Zistrosen -…

Die zartrosavioletten zerknitterten Zistrosen mit dem goldenen Innenleben gehören zu meinen Lieblingen. Zu gerne würde ich eine ausgraben und bei mir einpflanzen, doch trau ich mich nicht: ich fürchte, dass ich den hartholzigen weit verzweigten Busch zerstören könnte. 

Im übrigen ist es ja nicht weit bis zu ihrem Platz, keine hundert Schritte, schon stehe ich vor ihr …


und schaue ihr ins goldene Staubgefäßgewusel, aus dem ein rundlicher goldener Stempel ragt. Die Blütenblätter verstärken mit goldenen und weißen Strahlen das Blütenzentrum.

Kommt, ihr Bienlein! Der Tisch ist gedeckt!

 

 

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Eine Quitte – …

 

Der Baum hängt voll von Quitten des vergangenen Jahres. Was sieht man, wenn man hineinschaut?

Inzwischen bereitet Neues sich vor: der Baum blüht in sanften Farben: weiß und rosa und quittegelb.

Im Mai wird der Baum dann so aussehen:

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Vögel nach Fotos: der Star

Heute konnte ich – Dank sei Jüngen vom Linsenfutter-Blog! – meine Serie „Vögel nach Fotos“  um einen Singvogel erweitern. Es ist der Star! Jürgen fotografierte ihn bei der Futtersuche und beschreibt auch seine Nöte: dass es mit der Nahrung nicht mehr weit her ist, wenn die Felder mit Insektiden behandelt werden.

Möge der schöne Vogel auch unseren Kindern und Kindeskindern noch singen und uns die Kirschen vom Baum wegfressen!

Und hier der neueste Stand: vier Wasservögel – drei Singvögel!

 

 

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Eine Wanze – …

Ich denke, das Tier, das meinen Computer besuchte, ist eine Wanze. Doch was für eine? Nie zuvor habe ich Ähnliches gesehen. Platt und mit ihren Tarnfarben sieht sie aus wie ne Militärwanze.

Um Aufklärung wird gebeten. Es gibt freilich 40 000 bekannte Wanzenarten, wie ich eben nachlas….

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Vögel nach Fotos: Spießenten

heute habe ich im Art Blog – Nadja Baumgart gestöbert und mich schließlich entschlossen, die hübschen Spießenten abzuzeichnen, die sie am 17.3. fotografierte. Das Foto ist zu finden im Eintrag „Vorfrühling im Chiemgau“.

Wieviele Vögel sind es denn jetzt schon? Aha, vier Wasservögel und zwei Singvögel.

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Dienstags-Drabble: Fürchtet euch! (kata-strophisch)

Dienstags wird gedrabbelt!  Die Regel: Bring drei von Heide (Puzzleblume) vorgegebene Wörter in einem Text von genau 100 Wörtern unter! Die Wörter sind:

Biest + zugeben + zärtlich

Eine Moritat über das Fürchten vor Pandemien, Kriegen und anderen Kata-Strophen. 

 

„Ich bin der Zaubrer Fürchtedich

Hab heut ein Biest erschaffen

Ein Wesen grusel-fürchterlich

Die Welt wird es begaffen.

 

Es ist aus Pappe, zugegeben

Das Feuer ist nicht echt

Doch wird mein Wort es gleich beleben

Ich bin der Herr, das Biest mein Knecht.

 

Zeig deine Kraft!“ Das Biest wird wild

Und tobt und heult unbändig

Es schnappt den Wicht, hat ihn gekillt

Zärtlich und eigenhändig.

 

Da flammt das Feuer hoch empor

Und aus den Flammen steiget

Ein rotes Männlein, das zuvor

Sich nicht im Bild gezeiget.

 

Ist das der Meister von dem Spiel?

Was weiß denn ich? Du fragst zuviel.

 

 ps: die Schnipsel, aus denen ich die Bilder gelegt habe, stammen meistenteils von Jürgen Küster (Buchalov) und Ulli Gau.

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Insekten nach Fotos: Flockenblumenblattschneiderbiene

Die Flockenblumenblattschneiderbiene ist extrem selten, versichert meine Nichte Mirja. die auf dem online-Kongress von Bio-Balkon einen Vortrag übers einfache Fotografieren von Insekten auf dem Balkon hielt. Der Vortrag ist noch bis morgen online und kann bei Interesse unter https://bio-balkon.de/kongress-16/kongress-16-live/mirja-neff/  angeschaut werden. Ich finde, es lohnt sich für alle, die wie ich keine großartigen Erfahrungen mit dem Fotografieren von Insekten haben, aber auch für Experten gibt es sicher noch das eine und andere zu erfahren.

Ich beeilte mich, jedenfalls eines von Mirjas schönen Insektenfotos abzuzeichnen: die Flockenblumenblattschneiderbiene bei der Arbeit.

Ich finde, das Bild passt farblich auch sehr gut zur Tag- und Nachtgleiche.

Da ich mich belehren ließ, dass Spinnen keine Insekten sind, habe ich die Spinne und auch die Asseln aus der Übersicht verbannt. Sie fungieren nun einfach als „Tiere“.  Die bisher gezeichneten „Insekten nach Fotos“ sind daher vierzehn:

 

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Zur Tag- und Nachtgleiche: Hymnen, Balance, Elpis und Apelpis

„Welcher Lebendige, Sinnbegabte, liebt nicht vor allen Wundererscheinungen des verbreiteten Raums um ihn, das allerfreuliche Licht – mit seinen Farben, seinen Stralen und Wogen; seiner milden Allgegenwart, als weckender Tag“.

