Vom Schwimmen in der Bucht kommend kletterten wir langsam die Stufen zur Straße hoch. Da präsentierte sich uns ein Eidechschen.
Vorsichtig näherten wir uns.
Es war kein bisschen schreckhaft, sondern glitt in seinem eigenen gemächlichen Tempo die Treppe hoch.
Offenbar gefiel es sich in seiner Rolle, für meine heutige Post zu posieren. Zuletzt dreht es sein Köpfchen und betrachtete interessiert den Fotografen.
Die Fotos machte mein Sohn, der zu Besuch ist. Mir aber fielen die Strophen ein, die ich einst für den Roman „Schwanenwege“ erdichtete:
Eine Eidechse glitt über einen Stein, hob das Köpfchen, stutzte, krabbelte auf Swantjes Hand. Die Berührung war wie ein zarter Hauch. Funkelte nicht ein Krönchen auf ihrem Kopf? Swantje hielt ganz still und flüsterte:
Kroko, Krone, Krokodilchen,
hast wohl Lust auf Liebesspielchen?
Das Eidechschen züngelte und lispelte:
Woher kommst du, holde Nymphe?
Aus dem schwarzen Sog der Sümpfe?
Aus dem tiefen Brunnenloch,
woher kommst du, sags mir doch!
Wo fandst du das goldne Leibchen,
schönstes aller schönen Weibchen?
Wart ich bring dir sieben Schleier,
dass geschmückt du gehst zur Feier.
Tanzen wirst du, schönes Kind,
tanzen mit dem Frühlingswind!
und schon raschelte es davon.

















Das Meer davor ist die schönste Ecke der Bucht. An heißen Tagen ist es ein besonderes Vergnügen, im Schatten dieser Felsen zu schwimmen. Man kann allerlei Fischlein beobachten … aber das ist eine andere Geschichte.



