Tägliches Zeichnen (14): Hand mit Pfirsich und Schreibtisch-Sammelsurium

Heute Nacht zeichnete ich meine Hand mit einem Pfirsich, mit Kugelschreiber auf einfachem Zeichenkarton A4.

Da mich die Pfirsichfarbe so freundlich anlächelte, entschloss ich mich, auch diese Zeichnung zu kolorieren. Die Farbe ist in der Nacht bei Lampenlicht anders als bei Tage (wie im Foto zu „Farben im September“ gezeigt). Ein bisschen blaustichig ist auch das Foto der Zeichnung.

Dieses Mal habe ich mich auf Kugelschreiber und Buntstifte beschränkt.

 

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Farben im September: Pfirsichfarben

Einen Pfirsich in meiner Hand.

Dies ist mein 27. Beitrag zu Amoraks Blog-Challenge September in Farben.

 

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Tägliches Zeichen (13): Stilles Leben auf dem Schreibtisch – plakativ

Ich zeigte meinem Mann die drei Zeichnungen vom gezeichneten Sammelsurium auf dem Schreibtisch. Ihm gefielen die beiden vorigen mit den dicken Filzstiftlinien und den starken Kontrasten besser als das neue. Ich zögerte, bearbeitete die Zeichnung dann aber, um es im Stil anzupassen. Was meinst du?

Die schon veröffentlichte Zeichnung im Vergleich mit der mit schwarzem Filzstift und Markern überarbeitete Fassung:

 

 

Sie passt jetzt gut in die Reihe:

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September in Farben: Kreativschreibtischbunt

Heute mal ein Blick auf das Chaos unseres gemeinsamen Schreibtisches gefällig, das ich zeichnerisch zu bewältigen versuche?

Dies ist mein 26. Beitrag zu Amoraks Blog-Challenge September in Farben.

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Tägliches Zeichnen (12). Stilles Leben auf dem Schreibtisch (mit Lexikon)

Heute habe ich das Hauptaugenmerk auf den Teil des gemeinsamen Schreibtisches geworfen, den mein Mann mit seinen Hilfsmitteln bedeckt, Da stapeln sich vor allem Bücher, Hefter und Zeitungsausschnitte – alles überthront von einem Langenscheid-Taschen-Wörterbuch Neugriechisch, das er gelegentlich zu Rate zieht. Natürlich nicht, um Neugriechisch zu lernen, sondern um deutsche Wörter nach Sinn und Rechtschreibung zu überprüfen.

Zum Glück ist der Schreibtisch sehr groß, denn er ist eigentlich ein Klostertisch, wie ihn die Mönche zum gemeinsamen Mahl im Refektorium benutzten. Wir fanden ihn einst in einem Altmöbellager, und ich wundere mich, wie wir es schafften, ihn ins Haus zu bringen. Seither steht er unverrückbar an seinem Platz, fast wie das Ehebett von Odysseus und Penelope, das bekanntlich in einen verwurzelten Olivenbaum gebaut wurde.

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Erziehungsstile, Erziehungsziele (2) abc-etüde

Noch einmal nahm ich das Thema auf, das ich zuvor in einem Drabble aufgegriffen hatte (hier). Diese Mama ist von ganz anderer Art als die im Drabble: Wenn die andere ihren Sprössling mit allzu warmen Kleidern und Geschimpfe traktierte, so möchte diese, dass es die Natur liebt und bestaunt und nicht im Labtop nach fragwürdigen Ersatzvergnügen sucht. Doch was die Mama will – das will auch dieses Kind nicht.

Hausfrau, wichtig, schillern sind die drei Wörter, die Doro für Christianes abc-etüden vorgegeben hat. Zu schreiben ist ein Text von höchstens 300 Wörtern. Dieser hat 267 Wörter.

