Archivbild der Woche (Puzzleblumen-Projekt)

Dies ist ein Beitrag zu Puzzleblumes neuem Projekt:“Archivbild der Woche“.

An einem Tag wie diesem, am 12. Januar 2021, hockte ich auf einem Poller am Hafen von Kalamata und zeichnete per Kugelschreiber die Ecke mit dem großen seit langem leerstehenden Industriegebäude. Architekturzeichnungen mache ich immer gern, und Häfen sind mein liebster Aufenthaltsort.  – Die rote Linie habe ich wohl später zwecks Korrektur gezogen. Ich war halt mal Lehrerin.

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Wolkenmalerei

Heute gegen fünf Uhr am Nachmittag machte ich meine Runde. Sie endete wie meist am Meer.

Die Himmelsbilder waren höchst eindrucksvoll, und es fällt mir schwer, eine Auswahl zu treffen. Doch lieber dies?

oder eines von diesen?

Eine allein stehende Zypresse als Himmelspinsel. Ich überlasse ihr ohne zu Zögern das Feld der Malerei und trete bescheiden zurück.

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Impulswerkstatt, Bild No 2 : Schnee und Statt-Schnee

Mit Schnee- und Eiskristallen kann ich nicht punkten, liebe Myriade, denn ich lebe in einer schneefreien Zone Griechenlands. Zwar sieht man die Gipfel des Taygetos-Gebirges in der Ferne weiß leuchten, ..

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und einmal gelang es mir auch, in einem Taygetosdorf ein von Raureif hübsch kristallisiertes Blatt zu fotografieren …

aber hier unten in Meeresnähe muss ich mich mit Statt-Schnee begnügen, mit weißer Bougainvillea etwa (9.12.2022)…

Als Vorstellung bewahre ich mir den Schnee auch in meiner Mani-Welt, und gelegentlich wird sie auch zu Bildern, so wie hier die „Großstadt im Schnee“.

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oder wie die .verschneite Kleinstadt am See“.

horismeno horio se limni

Als Mensch, der als Kind schneereiche Winter kannte, geht mein Herz gleich auf, wenn ich „Schnee“ denke. Echten Schnee zu sehen, zu berühren, die Stille einer schneebedeckten Landschaft zu fühlen, den Schnee unter den Stiefeln knirschen zu hören – danach habe ich im Winter eine starke Sehnsucht.

Manchmal bin ich in Maroussi (nördlicher Vorort von Athen), wenn es dort schneit. In einem Winter blieb der Schnee zwei Wochen liegen, die Palmen trugen Schneemützen, und im Stadtwald versank ich beim Gehen bis über die Knie im unberührten Weiß. 

Lange Schneeperioden sich aber die Ausnahme. Nur die hohen Berge Attikas leuchten im Schnee, wenn unten alles längst weggeschmolzen ist.

Schnee in unserer südlichen Welt – das sind noch mal ganz andere Eindrücke als im hohen Norden. 

Schnee auf Zitronenbäumchen

Schnee auf dem Motorrad, dem Yukkabaum und den Pinien

 

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Gibt es hier auch keinen Schnee, so erträume ich ihn mir doch, wenn sich der Mond rundet und sein Licht herabrieseln lässt auf Mensch und Tier.

Bald ist es wieder so weit. Bald leuchtet der Vollmond der Januarnacht, und ich bade in seinem weißen Statt-Schnee.

Dies ist ein Beitrag zu Myriades Impulswerkstatt, Bild 2. Die Fotos habe ich meinem Archiv entnommen.

 

 

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Kleine Beobachtungen: Lichtspiele zwischen Himmel und Meer

Einen Blick auf das Weben des Lichts zwischen Himmel und Meer zu werfen – das ist manchmal genug, um die Batterien für einen ganzen Tag aufzuladen. Heute war es ein graues Licht, das sich in breiten Streifen von der wolkenbedeckten Sonne zum Horizont hinabfächerte und sich in der lichtgrauen Fläche des Meeres spiegelte.

