Bilder bewerten und ausrangieren: Bilder 74-104.

Heute machte ich mich an eine Ecke des Ateliers mit meist großformatigen Leinwänden und Pappen. Die Pappen stellte ich vorerst beiseite, die Leinwände fotografierte ich und poste die Fotos nun hier. Es sind diesmal 31 Gemälde. (Die Bilder 1-73 findest du hier).

Zunächst wieder ungeordnet, in der Reihenfolge, wie ich sie hervorzog und fotografierte. 

Die Abteilung „Portraits und Körperstudien“ ist nun gewaltig angewachsen. Die Formate sind zwischen 60×120, 90×100, 50×100 und 60×90. Nur das letzte Portrait ist kleiner.

Hinzu kommt eine Fantasie von Igor Stravinsky, wofür ich ein Foto seines Kopfes zur Hilfe nahm …

ein Querformat 100×50 „Lesende im Atelier“ (Mensch im Raum)

und die euch schon bekannte kleine Ölstudie, die ich im Unterricht mit Giorgos Rorris anfertigte.

Zur Rubrik „Landschaften“ (landscapes & seascapes) kommen sechs weitere Bilder hinzu, die aus unterschiedlichen Malphasen stammen und daher sehr unterschiedlich sind: das in Öl gemalte „gelbe Feld mit Baum und Busch“, die „Landschaft mit Zypressen“, eine gemalte Landschaft mit Brücke und eine andere mit eingeklebten Papieren und Kohle, eine festliche Segelregatta und ein schneebedecktes Dorf am vereisten See mit rotem Boot. 

Auch eines der aus meiner letzten Ausstellung zurückgebliebenen „Boote am Hafen“ waren dabei. Von dieser Serie gibt es noch andere, die darauf warten, hervorgezogen zu werden.

 „Landschaft“ lässt sich nach meiner Auffassung vom „Architektonischen“ kaum abgrenzen. Das obige Dorf ist sicher beides, und beides sind auch diese sich auftürmenden locker mit Kohle gezeichneten und mit Wellpappe teilweise stabilisierten Gehäuse.

Und sonst noch? Ein Stillleben mit Flaschen und eins mit Ziegenschädel, zwei „florale“ Bilder…

eine Imagination der spanischen Eroberung Lateinamerikas (mehr Abbildungen dazu unter Conquista)

Und schließlich etwas ganz und gar Friedfertiges: Eine Schwänin mit Jungem, die ich malte, als ich meinen Roman „Schwanenwege“ schrieb.

 

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Besuch in Dimitsana (1): Wasserkraft und alte Technologien

Zwei Tage Dimitsana.

Von Dimitsana habe ich schon des öfteren erzählt, habe auch eine Menge Fotos und Skizzen eingefügt (zB hier oder hier oder auch hier). Es ist „das Dorf“ meines Mannes. Griechen haben, so scheint mir, fast alle „ihr Dorf“, aus dem ihre Vorfahren stammen und dem sie auch dann die Treue halten, wenn sie selbst in der Großstadt aufgewachsen sind. Und wenn es ein so besonderer Ort wie Dimitsana ist, mache ich auch gern mit dabei.

Es ist ein Ort für Wanderer. In den letzten Jahren haben auch die Griechen das Wandern für sich entdeckt und ziehen mit Kind und Kegel los, um ihre eigene Heimat per pedes zu erkunden. Na ja, die weiten Strecken zwischen den Sehenswürdigkeiten legt man natürlich eher mit dem Auto zurück, aber auch so ist es sinnvoll, sich zünftig mit Wanderschuhen, kleinem Rucksack und wetterfester Jacke auszustaffieren. In den arkadischen Bergen, in 1000 m Höhe – denn so hoch liegt Dimitsana – muss man auf jedes Wetter gefasst sein. 

Der Sehenswürdigkeiten sind viele, allen voran das ausgezeichnete Wasserkraftmuseum. Mit dem starken Strahl eines Zuflusses des Loussios wurde früher nicht nur das Korn gemahlen, sondern auch das Leder bearbeitet und gefärbt und das Schießpulver zermahlen. Das Wasser einer Quelle – überbaut von einem Kirchlein – bewässert zunächst die Wurzeln gigantischer Platanen, wird dann über einen offenen Kanal weitergeführt, geteilt und stürzt in zwei Wasserfällen hinab, durchläuft eine Reihe von gut rekonstruierten Anlagen, und als ein Angestellter die Pulvermühle in Gang setzt, fangen die hölzernen Kolben ohne weitere Antriebskraft an zu arbeiten und zu stampfen.

