Tägliches Zeichnen: Modellzeichnen

Heute hatte ich wieder Gelegenheit, nach Modell zu zeichnen. Obgleich ich nicht gerne bei Nacht fahre, will ich diese Gelegenheit nicht verpassen. Wir hatten drei Sitzungen a 30 Minuten. Ich machte zwei Zeichnungen auf A2 Zeichenkarton mit Kohle.

1. Sitzung: halb liegende Figur mit Draperie und Spiegel, in dem sich andere Zeichnen abbilden,

2. und 3. Sitzung: Portrait

 

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Novemberleuchten mit Steinegarten: das weiße Pferd ist wieder da

Nun also Novemberleuchten. Der Titel von Steinegartens neuem Blog-Challange gefällt mir ebenso gut wie die beiden vorangegangenen von Juricka („Farben“ und „herbstzeitlos“), und ich möchte auch hier mitmachen.

Das weiße Pferd ist wieder da! Es stand am Drahtzaun auf seiner Koppel und wartete offenbar auf Besucher. Als es mich sah, begrüßte es mich. Ich sah mich um, ob ich irgendetwas Fressbares fände, raffte eine Handvoll Grün zusammen und bot es ihm an. Es nahm es gern, nahm auch eine zweite Handvoll und ließ sich die Nase streicheln.

Ob ihm das alte Brot schmecken wird, das ich ihm heute vorbeibringen werde?

Wer hier länger mitliest, kennt das Pferd bereits. Mitte Oktober des vorigen Jahres erschien es oben auf dem Hang seines weitläufigen Geländes.

Es kam mir vor wie ein Versprechen von Glück und …

ich begann zu träumen. Ein solches Pferd* hatte ich schon fünf Jahre zuvor gezeichnet und in meine Tarotkarte „Sonne“ eingebaut.

Auch für die Karte „Die Liebenden“ hatte ich es in Erwägung gezogen:

und allerhand Collagen ausprobiert:

Weitere Pferd-Collagen finden sich hier.

*Das Pferd habe ich aus Hans Baldung Grien „Der Verhexte Stallknecht“ kopiert (hier)

 

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Tägliches Zeichnen: Und sie blüht doch auf!

Die Rosenknospe, die ich gestern zeichnete, blüht doch noch auf! Ich habe den Stängel  mit glattem Schrägschnitt etwas gekürzt, und siehe da! Heute hat sie sich gekräftigt, Laub und Blütenblätter haben wieder eine stabile Struktur, und die Knospe entfaltete sich ein wenig mehr.

Das freute mich natürlich sehr, und ich griff nach meinem Zeichenblock, um mir das „Röschen rot“ erneut – diesmal vor einer neugrografischen Zeichnung als Hintergrund – vorzunehmen.

Man erkennt wohl, dass ich einen grobkörnigen Zeichenblock und nicht, wie gestern, Schreibmaschinenpapier verwendete. Auch war es noch nicht vollkommen dunkel. Gezeichnet habe ich schräg von oben und wieder bei Lampenlicht.

 

 

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Dienstagsdrabble mit Wortmans Wörtern: Ne Pflanze namens Friedolin

Heide von der Puzzleblume hat ihr Dienstagsdrabbeln beendet, aber zum Glück gibt es  für Drabblesüchtige noch eine zweite Adresse: Wortman Drabble-Geschichten in 100 Worten.

Die heutige Wörter sind Novum – elastisch – Rosmarin.

In bewährter Kata-Strophen-Form habe ich folgendes Reimgedicht dazu geschrieben:

 

 

Ne Pflanze namens Friedolin

 

Ein Novum unter den komplexen

Beliebten Wohlfühl-Duftgewächsen

Ist eine Art von Rosmarin

Mit Namen heißt es Friedolin.

 

Gemein ist, sagt man, beiden Arten

Dass sie mit ihren zart behaarten

Und weichen Nadeln, und mit Blüten

In denen manchmal Hummeln wüten

 

Wenn bläulich-lila lippengleich

Sie offen stehn, an Nektar reich,

Den Sinn erfreun und fröhlich stimmen

Den Menschen gradso wie die Immen.

