Glassplitterflamme
Glassplitter, weißes Passepartout Thema in Fresco, farbverstärkt (digital)
abgebranntes Streichholz, schwarze Pappe
Glassplitter, weißes Passepartout Thema in Fresco, farbverstärkt (digital)
abgebranntes Streichholz, schwarze Pappe
Ich möchte dazu anregen, über die Rolle Europas im Weltgeschehen mehr nachzudenken. Dazu werde ich ab und an fremde, aber auch eigene Gedanken veröffentlichen. Denn unser Gesichtsfeld hat sich im letzten Jahr gefährlich verengt, und es wird Zeit, die Aufmerksamkeit auf weit brisantere Themen zu richten, die sich im Windschatten der Epidemie-Panik entwickelt haben.
Wenn ich, wie jetzt, fremde Gedanken reblogge, bitte ich darum, beim Kommentieren auf die Argumente des Autors einzugehen und nicht nach meinen eigenen Einschätzungen zu fragen.
Während hier der erste Lockdown stattfand und in den USA die Wahlen noch bevorstanden, hatte sich Joe Biden persönlich in einem selbst verfassten Artikel öffentlich zu seinen politischen Absichten erklärt. In dem renommierten Organ Foreign Affairs veröffentlichte er unter seinem Namen einen Artikel mit dem Titel „Why America Must Lead Again. Rescuing U.S. Foreign Policy After Trump“ umriss er die von ihm im Falle eines Wahlsieges projektierte Politik. Der Artikel beinhaltete innen- wie außenpolitische Perspektiven und war alles andere als undeutlich.
Neben einigen Äußerungen zum Umgang mit der Pandemie beschrieb Biden dort Reformvorhaben, die vor allem dazu geeignet sind, die innere Stabilität innerhalb des eigenen Landes wieder herzustellen. Die wichtigsten Linien beschrieben das öffentliche Gesundheitswesen, Maßnahmen zum Umweltschutz sowie den Bildungsbereich. Das mag als ein Versuch gelten, um innenpolitisch zu befrieden.
Außenpolitisch ist das Program nicht nur eindeutig, sondern auch brisant. Biden spricht davon, dass die USA wieder die unangefochtene…
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Altomira ist ein steinernes Dorf im Taygetos, unbewohnt im Winter. In der Ferne erglänzt das Meer. Du gehst durch das Dorf mit den schön gemauerten Bögen und aus großen behauenen Steinen gefugten Wänden und hörst keinen Laut. Fenster fehlen, auch Türen. Einige Häuser wurden renoviert, doch die meisten verfallen still vor sich hin. Mit dir gehen zwei Hündinnen, die kleine tut dir leid, ihre Rippen sind zu zählen, aber du hast kein Futter dabei. Später triffst du den Hirten bei den großen Schafen, ja, der Hund gehört ihm, er lacht.
Ich bin nicht allein unterwegs. Vier Frauen sind wir.
Jede tut, was sie möchte: allein spazieren, sich unterhalten, meditieren, wilde „Horta“ und „Volvous“ mit dem Messer ausstechen und in den mitgebrachten Beutel füllen, in dem sich schon Mandeln, Hagebutten und die schnack- und nahrhaften Früchte des Erdbeerbaumes befinden.
Auch kleine Hummeln sammeln still für sich Nektar am Rosmarin in einem verwilderten Gartenstück.
An der gefassten Quelle verzehren wir die mitgebrachten Speisen. Ein älteres Paar wäscht die gesammelten Horta (Löwenzahn und andere Salatkräuter) im starken Wasserstrahl. Wir stellen uns vor, machen uns miteinander bekannt. Der Tsipouro (Schnaps) geht herum. Die Reden werden mutiger. Ja, eine neue Revolution sei fällig, befindet der Mann. Nieder mit dem schleichenden Faschismus. Wohl gesprochen, finde ich, finden wir alle. Das Quellwasser rauscht in drei gefassten kräftigen Strahlen in das Abflussbecken. Über uns kreisen Raubvögel.
Nachher werden wir zwei der Freundinnen zu Hause abliefern. Stille kleine Skulpturen stehen in ihrem Garten und auf Fensterbänken, die Bildhauer-Tochter hat sie vor Jahren gefertigt.
Die Scherben vom Scherbenhaufen sind nun meine neuen Schnipsel, bis ich auch sie ausgereizt habe. Gestern legte ich eine weihnachtliche Anmutung, heute geht es wieder prosaischer und, wie ich hoffe, auch vergnüglicher zu. Die Bilder sind jeweils aus denselben Scherben gelegt.
Es ist Nacht, so gegen elf Uhr. Als erstes beobachte ich zwei Damen, die trotz Ausgangssperre an der Straßenecke einen Plausch halten. Ein Schutzmann, besorgt um ihre Gesundheit und die Einhaltung der Gesetze, nähert sich. Man sieht, dass er, womöglich bei einem früheren Einsatz, ein Bein gebrochen hat, daher geht er jetzt zögerlich vor. „Meine Damen, ich bitte Sie, gehörigen Abstand zu halten ….“, flüstert er, doch die Damen lassen sich nicht stören.
