In der Zeichenschule (20 ): Pferd und Maske

Als ich heute etwas verspätet inder Zeichenschule ankam (ich musste unbedingt vorher noch mal ins Wasser springen, um mich zu erfrischen), war der Raum neu gestaltet: An einer Wand war auf Schränken eine Reihe von Skulpturen aufgebaut, dazu auch geraffte Tücher und anderer Klimbim.

Ich wählte für mich den Pferdekopf und die Maske, dazu als Bildbegrenzung die linke Seite der Jünglingsskulptur. Das Zeichnen dieser surrealen theatralischen Szene machte mir Spaß, und die Konzentration sowie die Anwesenheit anderer Zeichner tun mir immer gut. Da denke ich nichts, sondern taste die Objekte mit dem Auge ab und versuche, meine Hand dazu zu bringen, das Gesehene wiederzugeben.

Nach zwei Stunden war schon Schluss. Ich hätte gern noch ein wenig mehr Zeit gehabt.

Und hier ein paar Zeichnungen bzw Malereien von anderen Teilnehmern, teils fertig, teils noch in Arbeit. Die obere Reihe zeigt Arbeiten, die ich heute sah, die unteren vier habe ich vorige Woche aufgenommen (anklicken=vergrößern)

Die heutige Zeichnung habe ich am Computer mit dem entsprechenden Fotoausschnitt überblendet. Um beide zur Deckung zu bringen, musste ich die Zeichnung zerschneiden, denn die Dimensionen meiner Zeichnung stimmen nicht mit dem Foto überein.

Die zerschnittene und mit einem Filter bearbeitete Zeichnung: Dramatisierung.

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Dienstags-Drabble: Eine Erinnerung an Ägypten

Dienstag ist Drabble-Time! Heide vom Blog Puzzleblume hat die Wörter Abfahren, schuldbewusst, Arme ausgewählt, auf dass wir eine Geschichte von genau 100 Worten dazu schreiben. Sofort stand eine Szene vor meinem inneren Auge, die ich vor vielen Jahren in Ägypten sah und fotografierte. Das Wort „Arme“ wirkt dabei in seiner doppelten Bedeutung.

Ein Halt in einem winzigen Straßendorf in Ägypten. Der Bus steht noch nicht richtig, da ist er schon umringt von einer Kinderschar. Als sich die Tür öffnet, recken sich verlangend Arme, Hände den Aussteigenden entgegen. „Gib, gib!“ Auch ich gebe, schuldbewusst, wissend, dass es niemals genug sein wird, um den Abgrund zwischen meiner privilegierten Welt und „den anderen da draußen“ zu überbrücken. Darf ich fotografieren? Vielleicht, wenn ich das Foto später nicht vermarkte. Also fotografiere ich meine Hand, die gibt, und eine andere Hand, die nimmt. Dann fährt der Bus ab, und die Bittenden verschwinden im aufwirbelnden Staub der Straße.  

 

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5 Miniaturen anlässlich des Glasperlenspiels, nebst weiteren Anmerkungen

Ich möchte mich bei allen hier Mitlesenden und Kommentierenden, vor allem aber bei Gisela bedanken, die in ihrem Kommentar auf die beiden meinem letzten Eintrag beigefügten Miniaturen hinwies. Sie schrieb u.a.
„Was ich vor allem sagen wollte, ist, daß ich Deine lineare Zeichnung ausdrucksvoll und sehr lebendig finde, aber vor allem Dein Gemâlde mir sehr gut gefällt.(…)
Und das Linienspiel wirkt gelöst und frei fließend (…)“

Giselas Kommentar gibt mir Gelegenheit zu folgenden Anmerkungen:

Die beiden früher entstandenen Bilder – Farbzeichnung und Aquarell – habe ich dem „wütenden“ Text beigefügt, um ein visuelles Gegengewicht zu meinen Worten zu schaffen.

Das „Glasperlenspiel“ ist vor allem schön und fein ziseliert in der Zeichnung von Charakteren, Situationen und erdachten Welten. Es nimmt dich mit in ein aus Worten geschaffenes zugleich präzises wie auch luftig-schwebendes Weltgefüge, das der Schwere der „Wirklichkeit“ entbehrt. Darum die erste Zeichnung.

Dann aber gibt es einen seltenen Moment aufschäumenden Lebensgefühls, der Entgrenzung. Enthusiasmus (das Wort bedeutet „in-Gott-Sein“) erfüllt den Knaben Tito in seinem Sonnentanz, hingerissen ist er von sich selbst, von seiner Jugend und Freiheit, von der Größe und Herrlichkeit des Kosmos. Hier ist alles ungeteilt und in wogender Bewegung. Die tiefe Schwärze  – der Gletschersee – ist noch verhüllt von den aufsteigenden Nebeln, die Szenerie für Leben und Tod ist bereitet. Leben wird dem Knaben, Tod dem Magister zugeteilt.

