Synchron zeichnen (Zinnvase) und mich politisch bilden (Konflikte, Ökobilanz im Autosektor)

Zinnvase. Zeichnung mit fineliner, 2019-06-07

Heute habe ich denselben Trick wie gestern angewandt: während ich mich durch allerlei Videos über brennende Themen informieren ließ, zeichnete ich zwecks besserer Konzentration, aber auch um die Zeit zu nutzen, eine hohe aus Portugal stammende Zinnvase, die ich eben dort platzierte, wo gestern die Kristallvase stand.

Gehört habe ich zunächst einige Analysen und Bewertungen der laufenden Agenden und Konfliktzonen – Iran, Syrien, Gaza, Venezuela -, des Bilderberg-Treffens, des Klimawandels u.a.. Dann informierte ich mich über die ökologische Bilanz von Elektroautos und solchen, die mit Wasserstoff betrieben werden – und ob sie denn wirklich die Ökobilanz verbessern. Schließlich geriet ich an ein Video über Benin, wo Einheimische sich darum reißen, für einen äußerst geringen Tageslohn die in riesigen Mengen aus Deutschland und anderen „hochentwickelten“ Ländern angelieferten Schrottautos vom Frachter zu schaffen und zum Zoll zu fahren, wo sie dann von Nigerianern und anderen Westafrikanern gekauft werden. Die sind immerhin reicher als die Beniner. Der Handel liegt in den Händen von Libanesen, die, wie der befragte Händler meinte, die dafür nötigen weltweiten Verbindungen haben.

Ökobilanz? Sozialbilanz? Friedensbilanz? In Deutschland verbessert, in Chile (Lithium), Kongo (Kobald) katastrophal…. aber die Erde ist eine und ungeteilt – unsere Mutter. Und alle sind wir ihre Kinder, die essen, trinken, atmen, eine Heimat haben möchten.

Meine portugiesische Zinnvase ist natürlich ebenfalls nicht so unschuldig, wie sie aussieht. Denn wo Zinn abgebaut wird, da leiden die Menschen, und viele müssen ihre Heimat verlassen.

 

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Kristallvase und Spielfeld im Wald (zwei Zeichnungen)

Heute Vormittag, während ich im WWW stöberte und mir politische Debatten und Interviews auf Youtube anhörte (u.a. auch den deutschen Bundestag, der über die Verlängerung der deutschen Beteiligung bei KFOR im Kosovo beriet und wo sich meine Ansichten mit denen des AfD-Sprechers deckten (!)),, begann ich, die vor mir stehende leere Vase zu zeichnen, dazu auch die durchsichtige Plastikdose mit Kram, die Gardine dahinter, die Spiegelungen auf der Glasplatte und auf dem Boden… Diese getreue Abzeichnerei dessen, was ich sehe, festigt meine Aufmerksamkeit, ich höre besser zu, bin gelassener und ärgere mich weniger über das, was ich höre.

Am Nachmittag strebte ich wieder den Waldspielplatz an. Und skizzierte locker das, was sie da abspielte: Papa und Kind beim Fußball, Sportgruppe nach dem Rundlauf im Gleichschritt marsch, Kinder mit stolzem Helm und Fahrrad,  zwei Freunde reden, Frau und Hund schauen zu…. Ihr kennt den Platz ja (linkes Bild), doch heute saß ich auf einer an und schaute auf einen weitere Abschnitt des Feldes. auch war es früher am Nachmittag.

Waldsportplatz, 2019-06-06, Licht-Schatten-Fotografie

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Skizzieren von Menschen in ihrer Umwelt. Wie wirkt sich meine Befindlichkeit aus?

Heute setzte ich mich in ein Cafe, um auf meinen Mann zu warten und dabei eine Zeichnung für meine Serie „Menschen in ihrer Umwelt“ zu machen. Das Cafe war klein und nett, erstreckte sich über drei Stufen, ich suchte mir einen Platz im Hintergrund, von wo ich einen guten Überblick hatte, ohne bemerkt zu werden – und begann zu zeichnen. Skizzierte mit Bleistift die vielen Senkrechten und Waagrechten des Raums und der Stühle, die Rundungen der Tische und Sonnenschirme, zeichnete Menschen, die sich setzten oder aufstanden, sogar einen Hund skizzierte ich. Leider scheiterte ich. Nichts funktionierte, wie ich es wollte. Ich war entnervt und radierte aus, was ich begonnen hatte, setzte neu an, verzichtete schließlich aufs Zeichnen und besah mir lieber die Leute, die reifen Musmullla (gelbe Früchte) an dem Baum, den Schmetterling….

