Archivbild der Woche: 16.3.2017, Weltzustände

Am 16. März 2017 dachte ich darüber nach, wie man Vorder- und Hintergrund eines Bildes so verschränken kann, dass das Auge sich nicht bei abgegrenzten Objekten ausruht (was es gerne tut), sondern gezwungen ist, ruhelos zwischen Vorder- und Hintergrund hin und her zu tanzen.

Warum  schien mir das erstrebenswert?

„Weil wir meist nur die Gegenstände wahrnehmen, die sich unserem Auge aufdrängen, nicht aber die dahinter wirkenden Kräfte, die sie hervorbringen.“

 „Es wäre gut, wenn wir nicht nur die einzelnen Ereignisse, die uns aus den Medien entgegenschreien, registrieren, sondern einen Zusammenhang herstellen zwischen den Ereignissen und den im Hintergrund wirkenden Kräften.“

Diesen Gedanken aus dem Archiv hervorzuziehen, scheint mir dringlich geboten. Denn wie soll man die Ereignisse der Gegenwart verstehen, wenn man nicht zugleich die im Hintergrund treibenden und gestaltenden geistigen und wirtschaftlichen Kräfte ins Auge fasst?

 

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Einladung zum Frühlingsfest

In einer Woche ist die Frühlings-Tag- und -Nachtgleiche, für mich eine Gelegenheit, die Freunde in meinem neu gestrichenen Atelier und im Garten zu einem Frühlingsfest zusammenzurufen. Das „Programm“ steht: Wir beginnen mit dem Sammeln von Kräutern unter sachkundiger Anleitung. Die Kräuter werden dann gewaschen und gekocht und zu einem Reinigungstrunk und einer Suppe verarbeitet. Dann kommt ein befreundeter professioneller Märchenerzähler, der uns die Geschichte der Persephone erzählen wird. Ihr kennt sie wohl: Persephone, die Tochter der Göttin Demeter, erfreut sich des Frühlings, sammelt Blumen – da kommt Hades und raubt sie. Frühling und Tod und Auferstehung sind ein uraltes Frühlingsmotiv.

Nach dem Märchen gibt es die Möglichkeit, ein gemeinsames Bild auf einer langen ausgerollen Leinwand zu malen. Oder eine Collage zu machen. dafür werde ich eine ausgehängte Tür aufbocken. Kann auch sein, dass sich die Besucher lieber über das Büffet hermachen, trinken und reden wollen.. Oder eine Runde Paneurythmie tanzen.

So gegen halb neun erwarte ich eine Freundin mit ihrem 13jährigen Sohn. Die beiden musizieren zusammen, singen auch. Sie sind echte Profis.

Und natürlich besteht die Möglichkeit, im Atelier Bilder anzuschauen und, wenn gewünscht, gegen eine kleine Spende zu erwerben.

Es wird genug zu tun sein. Ich bin gespannt, was draus wird. Wenn du zufällig hier in der Gegend bist: komm vorbei!

Heute habe ich eine Einladungskarte gezeichnet, absichtlich ein wenig schief und krumm, um dem Ganzen den Stempel des Provisoriums aufzudrücken. Denn perfekt wird nichts sein. Ich werde zwar alles bereit stellen, von dem ich glaube, dass es nötig oder nützlich sei, doch werden die Besucher helfen müssen, um die Szenerie je nach Bedarf auf- und umzubauen.

 

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Blaues Haus, blauer Himmel (Ausmalbild)

Heute setzte ich mich in ein Cafe nahe am Hafen, trank einen Espresso und zeichnete auf die Schnelle das gegenüberliegende blaue Haus. Ein schönes Haus, finde ich, mit sehr hübschen Details. Ich verhedderte mich daher beim Zeichnen von Balkons, Fensterrahmungen, Jalousien und so war die 20-minütige Pause rum, bevor ich die Buntstifte ausgepackt hatte.

Das „Ausmalen“ holte ich dann zu Hause nach. So ungefähr hats ausgesehen, auch wenn ich mich beim Ausmalen der Türrahmungen manchmal vertan habe.

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Gläser mit Stiften, Lautsprecherbox und mehr (tägliches Zeichnung)

Auf meiner Seite des großen Klostertisches, den wir zu zweit als Schreibtisch benutzen, stehen drei Gläser gefüllt mit Stiften aller Art. Auf der Seite meines Mannes steht eine Lautsprecherbox mit dem Rücken zu mir. Kann man so etwas zeichnen? Klar, alles lässt sich zeichnen, irgendwie. Eine weibliche Rückenansicht ist natürlich etwas  aufregender als die Rückseite einer Lautsprecherbox, die zudem im knappen Lampenlicht zu einer einheitlichen schwarzen Form zusammenschmilzt – aber sie hat ja auch ihren Wert. Also zeichne ich sie.

Na also! Geht doch!

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Vögel nach Fotos: die Trottellumme

Vorhin las ich eine Reportage von Werner (Vogelknipser), über einen Vogel, von dem ich noch nie etwas gehört hatte: die Trottellumme. Zugleich tieftraurig und liebevoll ist sein Bericht über diesen Vogel, der im vergangenen September unerwarteter Weise auf der Insel Texel an Land gegangen war und sich dort eifrig putzte. Was hatte ihn in diese Gegend gebracht? War es der Hunger, der so viele seiner Artgenossen umbringt, seit die Heringsschwärme ausbleiben?

Ich konnte nicht anders, ich musste ihn zeichnen.