Mein „Zorn“ richtet sich nicht gegen den Autor. Hermann Hesse ist ja in keiner Weise verpflichtet, meine Erwartungen zu erfüllen und meine Lebensprobleme zu lösen. Der Roman dient mir lediglich als Projektionsfläche für einen Zorn, der mich angesichts der Weltverhältnisse und meiner Ohnmacht, irgend einen braucbaren Vorschlag zu ihrer Besserung zu machen, seit meiner Jugend beherrscht. Alles ist mir zuwider und alles ist hinreißend schön.

Und eine letzte Anmerkung:

Die Versuchung, in einem Gletschersee oder auch einem Meer zu ertrinken, weil mich der Konflikt zwischen Lebenslust und Weltschmerz zerreißt, ist mir durchaus nicht fremd. Immer lockt das Wasser mit seiner spiegelnden Fläche, lockt, sich ihm hinzugeben, zu versinken, sich aufzulösen und ganz zu verschwinden.

Vielleicht machte mich deshalb Hesses „einfache Lösung“ zornig. Dass er sich traut! Hätte er nicht standhalten müssen? Hätte er nicht, wie wir alle, den schweren Gang der Materie gehen müssen, um am Ende alt, resigniert und doch auch voll von gelebter Liebe, zur Erde zurückzusinken?

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Ein paar zornige Anmerkungen zu Hesses Glasperlenspiel

Heute Nacht habe ich die Biographie des Joseph Knecht, Held des Romans „Glasperlenspiel“, zuende gelesen – noch ohne den Anhang mit seinen Hinterlassenschaften. Als ich das Buch um halb vier Uhr morgens schloss, war ich zornig. Ich musste, ganz ähnlich dem Ordensmeister im Buch, erst mal tief durchatmen und meine inneren Aufwallungen beruhigen, bevor ich schlafen konnte. Was für ein Blödsinn! Was für ein hirnverbrannter Blödsinn! wollte ich schreien.

Ich bitte alle Liebhaber Hesses und des Glasperlenspiels um Verzeihung, aber für mich ist das Buch der erhabenste Schwindel, dem ich jemals aufgesessen bin.

An zwei entscheidenden Punkten fühle ich mich durch den Autor verraten.

Hesse lässt durch seinen Erzähler über dreihundertfünfzig Seiten hin die Figur des Joseph Knecht vor mir entstehen: ein Kind zunächst, das jung in das System der Eliteschulen Kastaliens aufgenommen wird und darin einen modellhaften Aufstieg zum Magister des Glasperlenspiels hinlegt. Als er alles erreicht hat, überkommt ihn die Sehnsucht nach „Wirklichkeit“, die es in dem künstlichen System Kastaliens nicht gibt. Er verfasst ein „Rundschreiben“ an seine Kollegen, in dem er ihnen klarmacht, dass Kastalien nur eine kleine Welt in der großen Welt und daher gefährdet sei, und bittet um Entlassung aus dem Orden.

Auf diese Entwicklung hatte ich lange warten müssen. Endlich! dachte ich. Endlich begreift der Held, dass er in einem Elfenbeinturm sitzt, wo er seine Talente vergeudet. Endlich begreift er, dass es auch noch ein anderes Leben „da draußen“ gibt, das ihn und sein Elitedasein ermöglicht, das ihn einfordert, dem gegenüber er Pflichten hat.

Knechts Befreiungsschlag ließ mich hoffen, dass nun die große Wende käme. Das Buch hat ja noch viele Seiten. Jetzt wird Hesse das immer wieder angedeutete Versprechen einlösen und zeigen, wie sich die „Welt des Geistes“ und die „Wirklichkeit“ versöhnen lassen.

Pustekuchen! Daraus wird nichts. Magister Joseph Knecht tritt zwar aus dem Orden aus, nimmt sein Flötchen und macht sich auf die Socken zu einem alten Bekannten, dessen Sohn Tito sein erster Zögling „in der Welt“ sein soll. Tito hat durch seine gesellschaftliche Stellung die richtigen Voraussetzungen, um aus ihm einen tüchtigen „Herrn“ zu machen – einen Führer der Menschheit oder so. Zuerst aber muss man den Knaben seiner Mutter abschwatzen, die ihn nicht adäquat zu erziehen weiß. Sie ist übrigens die einzige Frau, die im Roman vorkommt. Bis zu einem Eigennamen bringt auch sie es nicht. Sie ist abwechselnd „Ehefrau, Mutter, Dame“.