Zum Zeichnen brauche ich innere Konzentration, und die hatte ich nicht, denn zuvor war ich eine halbe Stunde auf der Suche nach einem Parkplatz durch Maroussi gekurvt. Schon vorher war mir aufgefallen, wie unterschiedlich ich, je nach meiner Befindlichkeit skizziere.

Hier Ausschnitte der letzten Skizzen. Wie unterschiedlich ist die Strichführung!

1) Sich bewegende, spielende fröhliche Menschen auf dem Sportfeld im Wald. Ich schaue entspannt aus der Ferne zu und genieße den Anblick, fühle mich durch mein schnelles Zeichnen als Teil der Bewegung und des Lebens.

Genervte müde, sich gegenseitig vermeidende, sich abschottende Menschen in der U-Bahn. Ich selbst teile den Raum mit den anderen, werde wie sie durchgerüttelt von derselben Bewegung und demselben Lärm, atme ihre Luft,  bin zwar energisch und ausgeschlafen, aber etwas angespannt, möchte nicht bemerkt werden.

Unschlüssig, ziellos hin- und hergehende, sitzende, auf ein bestimmtes Ereignis wartende Menschen (die Tür des Museums soll sich öffnen). Ich selbst schaue entspannt und gleichgültig von Ferne auf die Fremden. Nichts drängt mich. Nichts verbindet uns.

4. Fußmüde, miteinander sich austauschende, genießende Menschen. Sie haben das Tagespensum an Sightseeing geschafft und dürfen sich ausruhen. Ich selbst bin entspannt, genieße, beobachte genauer, bleibe unbezogen.  Sie und ich leben in verschiedenen Welten – sie als Touristen, ich als Bewohnerin der Stadt teilen wir nur zufällig denselben Raum.

5. Heute war ich die Gestresste. Wie sollte ich da Genießende zeichnen? Dennoch: als furiose Bleistiftskizze kann sie sich durchaus sehen lassen, finde ich.

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Merkwürdigkeiten von unterwegs (1-3): Verstehen durch „framing“ (Rahmung, Kontextualisierung)

Fotos kann man, wenn es Kunstwerke sind, durchaus ohne den Zusammenhang, in dem sie entstanden, zeigen. Die Miksang-Fotos, von denen hier kürzlich die Rede war, gehören sicher dazu. Die meisten Fotos aber schreien förmlich nach Kontextualisierung. Sonst sind sie uninteressant oder unverständlich, im besseren Fall rätselhaft, so dass sie jedenfalls die Fantasie in Gang setzen.

Ich habe mir nun erlaubt, ein paar der Fotos, die ich gestern unterwegs aufnahm, ohne Kontext zu posten. Heute aber liefere ich die Rahmen nach, in die ich sie stelle.

Die schwebende Kabelrolle: Rahmung durch Arbeitsprozesse

 

Ja, sie schwebt. Nein, es ist nicht ihr inneres Gefühl, das sie schweben macht, und auch Magie ist nicht wirklich im Spiel. Der größere Rahmen zeigt, wie recht die haben, die einen Kran am Werke wähnen. Warum aber ist der Kran am Werke? Und was machen die beiden Männer oben dort in den Masten? Üben sie für einen Kletterwettbewerb an Steilwänden? Nein, sie arbeiten am Stromnetz. Drum hatten wir gestern von 9-16 Uhr Stromsperre. Und um Punkt vier war der Strom wieder da, neu verkabelt.

Die kleine weiße Wolke. Poetische Rahmung

 

„Sie war so weiß und ungeheuer oben“.  Ich sah das Wölkchen gestern, als ich  in die Innenstadt von Athen fuhr und bei der Station „Attiki“ zum Fenster des Elektriko (U-Bahn) hinausschaute. Sogleich war die größere Rahmung da: Poesie!  Bertold Brecht: Erinnerung an die Marie A.

„Täuschend echt!“ Historische Rahmung

 

Hier handelt es sich um Kopien von antiken Skulpturen. Um sie professionell herzustellen, ist eine ganze Wissenschaft nötig. Im Archäologischen Nationalmuseum gibt es eine frei zugängliche Abteilung, in der man zB über die Farben informiert wird, die in der Antike verwendet wurden, und wie man sie heute beschafft. Auf dem dritten Foto siehst du u.a. eine Verpackung: Kroko, der goldgelbe Farbstoff, wurde postalisch aus Thrazien angeliefert, wo er bis heute auf großen Plantagen angebaut und in mühsamer Handarbeit gerntet wird. .

