersten Foto habe ich auch die Antenne des Weltempfängers (Radio) eingefangen – denn ohne Nachrichten und ohne Musik wäre das Leben in der Küche zu eintönig (findet der Küchenchef). 

 

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Mondaufgang zur Sommersonnenwende

Eine seltene Konstellation: die Sonne ist auf ihrem Jahreshöchstand und zugleich zeigt sich der Mond in voller Größe.

Hell ist der Himmel, als der Vollmond über den Hügel steigt. Es ist Hochsommer, und man spürt es. Der Tag war gluhheiß, die Temperaturen erreichten in Kalamata Höchstwerte. Bei uns in Meeresnähe und auf der Anhöhe waren es ein paar Grad weniger. Jetzt, in der Nacht, kühlt es merklich ab, der Schweiß kann trocknen. Auch die Erde atmet nun die Hitze aus, es duftet nach Bergtee. Über dem Meer liegt schwerer Dunst.

 

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Platonisches Schattenspiel (abc-etüde)

Ein Besenstiel, ein Putzlappen. Eine weiße Wand und eine starke Sonne. Fertig sind Bühne und Darsteller.

Schatten 7

Auftritt die Kläre. Sie ist ungehalten. „Immer muss ICH allen Dreck wegmachen!“ schimpft sie. Wieso beschwert sie sich? Sie ist schließlich ein Putzlappen.

Andererseits kann ich ihren Frust verstehen, denn es gibt andere, die sind auch nur Putzlappen, heben aber das elegante Profil so hochnäsig in die Luft, als wären sie der Herr Minister persönlich. Jedenfalls, wenn man das linke Profil betrachtet. Doch haben auch Schattenfiguren eine Schattenseite: die rechte in diesem Fall. Und da sieht man dann, dass dieser Herr befürchtet, mit langer spitzer Nase abzuziehen, wenn sein Tag gekommen ist.

Bei diesem Dicknasigen ist es umgekehrt: noch hält er seine Dicknase bescheiden schnüffelnd zu Boden gerichtet, aber im Hinterkopf träumt er bereits von höheren Ehren.

Wie anders doch der fesche Zipfelmützentyp! Der hat keine Hintergedanken, der pfeift auf das ganze Spektakel und geht seines Wegs.

So leben sie vor sich hin, Putzlappenschatten in der Putzlappenschattengesellschaft. Eines Tages aber kommt einer, der macht die Augen auf und sagt: Ihr schlaft! Ich aber habe das Wahre Licht gesehen. Ihr seid nur Schattengestalten, die man hin und her trägt!

Und? fragen die andern besorgt. Wer ist es, der uns herumträgt? Wird er das Licht ausschalten? Werden wir dann vergehen?

Das, so erklärt der Aufgewachte, entziehe sich leider seinem Wissen. Da frage man am besten die weise Eule, die auch nachts sehe.

Eule, wer ists? rufen die Putzlappenschatten im Chor. Wer trägt uns herum? Wird er das Licht ausschalten, so dass wir vergehen?

Schuhu, sagt die Eule.  Das klingt weise, auf jeden Fall.

Nur einer macht die Augen auf und sieht sich selbst an. Das ist der Fritz. Ich bin, sagt er und erkennt, dass er bleibt, auch wenn sein Schattenbild verschwindet. Das ist sein Krönungsmoment.

300 Wörter

Dies ist mein dritter Beitrag zu Christianes laufender abc-etüden-Runde. Wortgeber ist diesmal Etüdenerfinder Ludwig Zeidler höchstselbst. Die Wörter lauten Putzlappen, elegant, schlafen.

 

 

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Abend in Kalamata: Buchvorstellung und Karagiosis

Am Montag Abend machte ich mich auf nach Kalamata, um mich zur Buchvorstellung einer mir sehr sympatischen Frau einzufinden: Maria Gosma kenne ich seit langem, wir haben in Athen bei großen Aufstellungen wunderbar zusammengearbeitet. Nun stellte sie ihr Buch „Δημιουργία της ζωής“ vor, das etwas missverständlich mit „Erschaffung des Lebens“ zu übersetzen wäre. Tatsächlich geht es darum, die „Erschaffung“ eines Menschenkindes von der Befruchtung der Eizelle bis zur Geburt und auch noch ein wenig davor und danach ganzheitlich zu beschreiben. Maria ist Amme und sehr aktiv, um dem Beruf der Amme die ihm zukommende Bedeutung zu erkämpfen. Sie ist in chinesischer Medizin ausgebildet und begleitet angehende Eltern, berät sie und entbindet wenn möglich zu Hause. 

Eine ironische Pointe war, dass dieses Buch ausgerechnet im Kriegsmuseum von Kalamata vorgestellt wurde und ein Vertreter der Luftwaffe es freundlich-militärisch moderierte. Denn ach! Griechenland hat ein großes demografisches Problem. Wenn es so weitergeht, wird dem Militär der Nachwuchs ausgehen und wir werden hilflos dem Barbarensturm aus dem Osten ausgesetzt sein 😉 .

(rechts im Bild die Autorin Maria Gosma)

Als ich danach in die nächtliche Stadt hinaustrat, sah ich gegenüber eine andere Menschenansammlung: vor dem bischöflichen Sitz war eine Karagiosis-Bühne aufgebaut, und eine aufmerksame Menge folgte dem Figurentheater, das nicht nur Kindern gefällt.

Auch ich liebe den Karagiosis und habe schon öfter über ihn berichtet. Der Karagöz ist über das Osmanische Reich nach Griechenland gekommen, wurde hier eingegriechischt und sehr populär. (Wiki-Artikel hier)

In einer abc-etüde zeigte ich einen fein gehäkelten Drachen samt Drachentöter, gemalt vom berühmtesten Karagiosis-Spieler Spatharis, dem in Maroussi ein Museum gewidmet ist.

Figuren des Theaters schmücken die Eingangshalle des großen Konzertsaals in Athen

Einmal hat sogar Dora einen Auftritt der Figuren inszeniert.

Fehlt nur noch die Musik: Das wohl berühmtestes Lied des moderne Troubadors Dionysis Savvopoulos (er hat Text und Musik geschrieben) handelt vom Karagiosis. Hier der Text mit einer leider ziemlich schlechten Übersetzung ins Deutsche.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: im nächtlichen Garten sitzen, auf die erleuchtete Stadt schauen

Es ist dieser Tage heiß, was die Erledigung der Tagesgeschäfte etwas mühsam macht und für Extratouren nicht viel Kraft übriglässt. Nicht dass jetzt jemand gleich in den Chor derjenigen einstimmt, die meinen, wir hätten eine nie dagewesene Rekordhitze. Nein, haben wir nicht. Aber es ist heiß. 38 Grad waren es heute, das ist schon ein „kavsonas“, eine Hitzewelle. Dazu geht ein angenehmer Sommerwind, „meltemia“ genannt. Er hilft, die Hitze zu ertragen, ist aber leider auch ideal, wenn man das Land anzünden will.

Abends wird es im Garten kühl, der Schweiß trocknet, man atmet durch. Nur muss man sich nicht gerade ans Haus setzen, denn die Steine heizen auf und geben die Hitze noch eine ganze Weile ab.

Der Junimond ist nun fast voll, also ist es nicht sehr dunkel am Himmel und zwischen den Bäumen. Von fern leuchten die Stadtlichter und die Bucht von Kalamata.

 

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