Meinen heutigen Beitrag zum Krimskrams-Challange von Juzicka-Jess (Amorak) habe ich in Reime gegossen, denn er handelt vom Gießen und Schießen.
Blei nicht in Menschenfleisch zu schießen,
stattdessen Bleisoldaten gießen:
Ist das der Weg zum Frieden hin?
Ist es zumindest ein Beginn?
Es kann auch sein, dass die Soldaten
dem kleinen Kind zur Lust geraten
und es wie sie mit Kugeln spielen
und nach nem bunten Feinde zielen
ganz nebenbei erlernen soll.
Das fände ich nun nicht so toll.
Wie dem auch sei: ich fand die beiden
auf dem Regal und mag sie leiden,
denn sie erinnern mich, wie wir
aus Blei einst gossen Mensch und Tier
und die Gestalten hübsch bemalten.
Wenn΄s gut gelang, Gesichter strahlten.









Die beiden treten in einer abc-etüde auf. Und wie ich eben nachlas, fand Bruni es schade, wenn die beiden sogleich wieder vergehen würden. Sie schrieb:
Diese Damen haben ihr Haar ordentlich unter einer Haube verborgen und die Augen niedergeschlagen. Jetzt dürfen wir sie betrachten, ohne dass die Gefahr besteht, dass sie zurückschauen. Also betrachten wir sie. Und was sehen wir? Nichts. Weiße verschlossene Gesichter. Brav, tugendhaft, glatt vermeiden sie jeden persönlichen Ausdruck, der als Initiative gedeutet werden könnte. Sie sind Erwartende, schlafende Prinzessinnen, und ein Mund wird ihnen erst erblühen, wenn ein Prinz mit dem Herrn Vater eine ordentliche Mitgift ausgehandelt hat.




