Tägliches Zeichen: Frauenportrait (2)

wieder mit Bleistift.

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Novemberleuchten mit Steinegarten: Vor dem Kamin

Nun also Novemberleuchten. Der Titel von Steinegartens Blog-Challenge gefällt mir ebenso gut wie die beiden vorangegangenen von Juricka („Farben“ und „herbstzeitlos“), und ich möchte auch hier mitmachen.

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Tägliches Zeichnen: Frauenportrait

“Die MENSCHEN ähneln sich
auf so sehr unähnliche WEISE.“
[A. M.-K.]

Das las ich eben in Pachts Blog (hier) und musste lachen. Auch meine heutige Portraitzeichnung – seit langem mal wieder mit Bleistift – ähnelt dem Modell nämlich auf sehr unähnliche Weise.

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Novemberleuchten mit Steinegarten: Vier verblühende gelbe Rosen

Die vier gelben Rosen, die ich vor acht Tagen geschenkt bekam, zeigen nun deutliche Zeichen von Verblühen. Doch erleuchten sie immer noch die Novembertage.

Jede Blüte hat im Verblühen ihre eigene Art. Wenn man ins Zentrum der Blüte schaut, entdeckt man allerlei Merkwürdiges und Wunderbaren.

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Tägliches Zeichnen: die gelben Rosen

Habe schnell noch die gelben Rosen gezeichnet, bevor sich ihre Blüten auflösen. Wie gestern nahm ich den blauen Filzstift und einen Zeichenblock zum Skizzieren. Das Blau schien mir für die Blumen angemessener zu sein als Schwarz.

Ich bin dann aber doch wieder mit Bunt- und auch mit Aquarellstiften und schwarzem Filzstift drüber gegangen. Die Aquarellfarben habe ich mit nassem Pinsel teilweise verwaschen.

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Mit den Aquarellstiften habe ich noch keine Erfahrung. In den nächsten Tagen will ich mal sehen, was ich damit anfangen kann.

ps: Nun habe ich die Zeichnung noch mal mit schwarzem Filzstift überarbeitet, um die Komposition zu stabilisieren.

Übersicht der drei Phasen:

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Novemberleuchten: Gelbe Rosen und doppeltes Lottchen

Nun also Novemberleuchten. Der Titel von Steinegartens Blog-Challenge gefällt mir ebenso gut wie die beiden vorangegangenen von Juricka („Farben“ und „herbstzeitlos“), und ich möchte auch hier mitmachen.

Als ich gestern, von Athen zurückkommend, unser Haus in der Mani betrat, leuchteten mir die gelben Rosen entgegen, die ich eine Woche zuvor fast noch als Knospe zurückgelassen hatte.

Und was hat es mit dem „doppelten Lottchen“ auf sich? Die schaut, so scheints, aus der Nacht durchs Küchenfenster herein. Ha! Nein, das kann nicht sein, das Fenster liegt zu hoch, da kann niemand reinschauen, außer er holt sich eine Leiter. Wo also befindet sie (es) sich? Und warum doppelt?

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jeden Tag eine Linie (tägliches Zeichnen)

Heute sind wir gereist, was immer mit allerlei Arbeiten verbunden ist, aber ich wollte doch noch „eine Linie“ zeichnen. Auf einem Zeichenblock neben meinem Computer lag ein merkwürdig geformter glatter weißlicher Stein. Den nahm ich als Modell und skizzierte ihn samt dem immer noch vorhandenen Granatapfel und dem Zeichenblock mit blauem Filzstift.

Mir gefällt die Idee, das Haus mit den Bäumen, das den Deckel des Zeichenblocks ziert, mit dem Stein, der darauf liegt, und dem Granatapfel dahinter, zu einem Ensemble zu verschmelzen. Das Haus mit den Bäumen ist eine fertige Zeichnung, Stein und Granatapfel sind Objekte, die ich in Zeichnung verwandle. Alles verschmilzt zu einer neuen Wirklichkeit.

Das vermag die Zeichnung, nicht die Fotografie. Im Foto gehen die Objekte und die Zeichnung keine Verbindung miteinander ein, sie bleiben getrennt.

 

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Alle reden vom Schnee. Darf ich mitreden?

In Bloghausen ist heute viel von Kälte und vom ersten Schnee die Rede, und so möchte auch ich einen Beitrag zu diesem Thema schreiben. Doch wie? Was? Hier in der Mani wird es nicht schneien, weder jetzt noch überhaupt. Es schneit hier nie. Und warm und sonnig ist es wie im Frühling.

Zum Glück fallen mir Sabines Schnipsel ein: Sabine ist der Lyrifant, für die, die es nicht wissen.  Eine Besonderheit ihrer Schnipsel ist: sie tragen Spuren von Sätzen, Wörtern, Buchstaben.

Und so legte ich unter dem Titel „Verständigung ist möglich“ ein Bild mit einer Unterhaltung zwischen einer Ente und einem Schwan.

Die Ente quasselt drauf los, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Der Schwan neigt elegant sein Haupt und hält meist den Schnabel. Wenn überhaupt, spricht er in Rätseln.

Schaffen es die beiden, sich trotz aller Unterschiede von Persönlichkeit und Temperament zu verständigen? Das fragte ich mich. Und fand auch die Antwort: Ja!

