Tagebuch der Lustbarkeiten: Balkon-Visite

„Dafür, daß noch nicht so viel los ist, ist irgendwie doch schon einiges los“, schreibt Almuth heute in ihrem so schönen Blog „Natur auf dem Balkon„. Löwenmäulchen gibts auch auf meinem Balkon, denke ich und mache mich auf, eines zu fotografieren.

Da ich schon mal draußen bin – barfuß und in Pyjama -, gucke ich nach, was sich sonst so tut. Besonders gepflegt ist mein Balkon ja nicht, da wir nur sporadisch in Athen sind und alles wächst, wie es mag und kann, sofern die Gießanlage funktioniert.

Die gelbe Rose, die ich vor Jahren mal bei Lidl kaufte, hat alle Zumutungen überstanden und hat kräftig zugelegt. Ja, sie blüht sogar.

Unverwüstlich ist auch die Sukkulente mit den hübschen gelben Blütenrispen. Bricht eine ab, steckt man sie einfach wieder in die Erde – sie wird weiterwachsen.

Eine Pflanze mit fast künstlich wirkenden weiß-violetten Blüten hat eine Freundin einst gebracht. Sie mag es auf unserem Balkon und blüht und gedeiht

Auch die Duftnelken gedeihen prächtig. Sie scheinen sich bei den Bienen großer Beliebtheit zu erfreuen. Ich hielt mein Händy in ihre Richtung in der Hoffnung, eine der Bienen zu erwischen. Und tatsächlich, oben links im zweiten Bild ist eine bei der Arbeit zu sehen (zu erahnen).

Mein Liebling, die weiße Margarite, deren vertrocknete Blüten ich beim letzten Besuch abpflückte, ist wieder voll erblüht.

Und sonst noch? Aha, der Oleander! Der blüht jetzt zwar nicht, hat aber sehenswerte Samenkapseln. Solch eine Kapsel ist gewaltig groß. wenn man sie mit einem auf der Straße vorbeispazierenden Menschlein vergleicht….

Dafür, daß noch nicht so viel los ist, ist irgendwie doch schon einiges los.

 

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Vögel nach Fotos: Spatz

Bei Ralph Butler (Blütensthaub) sah ich vorgestern das Foto von einem Spatzen (hier), das mich sogleich bezauberte. Ich habe es nach bestem Vermögen abgezeichnet.

 

Und so sind nun neun Vögel zusammengekommen: vier Wasservögel, vier Singvögel unf ein Spatz.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Regen rund ums Haus. Akathistos Hymnos

Heute reichte es grade mal für die nötigsten Besorgungen, dann rauschte der Regen aus dem Himmel und sperrte uns ein. Ich hörte dem Regen ein Weilchen vom Balkon aus zu, genoss die Frische. Denn zuvor war die Sonne arg stechend gewesen.

Zur Straße hin:

Nach hinten raus, mit Blick auf Attika, das heute im Regen versank. Die Berge wurden unsichtbar.

Ein Selfie im spiegelnden Glas.

Während ich hier tippe, läuft im Radio der letzte „Akathistos Hymnos“ („im Stehen zu singen“) der vorösterlichen Zeit – eine schier endlose Begrüßung, Anbetung, Rühmung der Gottesgebärerin und Jungfrau Maria, die die Gläubighen um Hilfe anflehen und der man dankt, dass sie, die Speerspitze des orthodoxen Christentums, die Stadt (Konstantinopel) noch einmal gerettet hat vor ihren Feinden – seien es die römisch-katholischen oder die moslemischen.

Kondakion 1
V: Unbesiegbare Heerführerin, dir gelten die Lieder des Sieges! Aus der Gefahr befreit, bringt deine Stadt, Gottesgebärerin, dir Hymnen des Dankes entgegen. Du, von unwiderstehlicher Macht, befreie mich von jeder Gefahr, damit ich dir zurufen kann:

A: Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter!