Dimitsana hat sich in den Jahren des Befreiungskampfes gegen das Osmanische Reich (Anfang 19. Jahrhundert) den Ruf des wichtigsten Schießpulverlieferanten der Aufständischen hart erarbeitet. Denn die Herstellung von Pulver war äußerst mühsam, beginnend bei den Beschaffung der Grundsubstanzen. Zum Beispiel das Nitro (Salpeter): Einzige Quelle waren tierischer Kot und vermodernde Pflanzenteile an gekalkten Wänden und Böden. Die Nitro-Sammler waren eine besondere Berufsgruppe, die mit Schaufeln und Kehrblechen herumzogen. Bis es gereinigt, mit Schwefel und Holzkohle vermischt und zu gebrauchsfertigem Pulver verarbeitet war, waren viele Arbeitsgänge nötig, die im Falle der clandestinen Pulverherstellung mit großen Gefahren verbunden waren. Denn die herrschenden Mächte waren natürlich darauf erpicht, ihr Pulver-Monopol nicht zu verlieren.

Trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit gab es genügend Museumsbesucher, vor allem Familien mit Kindern und ganze Schulklassen, denen hier in guter Anschaulichkeit vermittelt wird, wie ihre Vorfahren das fürs Leben Notwendige produzierten. Nachdem ich die Abteilung „Leder“ durchforscht hatte, schaute ich mit neuer Achtsamkeit auf meine Schuhe. Und auch als ich weiterzog, um einem nahegelegenen Kloster einen Besuch abzustatten, wanderte dies Bewusstsein mit. Ich sah die Menschen vor mir, die einst Wege in die steilen steinigen Hänge gehauen hatten, und ich fühlte Bewunderung aufsteigen. Denn sogar auf dem gebahnten Weg wurde mir das Wandern mühevoll. ….

 

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Bilder bewerten und ausrangieren. Bilder 52-73

Und weiter geht es mit dem Sichten der Bilder, die ich im Atelier gestapelt habe. Für mich ist diese Sichtung notwendig und hilfreich, um auch die weiteren Schritte zu überdenken. Ich hoffe, die Menge beginnt nun nicht, auch dich zu überfordern. Die ungeordnete Übersicht kann man durch Anklicken vergrößern.

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Und nun zu meinem Ordnungsversuch:

Die erste Rubrik ist „Puppe mit blauen Haaren“ – eine Bildreihe, die ich malte, um die Geschichte dieser Puppe zu erzählen, die ich eines Nachts in einer dunklen Athener Straße fand. Daraus wurde dann nichts, Aber wer weiß: vielleicht schreibe ich sie ja doch noch einmal auf und illustriere sie mit den mittlerweise 5 wieder aufgefundenen Bildern. 

Die neu hinzugefügten („mit der roten Katze“ und „betrunken“) zeige ich oben, darunter klein die vorher geposteten.

Die Abteilung Portraits und Körperstudien ist um sechs neue gewachsen.

Eine Figur ist in den Raum „eingebaut“ und bildet eine Brücke zu den „Architektonischen“.

dazu die 14 schon gezeigten:

Es folgen sechs neue Landschaften sehr unterschiedlicher Größe: Seascape, Landscape, Tempelanlage u.a.

Dazu die  bereits gezeigten:

Sechs weitere Bilder habe ich der Rubrik Architektonisches (Häuser, Häfen, Tempel etc) zugeordnet.

Sie gesellen sich zu den zehn, die ich schon zeigte:

Stillleben? Nein, keine neuen. Es bleibt bei den vier schon Gezeigten.

Fantasien? Das ist eine Verlegenheitsbezeichnung. Ich meine damit Bilder, die sich gar nicht um die Wirklichkeit kümmern, sondern rein aus der Fantasie entsprungen sind.  Da gibt es jetzt nur ein Neues, von dem ich nicht mal weiß, wie herum ich es drehen soll.

