Blutkreislauf nach Klee – neurografisch

Für das heutige Adventskalendertürchen zeichnete ich (und zeigte) eine Seite aus Klees „unendlicher Naturgeschichte“. Es zeigt eine liegende Acht mit einer orange und einer blauen Fließrichtung und in der Mitte ein Herz.

Die Seite ist Teil eines umfangreichen Abschnitts, in dem es um „Wege des Naturstudiums und konstruktive Kompositionswege“ geht. Ich versuchte, Klees Gedankengängen zu folgen, doch blieb ich vor allem am Bildmaterial hängen und verstand nur wenig.

Doch soviel verstand ich immerhin, dass das Herz den Blutkreislauf antreibt und so unseren Körper durchblutet, die Nährstoffe hin- und die Abfallprodukte abtransportiert, und das ohne Rast und Ruh, immerzu, Tag und Nacht, vom ersten bis zum letzten Atemzug und zum letzten Pulsschlag. Aufbauend – abbauend, regenerierend – degenerierend im ständigen Wechsel.

Angetrieben von einem zentralen System, das aus einem Hohlmuskel mit vier Hohlräumen besteht, durchflutet das Blut sämtliche Organe, wobei sich das rote sauerstoffreiche und das blaue sauerstoffverarmte Blut die Waage halten – zwei Seiten einer Medaille.

Ich versuchte, mich mithilfe einer neurografischen Zeichnung mit diesem Kreislauf zu verbinden. Wie wirkt er in meinen Organen? In der Leber, der Lunge, der Milz? Im Magen, in den Füßen, dem Hirn? In den Augen, der Zunge, der Haut?…

 

Natürlich kommt meine Zeichnung nicht an die Wunderwelt des Blutkreislaufes heran, aber für mich ist sie dennoch ein Gewinn.

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Drabble: St. Martins Tat – katastrophische Moritat

Heide von der Puzzleblume lädt heute dazu ein, ein Drabble (einen Kurztext von 100 Wörtern) zu schreiben, das die Wörter „Hosenbein – raffiniert – sprechen“ enthält.

Was tut das eine Hosenbein

Das sonst doch immer war zu zwein

Bei diesem Wetter ganz allein

Und stolpert über Stock und Stein?

 

Käm es ganz propper anmarschiert

Mit Stiefel, Sporen, und flankiert

Vom zweiten Bein, wärs raffiniert

Doch so allein? Was ist passiert?

 

Ich sprech es an: Lieb Hosenbein

Was treibt dich um, so ganz allein?

Willst du nicht mehr zusammen sein

Als Paar verbunden und zu zwein?“

 

„Ich wollte schon, doch kam geritten

St Martin, hat uns durchgeschnitten

Mit seinem Schwerte in der Mitten

Dagegen halfen keine Bitten.“

 

Die Moral von der Geschicht?

Manchmal bringt’s das Teilen nicht.

*“Der heilige Martin & das Teilen. Vor über 1700 Jahren wurde der heilige Martin geboren. Berühmt wurde er durch eine Tat, die kaum länger als ein paar Sekunden Nachdenken und Handeln brauchte: Er zerteilte seinen Mantel und gab eine Hälfte an einen frierenden Bettler.“ (Quelle)

 

 

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Sonne nach Regen (Segelhafen, Garten und Berg)

Der Regen hat uns an den letzten Tagen wunderbar bedient. Heute nun machte er eine Pause und gab der Sonne Raum. Solche Aufhellungen zwischen den Schauern haben ihre besondere Schönheit.

Heute Mittag am Segelhafen:

Eine Pfütze hat sich auf dem Fußweg erhalten und spiegelt den Himmel.

Am späten Nachmittag im Garten: Die Olivenbäume atmen auf und trinken die Feuchtigkeit. Der Sauerklee  bildet leuchtend grüne Teppiche.

Einen Busch mit roten Blättern gibt es auch in meinem Garten:

Der Gebirgsausläufer gegenüber leuchtet golden auf.

Auch die Spitze der Zypresse vergoldet sich.

Über dem Meer stehen goldene Wolken. Heute Nacht könnte es erneut Regen geben.

 

 

 

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Adventskalender (3.12.)

 

Hier ist schon Mitternacht vorbei und das nächste Türchen des Adventskalenders ist aufgegangen: es zeigt meine rechte Hand beim Lesen in Paul Klees Buch „Unendliche Naturgeschichte“.

Rechts ist Klees Didaktisierung seiner Gedanken zum „Blutkreislauf“ nachzulesen, auf der linken Seite ist die bildliche Umsetzung seiner Gedanken zu besichtigen. Das Bild heißt „Winterschlaf“.

