Ölbäume – bewässerte und andere (kleine Beobachtungen)

Wir haben, als wir das Land mit den 38 Ölbäumen in der Mani kauften, die noch vorhandene, aber nicht mehr funktionstüchtige Bewässerungsanlage abgebaut. Warum?Weil man uns sagte, ungewässerte Oliven würden das bessere Öl geben. Und da wir ja keine Großproduzenten sind, schien es uns überflüssig, die Bäume zu wässern.

Die Bäume haben sich nicht beklagt. Sie tragen Blätter, sie tragen Früchte wie bisher. Freilich wird das Öl, das aus ihren Früchten gepresst wird, weniger. Und in diesem Jahr, mit der immer noch herrschenden Trockenheit, habe ich Sorge. Die Oliven sind sehr klein.

Beim Spazierengehen vergleiche ich die Früchte der bewässerten mit denen der unbewässerten Bäume, und der Unterschied ist schpoon sehr groß. Hier siehst du einen Baum, der bewässert wird. Am Abend setzt sich die automatische Bewässerungsanlage in Gang, und Wasser rinnt aus den zwischen den Bäumen gespannten Leitungen über senkrechte Hohlstangen und plätschert aus einer Düse runter auf den ausgedürsteten Boden.

An den bewässerten Stellen beginnt das Gras zu sprießen. Sonst ist alles noch dürr. Nur Zwiebelgewächse wie Zyklamen und Meereszwiebeln zeigen Blüten. In meinem Garten hat auch die einzige Lilie, die sich ansiedelte, wieder zu blühen begonnen, aber ihre Blüten sind schwächlich. (Lilien der Vorjahre, mit Zeichnungen siehe hier, hier und hier, Fotos hier).

Die alten Olivenbäume zeigen trotz der langen Trockenperiode und der hohen Temperaturen keine Anzeichen, dass es ihnen zu viel wird und sie nach Wasser verlangen. Sie stehen voll im Laub und tragen viele freilich sehr kleine Oliven.

(nicht bewässerter Baum)

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Papierfetzenbilder legen, Geschichten erzählen

Ich nehme die Bananen aus der Papiertüte und will sie (die Tüte) wie gewohnt zerknüllen und entsorgen. Doch dann bekomme ich Lust, ein paar Fetzen von der Tüte abzureißen und auf dem Abendbrottisch ein Bild zu legen.

Heda! Ein Erstklässler mit der Schultüte! Du siehst etwas ganz anderes? Auch gut. Alles ist erlaubt.

 

Ein Bild ist bekanntlich kein Bild. Sieben Fetzen machen viele Bilder und viele Geschichten!

Der Hund hebt das Bein, die Fuchs beschnuppert die ausgelegten Köder.

Die Alte geht nachts mit der Fliegenklatsche rum, die Junge beschaut ihre Taille im Spiegel, und Alterslos tanzt Cha cha cha.

Der angehende Matador übt die Ausweichbewegung für den Stierkampf, die Hüfte hat schon fast den richtigen Schwung. Der Fellbemützte steht vor seiner Jurte, aus der Rauch aufsteigt.

Die drei sitzen am Lagerfeuer und erzählen sich was. Ob’s die Chinesen sind?

Einen gewordenen Engel gibt es auch. Er jubiliert und entfleucht.

Nun zerkeinere ich die Fetzen, und aus den sieben werden viele, Die reichen für eine große Fütterungsszene:Hund, Katze, Amsel, Spatz und Taube hoffen, ein paar Fetzen von dem großen Stück in der Hand  des Kindes zu erhaschen. Derweil dreht sich die Sonne weiter um die Erde….

bis sie hinter den Bergen versinkt.

So ist es doch, oder ist es etwa ganz anders?

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„Kunst hilft“ – noch ein Zwischenbericht der Vorbereitungen

Eben kamen Freunde mit einem großen Auto, um eine Fuhre großer Bilder abzuholen. Eine Fuhre kleinerer und kleiner sind schon gestern weggescvhafft worden. Die Plakate sind alle ausgehängt, die diversen „Freunde“ der socia media wurden informiert und die Lokalpresse hat eine Ankündigung veröffentlicht (auf der Seite mit den Veranstaltungen, unten).

Morgen werde ich die restlichen Bilder in mein Auto packen, und ab Mittag wird dann die Ausstellung in Sofias Yogaraum aufgebaut.

