Tägliches Zeichnen: Frauenportrait (4)

Diesmal habe ich mit Fineliner  gezeichnet. Das bedeutet, dass ich nicht radieren konnte. Was einmal da ist, ist da. Fehler dürfen gemacht werden, wie im Leben auch. Man muss mit ihnen leben.

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Rund um Weihnachten mit Juricka: Mond und Sonne, Tanzen und Schwimmen

„Rund um Weihnachten“ kann viel geschehen:

Nach regenreichen Tagen lichteten sich heute Nacht die Wolken, und der Mond hatte seinen Auftritt. Ich sah ihn um 6 Uhr morgens hinter dem noch immer blätterreichen Aprikosenbaum wandern.

Als ich um 9.15 am Meer eintraf, um die Freundinnen zum Paneurhythmie-Tanzen zu treffen, strahlte die Sonne vom nur von wenigen Wolkenschleiern durchzogenen Himmel und ließ den Meeressaum funkeln.

Glattgewaschen von den vergangenen Unwettern waren der Strand und jeder einzelne Kiesel.  Als Zentrum für unseren Tanz legten wir einen Blütenkreis auf den harten Sand.

Nach dem Tanzen fühlte ich mich durchwärmt genug, um eine Runde im Meer zu schwimmen. Es war freilich eiskalt, fast wie die Bergseen, und etwas trüb war das Wasser von den kleinen Flüssen, die in den letzten Tagen viel Wasser führten.

Na also, geht doch noch! Frohe Nikoläuse wünsche ich allen hier Mitlesenden!

 

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Rund um Weihnachten mit Juricka: Ölernte

Rund um Weihnachten bedeutet bei uns auch Olivenernte. Die haben wir zum Glück vor drei Tagen vor dem großen Regen machen können. Im letzten Jahr hatten wir eine Rekordernte, in diesem Jahr lohnte es sich kaum.

Da wir nur ein paar Säcke hatten und es in Strömen regnete, brachte ich die Oliven vorgestern nicht wie sonst zum Familienbetrieb im Bergdorf Hrissopygio, sondern zur nahegelegenen Genossenschaft. Die haben einen riesigen Betrieb und waren gar nicht begeistert, uns mit unserer kleinen Ernte zwischen die Großkunden zu schieben, taten es aber schließlich doch. Und so konnte ich heute das fertige Öl abholen.

Nächstes Jahr fahre ich bestimmt wieder zu „unserer“ Ölmühle, wo ich die Verarbeitung vom Anfang bis zum Ende überwachen bzw begleiten kann und die Menschen freundlich zugewandt sind.

Ein Blick in die Genossenschafts-Anlage:

Wer einen Blick in die traditionelle Mühle werfen will, findet hier und hier Bilder und Berichte.

 

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Tägliches Zeichnen: Frauenportrait (3) und Fotosession mit Katzen

Manche von euch rätselten, ob ich neuerdings Selbstportraits zeichne. Ich antworte: Ja und nein. Tatsächlich nehme ich mein Gesicht, wie es mir im Rasierspiegel, den ich vor mir aufgebaut habe, erscheint, als Modell. Mit der Tischlampe leuchte ich dieses Gesicht, so gut es geht, aus. Dann nehme ich einen Block und einen weichen Bleistift und zeichne die Linien und Flächen nach, wie ich sie wahrnehme. Ich sehe auf mich wie auf eine Fremde oder sogar wie auf einen Gegenstand.

Ich möchte eine ganze Reihe machen, „mit allen möglichen Ausdrücken, wobei mein Gesicht quasi als Bühne dient“ – schrieb ich in einem Kommentar an Bruni.

Und so entstand eben ein drittes Frauenportrait.

Ich identifiziere mich nicht mit diesen Gesichtern.

„In Wirklichkeit“ sehe ich anders aus, denn ich bin aus Fleisch und Blut, ich lache und rede, habe ein sehr veränderliches Gesicht. Zum Beispiel dieses, als ich gestern versuchte, Fritzi und Lin für eine Fotosession festzuhalten.

Fritzi fand das ungehörig und entfloh.

 

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Hier auf den Bergen des Herzens: Rilkes 150. Geburtstag

Ola von Olas Universe gedachte mit einem schönen Eintrag des 150. Geburtstags von Rainer Maria Rilke und schloss mit dem Wunsch, dass noch viele weitere Beiträge dazu folgen mögen.

Es sei!

Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Siehe, wie klein dort,
siehe: die letzte Ortschaft der Worte, und höher,
aber wie klein auch, noch ein letztes
Gehöft von Gefühl. Erkennst du’s?
Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Steingrund
unter den Händen. Hier blüht wohl einiges auf; aus stummem Absturz
blüht ein unwissendes Kraut singend hervor.
Aber der Wissende? Ach, der zu wissen begann
und schweigt nun, ausgesetzt auf den Bergen des Herzens.
Da geht wohl, heilen Bewußtseins,
manches umher, manches gesicherte Bergtier,
wechselt und weilt. Und der große geborgene Vogel
kreist um der Gipfel reine Verweigerung. – Aber
ungeborgen, hier auf den Bergen des Herzens…. 