Geschichte des Krokus

Sorte Crocus vernus „Pickwick“ (Quelle: griechisches Wikipedia)

„Die Geschichte des Krokus beginnt im Osten. Es gibt Hinweise auf erste Verwendungen in Kleinasien und Ägypten, wo er von Kleopatra und andere Pharaonen als verführerisches Parfüm benutzt wurde. Auch in Heiligtümern wurde er eingsetzt.  Man findet ihn bereits im minoischen, aber auch im klassischen Griechenland, wo er sowohl als Duftstoff als auch als Farbstoff verwendet wurde.  Man findet Darstellungen von Krokus auf Wandbildern minoischer Paläste. Charakteristisch das Wandbild mit den Krokussammlerinnen (Archäol Nationalmuseum Athen). Auch die pharmazeutischen Eigenschaften des Krokus waren den Griechen bekannt, sie benutzten ihn gegen Schlaflosigkeit und Kater nach Wein-Gelagen. Auch als Duftstoff in Bädern und als Afrodisiak wurde er eingesetzt. Die Araber erkannten seine anästhesierende Wirkung und führten ihn im 10. Jahrhundert in Spanien ein. Krokus war ein Grundelement, auf dem das Imperium von Venedig aufbaute.  Heute braucht man ihn weltweit für Gebäck und als Zutat zu bekannten Rezepten, zB für die spanische Paella“.

Der Krokus also wird heute auch als Farbstoff verwendet, um eine historisch korrekte Einfärbung der Keramiken zu ermöglichen, die dann mit Echtheitsvermerk in den Handel kommen.

Krokus ist natürlich wiederum nur ein Bruchstück im weit größeren Rahmen, in dem dieses Foto mit den beiden hohläugigen Keramik-Köpfen zu verstehen ist.

Wie Einzelbilder oder Ereignisse verstanden und bewertet werden, hängt weitgehend vom Framing ab. Welche Missverständnisse entstehen doch, wenn die Menschen unterschiedliche „Rahmungen“ vornehmen und sich nicht darüber verständigen!

 

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Wie finde ich denn das? Merkwürdigkeiten von unterwegs (3)

Na schön. Da gab es auch noch andere Köpfe.

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Wie finde ich denn das? Merkwürdigkeiten von unterwegs (2)

Gerahmte Wolke.

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Wie finde ich denn das? Merkwürdigkeiten von unterwegs (1)

Manche Dinge sind schon merkwürdig, finde ich. Zum Beispiel diese riesige, aber dennoch schwebende Kabelrolle. Wie macht sie das?

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Kulturelle Ertüchtigung vor und im Archäologischen Nationalmuseum (fünf Skizzen)

Archäologisches Nationalmuseum

Nach der gestrigen sportlichen Ertüchtigung im Stadtwald dachte ich mir, ein Blick auf kulturell sich Ertüchtigende wäre eine passende Ergänzung. Also machte ich mich auf den Weg zum Archäologischen Nationalmusum. Um dorthin zu gelangen, musste ich den „Elektriko“ (die alte U-Bahn) nehmen – Gelegenheit für eine erste kleine Skizze, bis der Waggon sich füllte.

Das Museum war noch geschlossen (Dienstags macht es erst um halb eins auf). Mit mir warteten etliche Menschen darauf, dass sich die Türen öffneten. Ich setzte mich abseits in den Schatten eines Baumes auf eine Bank – genau wie gestern ragte der Stamm von links kommend schräg ins Bild hinein – und zeichnete ziemlich akribisch die klassizistische Architektur des schönen Gebäudes, dazu auch die Kultur-PilgerInnen auf der Treppe und was sonst noch so vor meinen Augen lag. Als ich fast fertig war, kam eine chinesische Dame zu meinem Versteck. Sie habe auch Kunst studiert. Aus Shanghai sei sie. Ich bat sie, mir das Foto, das sie von mir und der Zeichnung machte, gelegentlich zu schicken. Post aus China – das wäre doch mal was!

(Zum Vergrößern Bilder anklicken)

Du denkst vielleicht, dass ich danach schnurstracks zu den Sammlungen eilte. Doch nein. Erst machte ich eine Runde durch die Abguss-Abteilung, wo es leider keine Möglichkeit zum Zeichnen gab (Fotos), dann schlich ich mich vorbei an der Menschenschlange vor der Kasse und begab mich ins Untergeschoss. Dort liegt die Kafeteria, die sich in einen hübschen kleinen Garten mit Skulpturen, uralten Oliven und schönen Beeten öffnet.  Meinen Espresso trinkend, skizzierte ich erst die Touristen an den Nebentischen, dann den Stamm des alten Ölbaums und schließlich einen marmornen Löwentorso, halb verdeckt von einem Busch. Hierfür benutzte ich das kleine Format, das ich auch für die obige U-Bahn-Skizze verwendet hatte. (bitte anklicken)

 

 

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Skizze: „Sportliche Ertüchtigung“ (neue Reihe: Mensch und Umwelt).

