Ich mache jetzt noch mal einen kurzen Zwischenstopp, um meine restlichen Zeichnungen anzubringen. Da ist einmal ein steinerner Musikant, der auf einem Steinsockel steht und seinen Schatten gegen die rückwärtige Wand wirft. Ich sah ihn in Sevilla und zeichnete ihn, auf den Stufen darunter sitzend.
Die folgende Zeichnung ist von unserem Hotelzimmer in Cadiz. Ein großes prächtiges Hotel war das, und die Betten breit und bequem. Leider wurde mein Mann krank und lag zwei Tage mit Fieber darnieder. Ich zeichnete die Wand mit dem großen Flachbildschirm und dem Kram, der sich auf dem Bord davor angesammelt hatte. Kein besonders attraktives Motiv.
Hübscher war das Cafe, in dem wir unser Frühstück nahmen. Es lag an der Ecke eines reizenden Parks mit riesigen Bäumen und blühenden Büschen, in denen grüne Papageien herumkrakeelten. Die Zeichnung machte ich, bevor die Kellnerin die Tische und Stühle auf dem Platz ausbreitete. Der Kiosk mit den vielen kleinen Fenstern (rechts im Bild) war noch geschlossen, und die roten Sonnenschirme waren noch zusammengefaltet.
Cadiz liegt am Meer, genauer, auf einer Insel. Jedenfalls das alte Cadiz, das wir besuchten. Das neue auf dem Festland gehört nicht zu den touristischen Attraktionen. Zwischen beiden spannt sich eine großartige Brücke von Calatrava. Gezeichnet habe ich hier die Küstenlinie der Altstadt, wie man sie mit der Kathedrale im Rücken sieht.
In Cadiz machte ich ein paar weitere Versuche, architektonische Einzelheiten festzuhalten. Auf der zweiten Zeichnung wird die weiße Kirchenfassade von einem schweren Schatten halbiert.
In die großen Kathedralen hineinzugehen, ist nicht immer möglich, man muss sich in Geduld fassen. Während ich wartete, zeichnete ich das Türmchen eines neben der Kathedrale von Cadiz liegenden Gebäudes mitsamt einer Palme und dem Menschengewirr darunter – meist Touristen, die wie wir in die Kathedrale wollten.
Nachzutragen wäre noch eine Zeichnung, die ich in Cordoba machte: eine geschlossene Kirche der Magdalena, ich saß erschöpft von einer größeren Wanderung auf einer Bank und schaute auf ihre Rückwand mit einem Nebenturm.
Das waren dann auch schon die Zeichnungen, die ich auf der Reise zustande brachte. Am Abend des 4.10, nun wieder zu Hause, nahm ich erneut den Stift und zeichnete ganz entspannt den Balkontisch mit allem Drum und Dran.








































