 

 

Da es erwartbar noch mehr Vogelzeichnungen geben wird, habe ich denvier bisher entstandenen eine eigene Rubrik innerhalb der Serie „Tiere nach Fotos“ eingeräumt.

 

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Pi-Tag: Das Pi ist Pantou!

Das π ist παντου, zu Deutsch: das Pi ist überall! π ist das παν (Pi ist Pan/Alles). Das ist keine Übertreibung.  Die große Πύλη (pili) – das große Tor zum Wissen ist das Π. Man sieht es ihm an.

Das π eröffnet die Fragen: Wie im Deutschen die Fragewörter mit W beginnen – so im Griechischen mit π (pi)> που, ποτε, ποιος, πως – wo, wann, wer, wie.

Ich schaue mich im Raum um – und Pi schaut zurück. Ohne Pi kein Kreis.

ist eine Konstante. Ja, ja, egal wie groß der Kreis ist, ob nun ein Katzenball oder das ganze Universum: Π wird dadurch überhaupt nicht beeinflusst. π bleibt π για παντα (pi für immer). Aber wie ist das möglich? Nun, dadurch, dass π nicht selbst etwas Großes oder Kleines „ist“, sondern uns etwas über das konstante, immer gleiche Verhältnis zwischen zwei variablen Größen sagt: Pi ist das Verhältnis zwischen einer Kreisfläche und ihrem Durchmesser. Ein Kreis ist nur ein Kreis, wenn Fläche und Radius im Quadrat, wenn Umfang und Durchmesser im Verhältnis Pi zueinander stehen. Sonst ist es kein Kreis, sondern irgendeine andere Form.

„Am Anfang herrschte der Logos“ (Johannes-Evangelium). Logos aber bedeutet nichts anderes als Verhältnis, Beziehung zwischen … .  überliefert von Plutarch).

Wir Menschen machen zwar kein Universum, aber Flaschenverschlüsse, Spiegel und Katzenbälle, Hocker, Spiegel und Blumentöpfe, so gut wir vermögen, kreisrund.

 

 

 

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Sonnenaufgangs-Wellenbild (tägliches Zeichnen)

Einige meiner einfachen linearen Wellenbilder habe ich hier schon gezeigt. Heute wollte ich höher hinauf: Wie würde sich die Idee als farbiges Bild umsetzen lassen?

Ich machte gestern abend eine lineare Zeichnung (Kugelschreiber) und begann, sie mit Buntstiften auszumalen.

Heute vormittag beendete ich das Ausmalen, das eine angenehme, geradezu meditative Wirkung auf mich hatte.

Die Farben kommen leider auf dem Foto nicht richtig heraus. Ich habe 10 Versuche gemacht, drinnen und draußen, aber immer ist es nur ein „Ungefähr“ und wirkt zu bunt oder zu matt.

 

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Tiere nach Fotos: Silberreiher

Diesmal fand ich die Fotovorlage für meine Zeichnung bei Werner vom Vogelknipser-Blog. Wunderbare Vogelbeobachtungen – und nicht nur – kann man dort finden. Das Foto vom Silberreiher hat er in den Oderauen gemacht und am 21.2.2025 gepostet. Ich zeichnete es am 13.3. mit Kugelschreiber und Buntstiften in mein Skizzenbuch. Eine Fehlstellung des Schnabels habe ich überklebt, da die Zeiten, als wir Tipp-ex im Hause hatten, längst vorbei sind.

Nun sind es schon drei Vogelzeichnungen in dieser Sammlung „Tiere nach Fotos“. Alle Fotos stammen von Mitbloggern, denen ich hier einmal von ganzem Herzen danken möchte für die herrlichen Tierfotos, die sich in ihren Blogs finden. Bisher habe ich verwendet: Fotos von Gerhard von KopfundGestalt, Heide von Puzzle, Almuth von Natur auf dem Balkon, Jürgen von Linsenfutter und Werner von Vogelknipser.

Hier die Zeichnungen der Rubrik „Tiere nach Fotos“ in der Übersicht. „Insekten nach Fotos“ ist eine andere Rubrik derselben Serie.

 

 

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Am Segelhafen (Buntstiftzeichnung)

Warm und etwas trüb ist der heutige Tag. Die Atmosphäre ist staubig vom Wüstensand. Ich sitze gegen Mittag, auf eine Freundin wartend, oberhalb des Segelhafens von Kalamata und schaue dem Spiel des Windes in einer hohen strubbeligen Palme zu. Leise klirren die Masten der Boote. Die griechische Fahne ist gehisst. Heute wurde der neue Präsident der Republik vereidigt, darum wohl.  Da er nicht direkt, sondern vom Parlament gewählt wird und vor allem repräsentative Aufgaben hat, macht man wenig Aufhebens davon. Aber immerhin sah ich schon unterwegs viele Fahnen mit den blauweißen Streifen und dem Kreuz.

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In der Zeichenschule (35), nach Modell zeichnen (4)

Gestern: ich hatte die Buntstifte schon bei der Zeichnung des Regals mit der Maske etc ausgepackt. Nun benutzte ich sie auch beim Modell-Zeichnen danach. Die Zeit war allerdings sehr knapp für eine vollständige farbige Zeichnung (3 x 30 Minuten), und so rutschte mir die Figur etwas aus dem Rahmen. Dennoch bin ich nicht unzufrieden mit diesem ersten Versuch einer Buntstiftzeichnung vor dem Modell.

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