Lichtmacht
Sicht
bar
Wie war das doch noch einmal: „«Die Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.» (Paul Klee)
DER ZWANZIGSTE DEZEMBER
O, auch der zweite Flügel des Engels über Joseph hat ein Türchen, und das soll ich jetzt öffnen. Wieder ist es lindgrün.
Was mag den einen Flügel wohl vom anderen unterscheiden? Der über Josephs Haupt schwebende Flügel war ja stark von Seelenkräften durchzogen. Dieser aber? Er scheint mir aus Regionen zu stammen, in denen die geistigen Ordnungen zu Hause sind.
DER NEUNZEHNTE DEZEMBER
Heute, am 4. Avent, ist für mich die Zeit gekommen, bei einigen meiner Mitmenschen Abbitte zu tun. Ich habe oft Bitteres und Furchteinflößendes hinsichtlich der Corona-Politik geäußert, ohne ausreichend zu bedenken, was das in den Seelen anderer für Auswirkungen haben könnte. Nun versuche ich es, und bitte, es mir nicht zu verübeln, wenn ich im Folgenden Kategorien aufstelle, nach denen ich euch, meine Mitmenschen, in der Frage des Impfens einordne. Es sind meine Kategorien, die für euch ja ganz unpassend sein können.
I So mancher, so manche hat sich nach schwierigen Überlegungen, nach großem inneren und manchmal auch äußerem Streit, nach Abwägung des Für und Wider dazu entschlossen, sich impfen zu lassen. Vielleicht wolltest du andere schützen, vielleicht dich selbst, da du dir wegen deiner Vorerkrankungen Sorgen machtest. Vor dir habe ich großen Respekt. Und dich bitte ich heute, mir nachzusehen, dass ich, da ich persönlich zu anderen Entschlüssen gekommen bin und unter den damit einhergehenden Einschränkungen leide, manchmal übers Ziel hinausgeschossen bin und eine für dich richtige Wahl verteufelt habe.
II Andere wieder haben sich zum Impfen entschlossen, weil es die vorherrschende Wissenschaft für richtig erachtet und sie selbst nicht die Möglichkeit haben, die Richtigkeit nachzuprüfen. Auch diese Haltung respektiere ich, sofern sie nicht mit Verachtung für die einhergeht, die zu anderen Ergebnissen gelangt sind.
III Wieder andere haben sich dem Druck der Verhältnisse gefügt und haben sich impfen lassen, obgleich sie es innerlich ablehnen, fürchten, und sich wegen ihrer Schwäche, nicht zu sich zu stehen, schämen. Dich kann ich verstehen und möchte dir sagen: wer ist schon ein Held? Ich selbst bin durch meine Rente und meinen Hausbesitz ganz gut abgesichert, du aber weißt nicht, wie du über die Runden kommen sollst. Hut ab vor deiner Entscheidung und vor dir.
IV Dann gibt es dich, der/die die Einschränkung deiner Bewegungsfreiheit nicht länger ertragen konntest. Endlich wieder reisen! Endlich am Leben teilnehmen, endlich wieder dazugehören! Sicher, auch dich verstehe ich, besonders wenn du jung bist, aber ich wünschte, dass du Verständnis für die aufbringst, die nun all das nicht können, was du dir erimpft hast. Nimm sie mit! Diskriminiere sie nicht! Kämpfe für sie! Bleibe ihr Freund!
V Mit den normalen Mitläufern, Jasagern und Feindbild-Liebenden brauche ich nicht zu sprechen. Du wirst mich sowieso nicht verstehen und meine Ansichten und Absichten bösartig entstellen.
VI Schließlich sehe ich dich, die/der sich trotz des enormen Drucks nicht zum Impfen hat entschließen können. Bei dir brauche ich mich nicht zu entschuldigen, denn ich bin wie du. Die Gründe für deine und meine Entscheidung mögen so verschieden sein wie die fürs Impfen, aber die Folgen sind dieselben. Wir stehen „mit dem Rücken zur Wand“ – sofern es dort eine Wand gibt, und keinen Abgrund. Man will uns zwingen, etwas zu tun, das unser ganzes Wesen ablehnt. Wir fürchten die Folgen dieser Politik – für uns und für die gesamte Menschheit. Unsere Sorge für die Entwicklung der Menschheit, deren Teil wir sind, drückt sich besonders in unserer Ablehnung der Kinderimpfung aus, selbst dann, wenn wir selbst keine Kinder haben.
Und nun zum Schluss eine Bitte an Euch, die ihr die Dinge anders als ich seht und die Impfung für alle zur Pflicht machen wollt: Überdenkt bitte, heute am 4. Advent, eure Haltung noch einmal und versetzt euch in die Lage von uns Ungeimpften, die auch ungeimpft bleiben wollen. Was würdet ihr an unserer Stelle fühlen? Zorn? Hass? Mut? Trauer? Bosheit? Liebe? Sorge? Sicherheit? Furcht? Schutzlosigkeit? Trotz? Härte? Weichheit? Stolz? Harmonie von Ich-Selbst? oder was sonst?
Danke fürs Lesen. Danke fürs Mitdenken. Einen schönen Vierten Advent allen Menschen, die guten Willens sind. Möge die vierte Kerze hell erstrahlen und nicht erlöschen!

DER NEUNZEHNTE DEZEMBER
Hand und Fuß hat Joseph, der Zimmermann. Wie alles an ihm, so flößt mir auch sein Fuß Vertrauen ein, Er erdet, was da so zart geboren wird, was da so beflügelt über den Häuptern schwebt.
