Adventskalender (22.12, Vierter Advent)

Wie bitte? Schon der 22.Dezember und Vierte Advent? Dann wird es höchste Zeit, einen Weihnachtsbaum zu besorgen! Der Papa nimmt sein Beil, und das Kind stiefelt hinter ihm her. Durch den Schnee, denn es schneit natürlich. Oder hast du geglaubt, man könne Weihnachtsbäume an schneefreien Tagen fällen?

Auch so bin ich mir nicht sicher, dass es mit dem Baumfällen was wird. Denn die liebliche Tanne und ihr Kind stehen unter dem Schutz eines Wesens, einer sogenannten Nymphe. Wie alle Bäume, übrigens. Haut man einen Baum um, tötet man dieses Wesen. Darauf macht der/die Kleine den Papa aufmerksam. Sie/er ruft: „Ich brauch keinen Weihnachtsbaum zu Hause. Wir lassen ihn hier und schmücken ihn hier.“ Und der Papa sagt: „Na, meinetwegen. Für dich habe ich ihn ja abholzen wollen“. 

Das Bild entstand aus denselben Schnipseln wie das mit den Wichteln (hier). Nicht ein Schnipsel ging verloren. (Ich hab sie genau gezählet, dass mir auch nicht eines fehlet, an der ganzen großen Zahl).

Die anderen schon geöffneten Türchen:

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Wintersonnenwende

Zwischen zwei Schauern ein Blick auf das Meer. Welcher symbolisiert den Moment der Wintersonnenwende am besten? Dieser?

oder dieser?Oder vielleicht dieser?

Auch das leicht bewegte Meer, in dem sich ein Regenbogen abgebildet hat, wäre ein Kandidat.

 

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Adventskalender (21.12.)

Hui, es geht ja schon rasant auf Weihnachten zu! Was wohl hinter diesem Türchen steckt? Nanu, das Eulentrio! Sie stehen wankend auf dem Kasten mit den Tarotkarten und halten sich die Augen, die Ohren oder den Mund zu. Warum tun sie das?

Die Affen, die eben dieses tun, kenne ich. Bloß nichts sehen, nichts hören und vor allem: den Mund halten – das ist ihre Devise.

Aber ist das überhaupt die richtige Interpretation? Ich schaue im internet nach und werde sogleich fündig (Quelle)

Die Bedeutung der drei weisen Affen soll auf ein Sprichwort aus den Schriften von Konfuzius zurückgehen, das besagt: „nichts Böses sehen, nichts Böses hören und nichts Böses sagen“.

Nichts Böses sehen, hören, sagen. Das würde ja ganz gut in die Weihnachtszeit passen. Eine schwierige Übung, will mir scheinen! Und wenn ich in die verstörten Augen der Eulen schaue, fürchte ich, dass sie doch etwas vom Bösen, das gerade in der Welt geschieht, mitbekommen haben, da hilft es auch nicht, sich die Ohren zuzuhalten. Vielleicht sollten sie doch lieber drüber sprechen?

Die bisher geöffneten Adventskalendertürchen:

 

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„Frieden mit mir selbst“ – neurografisch

Gestern leitete Cynthia mich an, eine Zeichnung zum Thema „Ich entscheide mich zum Frieden mit …“ allen möglichen Aspekten meines Lebens zu machen, mit denen ich nicht  in Frieden bin. Eigentlich, so dachte ich, habe ich längst meinen Frieden mit allem gemacht, aber dann fiel mir doch das eine und andere ein, wo Besserung möglich wäre, und so füllte sich das Blatt.

Dann ging es ans Ausmalen. Ich fand für jedes einzelne Thema eine besondere Farbe, ein besonderes Muster, fasste auch mehrere zusammenstehende Kreise farblich zusammen und füllte schließlich das ganze Blatt mit Farben.

Hundert bunte Luftballons! Das sah leicht und verspielt aus und gefiel mir ganz gut. Später aber versuchte ich, nach Cynthias Beispiel, die zentrale Struktur zu verstärken.

Auch das gefiel mir recht gut. Ich empfand freilich, dass es mir im Moment nicht ums Loslassen, sondern ums genauere Betrachten meiner „Unzufriedenheiten“ ging. Ich mochte sie nicht summarisch loslassen.

Also setzte ich mich heute hin, tippte mit geschlossenen Augen auf meine Zeichnung: Welchen Bereich würde ich mir genauer ansehen? Mein Finger fand den Kreis „Frieden mit mir selbst“. Und ich dachte: Genau! Wenn ich mit allen Aspekten meiner selbst Frieden mache, dann habe ich auch alle anderen Sektoren befriedigt. 

Aber wie sollte ich vorangehen? Ich beschloss, mir Hilfe bei den Tarotkarten zu holen. Und zog die Karte  „das Gericht“. Bingo! Ich besah mir den blonden Engel mit der Posaune und dem roten Auferstehungskreuz und die fröhlichen Nackten, machte dann eine flüchtige Skizze. Ich selbst liege als Kreis geschützt in der Erde und warte auf die Dinge, die da kommen werden. In den Lüften beginnt es sich zu regen, es wogt auf- und ab, und ein spitzes Dreieck zielt von Rechts auf mich.

