Jeden Sonntag tauche ich hinab ins Blogarchiv, um zu schauen, was mich an einem Tag wie diesem in einem früheren Jahr beschäftigte. Wie ich lese, bietet jetzt auch WP eine entsprechende Funktion an, doch ziehe ich es vor, mich selbst auf den Weg zu machen. Heute landete ich im Jahr 2017.
Ein Satz, den Jeannette Paterakis zitierte, hatte mich damals animiert: “Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern!“ (afrikanisches Sprichwort).
Klingt hübsch und verständlich, dachte ich, aber meine Gewohnheit, alles und jedes zu hinterfragen, meldete sich zu Wort. Und ich kam zu folgendem Schluss: „Die kleinen Leute“ – also wir alle -, die ständig kleine Dinge tun, verändern die Welt nicht, sondern reproduzieren sie, wie sie halt ist. Wir reproduzieren sie mit unseren kleinen Gedanken und Eifersüchteleien, mit unserer Engstirnigkeit, mit Dominanzgebaren, Neid, Wut, Lieblosigkeit, Selbstbezogenheit, Verzagtheit, Gehorsam… und so bleibt sie immer gleich fehlerhaft und wird kein bisschen besser.

Wir kleinen Leute leben in unseren kleinen Welten und hoffen, von den großen Wesen mit den großen Schnäbeln übersehen zu werden. Man beachtet uns selten, und das ist uns auch ganz recht so. Untereinander nehmen wir uns allerdings hoch wichtig.

Manchmal geraten wir für kurze Zeit auf eine Bühne oder in den Lichtkreis einer Fernseh-Kamera.

Dann sagen wir das, was man von uns erwartet: dass wir hoffen, nicht hoffen, Angst haben, empört sind, einverstanden sind, verurteilen – je nachdem.
Während ich diesen früheren Eintrag jetzt lese, frage ich mich: Ist das so? Sind die großen Vögel nicht genauso klein gewesen, haben sie nicht wie wir in den Windeln gelegen und als ABC-Schützen das Einmaleins lernen müssen? Sind sie nicht nur deshalb groß, weil wir ihnen – aus Dummheit, Faulheit oder Feigheit – Aufgaben übertragen haben, die wir eigentlich selbst erledigen müssten?
Worin liegt Größe? In der Macht, andere zu befehligen und zu schikanieren? Oder vielleicht doch eher darin, eine bessere Ordnung der Dinge zu imaginieren und sich dann zu trauen, in kleinen und großen Schritten voranzugehen?
Ich gebe zu, das sind Spruchweisheiten. Wenn ich mich dennoch äußere, ungefragt, ohne Kamera und berühmten Namen, so denkt nicht schlecht über mich. Ich bin zwar klein, aber doch auch ein Mensch wie du.













Die Malerei sollte nicht mehr ein „Fenster zur Welt“, sondern ein zweidimensionales Ereignis sein. Der amerikanische Kunsttheoretiker C. Greenberg erklärte das „Flattening the picture plane“ – also die Zurückbannung des Bildes auf die Fläche – zum wichtigsten Merkmal der Moderne.