Als ich in den nächtlichen Park einbiege, bemerke ich eine seltsame Szene, die ich nicht recht zu deuten weiß. Mir scheint, dass Frau und Hund vor einem Riesenkaninchen zurückschrecken, das ihnen ein majestätisches HALT entgegenruft. Doch vielleicht irre ich mich auch, denn auf meine Augen ist kein rechter Verlass mehr.
Bald erreiche ich das Haus einer betagten Freundin, in der sich trotz diverser Regierungsanweisungen eine lustige Gesellschaft versammelt hat. Als Beleuchtung genügt ihnen der Mond, der bereits halb ist und hell leuchtet. Sie tanzen einen schneidigen Sirtaki.
Ja, Tanzen muss sein! Und Anfassen muss auch sein! Perfekt muss es nicht sein.
Hier ist es ja kuschelig warm – aber da wir auf einer Erde leben, als eine Menschheit, denke ich, es ist gut, seine Aufmerksamkeit auch mal in die Ferne zu lenken. Nicht etwa, um neue Probleme zu finden, sondern vielmehr, um zu sehen, wie Lösungen aussehen können.
Den folgenden Artikel fand ich heute bei rt.de.
Ein Einwohner von Oimjakon, wo die Temperatur an besonders kalten Wintertagen mehr als 60 Grad Celsius unter den Gefrierpunkt sinkt, zieht seinen fünf Kühen einen warmen Euterhalter an. Auf diese Weise schützt der Jäger Nikolai Atlassow seine Nutztiere vor Erfrierungen. Die tierischen BH stellen Dreiecke aus Hasen- oder Schaffell mit jeweils drei Trägern dar. Das Kleidungsstück wird um die Taille und unter dem Schwanz befestigt.
Da ich von den Jakuten, diesem im äußersten Nordosten Sibiriens siedelnden turkmenischen Volk, so gut wie nichts wusste, und ich mir grad überlege, wohin als nächstes reisen möchte – Russland ist meine Option – , schaute ich bei Wikipedia nach und las da u.a. etwas, was vielleicht einige von euch interessiert – falls ihr es nicht eh schon wusstet …..
„Die Jakuten wurden in den 1820er Jahren christianisiert und bekennen sich heute mehrheitlich zum russisch-orthodoxen Christentum, wobei eine Vielzahl schamanisch-religiöser Praktiken erhalten geblieben sind und noch häufig praktiziert werden. Hierzu gehören die musiktherapeutischen Praktiken traditioneller Heiler, bei denen die Maultrommel chomus gespielt wird oder von Schamanentrommeln begleitete Geisteranrufungsgesänge. Das den Heilungen zugrunde liegende geistige Konzept und Weltmodell heißt kut-siur.“
Wozu diese Weihnachtstage doch gut sind!
Aus dem Scherbenhaufen im Garten fischte ich heute ein paar zufällige Stücke heraus, denn mir gefiel die Idee herauszufinden, wozu Scherben gut sind, zumal Petra Pavlovski mich daran erinnerte, dass Scherben Glück bringen.
Da Heiligabend ist, gingen meine Gedanken zur Symbolik des Christentums: die Kirche ein Schiff – , immer schon nannte man Heiligtümer Schiffe (ναός, gr Heiligtum, Schiff, daher auch Nautik), drum reden wir ja auch vom Kirchenschiff, darin der Altar, die Ikone, das Gottesbild. Vielleicht stammt diese Schiffs-Symbolik aus Ägypten? Vielleicht war es das Heiligtum des Serapis – ägyptisch-helllenistischer Mischgott aus Osiris und Apis – in Alexandria, das die berühmteste Bibliothek der Antike beherbergte und 319 vom christlichen Mob zerstört wurde. Ermordet wurde auch die junge aber schon berühmte Mathematikerin, die am Serapion lehrte: Hypatia. Die antike Wissenschaft wurde nicht mehr geduldet.
Jedenfalls ist in dieses mein gläsernes Schiff ein Brand gefallen und hat es in zwei Stücke zerbrochen.
Aus dem Scherbenhaufen antiker Gottesvorstellungen hervorgewachsen ist eine gigantische Blume. Oder ist es ein Gral? Aufs Dach des Tempels wurde ein Kreuz gepflanzt.
Als ich gestern mit einer jungen Klientin arbeitete, fiel mein Blick auf den Teppich. Da lagen Glasscherben! Keine Ahnung, woher sie stammen, wie sie dorthin gelangt sind. Wir sammelten sie vorsichtig auf und legten sie auf den runden schwarzen Eisentisch. „Wie siehst du dich in deiner Welt?“ fragte ich sie. „Mach doch mal ein Bild davon“ – was sie tat.
Wie wir so weitersprachen, formte sich daraus unter meinen Fingern eine Variante: Dynamisch voran, Schild und Schwert in der Hand!