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Erziehungsstile -Erziehungsziele (2)

 

Was schillert, fasziniert mich sehr

Erinnert’s mich doch an das Meer

Mit seinen Fischen und Korallen

Den Muscheln, Seetang und den Quallen

 

Die helles Sonnenlichtgefunkel

Hinuntertragen in das Dunkel

Verborgner Tiefen, Löcher, Spalten

Mit ihren blinden Ungestalten.

 

Auch Vögel tragen im Gefieder

Das Sterngefunkel, spiegeln’s wider

Eisvögel, Stare, Kolibri

Die schillern schön, wie lieb ich die!

 

Die Schmetterlinge tun’s nicht minder

Drum freun sich sehr die kleinen Kinder

wenn Falter an den Blüten hangen

dann jauchzen sie und wolln sie fangen.

 

Doch fangen lässt sich dieses Licht

So sprach die Hausfrau, leider nicht.

Du müsstest schon, so wir mich deuchten

Mit eignem Licht von Innen leuchten.

 

Damit du’s kannst, vergiss ja nicht

Dass man sein Abendsprüchlein spricht

Und an dem Labtop nicht mehr liest

Sondern seine Äuglein schließt

 

Denn trübe Augen sehn nicht richtig

Und richtig Sehen ist sehr wichtig

Dann kannst du deinen Augen trauen

Und all die Alltagswunder schauen

 

Die dir, wenn Sonnenstrahlen grüßen

Dir allzeit deinen Tag versüßen.

Drum lass den Labtop besser sein

Bei Dunkelheit und Lampenschein.

 

Das Kind hört wohl, was Mama spricht

Doch ihr gehorchen will es nicht

Denn in den Filmchen sieht es Elfen

Und Trolle die den Kindern helfen

 

Und Drachen gibt’s und Ungeheuer

Die spucken aus dem Maule Feuer

Das ist viel besser als Natur

Die hat das Altbekannte nur.

 

Das Kind will Wunder andrer Art

Will Abenteuer, große Fahrt

Will Spannung und das Nie-Gesehne

In schnellem Wechsel jede Szene.

 

Und wenn es schillert, dann schon richtig!

Die Übertreibung macht es wichtig.

Das gibt es in den Filmen nur.

Wie ärmlich ist doch die Natur!

 

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Tägliches Zeichen (10, 11): Stilles Leben auf dem Schreibtisch

Gestern abend machte ich zwei Zeichnungen vom „Stillen Leben“ auf dem Schreibtisch, der eigentlich ein enorm großer und schwerer Klostertisch ist. Damit bin ich wieder im Rhythmus der „jeden Tag einen Strich“-Vornahme.

Die erste Zeichnung machte ich zunächst mit blauem Kugelschreiber auf Zeichenkarton A4.

Doch dann bekam ich Lust auf Farben und stärkere Hell-Dunkel-Kontraste. An Farben nahm ich, was vor mir lag und was ich bereits gezeichnet hatte: Marker, Filzstifte, Buntstifte, Bleistift.

Das zweite Bild entstand dann in der Nacht. Ein Glas Bier und eine Bierdose stehen nun zwischen einem geöffneten und einem geschlossenen Computer und gestapelten Blöcken.

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Farben im September: Salatfarben a la Akrogialia

Gestern, in der Taverne am Meer, nach dem Schwimmen. Der Wind hebt die dünne Plastikdecke und macht luftige Beulen. Dann kommt der Kellner und stellt einen bunten Salatteller drauf: auf der einen Seite grob geraspelter Weiß- und Rotkohl samt Karotten, auf der anderen Seite grüner Marouli-Salat und in der Mitte das dominante Rot der Tomaten, garniert mit ein paar glänzenden Oliven. Gibt es Appetitanregenderes?

Dies ist mein 25. Beitrag zu Amoraks Blog-Challenge September in Farben.

