Tägliches Zeichnen: Granatapfel in meiner Hand

Diesen teilweise fast schwarzen, wunderbar reifen Granatapfel schenkte mir ein junger Rundfunk-Techniker, und ich versprach ihm. ihn (den Granatapfel, nicht den Mann!) zu zeichnen. Die Zeichnung (auf Schreibmaschinenpapier) werde ich ihm bei Gelegenheit schenken. Die Bluse, die aus dem Pullover hervorschaut, ist ebenfalls ein Geschenk: von meiner Freundin Ingrid S, die meinte, mich für das Fernsehinterview ausstaffieren zu müssen. Beides stand im Zusammenhang mit meiner Ausstellung „Kunst hilft“ in Koroni. Danke den Spendern von Bluse und Granatapfel!

Die zugrundeliegende einfache Kugelschreiber-Zeichnung mag ich fast noch mehr.

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Novemberleuchten mit Steinegarten: Wiesengrün

Nun also Novemberleuchten. Der Titel von Steinegartens neuem Blog-Challange gefällt mir ebenso gut wie die beiden vorangegangenen von Juricka („Farben“ und „herbstzeitlos“), und ich möchte auch hier mitmachen.

Anderswo mag man in rotgoldenen Herbstfarben schwelgen oder in Nebel und braun-grauen Ackerfurchen wandern – hier ist der zuvor ausgedorrte Boden mit einem leuchtendgrünen Pelz überzogen, seit es tüchtig regnete. Wenn die Sonne drauf fällt, strahlt er smaragden.

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tägliches Zeichnen: Buntstiftkram

Auch heute abend habe ich den Krimskrams auf meinem Schreibtisch gezeichnet, zuerst mit dem Filzstift, dann mit Buntstiften. Ein kindliches „Ausmalbild“. Mir macht das gelegentlich Spaß, besonders nach dem herausfordernden Zeichnen des Modells.

Die Perspektive habe ich diesmal sehr frei gehandhabt mit dem Ergebnis, dass die Anordnung der Dinge für uns Erwachsene etwas verwirrend (märchenhaft-surreal) wirkt.

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Novemberleuchten mit Steinegarten: Zwei im Kelleraufgang

Nun also Novemberleuchten. Der Titel von Steinegartens neuem Blog-Challange gefällt mir ebenso gut wie die beiden vorangegangenen von Juricka („Farben“ und „herbstzeitlos“), und ich möchte auch hier mitmachen.

Diese zwei gemalten Knaben leuchteten mir gestern aus einem vergitterten Kelleraufgang entgegegen. Es sind die Söhne des Malers. Sie tragen die Uniform eines Kinder- und Jugendorchesters, das bei nationalen Festen aufmarschierte.

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Tägliches Zeichnen: Theatralisches

Gestern war ich endlich wieder beim Zeichnen nach Modell (Kohlezeichnung, A1)

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Impulswerkstatt, Zitat: keine Macht zerstückelt geprägte Form…

„Niemand ist gezwungen, der Mensch zu sein, als der er geboren wurde, stattdessen kann man sich zusammensetzen wie ein Puzzle“

Meine erste Reaktion auf dieses Zitat, liebe Myriade: Erzählenderweise kann man sich wohl tatsächlich immer wieder neu zusammensetzen, man kann das „Narrativ“ des eigenen Lebens dem jeweiligen Publikum entsprechend anpassen. Man kann auch sich selbst immer neue Geschichten über sich selbst erzählen  — das ja. Insofern gleicht der Mensch meiner Schnipselkunst, die ja darin besteht, das immer gleiche Material neu zu kombinieren. Dennoch bleibt der lebende Mensch immer der, der er war und ist. Man entwickelt sich, wird dabei aber kein Mosaik, auch wenn es sich oft so anfühlt. Und so setze ich gegen des jungen Pajtim Statovcis Worte Goethes weise „Urworte, orphisch“ :

Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt
Geprägte Form, die lebend sich entwickelt.

Ich kannte, als ich zwanzig war, einen jungen Mann im gleichen Alter, der nannte sich B* (sein Nachname) von D* (sein Geburtsort). Er war ein sensibler, stiller Zeitgenosse, klug, freundlich und liebevoll habe ich ihn erlebt. Nachts schlief er wenig, vielleicht zwei Stunden, und so war seine Bude eine Anlaufstelle für andere Eulen, wir saßen um die Espressomaschine und redeten oder schwiegen. Warum fällt er mir ein? Weil er mit einer erfundenen Identität, vulgo als „Hochstapler“ lebte.  Er täuschte mit seinem Namen einen hohen Adelstitel vor, log freilich nicht, denn er stammte aus D*, und wenn die Menschen gerne glauben wollten, dass er ein Adliger sei, weil er von und nicht aus D* sagte, so war das ausschließlich ihre Angelegenheit. Warum sollte er sie korrigieren?