Die schon gezeigten:

Nachdem ich nun auch die 22 neuen Bilder mühsam thematisch zugeordnet habe, schwanke ich mehr denn je. Ist das sinnvoll? Müsste ich nicht vielmehr nach stilistischen Verwandtschaften suchen? Aber nun, ich mache erst einmal so weiter. Immerhin kann ich mich daran orientieren.

Aber natürlich bin ich für guten Rat offen.

Falls du eines der Bilder haben möchtest, melde dich bitte bei mir. Ich gebe sie ab gegen die Erstattung der Transportkosten sowie eine angemessene Spende zugunsten der Hilfsprojekte unserer Frauengruppe.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Resonanz

Es gibt doch nichts Befriedigenderes, als wenn eine Idee sich in die Wirklichkeit einzuprägen beginnt, weil sie im Umfeld positive Resonanz erzeugt.

Das ist vielleicht etwas umständlich ausgedrückt, aber so empfinde ich Susanne Hauns Reaktion auf meine Bildervorstellung. Susanne, die wunderbare Künstlerin und Freundin, möchte zwei Bilder von mir bei sich zu Hause aufhängen! Im Gegenzug wird sie eine Spende für unsere Helfergemeinschaft hier in Kalamata überweisen. Zwei gleich schöne Ereignisse in einem, die nun in beide Richtungen weiterwirken können.

Denn was heißt Wirklichkeit anderes, als dass etwas, das zuvor rein geistig war, nach außen, im Materiellen zu wirken beginnt, und die Bedingungen des Lebens verändert? Die Veränderungen können minimal sein, sie können dennoch Kreise ziehen. Das hängt dann von den Menschen ab, die damit in Resonanz treten.

Heute morgen habe ich das Paket für Susanne gepackt – provisorisch noch, denn die richtige Verpackung wird eine Freundin machen, die das besser kann. Sie wird das Paket dann auch zur Post befördern. Und so beginnt etwas zu wachsen, was zunächst nur die Absicht war, im Atelier Raum zu schaffen. Ihr nahmt diese Idee positiv kommentierend auf, ermuntertet mich und gabt guten Rat, und so entstand die Idee der Atelierausstellungen etc pp.

Ich freu mich!

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Bilder bewerten und ausrangieren: Bilder 24-51

Nach zögerlichem Anlauf bin ich gestern und heute in die Vollen gegangen: waren es gestern 25, so sind es heute sogar 28 Bilder, die ich aus einer Gruschelecke, dann auch aus dem zweiten Stock meiner Bilderabseite gezogen habe. Ich zeige sie zunächst in der Reihenfolge, in der ich sie betrachtete und fotografierte, und versuche dann, sie thematisch zuzuordnen.

Denn immer mehr formt sich in mir die Vorstellung, die Bilder in kleinen thematisch eingegrenzten Ausstellungen zu zeigen, die ich entweder in meinem Atelier oder in Räumen von Freunden veranstalten könnte. Ich möchte die Bilder für wenig Geld zum Verkauf anbieten und den Erlös unserer Frauengruppe für Hilfsaktionen zur Verfügung stellen. Die Gruppe hat nach der Flutkatastrophe viele Hilfsgüter gesammelt und an Notleidende verschickt. Solche Aktivitäten wollen wir auch weiterhin entwickeln. Und da könnte meinen Bildern doch noch eine bescheidene Rolle zukommen, ehe sie auf dem Müll landen.

Das jedenfalls ist die Idee, die sich mir in den letzten Tagen, auch im Austausch mit euch, geformt hat.

Mein Atelier sieht inzwischen aus, als würde ich einen Umzug planen.

Die andere Hälfte des Raumes zeige ich besser nicht. Denn da türmen sich die Bilder immer noch in ungeordneten Stapeln.

Nun aber will ich die heutigen Bilder zuordnen. Wenn es dich langweilt, kann ich das gut verstehen. Ich aber brauche das jetzt, und ich freue mich natürlich wie immer über kritische oder zustimmende Kommentare.

Puppe mit blauen Haaren Drei sind es inzwischen. Ich hebe sie vorläufig auf, vielleicht finden sich Liebhaber dafür.

Portrait – und Figurstudien. Zu denen, die ich gestern zeigte (die sechs unteren), sind sechs weitere dazugekommen (die sehcs oberen).

