Kuhhaltung bei minus 60 Grad (fremder Beitrag)

Hier ist es ja kuschelig warm – aber da wir auf einer Erde leben,  als eine Menschheit, denke ich, es ist gut, seine Aufmerksamkeit auch mal in die Ferne zu lenken. Nicht etwa, um neue Probleme zu finden, sondern vielmehr, um zu sehen, wie Lösungen aussehen können.

 

Den folgenden Artikel fand ich heute bei rt.de.

Euterhalter gegen klirrende Kälte: Familie aus Jakutien kümmert sich um Komfort ihrer Kühe

Das jakutische Dorf Oimjakon im Fernen Osten Russlands gilt mit Temperaturen von minus 60 Grad Celsius als eines der kältesten Wohngebiete der Erde. Wer dort keine adäquate Kleidung anhat, ist selbst schuld. Sogar Kühe gehen dort mit einem warmen Euterhalter spazieren.

Ein Einwohner von Oimjakon, wo die Temperatur an besonders kalten Wintertagen mehr als 60 Grad Celsius unter den Gefrierpunkt sinkt, zieht seinen fünf Kühen einen warmen Euterhalter an. Auf diese Weise schützt der Jäger Nikolai Atlassow seine Nutztiere vor Erfrierungen. Die tierischen BH stellen Dreiecke aus Hasen- oder Schaffell mit jeweils drei Trägern dar. Das Kleidungsstück wird um die Taille und unter dem Schwanz befestigt.

Da ich von den Jakuten, diesem im äußersten Nordosten Sibiriens siedelnden turkmenischen Volk, so gut wie nichts wusste, und ich mir grad überlege, wohin als nächstes reisen möchte – Russland ist meine Option – , schaute ich bei Wikipedia nach und las da u.a. etwas, was vielleicht einige von euch interessiert – falls ihr es nicht eh schon wusstet …..

„Die Jakuten wurden in den 1820er Jahren christianisiert und bekennen sich heute mehrheitlich zum russisch-orthodoxen Christentum, wobei eine Vielzahl schamanisch-religiöser Praktiken erhalten geblieben sind und noch häufig praktiziert werden. Hierzu gehören die musiktherapeutischen Praktiken traditioneller Heiler, bei denen die Maultrommel chomus gespielt wird oder von Schamanentrommeln begleitete Geisteranrufungsgesänge. Das den Heilungen zugrunde liegende geistige Konzept und Weltmodell heißt kut-siur.“

Wozu diese Weihnachtstage doch gut sind!

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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9 Antworten zu Kuhhaltung bei minus 60 Grad (fremder Beitrag)

  1. Es ist schon lange her, da habe ich mal eine Dokumentation darüber gesehen! Also, wie die Menschen dort leben!
    Ja Gerda, Russland ist nicht nur flächenmäßig das größte Land der Welt, es muss mit seinen unterschiedlichen Kulturen auch sehr faszinierend sein!
    Russland wird immer verteufelt, was ich nicht verstehen kann! Wenn ich könnte, würde ich es auch gerne bereisen! Die Historie ist sehenswert und die Mentalitäten verdienen es, wie jede Andere beachtet und geachtet zu werden!
    Liebe Grüße Babsi

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    • gkazakou schreibt:

      Ja, Babsi, für mich ist diese Verteufelung eine der großen Irritationen. Warum geschieht das? Was wirkt da in der deutschen Politik nach bis heute? Ich jedenfalls habe eine starke Affinität zum Russischen, versuchte als Schülerin, Russisch zu lernen, fand aber keinen Lehrer. Russische Literatur, Musik und Kunst sind mir sehr nahe gewesen – heute nicht mehr so, und ich möchte es gern auffrischen.

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    • gkazakou schreibt:

      ach, alle Sprachen sind schwer zu lernen, leider. Einen Vorteil hätte ich wegen der ähnlichen Schriftzeichen, die aber auch wieder ein bisschen anders sind. Jetzt bringe ich grad zwei jungen Frauen Deutsch bei, da sehe ich mal wieder, wie verzwickt auch unsere Sprache ist. .

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  2. Gisela Benseler schreibt:

    Schön, wie sich diese Menschen zu helfen wissen!

    Gefällt 1 Person

  3. Toll, dieser Beitrag, liebe Gerda. Toll im Sinne von irre eindrucksvoll!
    Mnius 60° kann ich mir zum Leben und Tiere halten, kaum vorstellen

    Gefällt 2 Personen

  4. Der Mensch ist eigentlich sehr erfinderisch, es sei denn, er ist zu denkfaul geworden…

    Gefällt 1 Person

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