 

Worin besteht der Unterschied,

Wenn beides gleicherweise blüht?

Der Friedolin, ist’s nicht fantastisch?

Weicht Hartes auf, macht es elastisch

 

Den Schwachen macht er widerständig

Und Abgestorbenes lebendig.

So klärte mich der Fachmann auf.

Ich schritt natürlich gleich zum Kauf.  

 

Rosmarin und Friedolin

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Novemberleuchten mit Steinegarten: Himmelserscheinung

Nun also Novemberleuchten. Der Titel von Steinegartens neuem Blog-Challange gefällt mir ebenso gut wie die beiden vorangegangenen von Juricka („Farben“ und „herbstzeitlos“), und ich möchte auch hier mitmachen.

Das Wechselwetter dieses Novembers bringt schöne Himmelserscheinungen hervor. Gestern gegen Abend erfreute mich ein gewaltiges Zusammenspiel von Sonne und Wolken. Schwarzes Gewölk mit Goldrand. Als ich die Küste erreichte, hatte es sich so verwandelt:

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Tägliches Zeichnen: Röslein rot

Diese rote Rose nahm mein Mann aus der Vase auf dem Tavernentisch mit. Leider wurde zu früh geschnitten. Die halb erblühte Knospe hatte nicht die Kraft, sich ganz zu entfalten. Sie ist schon matt, und auch die grünen Blätter sind teilweise halbverdorrt. Damit sie nicht ganz vergebens ihre schöne Blüte gebildet hat, beschloss ich, sie heute zu zeichnen. Ich machte auf meinem Schreibtisch ein wenig Platz zwischen den Stiften und vor dem großen blauen Dossier und anderem Krimskrams, nahm einen Kugelschreiber und Schreibmaschinenpapier A4 und machte mich ans Zeichnen, bei Lampenlicht.

Mir gefallen die S-W-Zeichnungen meistens fast besser als die mit Buntstift colorierten, aber nun bin ich einmal grad bei einer Buntstiftserie. Außerdem ist im November Farbe angesagt.

Zum Vergleichen

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Novemberleuchten mit Steinegarten: Roter Hibiskus

Nun also Novemberleuchten. Der Titel von Steinegartens neuem Blog-Challange gefällt mir ebenso gut wie die beiden vorangegangenen von Juricka („Farben“ und „herbstzeitlos“), und ich möchte auch hier mitmachen.

Wie macht es der Hibiskus nur, dass er ununterbrochen blüht? Er scheint keine Jahreszeit zu kennen. Jeden Morgen öffnen sich einige wenige oder auch etliche Blüten, halten ihr strahlendes Rot gegen den blauen oder grauen Himmel und falten sich gegen Abend zusammen, um abzufallen oder auch sich am Morgen noch einmal zu öffnen. So geht es Tag um Tag.

Den Hibiskus in meinem Garten hat mir eine liebe Freundin vor Jahren geschenkt. Seither blüht er – ich wage zu behaupten: ohne Unterbrechung. Und so gibt es viele Fotos von ihm. ZB dieses vom Oktober letzten Jahres, das dem heutigen Novembergrau sein feuriges Rot zugesellt.

 

 

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Jeden Sonntag hinab ins Archiv: Insektenhäuser

Heide von der Puzzleblume hat den sonntäglichen Abstieg ins Archiv angeregt, möchte ihn nun aber nicht mehr betreuen. Ich verstehe das, möchte aber dieses Format weiter benutzen, nun unter dem Titel: „Jeden Sonntag hinab ins Archiv“.

Heute, unter dem 9/11, diesem für Deutschland so bedeutsamen Datum, fand ich allerlei mit historischem Bezug (Fall der Mauer 1989, Novemberprogrom 1938, Gründung der Räterepublik 1918).

Doch ausgewählt habe ich etwas ganz Unhistorisches: Bauwerke von Insekten (hier). Es trifft sich nämlich, dass Joachim Schlichting in seinem letzten Post gerade davon berichtete (hier). Und so kann ich die Fotos auch genauer zuordnen.