Ein bisschen verwackelt ist der Horizont der Panoramaaufnahme

In zwei Zonen ist das Lichtspiel aufgeteilt: direkt unter der Sonne die eine mehrstufige Bühne und rechts im Bild, befeuert durch einen breiten Strahl, eine Nebenbühne. Auf dem unteren Foto sieht man die Hauptbühne und den weit nach rechts ausgreifenden Strahl besser, aber nur halb.

Hier noch einmal die Nebenbühne in voller Ausdehnung:

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Impulswerkstatt, Bild 3: Hochzeiter in Istanbul und anderswo

Diese Hochzeiter, liebe Myriade, wissen, was sich für den „schönsten Tag im Leben einer Frau“ gehört! Man kleide sich aufwendig (türkisblau die Braut, mit gleichfarbigem Schlips der Bräutigam! ist das eine neue Mode im Islam?), bestelle einen Fotografen und mache sich auf, an einem der herausragenden Punkte der Heimatstadt für das Foto zu posieren, das dann in einem Silberrahmen auf dem Büffet stehen wird, inmitten der anderen Fotos, die an die Umstände und Folgen dieses Ereignisses erinnern.

Solche Fotosessions zu beobachten und meinerseits zu fotografieren, habe ich manche Gelegenheit gehabt. Zum Beispiel am Niarchos-Zentrum in Faliron/Athen (hier), das ähnlich wie die Brücke in Istanbul Kultwert für Hochzeiter hat.

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Im Oktober 2023 in Cadiz war die strahlende Braut, wie es sich gehört, aufwendig und anmutig verschleiert in Weiß erschienen. Der Brautvater im feierlichen Frack führte sie zur Kirche, um sie dem künftigen männlichen Beschützer zu übergeben. Weiße Zettelchen aus einer Kanone wirbelten um sie herum zu Boden – Glück verheißend.

Die Mitwirkenden an diesem Schauspiel waren nicht weniger aufwendig gewandet, die Frauen wie die Blüten Andalusiens, die Männer mit glatt gegeeltem schwarzem Haar. Ach, wann würden auch sie feierlich die Schwelle der Kirche überschreiten, raus aus dem jungfräulichen, rein in den ehrenwerten verheirateten Stand? Oder hatten sie letzteren schon erreicht?

Die Kirche hatte an diesem schönen Tag ein umfangreiches Programm zu bewältigen. Offenbar ist es der beliebteste Ort für derartige Veranstaltungen weit und breit.

Hier sieht man noch mal die glücksverheißenden Zettelchen durch die blauen lauen Lüfte wirbeln.

Auch „meine Bucht“ hat es geschafft, so manchen Hochzeitern als Kulisse zu diesen. Ein Foto-Shooting sah sie im September 2018. Ich fotografierte und skizzierte, während Tito fürs Photo posierte  (hier sind noch mehr Fotos und Skizzen zu besichtigen).

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Und ich selbst?

Wir haben zwar zwei Mal geheiratet, aber es ging ohne Brautkleid, Starfotos und Festivitäten ab. Unsere pekunären und ideologischen Verhältnisse waren der Hochzeitszeremonie nicht gewogen. Überhaupt: wozu sollte das Heiraten gut sein? Wir liebten uns, das reichte uns vollkommen. Aber wir wollten zusammenziehen, und das ging nicht ohne Trauschein. Ein damals (1967) in Schleswig-Holstein noch gültiges Gesetz verbot die Vermietung an unverheiratete Paare (Kuppeleiparagraph) – also eilten wir zum Standesamt, einen Freund und den vorbeireisenden Bruder als Trauzeugen anheuernd. Unsere Trauringe erstanden wir für wenig Geld beim Trödler und verloren sie bald wieder. Mein Mann trug den einzigen Anzug, den er als armer Gastarbeiter aus Griechenland mitgebracht hatte, und ich mein anthrazitfarbenes Konfirmationskostüm, das mir immer noch passte, wie ich erfreut feststellte.


