Siesta. Aquarelle aus dem Archiv (3): Mit dem Leintuch

Dies konnte ich leider nur hinter Glas fotografieren. Es hängt bei der hier Abgebildeten, ich sah es bei einem Besuch wieder.

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Siesta. Aquarelle aus dem Archiv (2): im weißen Kleid

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Siesta. Aquarelle aus dem Archiv (1): Sommerhitze

Mehr Aquarelle soll ich zeigen, wurde ich gebeten. Neue habe ich nicht, also greife ich wieder ins Archiv und befördere schon einmal gezeigte Siesta-Aquarelle hervor. Wiederholung ist die Mutter der Blog-Kinder.

Kinder möchten, selbst wenn sie gern in Gruppen leben, gelegentlich auch im Einzelnen und Besonderen wahrgenommen werden. Drum zeige ich jetzt immer nur ein Aquarell.

Augusthitze

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Aquarelle mit Meer (aus dem Archiv)

Als ich gestern Sommer-Legebilder aus dem Archiv fischte, sah ich auch ein paar Sommer-Aquarelle mit Meer. Mögen sie euch in der Sommerhitze ein wenig Erfrischung bringen! Die Aquarelle stammen aus der Zeit, als ich noch den kleinen Aquarellblock und Aquarellkasten mit mir herumtrug. Schade eigentlich, dass ich das nicht mehr tue.

Meeresblick

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Durchblick zur See

Die Bucht

Ideale Landschaft

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und zur Abrundung ein kleines Katzen-Aquarell

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Legebild des Tages: Lob des Sommers und der Sonne (Archiv-Bilder und Texte)

Die Sonne hat in unseren Breiten ihren Höchststand kürzlich überschritten, aber der Sommer kommt jetzt erst richtig in die Gänge. Sonne ist etwas Schönes und Heilsames, und Hitze gehört einfach zur Jahreszeit. Also klage ich nicht, sondern versuche, mich vor Überhitzung zu schützen, indem ich nicht wie Don Quichote und Sancho Panza in der Mittagshitze durch die Pampa reite, um einem Heer von Windmühlen den Garaus zu machen.

Sehr erwünscht ist die kleine Brise vom Meer, die die übermäßige Hitze vertreibt und den Schweiß von der Stirn trocknet.  (Beitrag zu Juniverse bei Silbenton, 2021):

Hitze brütet auf den Bergen

Hockt schwer auf dem Meer

Ich weiß nicht, wo mich verbergen

Ich leide gar sehr.

 

Da kommt ein kaum merklicher Hauch

erst leise, dann stärker

Er verwirbelt die Hitze wie Rauch

Wächst sich aus zum Berserker

 

Nimmt mit, was nicht fest

Und wirft es umher

Löst auf auch den Rest

Der belagert das Meer.

 

Es klärt sich der Himmel,

er lächelt, er lacht,

es lacht auch das Wolkengewimmel

das hat eine

feine

Brise

vollbracht.

Es geht natürlich auch kürzer und weniger dramatisch:

Sommerfreuden

Sie kamen

gebleicht von der Stadt

Sommerfrische zu suchen.

Sommerfreuden auch mit diesem Legebild (Schnipselspende von Ule Rolff)

Nicht nur zu Legebildern hat mich die Sonne inspiriert, sondern auch zu Malereien, wie diese Darstellung der beiden unermüdlichen Herumzieher Don Quichote und Sancho Panza

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oder dieser südlichen Landschaft unter der roten Sonne.

ein Gemälde, dass ich dann für diverse Legebilder als Untergrund benutzte, zB dieses:

Für die Tarotkarte „Sonne“ benutzte ich ein Gemälde mit collagierten Papieren und gestaltete es digital um.

Eine andere Version der Tarotkarte „Sonne“ – „Sonnenpferd“ – eine Collage aus Legebild und Zeichung, digital bearbeitet.

oder auch als nun wieder klassisches Lebebild auf blauem Grund:

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Hände weg von der Sonne, dieser Quelle des Lebens! Möge die Sonne unserer Erde erhalten bleiben – mit ihrem heilsamen Licht und ihrer Kraft, die die Düfte aus den Kräutern treibt und die Früchte reifen lässt, die uns Menschen die Wärme schenkt, um auch den hältesten Winter zu überstehen.

Mögen wir Menschen aber auch die Erde mit ihrem schönen grünen Pflanzenmantel, ihren Quellen und Meeren schützen, damit sie nicht von der Sonne versengt und verbrannt wird. Lasst uns Bäume pflanzen und die zur Hölle schicken, die die Sonne technisch verdunkeln wollen.

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Vom Loslassen (mit Apfellegebild)

Der Apfel ist schon recht alt.  Nach einem mir unbekannten Leben an einem Baum, in Kisten, Kühlhäusern, Lastwagen  und Supermärkten (wo noch?) ist er in meiner Obstschale gelandet. Sein Fleisch wird schon etwas mürbe sein, denke ich, aber neue Äpfel gibt es noch nicht. Und beginne, ihn abzuschälen.

