Eiswind, grundlos, wallen. Diese Wörter hat Stachelbeermond für die nächste abc-etüden-Runde ausgegeben, wie uns Christiane (Irgendwas ist immer) mitteilte. Neue Wörter bedeuten neue Lust und neues Leid. Heute rede ich mal von den Qualen einer Kata-strophen-Dichterin. Die rosafarbenen und transparenten Schnipsel stammen von Wortkünstlerin Sabine (Lyrifant), die anderen von mir selbst.
Klage einer Kata-Strophen-Dichterin
In meinem Kopfe wallt ein Wort,
es wallt und wallt und will nicht fort.
Es könnte mir durchaus gefallen,
reimt es sich doch auf Wandelhallen
und auch auf Korken, wenn sie knallen
bis die Besucher heftig lallen,
beim Gehen aufeinanderprallen
und schließlich übereinand‘ fallen
Doch soll ich grundlos Reime suchen
Wie Blitze die verflixten Buchen?
Soll ich im Reime-Eiswind stehen
Nur weil sich darauf reimt das Wehen?
Erbarmen! Doch wie soll ichs wenden?
Mir fehlt das Wort, es zu beenden!
Der Meister mag das Wort wohl kennen
doch ich muss mit den Eimern (Reimen) rennen.
Ach wäre ich ein Dichter-Meister,
dem stets zu Dienst die holden Geister
und dem die Wörter stets aufs Wort
gehorchen: Geh! schon sind sie fort.
Doch ich, die durch die Sprache tappt,
muss Reime suchen bis es klappt.
Sie lauern, spuken mir im Hirne
bis weichgeklopft die Denkerbirne.
Denn Wörter haben starke Krallen
Sie kralln sich fest bis wirklich allen
Verwandten ist ein Platz gegeben
sie wollen stets zusammenkleben
und sich zu Wortgebilden ballen.
Bist du davon erst mal befallen
wirst ruhlos du im Wortfeld wallen
wo all die Wörter widerhallen
die sinnlos sich zusammenleimen
weil sie sich nun mal leider reimen.

















Ich habe mich, wie vielleicht der eine und die andere erinnert, im vergangenen Dezember der Raunacht-Tradition angeschlossen. Zu diesem Zweck zog ich jede Mitternacht eine Tarotkarte, die mir für den entsprechenden Monat des kommenden Jahres einen Leitgedanken mitgeben sollte. 