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Rückblick auf die 113 Stufen der Holsteiner Treppe (Heraklit von Ephesos)

Reiner hat ein „Mitmachding“ initiiert. Es geht darum, jeden Tag einen Text zu einem Wort zu posten, das sich auf der Holsteiner Treppe in Wuppertal, verteilt auf 9 Absätze befindet. Es reizt mich, da mitzumachen, allerdings eher nicht mit eigenen Textproduktionen, sondern mit literarischen Assoziationen und Gedichten anderer. Ich bin gespannt, welche Texte, Gedichte, Geschichten jedes dieser Wörter in meiner Erinnerung aufleuchten lässt. All diese Erinnerungen an Gelesenes und im Gedächtnis Aufgehobenes sollen mir einen nachklingenden Teppich weben, den ich über die Stufen lege, um noch einmal hinaufzusteigen.

Dieser Vorspann hat den Aufstieg begleitet, seit ich am 4. Juni die erste Stufe betrat und zum Begriff Glück eine passende literarische Assoziation suchte. Ich fand sie in Goethes frühem Gedicht Willkommen und Abschied. Es endet mit den wunderbaren Worten:

Und doch, welch Glück, geliebt zu werden!

Und lieben, Götter, welch ein Glück!

Das Glück des Geliebtwerdens und des Liebens steht am Beginn der Treppe, und es soll auch beim Abschied von der Treppe gelten. Dazwischen liegen viele Stufen, die ich jetzt noch einmal hinabschauen möchte – beginnend mit dem nun erstiegenen 9. Treppenabschnitt: von Mut über Weite – Sinn – Respekt – Ehren – Stille – Freiheit – Glauben  – Dankbarkeit – Rücksicht – Bewundern … – das war der neunte Abschnitt, der mir viel autobiografischer geriet als die vorangegangenen. Das freut mich, denn es zeigt mir, dass diese Kletterei nicht nur Ablagerungen des abendländischen Bildungskanons und der deutschen Geschichte zum Vorschein, sondern auch mich näher zu mir selbst brachte.

Aufwärts-abwärts? derselbe Weg

so sagte der große Denker Heraklitos von Ephesos (ca. 535-475 v. Chr.). Vor genau 8 Jahren, am 24. September 2017, machte ich mir dazu schon einmal Gedanken (hier).

Diese Synchronizität ist faszinierend. Sie gibt mir Gelegenheit, noch einmal die damaligen Gedanken zu lesen und darüber nachzusinnen, wie ich damals, wie heute denke.

Damals schrieb ich: Aufwärts? abwärts? derselbe Weg, so sprach der Weise Heraklit. Und natürlich hat er recht.

Und doch: wie plagen sich die Menschen, weil sie nach oben wollen, obgleich ihr Abstieg ja schon vorgezeichnet ist. Beschwerlich ist der Aufstieg, Stufe um Stufe muss man erklimmen, der Hindernisse gibt es viele, das Atmen wird eng, wer weiß, ob mans schafft. Und wenn man dann oben ist: wie lässt sich der Abstieg ertragen? Er scheint so leicht, er geht sich fast von selbst. Und doch: wie trostlos das Gefühl.

Auf- und Abstieg – eine fesselnde Idee, die Licht verspricht und Schatten wirft.

Aufwärts – abwärts? derselbe Weg.

Der neunte Treppenabschnitt im Rückblick

113 Mut (Franz Kafka, Vor dem Gesetz; Bertold Brecht, Mutter Courage) – 112 Weite (Johann Wolfgang von Goethe, Selige Sehnsucht; Hermann Hesse, Stufen) – 111 Sinn (William Shakespeare, Macbeth; Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften; Thomas Mann, Der Zauberberg)  – 110 Respekt (Helen Keller, Anne Sullivan, Samuel Gridley Howe, Fingeralphabet für Taubblinde)- 109 Ehren (Moses, Martin Luther, Das vierte Gebot; Alexander Mitscherlich, Vaterlose Gesellschaft) – 108 Stille (Graf von Schulenburg, Ruhe ist die erste Bürgerpflicht; Joseph Mohr, Stille Nacht, heilige Nacht) – 107 Freiheit (Max von Schenkenberg, Max Kegel, Freiheit die ich meine; Hoffmann von Fallersleben, Lied der Deutschen) – 106 Glauben (Matthäus, Berge versetzen; Martin Luther, Glaubensbekenntnis;  Max Weber, Protestantische Ethik; Sigmund Freud, Mann Moses) – 105 Dankbarkeit (Kindergebete; Friedrich Rückert, Die Dankbarkeit ergeht nicht in des Handelns Schranken) – 104 Rücksicht (selbst, Familienausflug) – 103 Bewundern (Hilde Domin, Nicht müde werden)