So beginnt eine der großartigsten Dichtungen in deutscher Sprache. Und man würde denken, es folgte nun ein Hymnus auf die Wunder der lichtdurchfluteten Welt des Tages. Zunächst geschieht das auch. Aber schon im zweiten Vers wendet sich der Blick:

„Abwärts wend ich mich zu der heiligen, unaussprechlichen, geheimnißvollen Nacht. Fernab liegt die Welt – in eine tiefe Gruft versenkt – wüst und einsam ist ihre Stelle…. Fernen der Erinnerung, Wünsche der Jugend, der Kindheit Träume, des ganzen langen Lebens kurze Freuden und vergebliche Hoffnungen kommen in grauen Kleidern, wie Abendnebel nach der Sonne Untergang. In andern Räumen schlug die lustigen Gezelte das Licht auf. „

Zur Tag- und Nachtgleiche fielen mir die „Hymnen an die Nacht“ von Novalis ein. Rühmen nicht alle jetzt das Wiederkommen des Lichts und das Schwinden der Nacht? Und doch schwingt mein Herz ebenso gern im Rhythmus der nächtlichen Welt (Hast auch du ein Gefallen an uns, dunkle Nacht? Was hältst du unter deinem Mantel, das mir unsichtbar kräftig an die Seele geht?) Das Bild, das ich heute aus dem Archiv zog (siehe hier) zeigt, dass mir auch malerisch das Nächtliche durchaus nicht fremd ist.

Wenn Tag und Nacht wie jetzt im Ausgleich sind und die Waage fast unmerklich in die eine oder andere Richtung zu kippen beginnt – auf der nördlichen Hälfte des Globus dem Tag, auf der südlichen der Nacht zu – , dann scheint einen Moment lang die perfekte Harmonie auf der Erde erreicht zu sein. Und alles scheint den Atem anzuhalten.

Doch nichts bleibt wie es war. Und so nehme ich, hoffnungsvoller Narr, Elpis in meine beiden Hände und trage sie dem wachsenden Licht entgegen.

Der Narr mit Elpis, Zwillingsschwester der Apelpis

Elpis = Hoffnung, Apelpis = Hoffnungslosigkeit. Es sind Zwillingsschwestern, die der Begleiter/ die Begleiterin des Jahres 2022, Willi(e), mir als Säuglinge zurückließ.

Seither sind beide kräftig gewachsen.

 

 

 

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Archivbild der Woche. 23.3.2016: Stadt am Meer

Vor neun Jahren, am 23.3. 2016 schrieb ich folgenden kleinen Text: „Malst du noch?“-  „Doch doch, sicher“, sage ich, wenn man mich fragt, was ich so treibe. Doch, sicher male ich noch. Jedenfalls dann, wenn ich nicht in alten Sachen rumkrame oder ausrangierte Bilder zerschnippele, um Neues draus zu legen.“

Und so entstand am Tag zuvor auf einer bemalten Pappe 50 x 70 cm mithilfe von Pinsel, Farbpigmenten und Kleister,  Klebestreifen, Kohle und Ölkreide eine Stadt-Landschaft, bei der Festes und Flüssiges ineinander greifen. „Ich fühle mich dabei, als käme ich von der See und näherte mich einer unbekannten, verheißungsvollen Stadt“, schrieb ich.

IMG_6093

Dies ist ein Nachtrag zum gestrigen Sonntag und zu Heides Projekt „Archivbild der Woche“, das mir Freude macht.

 

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Atelierfest zum Frühlingsbeginn

Das gestrige Atelierfest, das zugleich ein Fest der Tag- und Nachtgleiche und des Frühlingsbeginns war, ist richtig schön gewesen. Freunde aus Kalamata, aus Artemisia im Taygetos-Gebirge, aus Koroni im Westen und Stoupa im Süden reisten an, brachten Freunde mit, brachten auch Speisen, Getränke, Geschichten, Kräuter, neue Rezepte, Märchen und Musik. Und so feierten wir. Freundin Ingrid S hängte den Frühlingskranz an die Ateliertür und fotografierte Begrüßungsszenen im Garten.

Foto-Collage Ingrid Spieker

Auf einem Platz neben dem Olivenbaum setzten wir uns im Kreis hin. Panagiotis Manikis

Foto von einer früheren Begegnung im Mai 2022

der seit vielen Jahren die natürliche Landwirtschaft nach Masanobu Fukuoka in Griechenland lehrt (hier und hier), und die Freundin und Samenexpertin Christina K (3. von links,. zuletzt eine ihrer Aktionen hier, No 8) erzählten einiges über Kräuter, die in dem bereits fertig mitgebrachten Reinigungsstrunk steckten.

Dann war die Reihe an Spyros, der uns weise Märchen aus dem Irak, Norddeutschland, China und Japan erzählte.

Dass er auch Musiker ist, erfuhr ich später, als wir ins Atelier umzogen, denn draußen wurde es kalt.

Die Musik eröffneten Natasa und ihr Sohn Demosthenis mit Volksweisen.

Dann übernahmen Natasa und Spyros

und mischten uns mit Rembetika auf.

Was soll ich sagen! Es war ein fantastisches Erlebnis, mit all den liebenswerten Menschen zusammen den Frühlingsbeginn zu feiern. Dass Natasa, Stavroula, Lina und Wickyrund um dieses Datum ihren Geburtstag feierten, gab dem Ganzen noch einen besondereen Glanz.

Natürlich hat es mich auch sehr gefreut, fünf Bilder an die Frau und den Mann zu bringen, um die Spendenkasse etwas aufzufüllen. Und nun bin ich müde, aber sehr zufrieden.

Möge dieser Frühling uns allen noch viel Freude bringen!

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