In der Zeichenschule (22) Pharao und Aphrodite

Heute war es grausam schwül, aber ich wollte doch die ausgeliehene Maske in die Zeichenschule bringen und ein wenig zeichnen.  Fertig wurde ich nicht. (Inzwischen hat es geregnet!)

 

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Dienstags-Drabble: Der Elefant im Raum

Lichtstrahl + suchen + offensichtlich.

 

Das Offensichtliche, so sprach der Weise,

ist oft verborgen dem gelehrten Geist.

Es steht im Raum.  Drum dreht man sich im Kreise

Und sucht in hundert Ecken und beweist

 

Die Existenz von hundert Phänomenen

Die man mit tausend Wörtern expliziert

Man wird auch neue Forschungen erwähnen

Und schwätzt und streitet sich und gratuliert,

 

Wenn einer einen neuen Ansatz findet

Um zu erklären, was, wieso, warum,

Denn das ist was die Denkenden verbindet

Und sie vom Volke trennt, das leider dumm.

 

Bis Götter eines Tags den Lichtstahl sandten

Und alle sahen ihn im Raum: den Elefanten!

Und ihn erkannten.

 


Dies ist ein Beitrag zum Dienstags-Drabble, das dankenswerter Weise von Heide von Puzzleblume betreut wird. Sie suchte auch die drei Wörter aus, die dieses Mal in einen Text von hundert Wörtern einzubauen waren.

Das obere Legebild habe ich im Oktober 2020 aus Schnipseln gelegt, die Sabine vom Blog Lyrifant mir schenkte. Das untere Legebild entstand im Mai 2020 aus Schnipseln von Andrea Heming. Danke euch beiden!

 

2024-08-16 3-Wörter-Bild-Einladung f. Drabble-Dienstag 20.08.2024 (L. Swann 'Glennkill' S.101)

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Maske im Atelier (9), mit Clown vor dem Drachen

Noch einmal die antike Theatermaske mit der Clownsmaske, aber in neuer Konstellation: Ich habe sie vor einen sechseckigen Drachen gestellt, wie man sie hier am „Reinen Montag“ steigen lässt:

Morgen macht die Zeichenschule wieder auf, da werde ich die Maske zurückgeben.

Heute zeichnete ich auf einem neu gekauften Karton, der eine sehr raue Oberfläche hat. Mir hat der Effekt gefallen, auch wenn das Zeichnen dadurch etwas erschwert war.

Hier noch mal alle Masken-Bilder im Überblick:

Ich hoffe, auch ihr hattet euren Spaß mit den wechselnden Szenerien, die noch unbekannte Geschichten illustrieren. Wer weiß, vielleicht wird ja doch noch mal eine Erzählung draus.

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Maske im Atelier (8), mit Puppe mit gelben Haaren und Gemälde

Die Maske, die ich aus der Zeichenschule ausgeliehen habe, wollte ich auch heute zeichnen. Sie gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsskulpturen, aber ist das etwa ein Grund, nicht zu meinem Vorhaben zu stehen, sie tagtäglich abzubilden? Ich brauchte freilich etwas länger, bis ich mich entschlossen hatte, mit wem und wie sie heute ihren Auftritt haben würde. Zuerst probierte ich die Kombination Clown und Maske vor einem meiner Gemälde aus, das ich während der Wirtschaftskrise malte, als eine Schließungswelle über die griechischen Läden hereinbrach  („geschlossene Stadt“).

Doch schließlich nahm ich die Puppe mit den gelben Haaren und stellte sie mit einer Wasserflasche an die Straßenecke.

Sah lustig aus mit all den Farben. Aber in Schwarzweiß, wie käme es da raus? Mir ging auch die Kohle aus, und so griff ich, als die Zeichnung halb fertig war, nach den Graphitstiften. Die zeichnen präziser, lassen sich aber weder verwischen noch ausradieren.

Wie immer, wirkt die Zeichnung dramatischer als das Foto. Und sie lädt, finde ich, zu einer Geschichte ein.