Zuwachs auch bei den Landschaften mit Bäumen: zwei weitere kommen zu den zwei, die ich gestern zeigte, hinzu (zweite Reihe). Ihnen habe ich auch zwei sehr bewegte abstrakte Landschaften zugeordnet (ersteReihe).

Ein Bild, eigentlich auch eine Landschaft, fällt aus dem Rahmen. Es ist Pendeli, die klagend über ihr verbranntes Gebirge schreitet. Ich malte und klebte es nach einem der Brände, die unser Hausgebirge jedes Jahr verwüsten.

Der Rubrik Architektonisches (Häfen, Städte, Kirchen u.a.) kann ich nun sechs weitere hinzufügen. Da sind als erstes zwei „Häfen“, es folgen ein „Tempel“, „Fischerhäuser“, „Felsenkirchlein“ und ein „farbiges Glasfenster“. Bereits gezeigt hatte ich den „Atelierraum von Rorris“, die „Pyramiden“ und zwei großformatige Stadtansichten.

Einen Sonderstatus hat auch das Bild, das ich „Friedenstaube im Todeskampf“ betitelte.

Dann gibt es noch eine Gruppe, die ich vorläufig „Fantasien“ nenne. Vier sind neu, das fünfte zeigte ich bereits gestern.

Eine klassische Rubrik sind die „Stillleben“. Zu den beiden schon gezeigten (untere Reihe) sind ein „Blumenstillleben“ und ein „Widderkopf mit kretischen Sack“ (oben) hinzugekommen.

Ein paar Bilder sind schwer unterzubringen. Da sind etwa die verwelkten Rosen, deren schmutzige Tränen eine Wand hinunterlaufen. Eine Klagemauer, anlässlich einer Katatraphe gemalt, als mir die Worte versagten. Und wie die „Friedenstaube im Todeskampf“ leider wieder höchst aktuell.

Vielleicht lassen sich einige der gezeigten Bilder als „Kommentare zu Katastrophen“ zusammenfassen. Aber natürlich kann man sie – und auch alle anderen – auch ohne Titel und Zuordnungen betrachten. Die mache ich ja nur, um mir eine Übersicht zu verschaffen.

Morgen mache ich mich an den nächsten Stapel.

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Bilder bewerten und ausrangieren: Bilder 9-23

Ungeduld ist sicher keine gute Eigenschaft, doch was lässt sich dagegen tun? Das Tempo, das ich mir selbst bestimmt hatte – täglich ein Bild beurteilen und behalten oder überarbeiten oder entsorgen -, funktioniert nicht. An 5 Tagen habe ich 8 Bilder betrachtet – und keines endgültig ausrangiert. Bei dem Tempo bin ich in einem Jahr nicht durch.

Daher habe ich heute gleich eine ganze Gruschelecke mit 15 Bildern ausgeräumt, jedes Bild angeschaut und fotografiert, und alle an die Tür gelehnt, in der Absicht, sie zu entsorgen, ohne mich noch einmal der Plage der Bewertung zu unterziehen.

Natürlich habe ich sie nicht zum Müllplatz getragen. Sie stehen immer noch an die Tür gelehnt da und fordern mich auf, einen Entschluss zu fassen. Und was mache ich? Ich mache einen neuen Plan. Mir ist nämlich die Idee gekommen, ab und zu eine Gruppe von Bildern in einer Atelier-Ausstellung zu zeigen. Da käme es nicht drauf an, dass alle zueinander passen, sondern es reicht, kleinere Werkgruppen unter einem Titel zu vereinen. Und das mache ich jetzt. Ob es dann auch was wird? Egal, sich eine Übersicht zu schaffen, ist auf keinen Fall verkehrt.

Die Bilder, die ich aus der Ecke hervorzog (etliche kennt ihr schon von früher), waren die folgenden:

 

Als erster Ordnungsgesichtspunkt bietet sich „Portraitstudien“ an. Davon gibt es eine ganze Menge, die ich hier noch zuordnen könnte. Die Formate sind ziemlich klein, 30×40 bis 50×60 cm. Sie hätten an einer Wand Platz.

Hinzu kommen zwei männliche Gestalten. Auch davon gibt es noch weitere, die ich zuordnen könnte.