Seit ich ständig meinen Skizzenblock mit mir herumtrage und zeichne, was ich vor mir sehe, beginnt sich ein neuer Schwerpunkt zu entwickeln: Menschen und ihre Beziehung zur Umwelt. Das fiel mir heute auf, als ich bei meinem spätnachmittaglichen Hundespaziergang zielstrebig das Sportfeld im Syngrouwald ansteuerte, in der Erwartung, dort nicht nur Bäume, sondern auch Menschen anzutreffen.

Bisher habe ich fast nur entweder Natur oder Räume oder Stillleben oder Menschen gezeichnet. Aber neuerdings reizt es mich, komplexere Szenen zu skizzieren. Hier ein paar in umgekehrter Reihenfolge ihrer Entstehung.

Heute also steuerte ich das Sportfeld im Syngrouwald an. Es ist eigentlich nur eine leere Fläche, die im Wald ausgespart wurde. Es gibt nur zwei brüchige Fußballtore und kaputte Körbe für Basketball, aber das hindert die Menschen nicht, sich dort sportlich zu ertüchtigen. Ich war erstaunt, was da an einem normalen Montag abend für ein Betrieb herrschte. Da liefen Menschen jeden Alters allein oder in Gruppen rund ums Feld, andere spielten Fußball, andere warfen ihren Kindern den Ball zu, Hunde trotteten übers Spielfeld… Ich setzte mich auf eine Bank im Schatten einer großen Pinie und zeichnete folgendes Bild:

Sportfeld im Syngrouwald, 2019-06-03, abends

Zuhause machte ich dann wieder einige Bearbeitungen, zB diese:

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Endlos-Balkon: Wahlzettel-Zeichnung No. 8 (Bleistift und blauer Kuli)

Einen langen schmalen Wahlzettel der Liste, die ich nicht gewählt habe, brachte ich gestern mit heim. Ich setzte mich ans Ende des schier endlosen Balkons, der an der Westseite unserer Wohnung entlangläuft. Wir benutzen ihn nicht, und daher stehen dort nur ein paar ausrangierte Blumentöpfe herum. Etwa in der Mitte befindet sich der Wasserhahn mit der Gießanlage. Das Balkongitter mit dem Schlauch zeichnete eine hübsches Schattenmuster auf das gegossene Mosaik des Bodens.  Gegenüber auf der anderen Straßenseite sieht man Hausfronten mit Balkongittern, Jalousien etc. Von der Straße geht das Gässchen ab, das steil abfallend an unserem Haus vorbeiführt.

Vielleicht möchtest du wissen, was das für Wahlen waren, und wie sie ausgingen? Nun, es handelte sich um die Stichwahl für die neuen Bürgermeister und „Peripheriarchen“ Griechenlands. Die noch regierenden Linken (Syriza) erlebten ihr Waterloo. Von den 13 Peripherien (etwa vergleichbar den deutschen „Ländern“) holte sich die bürgerliche Rechte (Neue Demokratie, vergleichbar der CDU) zwölf, dazu auch fast alle Gemeinden Attikas, wo die Hälfte der Bevölkerung lebt.

Athen ging mit großem Vorsprung an den 41jährigen Kostas Bakojannis, Sohn von Dora (langjährige Außenministerin, Tochter von Konstantin Mitsotakis und Witwe von Pavlos Bakogiannis, der 1989 von der linksradikalen Terrororganisation 17N ermordet wurde. Kostas ist also ein Enkelsohn von Konstantinos Mitsotakis, dem mehrfachen MP Griechenlands, und Neffe des heutigen Vorsitzenden der ND und vermutlich nächsten MP Kyriakos Mitsotakis (Bruder von Dora Bakojanni). Kostas Bakogannis ist in zweiter Ehe verheiratet und hat vier Kinder. Studiert hat er Geschichte und Politische Wissenschaften in den USA, Master an der Harvard Universität und Doktorand in Oxford. Eine Reihe von Ämtern der kommunalen Selbstverwaltung hat er erfolgreich absolviert und hat nun, als Bürgermeister von Athen, das Sprungbrett für eine Karriere in der „großen Politik“ erreicht. Nepotismus? Ja und Nein. Auf jeden Fall ein hoch intelligenter, recht charismatischer Hoffnungsträger, dem wegen der Ermordung seines Vaters eine tragische Aura anhaftet.

So, nun sind die langen Wahlzettel an ihr Ende gekommen. Vorgezogene Nationalwahlen stehen für den 7. Juli an, da geht es dann mit den Wahlzettel-Zeichnungen weiter. Oder auch nicht.

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