Unabhängig vom Inhalt, liebe ich diese Gesänge, die so ganz aus der Gegenwart gefallen zu sein scheinen und tief im Vorchristlichen wurzeln, als die Große Göttin, unter welchem Namen auch immer, Inbegriff der Hoffnung auf Schutz und Rettung vor Unbill war.

Eine ausführliche Info über die Entstehung und Bedeutung diesen Hymnos samt Text findest du bei Wiki (hier).

 

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„Zeigt her eure Tassen“ 4 : SOS-Kinderdorf-Tasse

Juzicka-Jess (Amorak) hat diese Blogparade gestartet, um Tassen mit viel Fantasie ins rechte Licht zu rücken. Start war 01. April, weiter gehts bis zum 30. April.

Da mache ich nun mit. Ob ich für jeden Tag eine fotografierte oder gezeichnete Tasse präsentieren kann? Es ist eine Herausaforderung

Die heutige Tasse kaufte ich gestern auf einem Basar von „SOS Kinderdorf“ in der Metrostation „Verfassungsplatz“ in Athen. Ich stellte sie zum Fotografieren vor die mitgelieferte Tragetasche aufs Küchenbord. Dahinter hängt passender Weise eine Karte von Südamerika. Denn woher soll der Kaffee kommen, wenn nicht von dort? Die Eule möchte als SOS-Kinderdorfmama eingestellt werden.

Du möchtest das Design besser erkennen können? Bitte sehr. Happy Easter!

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Ans andere Ende von Athen reisen

Über zwei Stunden dauerte die Reise von uns bis zum Büro eines Freundes, den wir besuchen wollten. Ich fand die Reise sehr erfreulich. Ich mag es einfach, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, die in Athen gut und billig sind, herumzureisen, Häuser zu begucken. Menschengesichter zu studieren, und irgendwohin zu kommen, wo ich noch nie war. Wenn es gar ans Meer geht, bin ich begeistert.

Unser Ziel war  der Vorort „Vlisvos“, östlich von Piräus. Am Verfassungsplatz stiegen wir aus der Metro, um mit der Tram weiterzufahren, doch wegen Gleisarbeiten verkehrte sie auf dieser Strecke nicht. Also stiegen wir erneut in die Metro und fuhren bis „Fix“, der alten ehemals bayrischen Bierfabrik, heute Museum für Zeitgenössische Kunst (EMST). Von dort gings mit der Tram durch engbebaute Wohngebiete bis hinunter an die südliche Küste, dann mit einer anderen Tram und zu Fuß an der Küste entlang zu unserem Ziel: links die Anlagen mit hohen Palmen, einer Statue des letzten byzantinischen Herrschers und vielen Tauben, rechts die Häuserfront, die hoch und höher wächst, da ein Appartment mit Blick aufs Meer höhere Preise verspricht.

Das geräumige Büro des Freundes ist im dritten Stock eines Bürokomplexes untergebracht. Die Menschen, die hier, drei Parallelstraßen von der Küste entfernt, wohnen, scheinen eher den unteren und mittleren Einkommenschichten anzugehören, im Gegensatz zu den wirklich teuren Wohngebieten direkt am Meer.

Auf dem Rückweg zur Tram zogen sich die Wolken zusammen und es begann zu nieseln.  Ich wanderte glückselig im feuchten Wind, wollte mich gar nicht vom Meer trennen.

Zwei Stunden später – diesmal nahmen wir erst die bequeme Tram, dann den über und über mit Graffiti besprayten Elektriko und schließlich die schicke saubere Metro – waren wir wieder daheim im Norden von Athen. Kaum angekommen, öffnete sich der Himmel und entließ seine Wassermassen.

 

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Knoblauch-Wuschelkopf (Impulswerkstatt, Bild 2)

Liebe Myriade, durch deinen heutigen Eintrag erinnerst du mich mal wieder daran, dass ich die laufende Runde der Impulswerkstatt noch nicht bedient habe. Zu viel anderes stand an. Aber nun herrscht erstmal Ruhe im Karton, und ich schaue mir erneut deine Fotos an.

Da ist als erstes das „Wuschelköpfchen“ (Bild 2), das ich um eine Knoblauchblüte bereichern möchte.