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Maske im Atelier (7): Mit der Clownsmaske

Heute legte ich zur antiken Theatermaske noch einmal die Clownsmaske aus Plastik. In manchen Kommentaren wurde der Kontrast zwischen den beiden anregend gefunden, und in einem die Hoffnung geäußert, dass der Clown der grimmigen Maske ein Lächeln ins Gesicht zaubern könnte.

Donnerstag mit Draperie und Clown

Nun, ein Lächeln ist es vielleicht nicht geworden, aber die beiden sind sich nähergekommen, ruhen nun Haupt an Haupt friedlich aneinander gelehnt und scheinen es zu genießen. Zwei Landstreicher – der eine alt und voller bitterer Lebenserfahrung, der andere lächelnd und staunend über die immer neue Welt.

Da ich einen ordentlichen Zeichenkarton fand, ist die Kohlezeichnung diesmal kontrastreicher.

Alle bisherigen Maskenzeichnungen im Überblick:

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Maske im Atelier (6), mit Draperie und Besen

Mir gehen langsam die Requisiten aus, um die aus der Zeichenschule entliehene antike Theatermaske angemessen zu begleiten. Heute positionierte ich sie auf dem Sofa und nahm zur Hilfe das türkisfarbene Sommerkleid von gestern, einen Bettbezug, ein Kissen und einen Besen. Ein klassischer Arbeiter der Stadtreinigung, von der Hitze erschöpft, geköpft.

Das Zeichnen mit Kohle auf dem glatten Papier machte mir wieder Schwierigkeiten, da die Kohle kaum haftet, auch war mir der Zeichenbogen zu klein. Um dennoch die Gesichtszüge einigermaßen wiederzugeben, musste ich den Kopf vergrößern und das Umfeld verkleinern.

Zwecks Überblendung schnitt ich die Zeichnung auseinander.

Wenn ich keine Zeichenpappen finde, werde ich wieder auf Leinwand wechseln (No 1 und 2). No 3 habe ich auf der Rückseite einer großen billigen Pappe gezeichnet, No 4 auf der Rückseite eines guten Zeichenkartons, No 5 und 6 auf dünnem glattem Papier. Hier die Übersicht über die bisherigen Zeichnungen mit der Maske. Anklicken = größer sehen.

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Maske im Atelier (5) Mit Draperie und Clownsmaske

Gestern kam ich nicht zum Zeichnen, doch heute habe ich die antike Theatermaske aus Gips, die ich aus der Zeichenschule zu Übungszwecken mit nach Hause nahm, erneut gezeichnet. Ich suchte, dem Vorschlag von Frau Wildgans folgend, nach einer Draperie in Türkis, fand auch ein altes Handtuch und eine Clownsmaske aus Plastik, und voila!

Die Zeichnung machte ich mangels Zeichenpappe auf dünnem glattem Papier, das die Kohle kaum hält. Es hat den Vorteil, dass man alles Gezeichnete fast spurlos wieder auslöschen kann. Eigentlich ist das ein Nachteile, aber mir kam das zupasse, als das Tageslicht verlosch und das von oben kommende Deckenlicht ganz neue Schattenverhältnisse hervorbrachte.

Die Überblendung machte ich stückweis, da die Masken auf der Zeichnung näher zueinander angeordnet sind.

Die bisherigen Zeichnungen mit der Maske im Überblick:

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Klarer Himmel, klares Meer

Ich habe nichts Ungewöhnliches oder gar Bedrohliches zu melden – und das ist doch eine Meldung wert, finde ich. No news, good news. Nach den roten Himmeln, die von fernen Feuern kündeten…

kamen Tage mit Wolkenbergen, die sich auflösten. Nun ist der Himmel wieder nichts als blau.

Am Morgen, wenn der blaue Himmel das Meer überspannt, ist auch dieses blau.

Oder grünblau, dort wo der waldige Hang sich spiegelt.

Oder durchsichtig blau dort, wo es den kieseligen Strand berührt.