Seine Solidität ist in diesem famosen nächtlichen Wundergeschehen so wichtig und richtig am Platze. Also öffne ich auch das 19. Türchen voller Vertrauen. A, ja! Wie ein alter Ölbaum wurzelt er im kargen Boden und hält stand.
Wenn es auf der großen Bühne zu ungemütlich wird, sagen wir vielleicht: Lass sie toben! und ziehen uns auf unsere kleine häusliche Bühne zurück.
Dort führen wir dann unsere eigenen kleinen Stückchen auf. Sie enthalten dieselben Ingredienzien und sind nicht weniger dramatisch als die goßen.
Auch hier geht es um die üblichen Fragen wie: Wer hat das letzte Wort? Wer setzt sich durch? Wer hat wen falsch verstanden? Wer lässt wem den Vortritt? Wer soll sich gefälligst entschuldigen?
Endlose Dramen spielen sich in der kleinsten Hütte ab: Liebe und Hass, Geburt und Tod; Befehl und Gehorsam, Lohn und Strafe, Recht und Unrecht, Gut und Böse, alles ist da.
Wie das Große, so das Kleine; wie oben, so unten; wie innen, so außen; wie der Geist, so der Körper; wie du und ich, so die Weltgeschichte. Hermetische Weisheit.
DER ACHTZEHNTE DEZEMBER
Draußen stürmt und regnet es, und die Parnitha westlich von Athen, die der Schnee in der Nacht weiß gefärbt hat, bleibt für mein Auge unsichtbar. Wie gut also, dass das 18. Fenster Licht und Wärme verspricht. Es ist der Dreieckskopf des Engels, der über Joseph schwebt und die Geburt des Kindes lobpreist.
DER SIEBZEHNTE DEZEMBER
Zig Millionen Flüchtlinge weltweit werden nicht geimpft. Warum? Fehlt ihre Einwilligung? Vielleicht auch das. Der wichtigste Grund aber ist, wie REUTERS gestern berichtete: etliche der großen Impfstoffhersteller fürchten Schadensersatzforderungen.
Der Skandal dahinter ist längst bekannt: Bei den Lieferverträgen mit Staaten (oder einem Staatenverbund wie der EU) haben sich die Impfstoffhersteller abgesichert. Aber bei Staatenlosen? Wer soll da bezahlen? Die Impfstoffhersteller wollen zwar die Abermilliarden an Staatsknete einstecken – aber für Schäden kommen sie nicht auf. Alles klar?
Was ist also das Aufsehen Erregende an der gestrigen Meldung? Dass man nun indirekt ZUGIBT, DASS MIT ERHEBLICHEN IMPFSCHÄDEN ZU RECHNEN IST. Sie sind so hoch, dass sie die Pharmagiganten in die Knie zwingen würden. Sollen die Staaten (also du und ich) dafür aufkommen. Die Verträge mit den Herstellern bleiben daher noch viele viele Jahre geheim – auch das eine Klausel der Verträge selbst.
Aber die Impfungen sind doch sicher, oder? Nun, vielleicht doch nicht soooo sicher. Es gibt ein sehr sehr großes Interesse der einkaufenden, impfenden und haftenden Staaten, Impfschäden zu vertuschen. Doch das wird immer schwieriger. Die Sch… treibt an die Oberfläche.
Den Originaltext findest du unter dem Link von REUTERS. Eine Übersetzung ins Deutsche hat freundlicherweise der Anti-Spiegel angefertigt. Die findest du hier.
Als ich die Feigenblätter vom feuchten Gras aufhob, hatten sie trotz der Verfärbungen noch fast ihre ursprüngliche Form. Ich nahm zwei Blätter mit, um sie zu Hause zu zeichnen.
Daraus wurdd aber nichts. Denn schon ein paar Stunden später waren sie nicht mehr wiederzuerkennen. Sie hatten sich arg verbogen. Dabei ging die Hauptbewegung wie bei unserer menschlichen Hand nach Innen: sie rollten sich ein, als wollten sie sich zur Faust schließen.
Nun, macht nichts – dachte ich. Auch so kann ich euch zeichnen. Morgen. Doch am nächsten Tag hatten sie sich ein weiteres Mal stark verändert.
Die Geschwindigkeit, mit der die Blätter hart und brüchig wurden, hat mich beeindruckt. Eben noch ein weiches schmiegsames Blatt mit nur geringen Entfärbungen haben sie in 24 Stunden sämtliche Feuchtigkeit verloren. Klar, wir heizen, aber nicht übermäßig. Die Raumtemperatur dürfte höchstens 19 Grad betragen haben, und die Tür zum Garten geht auf und zu, es wird auch gekocht, so dass auch eine gewisse Luftfeuchtigkeit zu erwarten ist. Dennoch. Eine physikalische Erklärung des Phänomens wäre mir willkommen.
DER SIEBZEHNTE DEZEMBER
Lindgrün ist der Flügel des Engels, der Joseph beschützt – so als wollte er dem ernsten pflichttreuen Mann etwas von der Jugendfrische und Leichtigkeit zurückgeben, die auch er sicher einmal besaß.
Vielleicht aber ist es auch der Widerschein der zärtlichen Liebe, die Joseph für seine Frau und das Kind empfindet? Oder der Segen der Himmlischen, weil er tut, was er muss? Ich weiß es nicht.