Hübsch, nicht wahr? Da schmeckt der Knoblauch doch gleich doppelt lecker. Aber der Atem stinkt nach seinem Verzehr leider immer noch. Außer man kaut danach Petersilie. Das hilft meistens.

Ein sehr interessanter griechischer Sprach-Blog (Sarant) weiß vieles dazu zu sagen.  „Knoblauch ist Allium sativuma, Chromion skorodon – und obwohl er in Zentralasien beheimatet ist, gibt es ihn schon seit langem, denn wenn man Herodot glauben darf, hatten die Arbeiter, die die Cheops-Pyramide bauten, Zwiebeln, Knoblauch und Radieschen in ihrer Ration. (Den ersten dokumentierten Streik der Geschichte der Menschheit machten eben diese Arbeiter, finde ich in einigen Quellen, aber nicht bei Herodot …und es ist auch unbekannt, ob sie mehr Knoblauch oder statt Knoblauch etwas Freundlicheres essen wollten). 

Aber auch im Alten Testament vermissten die Juden, als sie durch die Wüste wanderten und ungeduldig wurden, nachdem sie vierzig Jahre lang genug vom Manna gegessen hatten, die Lebensmittel Ägyptens, darunter „den Lauch, die Oliven und den Knoblauch“ (Numeri 11,5).

Aber auch im antiken Griechenland war Knoblauch sehr weit verbreitet, wie aus seiner Präsenz in den Komödien des Aristophanes hervorgeht – die Knoblauche von Megara waren für ihre Größe berühmt und in den Acharnai, die während des Peloponnesischen Krieges geschrieben wurden, beschwert sich Megarite bei Dikiopolis darüber, dass die Athener sie bei ihren Raubzügen entwurzelt hätten.“ (google-Übersetzer)

Früh entdeckte man, dass dieses bei den Armen sehr beliebte Nahrungsmittel viele therapeutische Eigenschaften hatte, als da wären: Darmprobleme, Entzündungen, Schlangenbisse…

Nun, der Artikel geht noch lange so weiter  …. Ein anderes Mal. Ich muss jetzt weg.


 

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Zeigt her eure Tassen 3: Eulenbecher 1 (Überblendung Zeichnung-Foto)

Gestern las ich bei Steinegarten: „Einen Monat lang, jeden Tag eine Tasse. Amorak (Jess) hat diese Blogparade gestartet, um Tassen mit viel Fantasie ins rechte Licht zu rücken. Gestartet wird ab dem 01. April für 30 Tage.“  Da mache ich doch auch mal mit. Fotografierte und gezeichnete Tassen und Becher oder auch, wie im vorliegenden Fall, als Überblendung eines Fotos und einer Zeichnung.

Mit Amorak verlinken kann ich nicht, weil der Blog privat geschaltet ist. also verlinke ich Steinegarten und hoffe, dass der eintrag seinen Weg findet..

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Sei mir willkommen, April! Die Königin der Stäbe als Monatsbegleiterin

In der vierten Raunacht, am 29. Dezember 2024, zog ich als Begleiterin für den Monat April die Tarotkarte „Königin der Stäbe“ (hier).

Wasser (Kelche) hatte ich im Januar, Erde (Münze) im Februar,  das Feuer (Stäbe) im März und nun auch im April. Stäbe werden mit Frühlingszeit und dem Element Feuer assoziiert – und das bedeutet:  Mut, Enthusiasmus, Tatkraft, Initiative und Wachstum. 

Nun benutze ich die Tarot-Karten ja nicht als Profezeiung, sondern als Aufforderung und Lernaufgabe für den entsprechenden Monat. Im Januar ging es mir darum, mich in seelischer Gelassenheit zu üben, im Februar darum, tätig zu sein und mein Atelier zu erneuern, im März darum, ein Fest für meine Freunde zu gestalten. Und nun, im April?