Am Ende ist eine sich über zwei Seiten erstreckende Zeichnung entstanden, die mich froh stimmt. Alles bestens mit mir! Ich habe Frieden mit mir selbst und der ganzen Welt gemacht. 🙂

 

 

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Adventskalender (20.12.)

Ein weiteres Türchen geht auf. Es ist bereits das zwanzigste!

Ein breiter Sonnenstrahl fällt in unsere Wohnstube, färbt den Kasten mit dem Kaminholz knallrot, die Bücher, den Teppich und die Beine des Tischchens orange, das graue Sofa violett.

Kann man das zeichnen? Versuch macht kluch. Ich stelle mir vor, dass es ein tolles Motiv für Koloristen wie Matisse wäre…

Die anderen bereits geöffneten Adventskalendertürchen:

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: In die Ferne schweifen

Das kann mein Blick hier fast unbehindert: in die Ferne schweifen. Die Stromleitungen,die von der Fotovoltaik-Anlage ausgehen, will ich mal ignorieren, damit der Anblick des Vorgebirges perfekt wird.

Der Anblick des Meeres ist es sowieso.

Diese Ausblicke hatte ich heute, als ich gegen Mittag die Straße hoch ging und von einem offenen Feld aus in die Runde schaute. Alkyonische Tage eben.

 

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Adventskalender (19.12.)

Kling Glöckchen, klingelingeling, tönt es leise, als ich das neunzehnte Türchen des Adventkalenders öffne. Es ist der Glöckchenvogel, der, wenn man ihn schüttelt, mit seinen Messingglöckchen scheppert und klimpert. In der Adventszeit aber ist er bemüht, lieblich zu tönen.

Damit ihr nicht denkt, dass ich Märchen erzähle, eine Kostprobe der scheppernden bzw klingenden Glöckchen.

Die anderen bisher geöffneten Türchen:

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Kleine Beobachtungen: Lehm, Minze, Pilze, angeschwemmtes Holz

Von meinen Rundgängen durch die Natur bringe ich meist ein paar Fundsachen in Form von Fotos mit heim. Heute benutzte ich einen sehr lehmigen Weg, der seit den vergangenen Regentagen voller Pfützen war. Nun sind die Pfützen ausgetrocknet und haben eine glatte rissige Lehmfläche zurückgelassen, in die Spuren von Traktoren und Tieren eingedrückt sind. Die Rissmuster sind für mich sehenswert, denn die kann ich hier nicht oft beobachten.  

Erstaunt war ich, am Wegrand Pilze zu finden, die aus dem nun getrockneten Lehm hervorgebrochen sind. Was sind das wohl für Pilze? Sie wirken mit ihren dunklen Lamellen vertrauenswürdig.

Viel blüht in der freien Natur grad nicht. Und so erhielt die wilde Minze die gebührende Aufmerksamkeit. Ihre hellblauen Blüten sind nicht nur hübsch, sondern duften auch verheißungsvoll.

Sonst noch so? Ein angeschwemmter Ast, im kiesigen Grund eingegraben. Das Meer blau wie die wilde Minze.

 

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Adventskalender (18.12.)

Das Türchen geht auf – und noch einmal erscheint ein Tavernentisch mit Wasserflasche und Glas. Doch dieses Mal wird das Wasser gerade eingeschenkt, und leise klirrt das Eis. Frisches Brot ist auf einer Serviette serviert. Das Essen wird nun auch bald kommen.

Die bisher schon geöffneten Türchen im Überblick:

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Kleine Beobachtungen: Filzpantoffeln und Wasserflasche

Als ich heute durch die sonnigen stillen Straßen der Altstadt von Kalamata spazierte, fiel mir eine putzige Ansammlung von Pantoffeln ins Auge. Eingedenk des heutigen Drabble-Tages machte ich ein Foto. Vielleicht würde ich sie zum Illustrieren verwenden können.

Doch dann schrieb ich keine Geschichte über billige China-Importe. Immerhin sind sie schuld, dass ich im Drabble auf Wollfilz bestand. Dass es auch Filz aus Chemiefasern gibt, las ich bei der Gelegenheit nach. Was die Farben und diversen Verhübschungen anbetrifft, frage ich mich, wer dafür verantwortlich zeichnet und wessen Geschmack er wohl trifft.

Viel schöner fand ich die Wasserflasche auf dem Tavernentisch, an den wir uns dann setzten. Spiegeln sich die Tavernentische in der Flasche? Oder sind Flasche und Wasser transparent und lassen das verzerrte Imago der Tische durch? Oder beides? Und wie kommt das intensive Blau des Himmels in die Flasche? Fragen über Fragen.

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