Steinzeit-Menschenkunde (Impulswerkstatt)

Als ich heute beim Umgraben meines Gartens Feldsteine aus der Erde klaubte, dachte ich: warum nicht ein paar Steinzeitmenschen legen? Das wäre doch eine nette Ergänzung zu meinem vorigen Beitrag zur Impulswerkstatt (hier).

Gedacht, getan. Ich trug einige der Steine zum Gartentisch und legte sie als steinzeitliche Menschen aus.

Ich duschte sie auch und umgab sie mit einem verwilderten Garten, um ihrer steinernen Seele ein wenig Feuchte und Pflanzenkraft mitzugeben.

Wie immer ich die Steine lege, es werden Menschlein draus. Und wenn es Menschlein sind, haben sie einen Charakter, drücken eine seelische Befindlichkeit aus. Sofort lassen sich Geschichten erfinden, etwa von dem mürrischen harten Alten im Strickpulli, an den sich eine verführerisch bittende nackte Frau schmiegt und ihm ins Ohr säuselt, dass ein Rubin ihr glänzend stünde. Wird er sie erhören? Ich fürchte, seine eckige Schulter zeigt unüberwindbare Abwehr.

Die einzelnen Steine verlieren, wenn sie zu Bildern zusammengestellt werden, viel von ihrer Eigentümlichkeit. Sie werden dem Ganzen ein- und untergeordnet. Da geht es ihnen wie den Menschen, deren interessante Eigenheiten in der organisierten Masse verloren gehen. Und doch lebt das Gesamtbild von diesen kaum bemerkten Eigentümlichkeiten.

Jeder Stein kann alles sein: Kopf, Bein, Arm, Bauch… Und ja, auch jeder Mensch kann – und ist meistens auch – alles, je nachdem: Mag er auch nicht der Kopf des Staates sein, so doch vielleicht der am Stammtisch oder in der Familie, und ist er nicht Kopf, so ist er vielleicht Arm und greift zu und unterstützt, oder er ist Bauch und verzehrt mehr als er schafft, oder er ist Bein und marschiert im gleichen Schritt und Tritt…. Es gibt unzählige Möglichkeiten sogar für den Steinzeitmenschen. Für sich allein genommen aber dünkt er sich meistens das Ein und Alles.

Dies ist ein Beitrag zu Myriades Impulswerkstatt.

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Dienstags-Drabble am Mittwoch: Kafkas „Bericht an eine Akademie“

Heute fiel mir bei meiner aktuellen Lektüre „Mystische Fauna“ von Marica Bodrozic Franz Kafkas „Der Bericht an eine Akademie“  ein, und diese Erzählung ist mir so wichtig, dass ich sie hier als Drabble zusammenfassen darf. Selbstverständlich kann die Zusammenfassung den Text nicht ersetzen. Die ganzen Text findest du hier.

Ein Drabble ist ein Text aus genau 100 Wörtern, die um drei vorgegebene Wörter herum zu schreiben sind. Die von Grinsekatz vorgegebenen Wörter sind

Affe – beißen – unerwartet.

 

„Bericht an eine Akademie“, Zusammenfassung.

Der Vortragende ist ein einstmals freier Affe, der eingefangen und per Schiff nach Hamburg gebracht wurde. Das Schloss seines Käfigs hätte er wohl durchbeißen können, doch begriff er, dass man ihn noch grausamer einsperren würde. Die Freiheit konnte er nicht wiedererlangen, aber einen Ausweg musste er finden. Es gab nur einen: er musste wie die Menschen werden.  „Ich hatte keinen anderen Weg, immer vorausgesetzt, dass nicht die Freiheit zu wählen war.“ Er peitschte sich selbst durch die Lektionen, und so kam der Erfolg nicht unerwartet. Seine Karriere als Variete-Künstler gestattet ihm ein angenehmes Leben mit Pfeife, Wein und dressierter Schimpansin.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Asphodelenblüte

Überall an den Wegrändern und auf felsigem Grund blühen jetzt die Asphodelen (Affodill). Hohe harte Stauden sind es, deren weiße Blüten im Gegenlicht zart durchsichtig werden. Ihr Name ist eng verbunden mit dem Hades, denn auf der Wiese quasi im Vorraum der Unterwelt blühen sie in großen Mengen, drum nennt man den Ort  ἀσφόδελος λειμών, Asphodelengrund. Hier haben nach dem Ableben die meisten Toten eine ephemere Existenz als Schatten, bis sie sich ganz verflüchtigen. Denn nur wenige geraten an den Ort ewiger Verdammnis (Tartaros) und noch weniger nach Elysion, der Insel der Seligen.Den meisten ist ein leichter Übergang hin zum ewigen Vergessen beschieden. So sahen es die „alten“ Griechen.