Als ich am 29. Dezember des vergangenen Jahres darüber nachdachte und eine neurografische Zeichnung anfertigte, kam ich zu dem Schluss:  „Ich werde an meinem Selbstbewusstsein (als Frau) arbeiten. Kenne und anerkenne deine Kräfte! Denke dich nicht klein! … Was die schwarze Katze betrifft, so sagt sie mir, dass ich auch meine intuitiven Erkenntniskräfte … schätzen und nähren darf. „

Die Zeichnung, die ich damals anfertigte, empfand ich als kräftige Bestätigung meiner Weiblichkeit.

Wenn ich es recht betrachte, hat dieser Monat bereits die Farben der „Königin der Stäbe“ angenommen. Ich brachte bereits drei Frauen in drei Lebensaltern von unserem köstlichen Olivenöl und freute mich an ihrem Sein und unserer Freundschaft. Ich speiste mit meinem Mann an einem schönen Ort und stand sinnend vor der „Priesterin Isvardia“, deren marmornes Abbild im 4. nachchristlichen Jahrhundert in Smyrna (heute Izmir) geschaffen wurde. Und fragte mich: was sind das für Frauen, die zu Priesterinnen bestellt wurden? Und wofür, für welche Religion, standen sie?

die Priesterin Isvardia

Und frage mich nun: Ist die „Königin der Kelche“ nicht auch eine Art Priesterin – aber eine ganz andere?

Ich lese die Kommentare zum damaligen Eintrag nach (hier): Gerlintpetra schreibt „Die Statuetten von einst (und manchmal auch heute) können einen aufrichten, es ist so offensichtlich, dass zumindest der Künstler egal welcher Epoche entdeckt, worauf es ankommt, wo das Leben sitzt“. Cynthia schreibt „Für mich hat sie wenig archetypisch weibliche Qualitäten, wenn ich sie mit den anderen Königinnen des Decks vergleiche. Ich empfinde sie als konfrontativ (alle anderen Königinnen sind ja in Seitenansicht), sehr souverän und nach außen gerichtet. Interessant, dass Du sie über Deine Zeichnung mit der Venus (von Willendorf) in Zusammenhang gebracht hast. Ich nehme das gedanklich mal mit.“ Bruni schmunzelt und schreibt: Die Königin der Stäbe scheint mir in der Blüte ihrer Jahre. Schön wie der Frühling und stolz wie die Blüte der Sonnenblume, die sie hoch hält wie das Zepter des späten Sommers. Eine tolle Karte. In Deiner Zeichnung finde ich die Fruchtbarkeit. – Wie eine Biene sitzt sie im Zentrum der Zeichnung und lächelt über die Venus von Willendorf in ihrer Fülle weiblicher Formen …“ und ich antworte drauf: „Die weibliche Urkraft soll sich im Lebensgang kräftig, schöpferisch und selbstbewusst äußern, egal in welchem Alter frau ist. Das war für mich die message.“

Das also ist die Message für mich:

Die weibliche Urkraft möge sich kräftig, schöpferisch und selbstbewusst in meinem Tun, Fühlen und Denken äußern. In diesem April will ichs mir ins Bewusstsein rufen und verstehen, woran es heute krankt und wie diese Kraft geheilt und freigesetzt werden kann.

Und ich denke an Maren, die unermüdlich die weibliche Kraft beschwört, so auch in einem Kommentar vom 27.2.2022: Die Luft ist gereinigt! Die Frau darf wieder Frau sein! Die von der Kirche erschaffene Maria durfte nicht frei atmen. Jungfrau, Mutter oder Königin. Anbetbar, aber unnahbar. Selbst als Mutter nach dem „Ideal“ der Jungfrau strebend. Das nimmt den Menschen das Menschliche, lässt sie „transhuman“ erscheinen. Noch sind die Menschen müde und erschöpft von der langen Zeit, in der sie nicht wirklich lebendig sein durften. Sie haben Angst, dass die Umbauten wieder nur dazu dienen, sie weiter vom Lebendigen zu trennen. Aber der Frühling hat Einzug gehalten. Die Bäume blühen. Das Lebendige ist nicht mehr aufzuhalten!