Das ist eigentlich der schwierigste Teil der Vorbereitung. Denn Nägel sollen nicht an die weißen Wände des Hauptraums. Die meisten Bilder müssen also am Boden entlang der Wände und auf zwei-drei Staffeleien arrangiert werden. Ich wusste das und habe eingewilligt. Und obgleich das nicht wirklich professionell ist, stört es mich nicht sonderlich. Es passt ganz gut zum Charakter der Ausstellung. Denn ich will nicht „mein Werk“ vorstellen, sondern einen Teil der Bilder, die in meinem Atelier im Dornröschenschlaf lagen, ans Licht des Tages bringen. Vielleicht kommt ja ein Prinz (Käufer) vorbei und weckt das eine und andere auf, so dass es neue Wände findet.

Da die Bilder am Boden stehen werden, habe ich ein paar hochformatige ausgesucht.

Außerdem gibt es natürlich viele gerahmte Aquarelle, aber auch  kleinere Leinwände und Zeichnungen und Aquarelle in Mappen.

 

 

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Halli und Hallo (neue Legebilder)

Ich zerriss ungeduldig die Verpackung eines geschenkten Kettchens für meine Brille, Sechs Fetzen Papier schauten mich an und klagten: womit haben wir das verdient? Sind wir dir denn gar nichts wert?

O wei! „Und wie heißt ihr?“ fragte ich leicht beschämt.

„Ich bin der Halli,

der kann’s, aber wie!“

schrie der eine, riss seinen Mund auf und seinen Arm hoch.

„Ich bin die Hallo

und mach die Kinder froh“,

rief die andere mit ausgebreiteten Armen.

 

Ich frag erstaunt: „Wie geht das zu?

Wer ist der Mann, und wer bist du?“

„Ich bin“, bescheidet mich Hallo

„die Frau vom Halli Sowieso“.

„Schau das Profil, wir sind uns ähnlich

er ist der Herr und ich bin dämlich.“

Ich bin verwirrt und wundre mich

denn was passiert, ist wunderlich.

Die beiden schrumpfen, ihre Nasen

verändern sich, sind sie nun Hasen?

 

Es könnten auch zwei Mäuse sein

die Schnuppernasen sind sehr klein

Ach nee,

ich seh

ich weiß nicht, was?

auf meine Aug‘ ist kein Verlass.

 

Ich dacht, es könnten Vöglein sein

doch Vögel mit so dicke Bein?

HalliHallo, ihr macht mich kirre

wer hilft, dass sich dies Spiel entwirre?

Da sind sie wieder, diese beiden

mir scheint, sie mögen sich nicht leiden.

Doch was sie fühlen, wer kann das schon wissen

schon manche hat beim Falschen angebissen.

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Hibiskus, rote Flamme

Grün und Gelbbraun sind die jetzt vorherrschenden Farben meines Gartens. Darin leuchten rote Hibiskusblüten auf.

Oft sind es nur einzelne Blüten, aber gerade verwöhnt mich der Strauch mit immer neuen Knospen und Blüten.

Und wenn die Sonne durchscheint, ist es ein Fest.

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Dienstags-Drabble: Deutsche Sprache – schwere Sprache

Eingeladen zum Dienstag-Drabbeln hat wieder Heide von der Puzzleblume. Genau hundert Wörter darf/soll der Text haben, und darin müssen die Wörter offen, Verdienst und rächen vorkommen.  Die Überschrift zählt nicht mit.

 

Deutsche Sprache – schwere Sprache

 

Schwer hat man’s mit der deutschen Sprache

Wenn man sie erst erlernen muss

Denn reimt sich Sprache wohl auf Rache?

der Rechen rächt sich wohl zum Schluss?

 

Wenn du im Winter frierst: der Ofen

Kann Wärme spenden dir, nicht wahr?

Doch steht nicht offen, will ich hoffen

Ein Fensterflügel? Wunderbar.

 

So mancher meint, dass das Verdienst

Sich auch in Münze auszahl’n wird

doch wer so denkt, mein Freund, der irrt

denn das ist nicht gleich der Verdienst

 

Wenn rächst und rechts du unterscheiden

mühsam gelernt hast mit viel Fleiß

So wirst du sicher auch vermeiden

zu meinen, Weiße seien weis.

 

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Die Legebilder stammen aus einer Schnipselsendung von Lyrifant (Sabine). Unter diesem Stichwort findest du auch meine anderen Kreationen mit Lyrifant-Schnipseln.