Acht Monate später heirateten wir erneut, dieses Mal in Hamburg und griechisch orthodox, und auch jetzt trug ich kein Brautkleid, sondern ein schwarzes Schwangerschaftskleid mit hell-violetten Chiffonärmeln, das meine Mutter für diesen Zweck geschneidert hatte. Mein Mann trug den bereits bekannten einzigen Anzug. Ich war im achten Monat schwanger, und wir wollten den bürokratischen Hürdenlauf der Vaterschaftsanerkennung vermeiden. Sobald das Kind meinen Bauch verlassen würde, wäre es nämlich nach griechischem Recht ein „Bastard“ geworden. Die standesamtliche Eheschließung wurde von Athen nicht anerkannt („hinkende Ehe“) .

Durch die orthodoxe Trauung aber wurde unser Sohn Grieche, nur Grieche nach damaligem Recht, und ich als Mutter hatte, wie ich dann erfuhr, überhaupt keine Rechte. Um mit ihm zu verreisen, brauchte ich die Erlaubnis meines Mannes, auf dessen Pass er eingetragen war. Herrjeh! Entweder „unehelich“ oder entmündigt!

Ich bin sehr dankbar, dass all diese frauenfeindlichen Gesetze jetzt nicht mehr gelten. Der Kuppeleiparagraph wurde 1970 bundesweit abgeschafft (in Frankfurt, wohin wir 1970 zogen, galt er schon nicht mehr, aber es war schwierig für mit „Ausländern“ verheiratete Frauen, eine Wohnung zu finden).

Um diese Zeit etwa verschwand langsam die zuvor weit verbreitete Vorstellung, dass „Gastarbeiter“, deren Vertrag abgelaufen war, oder Studenten, die ihr Studienziel erreicht hatten, in ihre Heimatländer zurückkehren sollten – alle, also auch die mit einer Deutschen verheirateten. („Wenn die Frau ihren Mann liebt, wird sie ihm folgen“, meinte ein schleswig-holsteinischer Politiker. Und so hätte mein Mann nach Griechenland zurückgehen müssen – trotz Diktatur – , ein Grund mehr, 1970 ins liberale Frankfurt zu ziehen). 

1974 konnte ich endlich für meinen Sohn einen Antrag auf die deutsche Staatsbürgerschaft  stellen, und so wurde er Doppelstaatler. 

Die Verpflichtung zur griechisch-orthodoxen Trauung wurde 1982 durch die PASOK-Regierung abgeschafft, die standesamtliche Trauung als ausreichend anerkannt.

Diese Anpassungen des Familienrechts wurden nicht von oben verhängt, sondern wurden von den Betroffenen mühevoll erkämpft. Die politischen, kirchlichen und gesellschaftlichen Widerstände gegen solche Reformen waren beachtlich, und von allen akzeptiert sind die meisten wohl bis heute nicht. Immer noch gibt es Menschen, die das Zusammenleben Unverheirateter unsittlich, die Eheschließung zwischen ethnisch Verschiedenen unerhört, die Selbstbestimmungsrechte der Frauen für übertrieben halten. Auf der Gegenseite gibt es die, denen die Reformen nicht weit genug gehen und/oder die alle staatlichen oder kirchlichen Ansprüche als übergriffig empfinden und zurückweisen. Die Mehrheit aber, vermute ich, denkt und fühlt im Grund liberal, heiratet aber religiös, weil sie alte Rituale wertschätzt und weil man sonst ja keine eindrucksvollen Hochzeitsfotos vorweisen könnte.

Möge jeder nach seiner Facon selig werden – meinte der Alte Fritz. Und das meine ich auch. Solange der Gesellschaft durch die Lebensentscheidungen des Einzelnen kein Schaden entsteht und die Rechte Anderer nicht verletzt werden, ist mir die Vielfalt lieb und recht. 