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: das Byzantinische Museum in Athen besuchen

Kühl und verhangen ist der Tag – gut geeignet für einen Besuch des Byzantinischen Museums im Zentrum Athens. Mich zieht es wegen seiner Gärten und des netten Restaurants hin – eine Oase mit leckeren frisch zubereiteten Speisen und einem freien Blick ins Grüne. Und da mein Mann heute mit mir essen gehen wollte, schlug ich diesen Lieblingsort vor.

Die hohe Zypresse auf dem Innenhof ist schon eindrucksvoll genug, aber noch erstaunlicher sind die Orangenbäume. Sieht der Baum nicht aus, als hätten ihn Mönche in fernen byzantinischen Zeiten gepflanzt`?

Die Bäume sind jetzt voll erblüht und duften überirdisch.

Bevor wir uns im Restaurant niederlassen, besuchen wir das vollkommen renovierte Museum. Als erstes suche ich das Relief von Orpheus unter den Tieren auf, das ich bei früheren Besuchen im Museum fotografierte und vorgestern als Archivbild (paneurhythmisches Tanzen) erneut postete (hier)

Heute nun ein neues Foto von Orpheus, wie er im 4. Jh n.Chr. während der frühchristlichen Epoche interpretiert wurde.

Noch hat das Christentum keine eigene Bildsprache entwickelt, sondern benutzt die klassischen Vorbilder und quartiert sich sogar oft in den alten Tempeln umstandslos ein.

Das wird besonders deutlich an den dekorativen Elementen.

Löwen und Sphingen, Zentauren und Greifen bevölkern wie die klassisch-griechische auch die frühchristliche Welt. Doch werden diese alten Bilder nun mit neuem christlichem Symbolgehalt versehen und verflachen.

Die wohlhabenden Familien wissen weiterhin das kunstvolle Fußbodenmosaik, die feinen Glasbehälter, das silberne Geschirr und die goldgeschmückten Pantoffeln der römischen Kultur zu schätzen – und das wird auch so bleiben.

Doch in der Kunst setzt sich langsam eine neue Bildsprache durch, die uns teils als koptisch (Schwerpunkt Alexandria in Ägypten) …

teils als byzantinisch (Schwerpunkt Konstantinopel) überliefert ist. Die koptische Kunst blieb vor allem Volkskunst, während sich die byzantinische Kunst vom 4. bis zum 14. Jahrhundert zur offiziellen Staats- und Kirchenkunst entwickelte. Sie veränderte sich kaum,  sondern verbreitete sich als Kopie ikonischer Lösungen, die in Konstantinopel gefunden wurden, über den ganzen byzantinischen Raum, der von Süditalien und Sizilien bis tief nach Vorderasien und Nordafrika reichte.

Nach diesem bilder- und geschichtsreichen Rundgang lassen wir uns in der Gaststätte nieder. Und schon werden Brot und Oliven, Wasser und Wein herbeigetragen. Essen werde ich überbackene Auberginen…

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Tiere nach Fotos: Jungkater und Kätzchen

Wir mussten die Katzen mal wieder allein lassen, da wir das Quartier wechselten und wieder in Marousi sind. Für die Fütterung der Katzengesellschaft ist zwar gesorgt, aber das ist ja nicht alles, was meine Katzen und Kater brauchen. Sie brauchen guten Zuspruch, Streicheleinheiten, Leckerlis, sie brauchen es, das Haus zu betreten und rausgetragen zu werden…, kurzum, ich bin immer in Sorge, wenn ich sie sich selbst überlasse. Also habe ich sie gezeichnet, vor unsere Haustür in der Mani wartend, dass wir zurückkommen.

Auf dem Foto, das ich abzeichnete, waren sie allerdings ein Jahr jünger. Die Kleinen sind nun ausgewachsen, die weißgoldene Mamsel ist trächtig, ihr Brüderchen ist ein netter kleiner Kater und ihr blauäugiger Onkel Lin groß und prächtig,

Und so jst nun auch das Kater-Quartett gewachsen.

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