Heute, als ich träge herumlag, fiel mein Auge auf ein dickes Buch im Regal: „Art at the Turn of the Millenium“ heißt es und wurde bei Taschen verlegt. Darin sind 137 Künstler Europas und der USA mit Werken vertreten, die in den letzten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entstanden. Die Künstler waren damals noch recht jung, aber bereits auf dem internationalen Kunstmarkt präsent. Ziel des Buches war es herauszustellen, wohin sich die Kunst in der Folgezeit wahrscheinlich entwickeln würde.
Ich schaue mir gern Kunstbücher an, wenn mir nichts einfällt. Vielleicht inspiriert mich irgendwas darin. Aber ach! Hier war wirklich nichts, was mich inspirierte, zumal die Malerei so gut wie abwesend war. Stattdessen möglichst absurde, provokative und teilweise auch widerwärtige Installationen, Happenings und Fotografien, sehr wenige Bildhauer und Maler. Nun ja, ich bin vielleicht ungerecht, denn ich habe mir nicht sehr viel Zeit genommen. Inspiration Null.
Also nahm ich meinen Stift und meinen Block und zeichnete die Teetasse mitsamt einer durchsichtigen Tüte mit Studentenfutter und dem Buch. Eine Wirkung hatte dieser schnelle Kontakt mit der Kunstwelt da draußen immerhin: ich experimentierte mit der Schraffur.
