Ach nein, falsch! Es kommt auch noch eine namenlose „Magd“ vor, die den Magister und seinen Zögling in einer Berghütte versorgen wird. Oder richtiger: versorgen würde. Denn dazu kommt es nicht mehr. Der Magister ertrinkt, bevor er sein erzieherisches Werk beginnen kann, in einem Gletschersee, in den er gesprungen ist, um seinem Zögling zu imponieren. Seine erste Begegnung mit der „Wirklichkeit“ verläuft tödlich. Und so wird es nichts mit der Versöhnung der Welten der Materie und des Geistes.

Als ich das Buch an dieser Stelle zuklappte, war ich zornig. Wozu das Ganze? Wozu all die Bildung und Feinsinnigkeit, wozu die Seelenschmerzen und Entschlüsse des Menschen Joseph Knecht, wenn alles, was er der Welt zu bieten hat, ist, in einem entlegenen Bergsee zu ertrinken? Was will Hesse damit bekunden? Dass die „Wirklichkeit“ mörderisch ist?

Natürlich bin ich ungerecht. Ich habe zahlreiche kluge Stellen im Buch angestrichen, die mir Stoff zum Nachdenken bieten. Es gibt sehr schöne poetische Passagen. Der geistige Raum Kastaliens ist in all seinen Fazetten in mir lebendig geworden und wirkt nach. Es ist ein fein duftender, klingender Raum, in dem das Beste unserer Kultur versammelt und quasi zu ätherischen Ölen destiliert ist.

Der tiefere Grund für meinen Zorn ist natürlich, dass ich eine Frau bin. Und dass ich wieder einmal empfand, dass wir Frauen gefälligst als „Mutterboden“ dienen sollen, auf dem die zartbesaiteten Männer ihre Kulturleistungen erbringen und ihre Elfenbeintürme errichten.  Frauen haben da nichts zu suchen, sie gehören der grob materiellen Welt an, in der sich auch die nichtgeistigen Männer bewegen, um ihre Instinkte und Lüste auszuleben und ihre Kriege zu führen. Im Grunde gehören wir nicht  einmal zur „Wirklichkeit“, die der Herr Magister sucht, denn auch da sind wir irgendwie nur Störenfriede. Man halte uns fern, wenn das Erziehungswerk gelingen soll.

Nein, ich will keineswegs in Hesses Elite-Orden eintreten. Ich will nur, dass geistig hochstehende Männer wie er aufhören, die Eine-Welt auseinanderzudividieren in „geistige“ und „materielle“ Welten, wobei „Materie“ – aus „mater“, Mutter, hergeleitet – uns Frauen zugewiesen wird. Wir sind ganze Menschen und die Welt ist eine! Körper, Seele und Geist sind uns allen zu eigen – egal welchem Geschlecht, welcher Rasse oder Weltgegend wir angehören.

 

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Pst! Siesta!

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Vase im Atelier (tägliches Zeichnen, Bearbeitungen)

In letzter Zeit machte ich Kohlezeichnungen auf Leinwand, die ich zur Erinnerung noch mal zeige.

Auch heute stellte ich den runden Tisch mit der Vase vor eine beliebige Ecke des Ateliers, nahm eine Leinwand (diesmal mit 50×70 größer als bei den früheren Versuchen) und ein Stück Kohle.

Aufgabe der Zeichnung ist, in das beliebige, chaotisch wirkende Durcheinander von Linien und Flächen im dreidimensionalen Raum eine gewisse Ordnung auf der zweidimensionalen Fläche zu bringen, ohne die Vielfalt allzu sehr zu reduzieren.

Mein heutiges Ergebnis:

Ich machte dann noch eine Reihe von Überblendungen, indem ich gehzeichnete und fotografierte Vase zur Deckung brachte. 

Einfache 50% Überblendung

Zwei Überarbeitungen durch Gebrauch von Filtern und Farbverstärkung.

Und so wird aus einer ungeordneten Raumecke durch die gleichzeitige Wirkung von Foto und ordnender Zeichnung ein interessantes Gemälde mit leicht kubistischen Einschlägen.

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Dienstagsdrabble am Sonntag: Transparenz und Verknotungen

Sabine  (http://sabinewaldmannbrun.wordpress.com/) schrieb im Kommentar zu meinem Dienstags-Drabble: „Tolle Sache, diese Knoten verschiedenster Art!!!“ Danke Sabine! Ich nehme es als Ermunterung, noch mehr Knoten in Form von Drabbles zu präsentieren, auch wenn der Dienstag längst vorbei ist.  Mein Archiv ist nämlich voll von Knoten, und ich habe große Lust, jedenfalls diese Episode noch hier zu den anderen zu versammeln. Für Interessenten: Der ursprüngliche Post findet sich hier.

Ein Drabble zwingt mich, mich beim Erzählen auf 100 Wörter zu beschränken und zudem drei vorgegebene Wörter unterzubringen. Das sind in dieser Runde die Wörter knoten, untereinander und Vorderteil.