Einmal (1961) trampten wir zusammen nach München. Unterwegs, von einer Raststätte aus, telefonierte er mit der „Münchner Festwoche des Balletts“ und bestellte unter Angabe seines Adels-Namens zwei Freikarten für eine Uraufführung. Wir kamen zu spät, die Kasse war schon zu, und so verlangte er, leicht unwillig, den Direktor, der auch erschien und uns, unter Verbeugungen und Entschuldigungen, zwei noch freie, aber nicht nebeneinander liegende Plätze in der 1. Reihe und in der Empore anweisen ließ. Und da saß ich nun in der ersten Reihe einer Ballettpremiere (welche? ich glaube, von Benjamin Britten) zwischen lackierten Damen und Herren, frisiertem und pomadisiertem Nachwuchs in meinem einfachen bunten Kattunrock, etwas zerknautscht und zerzaust, mit nackten Füßen in den Sandalen, ein paar schiefe, auch verwunderte Blicke trafen mich … aber das ist eben das Zeichen echten Adels: der darf die Etikette vernachlässigen, die für den „Bürger“ verbindlich ist.

Später verlor ich den Freund aus den Augen, ich suchte ihn im internet und fand ihn, nun als Autor eines Lexikons der Parapsychologie, in einem zentralamerikanischen Land. Ich weiß nicht, wie oft er sich neu erfunden hat — für die Welt —, er selbst war doch derselbe geblieben, als den ich ihn kannte: still, klug, sensibel und sehr liebenswert. Vielleicht noch ein wenig desillusionierter und trauriger als damals, als ich ihn kannte. Aber das ist nicht mehr als eine Vermutung.

 

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Novemberleuchten mit Steinegarten: Katzenaugenleuchten

Nun also Novemberleuchten. Der Titel von Steinegartens neuem Blog-Challange gefällt mir ebenso gut wie die beiden vorangegangenen von Juricka („Farben“ und „herbstzeitlos“), und ich möchte auch hier mitmachen.

 

Draußen herrscht Novembergrau

Was macht da die Frau? Genau! 

 

Katerchen wärmt ihr den Bauch. 

und ihre Augen leuchten auch.

 

Selfie

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Tägliches Zeichnen: mit Brille und Moleskine

Spät ist es – oder genauer: früh, und die Brillengläser sind verschieden groß geworden. Immerhin habe ich die „tägliche Zeichnung“ noch gemacht. Und habe dabei wieder allerlei gelernt. Denn bekanntlich lernt man am meisten aus den Fehlern, die man macht.

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Dienstagsdrabble: Schicksalsergebenheit

Wie jeden Dienstag – mit Ausnahme des vergangenen, an dem ich wirklich keine Zeit fand – möchte ich auch heute Heides Drabble-Einladung folgen. Die Wörter, die es mit einem 100-Wörter-Text zu bedienen gilt, sind: Fluss, zwingen, früh.

Schicksalsergebenheit 

 

Willst du, Lieber, ein Stück Brot von mir?

Danke, Frau, das ist sehr lieb von dir.

 

Denn von allen guten Dingen

Die wir beide könn erschwingen

Ist das Brot das allerbeste.

Haben’s Brot, ists wie beim Feste

 

Sitz am Fluss und hör ihn rauschen

Möcht mit niemandem mehr tauschen.

 

Manche wolln ihr Glück erzwingen

Meinen, dass es müsst gelingen

Sich des Alters zu erwehren

Den Fluss des Lebens umzukehren

 

Mühen sich von früh bis spät

Ob sich’s Schicksalsrad wohl dreht.

 

Ich sitz hier still und lausch der Welt.

Und dem Hund, der manchmal bellt.

Gib das Brot, und Gott vergelt!

 

 

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Tägliches Zeichnen: Schreibtisch mit Brillenetui

Nach zehntägiger Pause nehme ich das tägliche Zeichnen dort wieder auf, wo ich es verlassen hatte: an meinem Schreibtisch, dessen Allerlei ich zeichnere ordne.

Dieses mal bildete mein dickes weißliches Brillenetui von Swarovski – mit Schwan! aber das sah ich erst eben – ein ruhiges Zentrum im Durcheinander. Ich zeichnete, kolorierte und fotografierte es heute Nacht.

 

 

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