Ich wanderte heute durch den sinkenden Abend, die weißen Wolkenberge über dem Horizont des Meeres verfärbten sich an den Rändern golden.  Der neue Sichelmond stand hoch am Himmel, und letzte Sonnenstrahlen verfingen sich in den weißen Blüten und ließen sie aufflammen.

I Wandered Lonely as a Cloud

By William Wordsworth  (1770-1850)

I wandered lonely as a cloud

That floats on high o’er vales and hills,

When all at once I saw a crowd,

A host, of golden daffodils;

Beside the lake, beneath the trees,

Fluttering and dancing in the breeze.

 

Continuous as the stars that shine

And twinkle on the milky way,

They stretched in never-ending line

Along the margin of a bay:

Ten thousand saw I at a glance,

Tossing their heads in sprightly dance.

 

The waves beside them danced; but they

Out-did the sparkling waves in glee:

A poet could not but be gay,

In such a jocund company:

I gazed—and gazed—but little thought

What wealth the show to me had brought:

 

For oft, when on my couch I lie

In vacant or in pensive mood,

They flash upon that inward eye

Which is the bliss of solitude;

And then my heart with pleasure fills,

And dances with the daffodils.

 

Meine provisorische Übersetzung:

Ich wanderte wie eine einsame Wolke, die über Täler und Hügel dahingleitet, als ich plötzlich eine Menge, eine Ansammlung von goldenen Asphodelen erblickte. Neben dem See, unter den Bäumen funkelten und tanzten sie im Lüftchen. Wie die Sterne, die in der Milchstraße funkeln und glänzen, dehnten sie sich kontinuierlich in einer nicht enden wollenden Linie entlang dem Rand der Bucht. Zehntausend sah ich mit einem Blick, wie sie ihre Köpfe in spritzigem Tanz umherwarfen. Die Wellen neben ihnen tanzten, aber sie übertrafen die glitzernden Wellen an Freude. Ein Dichter konnte nicht anders als fröhlich sein in solch heiterer Gesellschaft. Ich schaute und schaute und hatte keine Ahnung, welchen Reichtum mir dieses Schauspiel gebracht hatte. Denn oft, wenn ich auf meiner Couch liege in leerer oder nachdenklicher Stimmung, leuchten sie in meinem inneren Auge auf, das der Blizz der Einsamkeit ist. Und dann füllt sich mein Herz mit Vergnügen und tanzt mit den Asphodelen.

(Wahrscheinlich hatte Wordsworth eher Narzissen als Asphodelen im Sinn, denn letztere gibt es nur im Mittelmeerraum, den er nicht besuchte, so weit ich weiß. In anderen Übersetzungen fand ich „Osterglocken“ und „Narzissen“. Dennoch kam mir dieses Gedicht gerade recht, um meine jährlich wiederkehrende Freude an den Affodill-Wiesen zu besingen).

(ps: Ich sah eben, dass „Daffodils“ tatsächlich „Narzissen“ bedeuten, die Affodills/Asphodelen klingen halt sehr ähnlich, so dass ich sie verwechselte).

 

 
 

 

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Transparenz (16) Teelicht

Ich mag ja sehr die Lichtspiele, die die Sonne auf Cafe- und Tavernen-Tische zaubert, wenn ihre Strahlen durch Gläser und Flaschen fallen. Hab schon dies und das dazu gezeigt.

Dieser Tage hatte ich ein weiteres erfreuliches Seh-Erlebnis dieser Art, denn Freundin Wasso bestellte sich ein Glas Bergtee und stellte es hinter dem Wasserglas ab, das meinen Espresso begleitete.

Schönes Tee-Goldgefunkel, dazu auch Rot von der dahinter liegenden Serviette färbte das geriffelte Glas ein und …

breitete sich auf dem Tischen aus. Das Blau in den gläsernen Sockeln aber, das einen köstlichen Kontrast zum Gold bildet – woher kommt das?

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Dienstags-Drabble: Eine wahre Geschichte

Eine wahre Geschichte

Im Jahre 1917 machte Alexander, König von Griechenland, einen Spaziergang durch die königlichen Gärten von Tatoi. In seiner Begleitung befand sich sein geliebter Schäferhund Fritz. Fritz entdeckte den kleinen Affen eines Angestellten, bellte fürchterlich und griff ihn an. Der König bemühte sich, schlichtend einzugreifen, mit dem Ergebnis, dass das Äffchen ihn biss. Eine Blutvergiftung war die Folge, an der der König schließlich starb, weil seine Leibärzte zögerten, seinen Arm zu amputieren.

Merke: Nicht ganz unerwartet kommt zu Schaden, wer zwischen Streitenden zu vermitteln versucht.