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Minimalistische Kunst am Himmel

Gerhard von KopfundGestalt  fragte mich gestern, worauf ich hinauswolle mit meinem Eintrag über „konkrete Kunst“. Er schrieb dann einen längeren lesenswerten Kommentar zum Thema. Genau darauf wollte ich hinaus! Dass sich Leser und Leserinnen angeregt fühlen, etwas zu dem Thema zu äußern. Ich freue mich, wenn weitgehend unbekannte oder inhaltlich schlecht gefüllte Begriffe der Kunst auf diese Weise besser verstanden werden.

Meine Fotos von geometrisch interessanten Gegenständen (Planken) oder Erscheinuungen (Horizontlinie) wollen einen visuellen Zugang zu dem anbieten, was den konkreten Künstlern im Sinne liegt.

Und heute?

Ich machte meinen gewohnten Abendspaziergang und sah den jungen Sichelmond am noch recht hellen Himmel stehen. Eine einfache, präzise Form in Silber, die weiter nichts braucht, um mich mit großer Freude zu erfüllen. Dann erschien unter der Sichel ein waagrechter goldener Strich – ich zückte das Handy, und fertig war das minimalistische Kunstwerk.

„Der Minimalismus oder englisch Minimal Art ist eine in den frühen 1960er Jahren in den USA als Gegenbewegung zur gestischen Malerei des Abstrakten Expressionismus   entstandene Kunstströmung“, weiß Wikipedia. Und weiter: „Minimalismus strebt nach Objektivität, schematischer Klarheit und Logik. Die eigene Persönlichkeit soll keinen Eingang finden in das Kunstwerk. Typisch … (ist) das Reduzieren auf einfache und übersichtliche, meist geometrische Grundstrukturen…“.

Trennscharf zu dem, was die „konkrete Kunst“ anstrebt und ausmacht, ist diese Begriffsbestimmung nicht. Vielleicht kommt es ja auch gar nicht darauf an. Ich denke und seufze mit Ulli „ach ja all diese Konzepte … “ (Kommentarstrang zum gestrigen Eintrag). Denn wo ist der Unterschied? „Der Minimalismus wurde als eine speziell amerikanische Kunstbewegung verstanden, die sich von europäischen Traditionen (etwa dem Konstruktivismus, der Konkreten Kunst, der Malerei am Bauhaus) abzugrenzen suchte,“ so Wikipedia. Man will sich abgrenzen, unterscheiden, etwas Besonderes sein, eine Marke generieren, wie Nike und Adidas, die beide Sportschuhe produzieren und jede für sich eine treue Kundschaft an sich zu binden sucht. Möge sich damit plagen, wer will.

Aber du verstehst schon, nicht wahr? Der Sichelmond am Himmel wird zum Kunstwerk erst dadurch, dass ich ihn dazu mache, indem ich ihn mitsamt dem waagrechten Strich fotografiere. Nun kannst du das Bild betrachten und dir deine Gedanken darüber machen.

Wie verschieden wirken Mondsichel und Kondensstreifen auf mich, die Betrachterin! Was macht es mit mir, dass die silberne Sichel links oben schwebt und dem Bild den gerundeten Rücken zuwendet, während das unsichtbare Flugzeug nach rechts rast und einen von der untegehenden Sonne golden gefärbten und schnell vergehenden Strich ins Taubenblau zeichnet…..

 

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Eine Episode aus dem Leben des Katers Mauz (kata-strophische abc-etüde)

Eine neue etüden-Runde wurde von Christiane angesagt, und schon stehen alle in den Startlöchern – ich auch. Die Wörter, die es diesmal zu bedienen gilt, sind:

Schokoladenpudding – eklig – verbiegen

Gespendet wurden die Wörter von der „Entengruppe“.


Symposion

 

 Was dem Kater Mauz geschah und was man daraus lernen kann

 

Auf der Schwelle, meine Backe

Liegt ne Pfütze brauner Kacke

Iii wie eklig, meine Güte!

Und ich schimpfe und ich wüte.

 

Doch dann seh ich, wenig später

Den Verursacher und Täter

Armer Mauz, du leidest wohl,

hast genippt am Alkohol?

 

Hast gefressen von den Resten

Hinterlassen von den Gästen

Essen gab es ja zuhauf.

Was war auf den Tellern drauf?