(aus dem Nachlass)

 

 

 

 

 

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Rund um Weihnachten mit Juricka (Regen und so)

So richtig einlassen kann ich mich auf dieses von Juricka vorgeschlagene Thema noch nicht. Draußen herrscht grauer Regentag, die Fensterscheiben sind von glitzernden Tröpfen bedeckt – das ist auch das einzige, was an Weihnachtsschmuck erinnert. Advent gibts in Griechenland eigentlich nicht, nur die hiesigen Deutschen zelebrieren ihn wie in ihrer ersten Heimat.

Die Weihnachtsdekoration in der Stadt ist noch rudimentär, das Wechselwetter hindert die volle Entfaltung. Freundin Wasso, die in einem der Büdchen ihren Schmuck verkaufen möchte, liegt lustlos im Bett und hat sich die Decke über den Kopf gezogen. Wozu der Aufwand? Der Regen hat ihr Büdchen überschwemmt, sie hat es gesäubert, alles neu dekoriert, und nun erneut?

Vorgestern besuchte ich den Weihnachtsmarkt in spe bei Bestwetter, und ich stellte fest, dass das kommende Jahr in seinen Konturen bereits zu erkennen ist: eine große leere Null wie ein Tor mit einem Glühbirnenmützchen und rechts und links eine 2. Der einen 2 hat sich eine 6 zugesellt. Macht zusammen 10, Quersumme 1. Ein Ende und alles wieder von vorn?

 

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Der Dezember und „die Mäßigkeit“ („die Kunst“)

https://gerdakazakou.com/wp-content/uploads/2025/01/img_0636_edited.jpgIn der letzten Raunacht, am 6. Januar dieses Jahres, zog ich die Tarotkarte für den Dezember. Und was war es? Die Mäßigkeit! Eine schöne Karte, die den Kreis der Monatskarten wunderbar schließt, dachte ich und schrieb:

Hin und her schwingt die Bewegung, ein ewiges Geben und Nehmen im Ausgleich. Eingebunden in dieses strömende Gleichgewicht sind alle Elemente: das Wasser und das Feste, die Luft und das feurige Rot seiner Flügel. Harmonie und Fülle herrschen, wenn das Hauptgesetz der Natur von allen Lebensformen beachtet wird: Mäßige dich! Nimm nur so viel, wie du brauchst, und gib soviel, wie du genommen hast, damit auch die anderen Lebensformen nehmen können, was sie brauchen. Nimmt eine Lebensform zu viel und gibt zu wenig, entsteht Mangel. Dann bricht das lebendige Gleichgewicht zusammen, Chaos und Zerstörung herrschen.

Besonders freute ich mich, als ich erfuhr, dass diese Karte im Rowley-Tarot Kunst heißt.

Ich machte eine neurografische Zeichnung und überlegte, welche besondere Aufgabe  diese Karte mir für den Dezember stellte.

https://gerdakazakou.com/wp-content/uploads/2025/01/img_0635-1_edited.jpg

Es würde wohl darum gehen, Nehmen und Geben im Gefühl, aber auch im Materiellen und Geistigen in einen Ausgleich zu bringen. Und wie könnte das geschehen? Nun, durch Kunst!

Besonders freute mich, dass diese Karte das Hauptthema meines „Kleinen Welttheaters“, das das Jahr zuvor begleitet hatte, aufnimmt. Vielleicht erinnert sich noch jemand von euch, liebe Mitlesende, dass es da eine blinde Dichterin namens Domna gab, die eben dieses Prinzip besonders hervorhob?

Diaphania (Transparenz) fordert Domna zum Reden auf:

Nenn das Gesetz, auf das du dich berufst.

 

Domna (die blinde Dichterin):

Nicht ich wars, auch nicht du, die es erschufst

Es ist das Recht, das immer schon gegeben

und ohne das es gar nicht gäb das Leben:

Wer nimmt, muss geben und der gibt, der nimmt.

Es wacht die Nemesis, dass diese Rechnung stimmt.

 

Tschinn (der Macher) will dies Gesetz nicht gelten lassen, und schreit:

Was redst du da? wer ist schon Nemesis?

Die ist passee, auf die geb ich kein Schiss.

Inzwischen ist doch längst geklärt:

Nur ein Gesetz hat sich bisher bewährt.

Der Fitteste ist Herr, die anderen sind Knechte

Wer sich durchsetzt, der ist dann auch im Rechte.

 

In diesem Dezember also werde ich noch einmal dem „Gesetz der Nemesis“ – der Mäßigung, der goldenen Mitte. πάν μέτρον άριστον (pān métron áriston) – nachspüren und sehen, wie ich es in meinem eigenen Leben damit halte. Wenn eines der Elemente überschießt – zu viel Materielles, zu viel Gefühlsschwelgerei, zu viel Herumdenken -, so will ich versuchen, es in eine gute Balance zu bringen, in der Kunst und überhaupt.

