„Rund um Weihnachten“ mit Juricka: Aprikosenblatt

Foto vom 8-12-2025

Rund um Weihnachten fallen die Blätter des Aprikosenbaums auf den Klee, die Geranien und den Weg. Das gehört einfach dazu, seit ich den Baum vor 24 Jahren pflanzte.

Die Krone unseres Aprikosenbaums hat inzwischen die Form eines großen weit geöffneten Fächers angenommen und beschützt unser Haus im Sommer vor der intensiven Sonneneinstrahlung mit vielen grünen Blättern.

Im Herbst, wenn die Oktoberstürme reinfahren und der Novemberregen runterprasselt, lichtet sich das dichte Laub. Es wird nicht mehr gebraucht. Immer mehr Blätter segeln zu Boden. Nicht alle haben es geschafft, goldgelb zu werden.

Und weil das jedes Jahr „rund um Weihnachten“ geschieht, habe ich auch frühere Fotos herausgesucht:

16-12-2020

 

16-12-2020

 

 10-1-2024

 

12-12-2016

12-12-2016

Am 10-1-2023 sah der Baum dann so aus:

Dieses Blatt zeichnete ich am 9-12-2024

und jenes, vorzeitig abgefallene am 1-10-2025

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Dienstags-Drabble: Verzauberte Nacht (un-kata-strophisch)

Wortmans Wortspende für die heutige Drabble-Runde lautet: Biene – gehen – Messer. Gefordert ist ein Text von genau 100 Wörtern. Die Überschrift zählt nicht mit.

Verzauberte Nacht

 

Am Himmel leuchten hell die Sterne.

Am Horizont ganz in der Ferne

Erstrahlt das Licht vom Weihnachtsbaum.

Die Tiere dünkts, es wär ein Traum.

 

Sie ham sich auf den Weg gemacht

In dieser kalten Winternacht`

Sie wollen hin zum Lichte gehn

Und dieses Licht von Nahem sehn.

 

Die Schildkröt überholt den Hasen

Weil der fand schnell noch was zum Grasen

Die Biene summt, das Füchslein schleicht

Das Krokodil kommt auch vielleicht

 

Hat Zähne scharf wie Messer

Ist ein berühmter Fresser

Doch heute Nacht ist es ganz friedlich

Und findet selbst den Hasen niedlich

 

Man scherzt und lacht

Heut Nacht.

(Die Legebilder habe ich mit Schnipseln von Marie gemacht)

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„Rund um Weihnachten“ mit Juricka: von Grün zu Rot

Ich ging in den hinteren Teil meines Gartens, um nach dem Christstern zu schauen und gegebenenfalls ein Foto für „Rund um Weihnachten“ zu machen. Er steht dort seit dem letzten Jahr. Zögerlich röten sich die grünen Blätter.

Da entdeckte ich an den Tomatenstauden eine ganze Menge grüner Tomaten. Ich band die Stauden, die, vom Starkregen niedergedrückt, teilweise auf dem Boden lagen, hoch.

Werden die Tomaten dem Christstern nacheifern und sich röten, oder soll ich sie als grüne Kugeln an den Weihnachtsbaum hängen?

 

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Unerwartete Wiederbegegnung mit mir selbst (Freie Universität 1967)

Als ich mein letztes „Frauenportrait“ betrachtete, kam es mir so vor, als steckte darin ein Bild von mir selbst, als ich 24 war und mich für den AStA der Freien Universität (FU) bewarb. Dafür war ein offizielles Foto angefertigt worden, das, so dachte ich, womöglich in irgendwelchen Archiven der FU noch vorhanden war. Also schaute ich im internet nach. Das Foto fand ich zwar nicht, aber eine Dokumentation über eine Zeit, die meine Berliner Jahre umfasst (1963-67).

Diese Wiederbegegnung mit mir selbst in jener politisch so aufgeregten Zeit hatte eine sehr belebende Wirkung auf mich. Wie anders war diese Zeit – und wie gleich!  Damals Vietnamkrieg, heute Ukrainekrieg, damals Kampf um Meinungsfreiheit, heute dito…  Ich selbst stand am Anfang meines Lebens und stehe nun am Ende….

Aber schau selbst, falls es dich interessiert, wie damals die Protestbewegung der Studenten an der FU, die so viele Veränderungen im gesellschaftlichen Leben der BRD bewirkte, gesehen wurde. In zwei Szenen ganz gegen Ende (als Mitglied des neu gewählten AStA, mit Mütze und natürlich rauchend, und dann beim Telefonieren im AStA-Büro, 20.16) bin ich höchstpersönlich zu sehen.