Der Rest ist ein Sammelsurium. Es bieten sich als Kategorien an:

Landschaft (Bäume?)

Das erste ist eine Studie mit Pigmenten und Kleister, das zweite eine Ölstudie

Fantastische Städte, Fantasien

Die beiden Bilder sind ganz verschieden sowohl vom Format als auch von den verwendeten Medien her, aber das macht wohl nichts. Dies ist die für mich gegenwärtig interessanteste Rubrik, sehr ausbaufähig mit weiteren Bildern.

Dann gibt es noch ein Exemplar der „Puppe mit blauen Haaren“ – von der ich eine ganze Serie malte und die ich wohl ausrangieren würde, dächte ich nicht an mögliche Kinder-Besucher.

eine Ölstudie des Ateliers von Giorgos Rorris, wo ich mich in der Ölmalerei übte (kann weg)

und die drei nackten Göttinnen, die sich beklagen, dass man sie nun nicht mehr ehrt. Die passen in gar keine Rubrik.

Ich könnte natürlich auch an meiner ursprünglichen Absicht festhalten und alle – bis auf zwei – entsorgen. Diese zwei, die ich bestimmt behalten möchte: welche sind das wohl?

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Tagebuch der (Un)Lustbarkeiten: Zu-Viel und Lin-Kätzchenonkel

Ich hänge fest im Zuviel und kämpfe darum, dass es mich nicht überwuchert. Da sind die Bilder, von denen ich mich trennen will, aber kaum betrachte ich eins, fällt es mir schwer. Denn jedes Bild hat eine Geschichte, war ein Versuch, ein Anlauf, eine Entdeckung. Dennoch: sie müssen weg, viele müssen weg, damit ich nicht ersticke und Mut zu Neuem bekomme.

Was den Bildern recht ist, ist den Katzen billig. Auch sie sind zu viele. Meine Anläufe, die Kastration der Katzen und Kater voranzubringen, hatten ebenso wenig Erfolg wie die Befreiung von den Bildern. Der Tierschutzverein in Kalamata bedauert und verweist mich an den für uns zuständigen der West-Mani, der eine Fahrstunde von hier entfernt und ebenfalls völlig überfordert ist. Bleibt also nur, selbst zum Katzenfänger zu werden und sie auf eigene Kosten  sterilisieren zu lassen. Doch welche? Fritzi nährt noch, und alle sieben Kleinen – eigene und Geschwisterkinder – hängen an ihr. Sie wird die erste sein, die ich sterilisieren lasse, bevor sie wieder schwanger wird.

Urmutter Prinkipessa und Tochter Frieda sind offensichtlich erneut schwanger, und Tochter Theo hat sich absentiert, vermutlich, um zu gebähren. Bleibt Look, die sehr wild ist und von der ich nicht weiß, in welchem Zustand sie sich befindet. Die werdenden Mütter hüten sich, in meine Nähe zu kommen.

Hier Urmutter Prinkipessa, herangezoomt.

Während die Damen ihre neue Brut vorbereiten, haben sie die beiden Jungkater Lin und Lan als Kätzchenhüter einbestellt. Kann ich den Kleinen ihre liebevollen Onkel wegnehmen? Wer wird dann auf sie aufpassen und sie wärmen?

Doch wie auch immer: Ich bin nun fest entschlossen, nicht locker zu lassen und beide Themen einer Lösung näher zu bringen. Und zwar „zeitnah“ – wie es in der Behördensprache heißt.

 

 

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Bilder bewerten und ausrangieren: Bild 8 (Fische)

Auch heute ziehe ich ein Bild aus dem Haufen. Es ist 100×50 cm groß und zeigt eine eng mit Fischen jeder Art bepackte Szene. Gemalt habe ich es auf einer Leinwand, die teils mit Wellpappe überklebt und schon für andere Motive benutzt wurde. Das gibt ihm Gewicht.
Aber rechtfertigt das, es aufzuheben?