 

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rund um Weihnachten mit Juricka: der kleine Prinz


Ich sah ihn in einem Schaufenster und konnte nicht widerstehen. Nun lebt er bei uns, und ich versuche, sein Umfeld so zu gestalten, dass er sich wohlfühlt und nicht zu seiner Rose heimkehrt.

im Geheimen habe ich ihm nämlich eine Rolle fürs Jahr 2026 zugedacht. Sieht er nicht aus wie ein Bruder von Dora, der unvergesslichen Repräsentantin von 2022?

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Der November, der „Bube der Münzen zum dritten Mal“ und was daraus wurde

Wie die hier schon länger Mitlesenden wissen, habe ich in den Raunächten des vergangenen und diesen Jahres (von 25.12.2024 bis zum 6.1.2025) je eine Tarotkarte gezogen und mir Gedanken gemacht, welche besondere Aufgabe ich mir für den entsprechenden Monat des Jahres stellen sollte. Am 5. Januar und also für den Monat November war es der „Bube der Münzen“, der mich schon zuvor zweimal beehrt hatte. Dabei ging es darum, mich meiner „Talente“ bewusst zu werden und streng zu prüfen, was es damit auf sich habe.

Für den November nahm ich mir am 5. Januar vor (hier): Im November aber will ich unbeschwerter damit umgehen. Gaben fließen uns täglich neu zu. Wir brauchen nur die Hände und die Sinne zu öffnen, um den Reichtum des Lebens zu fühlen und zu genießen.  Und ich machte eine leichte neugrafische Zeichnung.

Anfang November nahm ich mir dann entsprechend vor:

Nach der recht strengen Disziplin, der ich mich im Sommer unterwarf (zwei Ausstellungen auszurichten, ist ohne solche Disziplin nicht möglich), gehe ich dem November entspannt entgegen. Ich will freundlich empfangen, was er mir zu bringen hat, und das Beste draus machen.

Im übrigen gilt es, das durch die Ausstellungen Gewonnene nun auch mit leichter Hand an die weiterzugeben, denen es Erleichterung und Freude verschafft. „Mit leichter Hand“ – darauf kommt es beim Verschenken ja an! Und auch das will geübt sein.

Zurückschauend auf den nun verflossenen Monat November kann ich sagen: Ja, es war ein recht leichter, entspannter Monat. Beim Bloggen hat mir insbesondere das „Novemberleuchten“ Spaß gemacht. Beim Zeichnen nach Modell und bei den Buntstiftzeichnungen gabs ein paar gute Momente. Mit dem Malen wurde es weiter nichts. Ein Kurzbesuch in Athen gab mir die Möglichkeit, alte Freundschaften zu beleben und eine interessante Ausstellung zu besuchen. Hier in der Mani genießen wir die hellen Tage, aber auch das wilde Wetter, das uns unter anderem einen fünftägigen Ausfall des internet bescherte.

Wir zünden jeden Abend den Kamin an, wärmen uns zusammen mit den Katzen am lebendigen Feuer, unterhalten uns, lesen. Ich habe mir Dostojevskis „Gesammelte Werke“ vorgenommen, lese nach „Schuld und Sühne“, den „Aufzeichnungen aus dem toten Haus“ und den „Dämonen“ nun den „Jüngling“ und habe viel darüber nachzudenken. Denn diese Lektüre bringt mich ins vorrevolutionäre Russland, und ich beginne zu verstehen, warum und wie es zur bolschewistischen Machtübernahme und zum Stalinismus gekommen ist. Vorher betrachtete ich es nur mit Bezug auf die sozioökonomischen Bedingungen, jetzt aber sehe ich die seelischen Verwerfungen, die einer Gesellschaft in solchen Übergangszeiten jeden verlässlichen Kompass rauben können. Aber das nur nebenher….

Auch den zweiten Teil meiner Vornahme – mit leichter Hand schenken – habe ich ganz gut bewältigt. Das durch die Ausstellungen gesammelte Geld ist fast vollständig in neue Hände gekommen, wo es hoffentlich Gutes bewirkt. Gestern konnte ich nochmal 200 E an eine Frau übergeben, die für ihre zwei geistig behinderten erwachsenen Geschwister sorgt. Sie leben nur von der staatlichen Fürsorge, und so hapert es an allem, was ein bisschen mehr als das Allernotwendigste ist.

Inzwischen liegt der November schon tief in der Vergangenheit, und ich will mich voller Zuversicht dem Dezember zuwenden.

Von „Krieg und Frieden“ lesen

 

 

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Ende der Zwangspause und „Rund um Weihnachten“ mit Juricka (Herrenmode)

Heute vormittag kam die Nachricht, dass der vom Gewitter angerichtete Schaden an unserem internet-Zugang behoben sei.  Und so kann ich wieder normal bloggen.

„Rund um Weihnachten“ mit Juricka also. Das bedeutet zunächst vor allem: Deko und ziemlich viel Kitsch. Es könnte natürlich auch inhaltlich werden – mal sehen.

Weihnachten heißt Konsum, und Konsum heißt: Die Männer müssen ihr letztes Hemd hergeben, damit die Frau den heiß entbehrten Pelz und das Kind die Playstation bekommen. Oder?

Am Ende stehen sie nackt und bloß da, die Armen!

 

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