Dies ist ein Beitrag zu Myriades „Impulswerkstatt“, 3. Foto.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: der weiße Rosenbusch und andere kleine Freuden

Der weiße Rosenbusch hat mir mit seinem Blütenreichtum rund ums Jahr Freude gemacht. Das Foto ist vom Mai 2021

und dieses im Dezember 2021

Vor zwei Jahren schenkte er mir Blüten zum Weihnachtsgruß.

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Am Ende des diesjährigen überlangen heißen Sommers aber sah er wie abgestorben aus. Hätte ich ihn regelmäßig gießen müssen? fragte ich mich bedrückt. Bisher hatte er sich nie beklagt … Dann kam der Regen, und mit dem Regen kam erstes zaghaftes Grün zurück. Die eine Hälfte des Busches bekam wieder Blätter, die andere war tot, ich musste sie absägen.

Heute nun begrüßte mich die erste Blüte! Ein wenig zerzaust sieht sie aus, aber daneben kommen etliche rosa Knospen zum Vorschein. Freude!

Auch andere kleine Freuden sammelte ich auf dem Vormittags-Spaziergang ein.

Auf dem Taygetos-Gipfel kann man noch ein wenig Schnee entdecken (herangezoomt),

und im Garten beginnt der Sauerklee zu blühen und sonnen sich die Katzen.

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In der Zeichenschule 26: Hygeia und Jünglingsmaske

Im Fenster der Zeichenschule begrüßten mich heute einige der gestrigen Zeichnungen. Andreas, unser junger Lehrer, hat sie aufgehängt, um seinen Raum ein wenig bekannter zu machen. Ich freute mich, zwei meiner drei Zeichnungen dort zu sehen (jeweils die linke).

Heute waren wieder die Gipsköpfe dran, und die meisten TeilnehmerInnen waren Anfänger. So konnte ich punkten, denn Hygeia und die Maske habe ich im vergangenen Herbst schon oft gezeichnet. Leicht ist es mir dennoch nicht gefallen, zumal das ganze Surrounding ja berücksichtig werden muss. Drei Stunden intensiver Arbeit brauchte ich für diese Zeichnung.

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abc-etüde: Sorgen einer Mutter, die sozial aufgestiegen ist (kata-strophisch)

Umhang
verhuscht
anbeten.

Das sind die Wörter für die laufende Etüdenrunde, die dankenswerter Weise von Christiane veranstaltet wird. Gespendet hat sie Etüdenerfinder Ludwig Zeidler, danke! Ich habe ein paar Kata-Strophen zusammengereimt, angeregt durch ein Legebild, das ich aus Schnipseln von Susanne B und Bruni gestaltet habe.

 

Sorgen einer Mutter

 

Du bist nicht meine Tochter, kleines

Verhuschtes Wesen du, du bist nicht meines.

Hab ich dafür den Alten einst genommen?

Hab alles, was ich wollt, bekommen

Denn angebetet hat er mich, der Alte

Weil ich mich stets wie eine Dame halte.

 

Doch du, die Tochter, du hast kein Format.

Und langsam weiß ich keinen Rat,

wie ich dich an den Mann soll bringen.

So wie du gehst und stehst, kanns nicht gelingen.

 

Reich ausgestattet bist du von Natur

hast im Prinzip ne Supergirl-Figur

Doch zeigst du sie? Betonst du sie? O nein,

du nimmst nen Umhang, hüllst dich ein

und denkst, wenn du nur lieb bist im Gesicht,

nimmt dich ein Mann. So sind die Männer nicht!

 

Ich hab es ausprobiert, ich kenn  mich aus,

und wenn ich dir zum Erbe geb das Haus

verdankst du das der Lebenskraft und Gier

die in den untern Kreisen kennen wir.