Ehre das Alter, denke ich und lege die roten Stücke der Schale auf dem Esstisch aus, während ich mir die weißlichen Stücke in den Mund schiebe.

„Danke für die Ehre“, gibt das, was vom Apfel übrig ist – der Apfelgeist vielleicht? – zur Antwort. „Aber was soll ich mit meiner Schale anfangen, jetzt, wo du mich verspeist hast? Fort damit!“ Und mit einem erstaunlich jugendlichen Purzelbaum rückwärts schleudert er seine Reste von sich und löst sich auf.

Adieu, du Apfel! Hast mich genährt und belehrt. Deine Schale trage ich nun auf den Komposthaufen.

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Cafe-Skizzen (tägliches Zeichnen)

Auch bei uns ist es nun heiß geworden, und so war ich heute mittag froh, im Gartencafe Stolidi (Schmuckstück) Zuflucht zu finden. Es ist ein weitläufiger Garten mit hohen Bäumen und Blumen, Drüsen versprühen kühlende Wasserschleier, der frisch gepresste Orangensaft  mit Eis und der doppelte Espresso heben die Stimmung.

Ich habe Zeit, lese ein bisschen, notiere Gedanken in meinem Skizzenbuch, beobachte ein Ehepaar mit Kleinkind und einer Freundin, etwas weiter entfernt zwei Frauen. Schließlich skizziere ich sie verstohlen.

Die beiden Frauen im Schatten der Bäume.

Mit einem Filter bearbeitet, um die Hitze des Tages anzudeuten:

Das Ehepaar mit Kind und Freundin unter dem großen Sonnenschirm, darüber aufragend die Wohnblocks der Nachbarschaft.  Der Vater, ein sportlicher Riese, gibt sich sehr liebevoll mit dem Kleinen ab, während die Mutter sich mit der Freundin unterhält und ein geradezu demonstratives Desinteress an dem Sprössling zeigt. Drum zeichne ich sie winzig.

 

 

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Armer schöner kleiner Drachen (keine Lustbarkeit)

Heute haben die Katzen eine wunderschöne Echse ermordet. Ich sah das tote Tier, als die kleine Lin sich an ihr verköstigte.

Es tat mir so weh. Armer kleiner Drachen! Ich drehte das tote Tier um, um es jedenfalls noch einmal zu fotografieren.

Dann kamen gleich drei Katzen – Lin, Lan und Theo -, um es zu besichtigen und zu zernagen.

Mörderbande! Sie schauen mich an, die Kleinen mit blauen, die goldene mit goldenen Augen, und verstehen nicht, was ich da zu meckern habe. 

Weiß jemand, was das für eine Echse war?

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Myriades Impulswerkstatt: „Lauf, renne, flieg!“ Eine Beschwörung.

Lauf! Renne! Flieg! Es gibt ein Entkommen!

Lass dich nicht beirren! Bleib nicht stehen! Schlage Haken, wenn der Tod in deinem Weg steht!

Schon kommt die Flut, sie nässt deine Füße. Der Tod muss noch warten.

Der Horizont lichtet sich. Du rennst, läufst, fliegst! Weithin glänzt das Meer. Du atmest, füllst deine Augen mit dem Licht der Sonne, deine Lungen mit Glückseligkeit. Du lebst!

 

Dies ist ein Betrag zu Myriades Impulswerkstatt. Für die Collagen habe ich drei ihrer Originalfotos verwendet:

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Lob der Füße

Heute Nacht, als ich mich draußen niederlasse, um den feinen mondscheindurchwebten Garten zu genießen, fällt mein Blick auf meinen Fuß. Braver Fuß, sage ich. Immer wieder trägst du nicht dorthin, wo ich hinmöchte. Ich hoffe, dir gefällt es hier auch.

Ich rede gerne mit meinen Füßen. Ich finde, sie haben ein bisschen Aufmerksamkeit verdient. Meistens führen sie ja ein fernes Eigenleben, in irgendwelches Schuhwerk gesperrt und dem gemeinen Anblick entzogen. Sie mögen das nicht besonders, aber so ist das nun mal in den zivilisierten Breiten: man sperrt die Füße ein. Im Sommer dürfen sie zwar das Licht der Welt genießen, aber richtig frei werden sie selten gesetzt.

Schuhe sind wichtig. Aber genauso wichtig war es schon als Kind für mich, die Berührung der Füße mit allerhand Böden zu spüren: Sand, Stein, Gras, Matsch, Wasser, Holzböden, Steinfliesen, Lehm, Kies, Marmor, Moos …  So ist es geblieben, und meine Füße wissen das zu schätzen.

 

Gelegentlich zeichne ich meine Füße, blind …

oder auch sehend.

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