Und merke auch dies: Ist ein Glied nicht zu retten, trenne dich von ihm in Frieden.

100 Wörter

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Dies ist ein Beitrag zu Grinsekatz‘ > Drabble – Drei Worte für Dienstag, den 12.3.2024.

Die vorgegebenen Wörter sind: beissen – Affe – unerwartet

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„Stein“ oder Über den Urprung der heutigen Menschheit (Impulswerkstatt)

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Mosaikstück 2: “ Stein(e) “

Die Zahl der Sprichwörter und Redensarten mit dem Wörtchen „Stein“ ist erstaunlich groß. Spontan fallen mir ein: „Stein des Anstoßes“, „Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“, „einen Stein im Brett haben“, „wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen“,Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden“ (Psalm, daher der Name Petrus=Stein als „Eckstein“ der katholischen Kirche….), „er schwor Stein und Bein“, „steter Tropfen höhlt den Stein“, „es war zum Steine Erweichen“, „den Stein ins Rollen bringen.“ Und ja, auch Brecht fällt mir ein:

Zum Essen Brot zu kriegen und nicht einen Stein.
Das ist des Menschen nacktes Recht auf Erden.

Im griechischen Mythos steht der Stein am Anfang unseres gegenwärtigen Menschenalters: Wir leben in einem steinernen Äon, dem ein höher entwickeltes Äon vorausgegangen ist.

Der Mythos geht in Kürze so:

Prometheus brachte den Menschen, die „Träumer und stumpfen Sinns“ waren, das Feuer (Aischilos, Der gefesselte Prometheus). Es war vermutlich nicht das reale Feuer, sondern das des Verstandes. Und damit die Beherrschung der Natur, die Technologie. Prometheus war so etwas  wie Luzifer (Lichtbringer) – ein Empörer gegen den herrschenden Gott (Zeus), den er einen Usurpator nannte. Dafür wurde er dann aufs Übelste bestraft. Aber das ist eine andere Geschichte.

Die Menschheit entwickelte sich mithilfe des Feuers der Intelligenz vorzüglich und fühlte sich bald so stark, dass sie begann, den Gott um das beste Teil des Opferstiers zu betrügen. Das Beste behielt sie für sich, und dem Gott gab sie den Abfall. Diese Schlauberger meinten, damit durchzukommen.   

Der Gott wurde zornig und beschloss, der Menschheit den Garaus zu machen. Schluss mit den Menschen! Und schickte eine große Flut, um sie zu ersäufen. Im Griechischen heißt sie die „deukalische Flut“, weil nicht Noah, sondern Prometheus‘ Sohn Deukaleon die Flut überlebte. Der „vorhersehende“ Prometheus hatte seinem Sohn verraten, was bevorstand, und ihn geheißen, eine Arche zu bauen und sie mit seiner Frau Pyrrha zu besteigen. Pyrrha war die Tochter von Prometheus’ Bruder Epimetheus und von Pandora – einer von Hephaistos geschmiedeten Kunstfrau. Ja, ja, die erste Kunstfrau gab es schon vor der Sintflut! Und auch der Bau der Arche zeugt von hoch entwickelter Technologie.

Diese beiden also überlebten die Sintflut. Aber sie danden sich wieder in einer Einöde und waren grässlich allein. In einem Traum wurde ihnen befohlen, die Knochen von Mutter Erde hinter sich zu werfen. Sie diskutierten hin und her und fürchteten sich, denn sie wollten Gäa keineswegs beleidigen. Wir wären nie entstanden, hätte Deukaleon nicht irgendwann frustriert einen Stein genommen und hinter sich geworfen. Und siehe da! Aus dem Stein entstand sogleich ein Mann. Mit „Knochen von Mutter Erde“ waren Steine gemeint. Da warf auch Pyrrha einen Stein hinter sich, und es wurde eine Frau. Sie warfen und warfen Steine hinter sich:  So entstand ein steinernes Geschlecht. Steinzeitmänner und Steinfrauen – wohnhaft in Steinen, Verehrer von Steinen, begraben unter Steinen. Die Steinzeit der Menschheit hatte begonnen.

Eine griechische Redensart besagt, dass man, wenn man nie mehr an einen Ort zurückkehren will, „einen schwarzen Stein hinter sich wirft“.  So sagten es die Auswanderer, die Griechenland mit bitterem Herzen verließen. Ursprünglich ist dieser Ort das Totenorakel am Fluss Acharon.

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Gemüsebeet umgraben

Mein vorjähriger Gemüsegarten ist jetzt ein Feld, in dem glückliches Grünzeug die Bewässungsschläuche überwuchert hat. Diesem Glück mache ich nun den Garaus. Jeden Tag grabe ich mich ein paar Meter durch die Wildnis, lese Feldsteine aus dem Boden, klopfe Erde aus Wurzelgeflechten. 