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Mir scheint, dieses kann ich wegtun, ohne es hinterher zu bereuen…. Und schon fange ich an, es zu bereuen, probiere herum, wie es sich mit anderen Bildern womöglich verträgt. Zum Beispiel mit der Drachenblüte und den Granatäpfeln. In den tatsächlichen Größen ausgestellt, sähe es etwa so aus:Ich könnte es natürlich auch  an die Katzen verfüttern…. Ach, es ist eine Plackerei! Einfacher und vor allem lustvoller finde ich es, neue Bilder zu malen als sich von alten zu trennen.

 

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Bilder bewerten und ausrangieren: Bild 6 und 7

Bisher habe ich 5 Bilder aus dem Stapel gezogen und mich bei keinem entschließen können, es zu entsorgen. Nur das erste hat noch ein Fragezeichen, die anderen werde ich behalten, um sie, vielleicht, irgendwann in einer Ausstellung auszuhängen und der Mitwelt zu präsentieren.

Als ich heute nach einer weiteren Leinwand greife, stürzen mir gleich zwei kleinere entgegen, die darüber gestapelt waren. Sie sind ordentlich gerahmt, woraus ich schließe, dass ich sie einmal für eine Ausstellung vorgesehen hatte. Thematisch und farblich passen sie gut zu meinem heutigen Lustbarkeits-Eintrag (hier) und auch zueinander passen sie, denn sie sind gleich groß (40×50) und bilden Frugales (6) und Blumiges (7) realistisch ab.

Den Teller mit Granatäpfeln (6) habe ich mit wuchtigen Pinselstrichen hingehauen, das weiße Licht scheint sie zu zersprengen, der schwarze Schatten hält sie zusammen und grenzt sie ein. Es bietet sich an, ein paar der allzu grenzüberschreitenden Striche einzufangen, doch gehen solche „Reparaturen“ meistens in die Hose. Ich behalte es erst mal und schaue, ob ich mich irgendwann mal an die Korrektur wage.

Die Drachenblüten sind in der Farbgebung interessanter. Ihre tänzerische flammenartige Bewegung und ihr lebhafter Trialog überzeugen mich. Fraglich finde ich die Gesamtkomposition mit abgeschnittenen Blättern und halber Vase. Verbessern lässt sich hier nichts.

Es läuft wohl darauf hinaus, dass ich auch diese beiden behalte. Allerdings: Wie fügen sie sich in das Gesamtwerk ein? Die ersten fünf kann man einem Werk-Corpus zuordnen, diese aber? Sie bilden ein Diptychon für sich.

Nun, es ist ja noch einiges aufzuräumen, sicher finden sich noch Bilder, die sich hier zuordnen lassen, so dass ein Ganzes entsteht.

Diese Blogreihe führt mich näher an die Themen Werkeinheit und mögliche Ausstellungen heran. Das ist tatsächlich ein angenehmerer Arbeitsauftrag an mich selbst als das pure Entsorgen und Wegwerfen, das mir bisher nicht gelingen wollte.

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Luffa aegyptiaca und anderes Gartengelb

Sie ist am Gestänge hoch in den Olivenbaum gewachsen, die Luffa aegyptiaca, die ich im Frühjahr mit Christinas Hilfe ausgesät habe.

Im Deutschen heißt sie Schwammkürbis. Ich habe von ihrer Existenz nichts gewusst, bis mir Christina vor Jahren den ersten Massageschwamm schenkte, den diese Pflanze zu unserem Nutzen hervorbingt.Er ist tatsächlich unverwüstlich.

Bei mir wird es dieses Jahr wohl bei ein paar Blüten bleiben, denn die Zeit für die Fruchtbildung ist längst vorbei.

Gestern bemerkte ich ihre schönen, gelb leuchtenden großen Blüten und stieg auf die Mauer, um ein Foto davon zu machen. Und das war gut so, denn heute sind sie schon wieder verschwunden, restlos eingetrocknet.

Der Kürbis (große Zucchini) in meinem Gärtchen hat weit größere und viel robustere Blüten…

und seine Früchte schweben nicht in der Luft, sondern liegen schwer und robust auf der Erde….

bis sie in meiner Hand bzw auf dem Küchentisch landen, um zu Kolokythokeftedes (Zucchinibällchen) verarbeitet zu werden.

Goldgelb blühen auch die Namenlosen, die ebenfalls aus den Samen emporgewachsen sind. Sie stellvertreten bei mir das Gold, das nun die deutschen Herbstwälder flutet.

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