Onkel Joe will die Welt zurück (Weltpolitik am Sonntag)

Ich möchte dazu anregen, über die Rolle Europas im Weltgeschehen mehr nachzudenken. Dazu werde ich ab und an fremde, aber auch eigene Gedanken veröffentlichen. Denn unser Gesichtsfeld hat sich im letzten Jahr gefährlich verengt, und es wird Zeit, die Aufmerksamkeit auf weit brisantere Themen zu richten, die sich im Windschatten der Epidemie-Panik entwickelt haben.
Wenn ich, wie jetzt, fremde Gedanken reblogge, bitte ich darum, beim Kommentieren auf die Argumente des Autors einzugehen und nicht nach meinen eigenen Einschätzungen zu fragen.

form7

Während hier der erste Lockdown stattfand und in den USA die Wahlen noch bevorstanden, hatte sich Joe Biden persönlich in einem selbst verfassten Artikel öffentlich zu seinen politischen Absichten erklärt. In dem renommierten Organ Foreign Affairs veröffentlichte er unter seinem Namen einen Artikel mit dem Titel „Why America Must Lead Again. Rescuing U.S. Foreign Policy After Trump“ umriss er die von ihm im Falle eines Wahlsieges projektierte Politik. Der Artikel beinhaltete innen- wie außenpolitische Perspektiven und war alles andere als undeutlich.

Neben einigen Äußerungen zum Umgang mit der Pandemie beschrieb Biden dort Reformvorhaben, die vor allem dazu geeignet sind, die innere Stabilität innerhalb des eigenen Landes wieder herzustellen. Die wichtigsten Linien beschrieben das öffentliche Gesundheitswesen, Maßnahmen zum Umweltschutz sowie den Bildungsbereich. Das mag als ein Versuch gelten, um innenpolitisch zu befrieden.

Außenpolitisch ist das Program nicht nur eindeutig, sondern auch brisant. Biden spricht davon, dass die USA wieder die unangefochtene…

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Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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10 Antworten zu Onkel Joe will die Welt zurück (Weltpolitik am Sonntag)

  1. Lopadistory schreibt:

    Finde ich gut. Die Beiträge von Form 7 ebenso. Herzliche Grüße Lore

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  2. Liebe Gerda,
    ganz ehrlich, mittlerweile bin ich an einem Punkt, daß ich die Handlungen, Prognosen und Beratungen von Ökonomen, Politologen, Virologen usw. für vielerseits menschenverachtent halte! Es geht um Geldgier, Machtgier und Profitgier in höchstem Ausmaße!
    Das Geld ist nix mehr wert, es werden Enteignungen kommen und die Ersparnisse der Menschen schmelzen im Ofen der Mächtigen! Wer zuviel Bargeld hat, wird auch bald nix mehr damit anfangen können, oder muss dann wenn man es auf die Bank trägt nochmals hohe Steuern darauf zahlen!
    Die Rücksichtslosigkeit, Dominanz sowie die Entmündigung und Bevormundung des Bürgers schreiten extrem voran! Ja wir befinden uns in einem Wandel, in dem alles abgeschafft wird, was eine einigermaßen freiheitliche und demokratische Gesellschaft ausgemacht hat! Noch, daß sagen Viele, es geht es uns im Vergleich zu anderen Ländern der Welt so blendet! Dann kommt die Moralkeule und das Arbeiten mit der Schuldfrage, wer dafür verantwortlich ist, daß es den Anderen auf dieser Welt so schlecht geht! Eigentlich müssten wir alle in Buschhütten leben, damit unser Gewissen beruhigt ist! Dann bräuchte auch keiner mehr fleißig ARBEITEN und daran denken sich was für die Zukunft aufzubauen! Dann wäre doch ein Leben in den Tag hinein das Beste! Die Männer sitzen dann diskutierent vor der Hütte, während wir Frauen schuften und die Kinder werfen, wie Karnickel! So bräuchte auch keiner mehr ein schlechtes Gewissen
    haben, daß es ihm so gut geht!
    Ja, vielleicht wäre es eine Lösung zu sagen, stellt Euch vor es gibt Arbeit und keiner geht hin!
    Dann würden die Mächtigen dumm gucken!
    Alles nur Fiktion und überzogene Gedanken Spiele von mir, weil mir alles auf den Geist geht liebe Gerda!
    Bitte nimm’s nicht so ernst!
    Wir werden sehen was davon wahr werden könnte!🤗🙈🙆‍♂️
    Übrigens, ich trinke keinen Alkohol und nehme keine Drogen!😂

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  3. Verwandlerin schreibt:

    Ich finde dein Anliegen, den Blick zu weiten, sehr gut!