Der achte Treppenabschnitt im Rückblick

102 Frieden (Werner Herzog, Kaspar Hauser; FJ Strauß, Robert Havemann, Jesus) – 101 Hoffnung (Dante, Julian Assange, selbst) – 100 Wertschätzen (Einstein, Goethe, jeder Augenblick) – 99 Vertrauen (Rilke, selbst) – 98 Heilen (Volkslied; Neues Testament, Raffael; Franz Kafka, der Landarzt) – 97 Besinnung (Richard von Weizsäcker, Rede zum 8. Mai 1945) – 96 Verständnis (Novalis, Heinrich von Ofterdingen; Saint Exupery, Der kleine Prinz) – 95 Einsicht (selbst; Rückert) – 94 Mitleid (Der barmherzige Samariter, Delacroix, Van Gogh)- 93 Beschämen (Robert Musil, Volker Schlöndorff, Törless)

Der siebte Treppenabschnitt im Rückblick

92 Schuld (Vaterunser, Schuldenerlass; Karl Stamm, Brudermord) – 91 Tränen (Paul Verlaine, il pleut) – 90 Rache (Conrad Ferdinand Meyer, Füße im Feuer) – 89 Leiden (Hugo von Hofmannsthal, Manche freilich…) – 88 Wahn (Friedrich Schiller, Wahn und Wirklichkeit) – 87 Schweigen (Johann Wolfgang von Goethe, Wandrers Nachtlied; Georg Trakl, Verklärter Herbst) – 86 Missbrauch (Immanuel Kant, Gebrauch der Geschlechtsorgane) – 85 Verfolgung (Mascha Kaleko, Überfahrt) – 84 Schrecken (Franz Münterfering, Heuschrecken) – 83 Terror (Maximilien de Robespierre, Joseph-Ignaz Guilleton, La Terreur)

Der sechste Treppenabschnitt im Rückblick:

82 Würde (Friedrich Schiller, Bertold Brecht et al, Verfassungen) – 81  standhaft (Friedrich Schiller, die Glocke, Bürgertum) – 80 Treue (Carl Orff, Die Kluge) – 79 Tiefe (Friedrich Nietzsche, Gustav Mahler, O Mensch gib Acht!) – 78 göttlich (Johann Wolfgang von Goethe, Edel sei der Mensch) – 77 Güte (Bibel, Bertold Brecht, Ein guter Mensch sein…) – 76 Klärung (Ingeborg Bachmann, Erklär mir, Liebe) – 75 überwinden (Rainer Maria Rilke, Der Schauende) – 74 beistehen (Paulus, Galater, einer trage des anderen Last) – 73 Ausdauer (Albert Einstein, Ausdauer und wegwerfen) –

Der fünfte Treppenabschnitt im Rückblick:

71 verlassen (Eichendorff, „Das zerbrochene  Ringlein“) – 70 Enttäuschung (Luise Büchner, „Höchstes Leid“) – 69 Verzweiflung (Kierkegaard, „Krankheit zum Tode“, Nietzsche) – 68 Weinen (Goethe, „Wer nie sein Brot mit Tränen aß“) – 67 Hass (Ricarda Huch, „Mein Herz, mein Löwe“, Heinrich Heine, „Diesseits und jenseits des Rheins“) – 66 Kurzschluss (Heinz Ehrhardt, „Kurz vor Schluss“, Bertold Brecht „Matrosentango“ aus „Happy End“) – 65 Zweifel (Aristoteles, Buridans Esel, Enzensberger, „Entschlusslosigkeit“) – 64 Panik (Carl-Christian Elze, „PanikParadies“, Pandemie) – 63 Liebeskummer (Friedrich Nietzsche, „theokritischer Ziegenhirt“) – 62 Kränkung (Dieter Bonhoeffer, „Wer bin ich?“) – 61 Eifersucht (Leo Tolstoi „Kreutzersonate“, William Shakespeare „Othello“)