An einem Tag wie diesem vor fünf Jahren kam ich vom Schwimmen heim und bemerkte im Briefkasten ein fein gebautes Wabengebilde mit einem Stiel, mit dem es sich an ein Plastikschild angeklebt hatte. Das Schild war altersschwach auf den Grund des Briefkastens gefallen und mit ihm auch das Wabenhaus.

Als ich den Kasten vorsichtig öffnete, bemerkte ich, dass es da drinnen noch weitere Baumaßnahmen gegeben hatte, alle hoch oben an der Briefkastendecke. Auch sie waren fein säuberlich mit einem Stiel am Metall befestigt. Links oben ist eine Wabe weiß verstopft… Ähnlich wie beim Bau in der Ziegenglocke muss es darin im Sommer glühend heiß gewesen sein. Wurde das Gebilde deshalb mit einem Stiel versehen, um es vom unmittelbaren Kontakt mit dem erhitzen Metall abzuhalten? 

Beim genannten „Bau in der Ziegenglocke“ handelte es sich um ein ganz ähnliches Gebilde.

Beide waren aus einer Art Papiermasse und sehr leicht – also wohl von Wespen gebaut und nun verlassen. Ich stellte dies neue Fundstück zu einem früher gefundenen Insektenwohnhaus aus Tonerde (ich hab vergessen, wer drin wohnte!) auf den Kaminsims. Dabei fiel mir die formale Ähnlichkeit mit dem Kaminrost auf. Das menschliche Produkt kommt freilich an die Kunst der Tiere nicht heran.

Es sind nicht die einzigen Wespennester die ich gefunden habe. Und nun weiß ich auch, dass es vollkommen normal ist, dass sie verlassen werden. Die Königin ist die einzige Überlebende des Volks, und sie beginnt im Frühjahr mit dem Aufbau eines neuen Hauses für ein neues Volk, das aus ihren Eiern entstehen wird.

Text dazu hier.

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Novemberleuchten mit Steinegarten:

Nun also Novemberleuchten. Der Titel von Steinegartens neuem Blog-Challange gefällt mir ebenso gut wie die beiden vorangegangenen von Juricka („Farben“ und „herbstzeitlos“), und ich möchte auch hier mitmachen.

Das Wetter wechxselt grad sehr schnell, und die Momente, dass etwas zwischendrin aufblitzt, sind zahlreich. Welches von all den lichtvollen Momenten soll ich heute auswählen?

Das strahlenförmige Palmenblatt, nass vom Regen und im Licht des grauen Tages glänzend?

Oder die seltene Pfütze, die sich auf der hinteren Terrasse gebildet hat und nun dem blauenden Himmel als Spiegel dient?

Das Meer, das aufstrahlt und verlöscht, je nach Stand der Wolken, währnd oben auf einem Balkon ein einsamer roter Sessel auf dauerhafte Sonnenmomente wartet?

Ein Sonnenstrahl auf der Papierdecke der Taverne?

Ich weiß nicht. Dem Wort „Novemberleuchten“ entspricht doch wohl am besten der leicht von Dunst getrübte Blick über den Garten hinunter zum Meer.

 

 

 

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Novemberleuchten mit Steinegarten: Olivenblau

Nun also Novemberleuchten. Der Titel von Steinegartens neuem Blog-Challange gefällt mir ebenso gut wie die beiden vorangegangenen von Juricka („Farben“ und „herbstzeitlos“), und ich möchte auch hier mitmachen.

Die Olivenernte hat begonnen. Wie immer, jammern die Bauern, dass es diesmal sehr wenig Öl geben werde. Ich beschaue mir die Bäume und finde: sie tragen doch recht gut!

Damit kein Missverständnis aufkommt: Die meisten Oliven sind nicht blau, sondern grüngelb: Es kommt auf die Sorte an.

Die Fotos ist von gestern. Heute regnet es ununterbrochen, und ich habe noch keinen Schritt vor die Tür gemacht.

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