Auch wenn du nicht viel von Klees Ausführungen zum Blutkreislauf verstanden hast: das Bild versteht, denke ich, jeder. Und dass der Winterschlaf der Regeneration der Kräfte dient, die im Jahreslauf verbraucht wurden, ist offensichtlich. Genauso wie der nächtliche Schlaf, der der „Degeneration“ durch die Tagesgeschäfte regenerativ entgegenwirkt. Drum gehe ich jetzt mal in die Heia. Gute Nacht!

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Regenpause

Der Himmel und die schlammige Erde färben sich feurig, als die Abendsonne ein wenig hervorkommt. In der Niederung über dem Dorf sammelt sich Nebel. Pfützen spiegeln den Himmel. Die Oliven füllen sich mit Saft. Das Meer glitzert in unruhigem Wellenmuster. Oben in den Bergen scheint es geschneit zu haben. Alles ist so, wie es sein soll.

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Zentrieren (neurografisches Zeichnen)

Was lässt sich tun, wenn man sich so fühlt, als ob der Boden unter den Füßen nachgibt und die eigene Existenz im Nirgendwo zu verfliegen droht? Dann sucht man Halt bei anderen, und wenn der sich nicht finden lässt, in sich selbst. Ich machte zu diesem Zweck eine neurographische Zeichnung, die ich „mich zentrieren“ nannte.

Die Ausgangszeichnung wirkt nervös und fusselig.

Doch die Weiterentwicklung gelingt. Ich packe mich am eigenen Zopf, sammle meine Kräfte ein und finde einen Weg aus dem Sumpf der Verunsicherung. Gute Übung!

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Adventskalender (2.12.)

Den 2. Dezember begrüßte ich um Mitternacht mit einem Glas Rotwein.

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Royuschs Würfelspiel

Ich möchte mal wieder an Rolands Würfelspiel teilnehmen und werfe zwei und vier, also sechs. Nun gilt es, ein Wort mit 6 Buchstaben und ein dazu passendes Foto zu finden.

Nach einigem Hin und Her entschließe ich mich, ein BRONZE zu zeigen. Es handelt sich um eine Skulptur von Henry Moore, die ich bei meinem Berlinbesuch in der Neuen Nationalgalerie sah und noch nicht gezeigt habe.

Eine andere BRONZE desselben Künstlers, die ich in Athen sah, zeigte ich bereits (hier). Bei dieser Aufnahme kann man die Struktur des Materials noch besser erkennen.

 

 

 

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Adventskalender (1.12.2024)

 

 

 

 

 

Dies ist also das Deckblatt meines diesjährigen Adventskalenders.

 

Das erste Türlein ist auch schon aufgegangen – mit dicker Kerze, Weihnachtsschiffchen, Notizbuch und Stiften. Außer einem Kuli benutzte ich Buntstifte, um dem Ganzen eine etwas festliche Note zu geben.

Advent – Advent – ein Lichtlein brennt.

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Erster Dezember, Erster Advent (neurografisches und tägliches Zeichnen)

Draußen stürzt der Regen aus dem Himmel und pladdert gegen die Fensterscheiben. Es donnert in den Bergen. Fritzi hat sich eingefunden und massiert mir den Rücken, während ich hier schreibe. Wie lange noch? Bald wird vermutlich der Strom ausfallen. Das tut er fast immer, wenn es regnet und stürmt.

Ich habe mir heute Nacht Gedanken gemacht, was dieser Dezember, so weit es an mir liegt, mir bringen soll. Besonders zielsttrebig waren meine Gedanken nicht, aber immerhin kam dabei eine neurographische Zeichnung zustande, die ich mir nun selbst auslege. Was möchte ich zu einem gewissen Abschluss bringen? Wo regen sich neue Ideenkeime? Was möchte ich nicht weiterverfolgen und lieber ganz aus dem Weg schaffen? Nun, es wird sich zeigen. Kommt Zeit, kommt Rat.

Etwas aber kann ich schon mal als sicher vermelden: Da in diesem Jahr Adventszeit und Dezember so schön in eins fallen und es mithin leicht ist, sich nicht zu verzählen, werde ich jeden Tag ein Bildchen für meinen persönlichen Adventskalender zeichnen. Heute zum 1.12. ist es der zweifarbige Buntstift, den ich in der Hand halte, um damit den Monat einzuläuten. Goldgelb ist die eine Buntstiftspitze, Grün die andere. Eine hübsche Kombination für den 1. Advent.

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