Natur und Technik: Weiteres zur Formensprache

Meine Flucht in die „reine Natur“ hatte mich ausreichend stabilisiert, dass ich nun auch wieder das Thema aufgreifen konnte, das mich letztens beschäftigt: die Formensprache von Technik und Natur.

Die Brand-Katastrophe schärfte mein Auge besonders für drei lebenswichtige technische Objekte: Auto, Wassertank, Telefonmast.

Auto, Wassertank und Telefonmast (in der Ferne) über Kalamata

„Telegrafenmasten“ nannte man sie, heute wohl eher Telefonmasten.

Dieser Strommast ist aus einem Zypressenstamm gemacht. Zypressen wachsen wild in kleinen Wäldchen oder werden zum Schutz von Feldern und an Friedhöfen angepflanzt. Ihre sehr geraden Stämme eignen sich hervorragend als Strommasten und als Bauholz für offene Dachkonstruktionen. Sie werden nur wenig bearbeitet, wirken daher fast wie „Natur“.

Telefonmast aus Zypresse

Deckengebälk meines Hauses

Diese Landschaft fotografierte ich zweimal: einmal „klassisch pur“ und dann mit Verkehrsschildern.

Mich interessierte besonders die Dreiecksform der Schilder, die das Landschafts-Dreieck in der Ferne wieder aufnimmt.

Mit ein bisschen Fantasie lassen sich die Verkehrsschilder auch als Segelboote lesen, und das Gebüsch wird zum wild schäumenden Meer.

Ein wenig spielte ich mit den Fotos herum, wobei ich pop-artige „Einheitlichkeit“ herstellte, also die Landschaft mit der Logik technischen Geräts behandelte. Nur meinem Hund und seinem Schatten gab ich eine Sonderrolle 🙂

Geteilter Himmel: Der Himmel wird zum Gebäude, wenn man die von Telefonmast und -leitung gebildeten Felder farbig füllt.

„Auto, Wassertank und Hund in der Landschaft“

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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17 Antworten zu Natur und Technik: Weiteres zur Formensprache

  1. lieberlebenblog schreibt:

    Deine Pop Art Besrbeitungen sind toll! Interessant, den Weg dorthin zu sehen!

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  2. afrikafrau schreibt:

    faszinierend, den Blickwinkel zu verändern…..interessante Betreachtungsweise….

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  3. mmandarin schreibt:

    Phantastisch, Marie

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  4. www.wortbehagen.de schreibt:

    Da hat der Tito aber Glück gehabt, daß Du ihn nicht in Rot getaucht hast 🙂
    Nein, im Ernst, ein toller Blick, den ich gerne mit Deinen Augen sah. Ich hätte niemals darauf geachtet, daß ein Telefon/Telegrafenmast aus Holz besteht, aus Pinienholz gar, wie das Dachgebäck Eures Hauses. Ich habe bisher nie auf das Material eines solchen Stammes geachtet. Meist sehe ich sie auch nur aus der Ferne.
    Deine Bearbeitungen sind interessant. Da zehnte Bild, die farbigen Flächen rechts und links vom Telefonmast, das alles zeigt mir deutlich die Künstlerin in Dir. Ein tolles Bild

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  5. gkazakou schreibt:

    Danke, Bruni, aber es ist kein Pinienholz. So gerade und hart ist nur die Zypresse. Das Holz der Pinie (ähnlich der Kiefer) wächst sehr schnell und ist daher nur für Bretter und als Feuerholz geeignet

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  6. gann uma schreibt:

    Sehr interessant, dass du den lebenswichtigen Aspekt der technischen Hilfsmittel aufgreifst. Ist doch der Mensch, der diese benötigt durchaus Teil der Natur und sein Erfolg als Lebewesen beruht auf seiner Benutzung von Werkzeugen.

    Vor zwei Jahren habe ich ein Ritual für Apollon gemacht, indem ich allen kulturell wichtigen Stätten bedachte (und bedankte). Da kam viel zusammen, aber Wassertank bzw. Wasserschutz und Auto hab ich übersehen.

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  7. Susanne Haun schreibt:

    Du wirst immer besser, Gerda!

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  8. Natur und Technik können sich widersprechen und harmonieren. Wie so oft kommt es auf das „Verhältnis“ an. Eine schöne Anregung diesen Gedanken auch mal künstlerisch zu variieren!

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Joachim. Genau dieses „Verhältnis“ interessiert mich auch künstlerisch, denn Natur und Technik haben ja eine unterschiedliche Formensprache, die in einem Bild harmonisiert werden muss.

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