Schau ihnen auf den Schnabel, dann siehst du es: Sie sprechen eine gemeinsame Sprache. Es ist die Sprache des Schnees.

Ja, Verständigung ist möglich! Selbst wenn der eine das, was ihm auf den Kopf fällt, für Schnee, der andere aber für Blütenblätter hält, so können wir uns doch leicht darauf verständigen, was „schneien“ und was „in tiefe Weiße schreiben“ bedeutet.

Heinrich Heine

Unterm weißen Baume sitzend

Unterm weißen Baume sitzend,
Hörst du fern die Winde schrillen,
Siehst, wie oben stumme Wolken
Sich in Nebeldecken hüllen;

Siehst, wie unten ausgestorben
Wald und Flur, wie kahl geschoren; –
Um dich Winter, in dir Winter,
Und dein Herz ist eingefroren.

Plötzlich fallen auf dich nieder
Weiße Flocken, und verdrossen
Meinst du schon, mit Schneegestöber
Hab der Baum dich übergossen.

Doch es ist kein Schneegestöber,
Merkst es bald mit freudgem Schrecken;
Duftge Frühlingsblüten sind es,
Die dich necken und bedecken.

Welch ein schauersüßer Zauber!
Winter wandelt sich in Maie,
Schnee verwandelt sich in Blüten,
Und dein Herz es liebt aufs neue.

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Rast in Arkadien

Heute ging es, nach drei Athener Tagen, schon wieder zurück in die Mani. In Arkadien hielten wir bei einer kleiner Ansiedlung mit Gaststätte im Nirgendwo, um zu essen und im Laden nebenan u.a. frischen Joghurt, Tomaten, Gurken und Brot einzukaufen. Das tun wir oft, wenn wir von Athen kommen. Die Luft ist hier, in 1000 m Höhe, viel frischer, das Licht klarer. Früher drehte ich hier immer mit Tito meine Runden….

Ein Teil des Vorplatzes der Gaststätte ist jetzt überdacht und mit Fenstern geschlossen, auch einen Kamin gibt es nun, in dem ein Feuer brennt. Hin und wieder kommt jemand herein – meistens sind es Bauern der Gegend – grüßt, setzt sich, trinkt einen Schluck und geht wieder. Viel gesprochen wird nicht. Manche bestellen auch ein Essen.

Die Ansiedlung liegt an der alten Straße Tripoli-Megalopoli, die, seit die Autobahn fertig wurde, nur noch wenig befahren wird. Nur der Lokalverkehr und einige Lastwagenfahrer, die die Autobahn-Maut vermeiden wollen, kommen vorbei. Irgendwie erinnert mich der Ort immer an eine Szenerie aus einem Jarmush-Film…

Der Wein, der am Nachbarhaus hochklettert, hat sich wie in jedem November verfärbt.

In anderen Jahren habe ich ihn schon schöner vorgefunden und fotografiert (siehe hier). Und auch den Ort habe ich schon öfter beschrieben und in Fotos gezeigt, zu anderen Jahreszeiten und unter anderen Umständen (hier und hier).

 

 

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Kunst am Sonntag: Geometrische Abstraktion

Heute traf ich mich mit einer Freundin in Athen, um eine Ausstellung der „geometrischen Abstraktion“ anzusehen, die in drei Stockwerken der Theoharakis-Stiftung am Verfassungsplatz gezeigt wird. Die wichtigste Repräsentantin dieser Stilrichtung – die griechisch-ägyptische Opy Zouni (1941-2008) – war mit einer Vielzahl ihrer Werke vertreten. Daneben gab es interessante Arbeiten mir bisher nicht bekannter Künstlerinnen zu sehen: der Libanesinnen Etel Adnan (1925-2021), Samia Halaby (*1990) und Saloua Raouda Choucair (1916 – 2017), ferner Ebtisam Abdulaziz (*1975) aus den Emiraten und Lubna Chowdhary (*1964) aus Tanzania.

Über Opy Zouni habe ich schon einmal hier berichtet. Sie arbeitet großformatig mit Akryll auf Holz und Pappe, die sie oft als flaches Relief leicht abgehoben über bemalten Oberflächen montiert und dadurch besondere Schattenwirkungen erzeugt.

von der Seite betrachtet:

Ein anderes Beispiel, von vorn betrachtet.

von links betrachtet:

oder von rechts betrachtet:

Noch drei Beispiele von Opy Zouni: „grüner Horizont“, 1991

„Spiegelung“

„Parallilogramm in Perspektive“ , Triptychon, Akryll auf Konstruktion aus Pappe und Holz, 1981

Die Arbeiten der anderen Frauen waren kleinformatiger und ohne die strenge geometrische Form.

Die locker komponierten Bilder von Etel Adnan gefielen mir sehr

Samia Halaby: „Weißer Kubus in braunem Kubus“, Öl auf Leinwan, 1969

Saloua Raouda Choucair : „Interform“ 1960, Holz

dieselbe: „Fraktionales Modul“, 1947, Gouche auf Papier

Ebtisam Abdulaziz : o.T. Akryll auf Leinwand, 2021

Lubna Chowdhary : „Gewisse Zeiten XII“, 2019, Keramik

 

 

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