Panorama: Zehn Jahre Freie Universität Berlin – Bildung und Proteste


Übrigens hatte ich ganz vergessen, dass die Seminarkritiken, die das AStA-Organ „FU-Spiegel“ veröffentlichte, einer der Hauptkonfliktpunkte war. Ich hatte die erste dieser Kritiken verfasst und war auch bereit gewesen, mit meinem Namen dafür einzustehen, aber der damalige Chefredakteur hielt das für unklug. Und tatsächlich wäre ich wohl relegiert worden (sprich: von der Uni geflogen), hätte mein Name unter dem Artikel gestanden. Der Inhalt von Seminaren war, anders als von Vorlesungen, Privateigentum des Lehrenden und durfte nicht öffentlich diskutiert werden. Der Streit zwischen AStA und FU-Leitung eskalierte dann wegen einer anderen Seminarkritik, und ich gestehe, dass ich die furiose Reaktion eines der betroffenen Professoren (Ernst Fraenkel, 1898–1975) heute sogar nachfühlen kann. Er, Jude und SPD-nah und nach einem langen wechselhaften Leben nun von linken Studenten in die rechte Ecke gestellt, fühlte sich an die Rollkomandos der SA erinnert (Interview in der BZ).

Es braucht wohl ein langes Leben, um die politischen Dinge von allen Seiten betrachten zu können…

 

 

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„Rund um Weihnachten“ mit Juricka: Sonnenuntergang

Zehn Minuten nach 5 war es, als ich zwischen den Olivenbäumen die untergehende Sonne erblickte  „Rund um Weihnachten“ bedeutet ja auch dies: Wir nähern uns rasant dem kürzesten Tag des Jahres, dem Wendepunkt, an dem nicht von ungefähr das Heilsgeschehen der Geburt des Kindes angenommen wurde.

 

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Tägliches Zeichnen: Frauenportrait (5)

Ein fünftes Portrait, diesmal in Mischmaschtechnik: Aquarellstifte und Bleistift. Merkwürdigerweise finde ich, dass ich mir hier ziemlich ähnlich sehe – so wie ich vor dreißig Jahren aussah. Offenbar habe ich den Satz meines Mannes („Du machst dich älter als du bist“) allzu ernst genommen.

Mit den Aquarellstiften komme ich noch nicht klar. Gestern schaute ich mir eine ganze Reihe von Videos mit „Anleitungen für Anfänger“ an, aber ich gebe zu, dass ich überhaupt keine Lust habe, mich mit so netten feinen Arbeiten zu befassen, wie ich sie da bewundern durfte.

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Bummel am Meer

Ich drehte heute unterhalb „unserer“ Taverne eine Runde am Meer, auf die ich euch gerne mitnehmen möchte.

Die geweißte Mauer unterhalb der Taverne ist mit wildem Wein überwuchert.

Im Geröllstrand hat sich ein kleines Palmenwäldchen entwickelt.

Es verblüfft mich immer wieder, wie diese Bäumchen dem Sturm und dem Salzwasser standhalten können.

Auf der grob aus Felsen gefügten Mole wachsen kleine Feigenbäume und schwächliche Eichen. Sie sind mit dem Gestein aus dem Flussbett des Sandova herübergesiedelt und haben sich hier verwurzelt.

Über den Bergen verdichten sich die Wolken, aber sie lösen sich bald wieder auf.

Ich nehme den Weg über einen schmalen Steig, den ich immer mit meinem Hund Tito ging. Das steinerne Treppchen ist zusammegebrochen und wurde durch eine stabile Eisenkonstruktion ersetzt.

Die nächste Bucht

Oberhalb liegt eine Kirche, die man über einen privaten Weg erreicht. Der Glockenturm steht extra.

Hinter der Kirche gibt es ein großes grün bewachsenes Rund – einen ehemaligen Dreschplatz. Niemand kommt hierher. Man hat einen schönen Blick auf die nächste Bucht und auf Kalamata…

und aufs Vorgebirge. Leider wird jenseits des Ortes tüchtig gebaut.

Ich sitze hier gern auf der Umfassungsmauer, vor mir den Abgrund und das Meer. Vielleicht nehme ich das nächste Mal den Zeichenblock mit. …

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Tierleben: Großer und kleiner Ziegenbock

Wir haben hier in der Nähe einen Bauern – genauer einen Landpächter aus Albanien -, der vor den großen Festtagen Tiere besorgt, die er füttert und dann zum Schlachten bringt. Unser altes Brot hänge ich immer an seinen Zaun. So auch heute. Sogleich kam ein mächtiger schwarzer Ziegenbock mit Bravour angehumpelt, gefolgt von einem kleinen schwarzen Bock. Den Großen kenne ich vom Vorjahr. Er humpelt, weil sein eines Hinterbein mit dem Halsband zusammengebunden ist und er daher keine normalen Schritte machen kann. Die Alternative wäre, ihn anzupflocken. Jedenfalls darf er offenbar leben, um für Nachwuchs zu sorgen.

Ich warf die Brotbrocken über den Zaun. Der kleine Bock, wahrscheinlich sein Sohn, wurde energisch weggescheucht, fand aber auch ein Stück Brot.

 

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Rund um Weihnachten mit Juricka: Weihnachtseule

Die Weihnachtseule zeigte ich schon einmal, im Rahmen von Jurickas „Gingernillis„. Ich hole sie noch einmal hervor, damit Steinegartens Weihnachtseule sich nicht einsam fühlt.

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Tägliches Zeichnen: Frauenportrait (4)

Diesmal habe ich mit Fineliner  gezeichnet. Das bedeutet, dass ich nicht radieren konnte. Was einmal da ist, ist da. Fehler dürfen gemacht werden, wie im Leben auch. Man muss mit ihnen leben.

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