 

Koteletts, Kartoffelbrei

Blumenkohl und Spiegelei

Auch Salate

und Patate

und Gemüseallerlei.

 

Von den Speisen, ungelogen,

hat sich gar der Tisch verbogen 

Es gab auch Schnaps und Bier und Wein,

Doch Schokoladenpudding? Nein!

 

Das Zeug hier ist von allem was

Zudem ist es pitschpatschenass.

Igitt, nun ja, der Kater wusste

Wohl nicht wohin, als er dann musste

 

Und schiss es hin gleich vor die Türe

Auf dass die Welt davon erführe:

So geht’s, wenn man das Maß vergisst

Und sich ganz maßlos überfrisst.

 

Die Arbeit freilich hat die Frau

Der Kater guckt und sagt „miau“.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Konkrete Kunst am Meer (Kunst zum Sonntag)

Konkrete Kunst ist – im Gegensatz zu dem, was einem zuerst bei dem Wort einfällt – hoch abstrakt. Oder genauer: nicht einmal abstrakt ist die konkrete Kunst!

„Sie ist im eigentlichen Sinne nicht abstrakt, da sie nichts in der materiellen Realität Vorhandenes abstrahiert, sondern im Gegenteil Geistiges materialisiert, keine symbolische Bedeutung besitzt und mehr oder weniger rein durch geometrische Konstruktion erzeugt ist,“ informiert uns Wikipedia.

Wenn du Substantielles zum Thema erfahren willst, schau bei Lars Hausschild und seinem Blog arte concreta vorbei. Bei mir bekommst du nur Irreführendes zu sehen. Denn die Bilder, die folgen, sind nicht, wie es die „konkreten“ Künstler gern hätten, „vor ihrer Materialisierung zunächst im Kopf“ entstanden. „Im Extremfall werden deren Entstehungsprinzipien so stringent im Kopf vorformuliert, dass sie sich fast wie mathematische Formeln darstellen ließen“. Meine Bilder sind ohne wesentliche Beteiligung des Kopfes und ohne mathematische Formeln entstanden.

Ich machte ein Päuschen in einem Cafe am Meeresstrand. Und sah mich um. Das war alles.

Mein Kleid, die Planken, die Schirmständer, der Horizont … all das brachte Winkel, Kreise, Geraden in mein Blickfeld. Um zur „konkreten Kunst“ zu werden, brauchte ich nur einen geeigneten Ausschnitt zu wählen, zB die Planken, und als wohlkalkulierte Störung der Monotonie ein paar Kiesel einzubeziehen.

Oder ist das schon zu viel? Muss ich mich um größere Enthaltsamkeit bemühen? Wie wärs hiermit?

Ein Merkmal der „konkreten Kunst“ ist ihre Neigung, Serielles herzustellen. Zum Beispiel Quer-Linien, die zu Längs-Linien mutieren, und umgekehrt. Da begreift der wissensdurstige Betrachter auch, was es mit längst und quer auf sich hat. 

In der Natur, so hört man oft, gebe es keine Geraden. Außer dem Horizont … der freilich bei genauerem Nachdenken auch keine Gerade, sondern eine Kreislinie ist. Eine sehr große Kreislinie, so groß, dass sie den Erdball umspannt. Die kleine Kreislinie des Wassers in meinem Wasserglas brachte ich, in die Sonne blinzelnd, mit der großen Kreislinie des Meereshorizonts zur Deckung. Und drückte auf den Auslöser des Handys. Ha! geklappt!

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Nieselregen, Meeresrauschen und Kolokythokoufades

Bei Nieselregen auf das Rauschen des Meeres lauschen und Kolokythokoufades essen – das war eine meiner heutigen Lustbarkeiten. Kolokythokoufades sind, wie der Name sagt  ( 🙂 ), ein Gericht aus kleinen Zycchini und Zucchini-Blüten. Den Rest kennt ihr sicher selbst, aber ein kleines Video mag die Erinnerung auffrischen.

 

Ich hatte das angenehme Gefühl, mich auf einem Schiff zu befinden und von meinem Platz aus dem immer anrollenden Meer zuzuschauen.

Wir waren am Samstag mittag fast die einzigen Gäste. Nur ein italienisches Paar teilte unsere Freuden. Die meisten Tische und Liegen waren bereits weggeräumt, die Saison ist zu Ende.

Bin ich eine Egoistin, wenn mir diese Zeit der leeren Tische besser als die Hochsaison gefällt?

 

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