Die Fotos habe ich bei Lampenlicht aufgenommen, und so ergaben sich durch Farbverstärkung sehr warme Töne:
Ich war sehr angetan von dieser Art, unangenehme Glassplitter kreativ zu verwerten. Als ich heute mit einer Freundin zusammensaß, um über das Behindertenprojekt zu beratschlagen, lagen die Splitter noch da. Hinzu gesellte sich ein Springgummi, das sich beim Abziehen von einer Ölflasche in Fusseln aufgelöst hatte.
Die kleinen Scherben und Springgummifusseln waren dann das Material, mit dem ich unser Gespräch visualisierte.
Womit mal wieder demonstriert wäre, dass aus fast nichts eine Welt entstehen kann.
Dieser Typ hat Augen aus Kernen einer Kumquat-Frucht, die ich nebenher verzehrte.
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Zur Erinnerung:
Falls Du etwas spenden möchtest:
EPIKOURIOS APOLLON
Soziale Genossenschaftliche Unternehmung zur beruflichen Integration behinderter Menschen
Kalamata/Griechenland
e-mail epapollon@gmail.com
Kontonummer IBAN GR44 0171 3450 0063 4514 4492 438
Alles steht bereit für die Weihnacht: Maria sitzt vor der Krippe mit dem Neuborenen, Die Tiere hocken hinter ihr, und am anderen Ende der Höhle sind vier Wichtel aufmarschiert. Sogar das passende Wort schrieb sich mit Lyrifants Buchstaben an den Nachthimmel. Weihnacht – Freude. Doch Joseph, der die Verantwortung für das Wohlergehen seiner kleinen Familie trägt, ist unruhig. Er springt auf, wandert umher, starrt in den Himmel: was ist das nur für ein kugelförmiger Komet? Wo kommt er her? Er sieht so ganz anders aus als der schöne helle Stern der Verheißung, den er sonst dort sah, er ist dunkel und hat im Innern ein Glühen, das nichts Gutes verheißt. Auch fehlen die Engel! Was nutzen schon die vier Wichtel, die sich eingefunden haben? Etwas bedröppelt schauen sie drein, weil sie wirklich nicht wissen, was sie von der ganzen Sache halten sollen und ob ihre Weisheit überhaupt noch gefragt ist.

Was wird aus uns, denkt Joseph erschrocken, wenn die Menschen an Stelle des verheißenden Sterns einem Kometen folgen, dessen hässlicher kalter Kopf eher dem Herrn Satan als dem Herrn Christus ähnelt? Wenn anstatt der Weisen aus dem Morgenland die unheiligen Könige Virolog, Big Farma und Todesangst den Weg zum Heil weisen? Die Priester haben bereits gehorsam ihre Anbetungsstätten geschlossen und sich aus dem Staub gemacht. Sie sitzen nun zu Hause und grämen sich und trachten ängstlich, niemandem zu nahe zu kommen. Wie sagte doch Kafka in seinem Landarzt so richtig?
„Den alten Glauben haben sie verloren; der Pfarrer sitzt zu Hause und zerzupft die Meßgewänder, eines nach dem andern; aber der Arzt soll alles leisten…“
Gestern feierte ich die Sonnenwende zusammen mit fünf jüngeren Frauen – die siebte konnte leider nicht kommen, und so luden wir all die Frauen auf den leeren Platz der siebten, die uns am Herzen lagen und die wir bei uns haben wollten, als wir das Feuer aus Olivenzweigen und Ästen hoch oben am Berghang über dem Meer entzündeten (kleine Fotos: Athina Devi).
Zuvor war ich höher den Berghang hinaufgestiegen, um eine weitere Sicht auf das Rund des Horizonts und die Küste von Kalamata zu haben. Wolken verdeckten die Sonne, doch ihr Schein spiegelte sich auf der Oberfläche des Meeres, wuchs, wurde heller und feuriger, bis auch sie selbst noch einmal kurz hervorbrach. Es war ein Schauspiel, das mich mit großer Freude und hoher Erwartung an das kommende Jahr erfüllte. Mögen wir den Ansprüchen, die es an uns stellen wird, gewachsen sein!
Die Fotos können den Anblick, der sich mir bot, nur sehr unzureichend wiedergeben. Aber dennoch (unbearbeitet):
Herangezoomt verändern sich die Farben, werden zu hart und orange.
Hier habe ich nur die Sonnenspiegelung auf dem Wasser herangezoomt. Mit bloßem Auge schien mir der Rand grün zu schimmern. In solchen Momenten wünschte ich mir eine richtige Kamera.
Es war ein erhebendes Erlebnis, die Sonne an diesem kürzesten Tag des Jahres so majestätisch sich verabschieden zu sehen. Nun beginnt das neue Sonnenjahr. Die Planetenbegegnung Saturn-Jupiter konnte ich leider nicht beobachten, da sich die Wolken schnell verdichteten.