Der vierte Treppenabschnitt im Rückblick:

60 lieben (Paulus, Petros Gaitanos, Korinther, „Hohelied der Liebe“) – 59 zusammenkommen (William Shakespeare, Theodor Fontane, Victor Hugo „Zufall oder Fügung?“) – 58 verführen (Don Juan, Bertold Brecht) – 57 schmachten (Matthias Claudius, „Regenlied“) – 56 verlieben (Joseph von Eichendorff) – 55 Zuneigung (Joachim Ringelnatz, „Ich hab dich so lieb“) – 54 tanzen (Kinderlied, „Wanze“) – 53 Handkuss (Rotter, Erwin, „Ich küsse Ihre Hand, Madame“) – 52 Verehrer (Homer „Penelope“, Stefan George „Jean Paul“) – 51 überschwenglich (Grimms Märchen vom süßen Brei, Rainer Maria Rilke, Frank Wedekind) – 50 kribbeln (Theodor Fontane, „Natur“) – 49 Leidenschaft (Marie von Ebner-Eschenbach, „Uhren“ , Stefan Zweig, Lasker-Schüler) – 48 Anziehung (Annette von Droste-Hülshoff, Mann-Frau, „Magnet“) – 47 Aufblühen (Anais Nin, weibliche Emanzipation) – 46 erlauben (Verschnaufpause)

Der dritte Treppenabschnitt im Rückblick

45 Achtung (selbst, „nun trommeln sie wieder“) – 44 Besonnenheit (Ludwig Uhland, „Volksvertreter“) – 43 Lügen (Carlo Collodi, „Pinocchio“) – 42 Warnung (Heinrich Heine, „Zensur“) – 41 wirr (Christian Morgenstern, „Hausschnecke“) – 40 Trauma („Philoktet“, Valeria Petkova) – 39 betrübt (J.W. von Goethe, Ludwig van Bethoven, Verliebtsein) – 38 Beherrschung (Paul Fleming, „Selbstbeherrschung“) – 37 Beleidigt sein (Niccolò Macchiavelli, „Ratschlag an Herrscher“) – 36 Vorwurf (Wilhelm Busch „ohne Schuld“) – 35 Neid (Friedrich Schiller, „Polykrates“) – 34 Wut (Homer, Poseidon, Odysseus) – 33 Beschimpfen (Arthur Schopenhauer, „Kunst des Beschimpfens“) – 32 Drohung (J. W. von Goethe, „Erlkönig“) – 31 bösartig (George W. Bush jr, „Achse des Bösen“)

Der zweite Treppenabschnitt im Rückblick

30 Aggressiv (F.T.Marinetti, „Futuristisches Manifest“) – 29 Auslöser/Anlass (Helmut Heißenbüttel, Rede zum Büchner-Preis) – 28 friedlich (Bertold Brecht, „Friedenslied“) – 27 beruhigen (Natur, erleben) – 26 Freude (Friedrich Schiller, „An die Freude“) – 25 Verbot (Anatole France, Gleichheit vorm Gesetz) – 24 wappnen (Martin Luther, „Ein feste Burg“) – 23 zur-Wehr-Setzen (Georg Herwegh, Vormärz „Wiegenlied“) – 22 Zorn (Roman Herzog „Aguirre“, Georg Trakl „Grodeck“) – 21 Begeisterung (Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Definition) – 20 Bruder (Karl König, „Bruder Tier“) – 19 Nähe (Christian Morgenstern, „Näherin“) – 18 Ehrlichkeit (Joachim Ringelnatz „Mächtig ist die Ehrlichkeit“) – 17 Lachen (Günter Grass „Hier wird nicht mehr gelacht“) – 16 Sprechen (Friedrich Schiller, „Die Bürgschaft“) –