 

Ich schneider dir ein rosa Kleidchen, komm!

Ach, Kind, wie bist du nur so züchtig fromm

Und lebensfern, ich mach mir Sorgen!

Was soll aus dir denn werden morgen

Wenn ich dich nicht mehr schützen kann?

Was du jetzt brauchst, das ist ein Mann!

 

Ein Mann mit Geld, versteht sich, Kind!

Verlieb dich nicht! Denn Lieb macht blind!

Wir werden Opfer, glaub mir nur

So ist die menschliche Natur.

 

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In der Zeichenschule (25): Modell (1)

Ende August letzten Jahres hatte ich meine letzte Sitzung in der Zeichenschule. Dann war Pause wegen der Prüfungen. Als sie wieder aufmachte, war ich nicht in Kalamata. Heute endlich nahm ich wieder teil. Zu meiner großen Freude wird nun einmal in der Woche Zeichnen mit Modell sein. 

Bevor es losging, schaute ich mich im Raum um und machte ein paar Fotos, um die Atmosphäre festzuhalten. Ich war richtig glücklich, wieder dabei zu sein.

Das Modell

Dreimal 40 Minuten hatten wir Zeit, sie zu zeichnen. Meine Zeichnungen (Kohle):

No. 1

No 2

No 3

Ich schaute mir natürlich auch die Zeichnungen der anderen Teilnehmer an und war beglückt zu sehen, welches Niveau sie haben. Da kann ich eine Menge Anregungen bekommen.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: 8sammeln

„Neues Jahr und damit auch eine neue Runde bei 8sammeln, einer Blogaktion von Susanne,“ lese ich, im bequemen Fernseh-Sessel sitzend, die Wärme des elektrischen Ofens genießend und an meinem Handy meine mails lesend (hier). Und denke: Warum nicht mitmachen? (hier auch Susannes link)

Bei Lars (Arte Concreta) stoße ich auf einen Artikel über den Gründer des Cercle et Carré (Kreis und Quadrat). „Die Mitglieder … suchen nach einer Kunst, die frei von jeglicher gegenständlichen Darstellung ist und sich stattdessen auf die grundlegenden Elemente der Kunst konzentriert.“ Als da wären: Dreieck, Quadrat, Kreis? denke ich, lasse den Blick schweifen und nehme all die Rechtecke, die meine Umwelt bevölkern, ins Visier: Schrank, Bücher, Fenster, TV, Schranktür, Ofen. Einen angeschnittenen Kreis gibt es auch.

Dieses abstrakte Gemälde wird von Fritzi unterbrochen, die meinen Schoß als Wärmequelle dem Ofen vorzieht.

Aufstehen kann ich nun nicht mehr, versteht sich, aber die Augen können weiter wandern. Und so fällt mir eine weitere Formähnlichkeit auf: Gerhards Keramiken und das rote Boot. Mir gefällt diese lebendige Korrespondenz.

Hier mache ich nun eine 8samkeitspause, um sie am Nachmittag wieder aufzunehmen. Da bin ich mit dem Auto unterwegs, mache einen Umweg, um die Nebelfelder rund um das zerklüftete Gebirge anzuschauen (kein Foto), biege dann in unsere schmale Asphaltstraße ein, halte, denn beim Fahren gilt es den Verkehr zu be8en.

Die Felder am Rand der Straße bestehen vor allem aus großen aus dem Boden wachsenden Felsen.

Als ich das vor zwanzig Jahren zum ersten Mal sah, war ich voller Hochachtung vor den Bauern,  die diesem Boden immer wieder etwas Erde abrangen, um Olivenbäume zu pflanzen. Daran erinnere ich mich nun, während ich zwischen den Felsen herumklettere, um einen besseren Blick auf das Meer zu bekommen.

Mehr als einen Widerschein der Sonne auf dem Meer wird von hier aus nicht sichtbar.

 

 

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