    Zu dem Artikel:
    Ich war schon immer davon überzeugt, dass Europa mit Clinton nicht besser gefahren wäre als mit Trump und das gilt vermutlich auch für Biden.
    Der Isolationismus von Trump hätte eine Chance für Europa sein können, sich weltpolitisch eigenständig zu orientieren.

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  4. Johanna schreibt:

    Interessanter Beitrag… dass diese Dominanz evtl nicht mehr so leicht zurückzuholen ist, macht mich etwas unruhig..

    Gefällt 1 Person

    • gkazakou schreibt:

      Ja, es macht alle nervös, die von diesem Dominanzbestreben betroffen sind. Russland, China insbesondere, aber auch kleinere Staaten werden dadurch in autoritären Strukturen festgehalten, die, gekoppelt mit notwendigen Verteidigungsanstrengungen, das Entwicklungspotential binden anstatt es freizusetzen für menschlichere Verhältnisse. Und natürlich ist es auch für die Menschen des „Westens“ nicht gut, dass sie in solche Weltbeherrscher-Strategien eingebunden werden.

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  5. lachmitmaren schreibt:

    Schon merkwürdig, dass Menschen immer wieder (und immer noch) meinen, sie müssten ihre „Werte“ anderen aufdrängen, zur Not mit Gewalt aufzwingen. Und das dann noch als „moralisch gut“ verkaufen, weil ihre „Werte“ ja angeblich die besseren seien und sie „wüssten“, was für alle anderen gut ist. .. .

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  6. nandalya schreibt:

    Trump und Biden, folgen einer langfristig angelegten US-Agenda, die Gerhard Mersmann mit den Äußerungen Bidens gut beschreibt. Einfach ausgedrückt: Trump und seine hinter ihm stehenden Nationalisten fuhren einen sanfteren Kurs, der auf Strafzöllen und diplomatischem Druck basierte. Das Endergebnis einer US-Wahl, wer dort Präsident ist, spielt keine große Rolle. Es ist immer America first!

    Während die westlichen Politiker das sehr genau wissen, werden die normalen Amerikaner und Europäer durch geschürten Hass auf jeweils einen der Kandidaten in die Irre geführt. Siehe den seit Jahren geschürten „Hass“ auf Trump. In Wirklichkeit ist das eine Show und verschleiert lediglich den hinter den Kulissen geführten Machtkampf der Nationalisten (Trump) vs. Globalisten (Biden). BLM, Antifa und die radikalen Demokraten, wie auch die MAGA-Bewegung, sind im Endeffekt nur nützliche Idioten.

    Europas Rolle – eigentlich sollte man von Deutschlands Rolle sprechen, ist und bleibt schwierig. Deutschland müsste sich aus den Klauen der USA befreien, was fast unmöglich ist.
    Wohin will man gehen? Auch Russland und China haben Begehrlichkeiten, es gibt durchaus den Traum einer Eurasischen Union. Davor haben die USA eine Heidenangst und werden das so gut es geht verhindern.

    China hat begünstigt durch die innere Zerrissenheit der USA, dem „Kampf“ hinter den Kulissen der Macht, (s)einen Aufschwung erlebt, der den USA, aber vor allem der EU mit dem Projekt „Neue Seidenstraße“ und nun auch ASEAN wirtschaftlich gefährlich werden kann. Dass soll, muss und wird verhindert werden. Trump war dafür zu lasch, nun sollen es die Falken um Biden richten.

    Die immer wieder gern angesprochene „Neue Weltordnung“ / NWO, ist keine Verschwörungstheorie. Allerdings gibt es diverse Gruppen, die den US-Plan dazu machen, wenn sie allzu wirr darüber fantasieren. Der wankende Hegemon USA braucht die NATO und das „reiche Deutschland“ als Helfer, um Russland, China und „Arabien“ in Schach zu halten. Ob das gelingt, werden wir noch sehen. Deutschland läuft allerdings einmal in die Gefahr, zwischen den Blöcken zerrieben zu werden. Geo-Politik ist und bleibt nun mal kompliziert.

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