Vom vorjährigen Gartenglück sind ein paar vertrocknete Tomatenstauden und zwei üppig blühende Blumenkohlköpfe übrig geblieben. Letztere sind nicht nur hübsch anzusehen, sie locken auch Insekten an. Vorhin sah ich eine reizende Hummel an den Blüten naschen. Fotografiert werden wollte sie nicht

Blumenkohlblüten von Nahem besehen:

Nach zwei-drei Metern triefe ich vor Schweiß und brauche eine Pause. Aber es geht voran. Der Garten ist klein, und in einer Woche müsste es zu schaffen sein. Inzwischen schwebe ich in einem süßen Traum vom perfekten Gemüsegarten. Den blühenden Blumenkohl werde ich freilich stehen lassen, egal was die Profi-Gärtner sagen. Er ist zu hübsch, um ihn auszurangieren!

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kata-strophisches Kinderlied (abc-etüde)

Dies ist ein Beitrag zu Christianes abc-etüden, mit drei Spendewörtern von Puzzleblume und ihrem Blog puzzle ❀. Die Spendewörter sind heimatlos – Abendbrot – auszeichnen.

Nirgends sind wir heimatlos,

wenn Liebe uns verbindet

die Erde ist ein reicher Schoß

stets sich ein Plätzchen findet.

 

Und bitter ist kein Abendbrot

Das wir gemeinsam teilen.

Komm gradwegs mit ins Abendrot

Dort wollen wir verweilen.

 

Wir haben weder Geld noch Haus,

doch etwas, wolln wir wetten?

Das zeichnet uns besonders aus,

was andere gern hätten.

 

Das ist … genau! Drum sind wir reich!

Und ich geb dir ein Küsschen gleich.

 

 

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Zeichenschule: Zeichnungen anderer Teilnehmer

Gestern habe ich nach Beendigung des Kurses ein paar der anderen Zeichungen auf den niedrigen Staffeleien fotografiert, an denen man im Sitzen zeichnet. Alle benutzen den gleichen schweren sehr weißen Zeichenkarton, der für die Aufnahmeprüfung vorgesehen ist. Ich mag diesen Karton nicht besonders, denn er nimmt zu viel Kohle auf. Mein Lieblingspapier ist das schlichte glatte etwas gaue oder gelbliche Papier von der Rolle, das fast nichts kostet. Aber auch ich zeichne dort auf dem vorgesehenen Zeichenkarton, das man neben der Kohle, dem Radierer, der Staffelei, dem Unterricht… für 40E Teilnehmergebühr erhält.  Wer Lust und Zeit hat, kann zweimal wöchentlich teilnehmen.

Die letzte Zeichnung ist übrigens von Freundin Magda, die mir von diesem Kurs erzählte. Vielleicht erinnert sich mancher aus den Zeiten des „gemeinsamen Zeichnens“ in meinem Atelier an Magda und ihre expressiven Portraits.

Es gab noch mehr Zeichnungen und einige Arbeiten in Farbe, aber ich konnte sie nicht alle fotografieren.

 

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Raumperspektive mit Skulturen und Zeichner (tägliches Zeichnen)

Gestern, Freutag, war ich wieder in der Zeichenschule und plagte mich mit derselben Szenerie  wie an den beiden vorangehenden Freitagen ab. Bei der ersten Sitzung hatte ich zweimal die Statue und die Dinge drum herum ins Auge gefasst, in der zweiten dann meinen Blick auf den Gipskopf und den jungen Zeichner dahinter gerichtet. Hier noch mal die Übersicht meiner bisherigen Versuche:

Dieses Mal nahm ich mir vor, die gesamte Szene zu zeichnen. Das war vor allem eine perspektivische Herausforderung.

Beim Fotografieren ist alles schon auf eine 2-dimensionale Fläche heruntergerechnet, beim Zeichnen aber musst du dich in einem Raum zurechtfinden, von dem du selbst ein Teil bist. Du siehst nicht alles auf einmal. Dein Kopf dreht sich mal in die eine, mal in die andere Richtung. Als Schwierigkeit kommt hinzu, dass ich in einen Winkel schaue, was es schwierig macht, die Dinge in ein Verhältnis zu setzen. Wo ist das Zentrum, die Mitte, von der aus ich die Position jeden einzelnen Objekts bestimmen kann?

Beim ersten Anlauf ist der Zeichner viel zu groß geraten.

Das zweite Foto zeigt meine Korrekturversuche.

Schließlich die „akademische“ Zeichnung.

Da ich mit dem Rücken zur Wand sitze, kann ich nicht von meiner Zeichnung Abstand nehmen, so dass mir Fehler leicht entgehen.

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