Noch liegt der Strand im Schatten. Ein paar Schritte nur, und ich schwimme im klaren lichtfunkelnden Meer. Das Bötchen, das auf dem Panorama-Foto oben im Zentrum schaukelt, tuckert nun hinaus und verschwindet um das waldige Kap. Die ersten Strandbesucher erscheinen, breiten ihre Tücher aus, spannen ihre Sonnenschirme auf, kontrollieren die Schwimmwesten der Kleinsten, lassen den Hund nach einem Ball schwimmen. Ich steige wieder an Land und bilde mir ein, dass Frieden auf Erden herrscht – den Menschen ein Wohlgefallen.

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Von Wolken und Menschengesichtern (Kleine Beobachtungen)

Heute war viel Betrieb in „unserer“ Taverne, denn morgen ist der 15. August – der Höhepunkt des griechischen Sommers. Da feiert man die Grablegung der Panagia, der Allerheiligsten, der Theotokou – Gottesgebärerin – Maria. Die Großstädte leeren sich, das Volk begibt sich ans Meer oder auch in die Berge. Es ist eines der ganz großen Feste der Orthodoxie. Maria – das ist Anknüpfung an die uralten Mutterkulte, an die Verehrung der Großen Göttin. Die Anrufungen der „Himmelskönigin“, der Gebährenden, Nährenden, der Herrlichen ….gleichen denen, die aus der Zeit Homers überliefert wurden.

Aber warum vorgreifen? Heute ist heute, der 14. August. Die Tavernen sind voll, und ich habe reiche Auswahl zum Beobachten. Doch schließlich wende ich mich dem Himmelsausschnitt zu, der zwischen Ziegeldach und Hauswand sichtbar wird. Und beobachte die Wolke, die dort steht.

Ich sehe eine Menge Wolkengesichter und schaue ihnen zu, wie sie sich verwandeln.

 Zwischen Bild 1 und 2 liegt eine halbe Minute, zwischen Bild 2 und 3 liegen 13 Minuten.

Kann man die Wolkengesichter auf dem Foto erkennen? Vielleicht hilft es, die Fotos mit einem Schwarz-Weiß-Filter zu übergehen?

Sicher kannst du einige Köpfe entdecken. Denn du kennst das ja: in jedem Wolkengewimmel gibt es sie, eben noch waren sie sehr deutlich, und schon verschwimmen sie, Neues bildet sich. Festhalten geht nicht.

Aber wäre ich ein Mensch, wenn ich nicht jedenfalls versuchen würde, das ewig sich Wandelnde, Vergängliche festzuhalten? Diesen Wolkenkopf zum Beispiel….Wenn es denn überhaupt ein Kopf und nicht irgendwas ganz anderes ist…

Schließlich aber wende ich mich doch wieder den Menschen zu und kann es nicht unterlassen, die junge Bedienerin zu fotografieren, weil ich meine, in ihr Züge der altgriechischen Skulpturen wiederzufinden, …

deren gipsene Abgüsse ich mich zu zeichnen bemühe, wenn ich in die Zeichenschule gehe.

 

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Dienstagsdrabble No 2: Blüten, Muscheln

 

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Meeresschnecken-Gehäuse, Kugelschreiber-Zeichnung

 

Blüten, Muscheln

 

Muschelsammeln ist wie Blumenpflücken

So wie wenn du still durch Wiesen gehst

Und dich nach der Allerschönsten drehst

Und bereit bist, dich nach ihr zu bücken

 

Muschelsammler zieh’n an allen Küsten

Über Steine, Schlick, Geröll und Sand

Und sie nehmen forschend Muscheln in die Hand

So als ob sie ihr Geheimnis wüssten.

 

Wissen sie’s? Von welchen Geistern kommen

Diese Formen, dieser Perlmuttglanz?

Solche Fragen sind wohl Firlefanz,

Nichts für Forscher, höchstens für die Frommen.

 

Ruhig liegen, seit die Flut gewichen

Herzensmuscheln zwischen Schlick und Schlamm

Was im Meere quicklebendig schwamm

Tot ist es, gestorben und verblichen,

 

Gehäuse nur

Der Allnatur.

 

 

Dies ist mein zweites Drabble zur heutigen Runde mit Wörtern, die Heide vom Puzzleblumen-Blog ausgesucht hat. Die Wörter sind: Muschelsammler, liegen, ruhig. Der Text muss genau 100 Wörter umfassen (der Titel zählt nicht mit).

 

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