Einen kleinen Park gibt es in Kalamata, dahinter die Hafenzeile mit Zollgebäude, Post und anderen schönen alten Gemäuern. Ich sitze auf der einzigen einigermaßen schattigen Bank, um ein wenig zu zeichnen. Der Durchblick ist durch Bäume und Büsche verstellt, aber einen besseren Platz gibt es nicht. Also los. Ich nehme mein hellgrünes Moleskine-Zeichenbuch mit den vielen leeren Seiten und einen feinen Tintenstift, der auf halbem Weg den Geist aufgibt, und mache mit einem gröberen schwarzen Kuli weiter.
Fotografiert sieht die Szene freundlicher und übersichtlicher aus, wozu sicher beiträgt, dass die großen Farbfelder das Sehen erleichtern.
Ich mache mir das zunutze, indem ich Zeichnung und Foto übereinanderblende. Die so entstehende Bildwirkung unterscheidet sich deutlich von den beiden vorigen. Die Zeichnung wirkt nun flächig, dicht. Ihre ursprüngliche nervöse Energie ist verschwunden, ohne dass sie die Heiterkeit des Fotos gewonnen hätte. Dennoch hat auch sie ihren Wert, finde ich. Vor allem zeigt sie mir die Wirkung von Farbflächen, die das Vereinzelte zusammenfassen und es ihrer Flächen-Logik unterwerfen. Bei Zeichnungen, die mit Tusche übergangen werden, gibt es einen ähnlichen Effekt.



Die eindrucksvolle Skulptur der „Gottesanbeterin“ (Mantis, Wahrsagerin), liebe Myriade, hat bei mir gefunkt. Und da Christianes abc-etüden heute Nacht in den verdienten Sommerschlaf fallen, habe ich mir zugleich ein paar Kata-Strophen einfallen lassen. Danke 