Der erste Treppenabschnitt im Rückblick

15 Vergeben (Ricarda Huch „Mein Herz, mein Löwe“, Leo Tolstoi „Auferstehung“, Matthäus-Evangelium) – 14 Gewissen (Franz Joseph Degenhardt, „Befragung eines Kriegsdienstverweigerers“) – 13 beschützen (Hermann Hesse, „Stufen“, Friedrich Hölderlin „Hyperions Schicksalslied“) – 12 Jauchzen (Johann Sebastian Bach, „Weihnachtsoratorium“) – 11 Ehre (Johann Wolfgang von Goethe, Valentin im „Faust“) – 10 Familie (David Cooper, „Tod der Familie“) – 9 Erschrecken (Lukas-Evangelium „Verkündigung“) – 8 Angst (Mascha Kaléko, „Jage deine Ängste fort“) – 7 Unschuld (Friedrich Nietzsche „Im Süden“) – 6 Heimat (Theodor Fontane „Graf Douglas“) – 5 Liebkosen (Aischilos „Gefesselter Prometheus“, Selbst „Schwanenwege“ // Leo Tolstoi „Anna Karenina“) – 4 Wärmen (Wolfgang Borchert, „Die Küchenuhr“) – 3 Mutter (Kurt Tucholsky „Mutters Hände“) – 2 Streicheln (John Steinbeck „Of Mice and Men“) – 1 Glück (Johann Wolfgang von Goethe „Willkommen und Abschied“).

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Willkommen und Abschied

 

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Tägliches Zeichnen: Olivenhain, Hand mit Feder, Granatapfelbäumchen mit Terrakotta-Venus

Wier ich schrieb, habe ich mir vorgenommen, wieder täglich zu zeichnen, egal was und womit, Hauptsache ist, „jeden Tag einen Strich zu machen“, um den Kontakt mit dem Zeichnen nicht zu verlieren. Ich zeige hier dann gerne auch, was dabei entstanden ist. So habe ich alles beisammen und auch ein Kontrolle, ob ich mein Vorhaben durchhalte.

Am Samstag zeichnete ich in unserem kleinen Olivenhain, mit schwarzem Filzstift, zuerst mit einem dünnen, der bald den Geist aufgab, dann mit einem dicken, im guten Carson-Zeichenblock.

Ebenfalls am Samstag – im Vorgriff auf Sonntag, wo ich keine Zeit haben würde – zeichnete ich meine Hand mit einer gefundenen Feder, vermutlich von einer Elster, sowie die Schatten auf dem Papier, in einem Block mit sehr glattem, eigentlich für Federzeichnungen gedachtem Papier mit blauem Kugelschreiber.

Am frühen Montag-Morgen wurde es ein etwas verhutzelter aber sehr schöner kleiner Granatapfelbaum im Garten der Freundin, wo ich die Nacht verbrachte (Koroni). Neben dem großen Blumentopf steht eine kleine Terrakottafigur der Venus von Milo, halb versteckt im Elefantengras. In der Bildtiefe die Wipfel von Olivenbäumen und das Meer. Ich zeichnete mit blauem Kugelschreiber, schwarzem Filzstift und ein paar Buntstiften auf einem einfachen A4-Zeichenblock.

Gestern (Dienstag)? habe ich nicht gezeichnet. Also werde ich heute zwei Zeichnungen machen.

Die bisherige Ernte seit der Wiederaufnahme des täglichen Zeichnens am 17. September ist ein kunterbuntes Sammelsurium. Die verwendeten Malmittel: Kohle, Kugelschreiber, Filzstift, Buntstift sowie verschiedene Papiere, je nachdem, was zur Hand war.

 

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