Dora und Diaphania. Mixed media-Legebild-Collage 2022

 

 

Verknotungen

Diaphania bewarb sich als Repräsentantin fürs laufende Jahr mit der Behauptung, sie fehle allüberall:  in der Politik, der Wissenschaft, den Medien, der Geldwirtschaft… Scheinheiligkeit-Verlogenheit-Täuschung sei das größte Gegenwartsproblem.

Dora machte die Fehlende dennoch ausfindig, kaum erkennbar im Vorderteil einer verworrenen Zeichnung der Stadtplanungsbehörde.

„Hallo, Transparenz, wie gut, dass ich Sie antreffe!“ krähte Dora los. „Was meinen Sie damit, dass Sie überall fehlen?“ – „Nun, hier bin ich am Werk, aber wie du siehst: Es ist kompliziert. Ich muss die vielen untereinander verknoteten  Verbindunglinien, Kreise und Überschneidungen mit anderen Abteilungen und Interessenten überprüfen.“ . „Und wie machst du das mit dem Entknoten?“

 

 

 

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Dienstagsdrabble am Samstag: Leise Kunst (ein Galeriebesuch)

Ich möchte noch ein paar „Knoten“ aus früheren Posts zeigen. Die Form des Drabble mit seiner Beschränkung auf 100 Wörter hilft mir, mich kurz zu fassen. Die Wörter „knoten, untereinander und Vorderteil“ sind im Text unterzubringen,

Heute erinnere ich an eine Ausstellung von Christiane Löhr, die ich im März 2019 in der Galerie Bernier Eliades sah.

Es ist eine Ausstellung des Fast-Nichts, die sich mir gerade darum tief einprägt.

Trittst du in den Vorderteil der Galerie, empfängt dich scheinbare Leere. Erst beim Nähertreten bemerkst du aus feinstem Pferdehaar geknotete röhrenartige Installationen. Sie werden eigentlich erst durch ihren Schattenwurf wahrnehmbar.

Christiane Löhrs Kunst ist so leise, dass es in mir selbst ganz leise wird und ich, als ich in den zweiten Raum trete, zuerst nur die Schatten der Glasvitrinen wahrnehme, in denen sich Kleinstskulpturen befinden. Sie scheinen sich, wie oft das Klitzekleine, untereinander sehr zu ähneln. Ihre kunstvollen vegetativen Formen erschließen sich mir erst beim genauen Betrachten.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Sommer in der Taverne

Zu meinen Standardvergnügungen gehört es, mich nach dem Schwimmen in „unserer“ Familien-Taverne verköstigen zu lassen, ein wenig in einem Buch zu lesen, es beiseite zu legen, Ansichten auszutauschen und ins Blaue schauen…

oder auch hinüber zu den anderen Tischen zu blicken. Sehr gern beobachte ich, was sich dort tut. Manches Mal habe ich solche Szenen gezeichnet. Die Fotografie bringt die freundliche Atmosphäre aber vielleicht doch besser rüber.

Generationenübergreifende Unterhaltung

Co-working space mit Charly Chaplin

und wieder ins Blaue zu schauen und zu träumen. Sommer eben.

 

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Dienstags-Drabble am Freitag: Zwei Künstlerinnen

Ich habe, wie ich anlässlich der Einladung zum vergangenen Dienstagsdrabble herausfand,  viel Material zu „Knoten“. Das eine und andere möchte ich nachtragen, auch wenn der Dienstag längst vorbei und die neue Einladung raus ist. Ein Drabble ist ein Text von genau 100 Wörtern. Drei vorgegebene Wörter – knoten, untereinander, Vorderteil – sind einzubauen.

In diesem Eintrag geht es um zwei Künstlerinnen, die ich im EMST (Museum für Zeitgenössische Kunst) anlässlich der dokumenta in Athen sah.

 

Cecilia Vicuña und Chryssa – zwei Künstlerinnen derselben Generation, die eine aus Chile, die andere aus Griechenland nach NY ausgewandert. Beide formen Schriftzeichen in Rot – eine weitere Ähnlichkeit, aber…

Die eine erzählt mit warmer verknoteter Wolle die uralte Geschichte vom Beginn des Lebens: vom Blut, vom mütterlichen Leib. Hier gibt es keinen Vorderteil, kein Hinten, nur ein Innen und Außen.

Die andere gestaltet geometrische Formen, Kreise, Winkel und Schriftzüge aus kaltem Material und kaltem Licht, und unterlegt sie mit einem geisterhaften Rot, das sich von den Gegenständen gelöst hat und ein unheimliches Eigendasein führt.

Kommunizieren sie trotz ihrer Verschiedenheit heimlich untereinander?

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