Tagebuch der Lustbarkeiten: Auf der Hafenmole

Eigentlich wollte ich nur nachschauen, was das für Pötte sind, die neuerdings im Hafenbecken von Kalamata liegen. Dann aber wurde es ein ausgiebiger Spaziergang auf der Hafenmole, die schätzungsweise 1,5 km lang ist und die Stadt vor dem Meer schützt.

Die „Pötte“ waren drei mächtige Katamaran-Jets aus der Ägäis. Ich vermute, dass sie hier parken, da der Schiffsverkehr in die Kykladen wegen der dauernden Erdbeben ziemlich zum Erliegen gekommen ist.

Auf der langen Mole, die man auf zwei Ebenen begehen kann – auf der geschützten Seite des Hafens und auf der Schutzmauer, von der man gleichzeitig aufs Meer und den Hafen schaut – traf ich nur vereinzelte Menschen: eine junge Frau trainierte, eine ältere ging mit ihrem weißen Hundchen spazieren, ein Paar schritt rüstig die Strecke ab, und ein paar Jungs, die ihre Angel ins Hafenbecken hängten, gabs auch.

Leider quäle ich mich immer noch mit dem editor herum und habe keine Lust, mehr zu schreiben. Für heute genügt es ja auch! Habt eine schöne Wahl!

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Tägliches Zeichnen: Insekten nach Fotos (9): Scheinbockkäfer

Diesen „grünen Scheinbockkäfer“ fand ich in Almuths Blog,wo sie ihn am 30. Mai 2020 mit etlichen anderen schönen grünen Verwandten veröffentlichte (hier).

Hier nun wieder sämtliche Zeichnungen der Serie „Insekten nach Fotos“.

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Vorfrühlingsfarben

Schön und kalt war es heute morgen. In Attika schneite es, aber hier im Süden der Peloponnes herrscht Vorfrühling: Blau der Himmel, in dem weiße Wolken treiben, weiß und gelb überblüht die smaragdgrünen Olivenhänge, darin ab und an ein Blutsspritzer des Adonis – der roten Anemone. Zartblau wie Himmel und Meer die liebliche Männertreu.

Gestern Nacht spielte ich, während ich eine Sendung hörte, ein wenig mit den Buntstiften. Zum zärtlichen Blau gesellte sich ein Rosa, und es entstand eine träumerische Vorfrühlings-Architektur.

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Rote Anemonen, künstliche Orchidee und Cezanne

Unterwegs im trüben Tageslicht leuchteten mir heute vereinzelte rote Anemonen aus dem satten Grün auf den Olivenhängen entgegen. Der Regen hatte sie etwas zerrupft. Ich pflückte vier, trug sie nach Hause, steckte sie zu den trockenen Disteln und der Kunstorchidee in die schwarze Kugelvase und fotografierte sie um 12.47 Uhr..

Die hatte ich schon einmal am letzten Samstag um 15.33 Uhr fotografiert, als das Licht durch die künstliche Orchidee fiel und sie verzauberte.

Ja, auch eine künstliche Orchidee wird schön im Licht! Ich besitze sie seit Jahren, weiß nicht mehr, wie sie in meinen Besitz gelangt ist. Bei ihrem Anblick denke ich gern an Cezanne, der für seine Stillleben künstliche Blumen verwendete, da die echten verwelken. Das behinderte ihn bei seiner extrem langsamen Malweise.  Seine Objekte sollten stabil bleiben und nicht Form und Farbe verändern.

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In der Zeichenschule

Gestern fuhr ich nach Kalamata, um nach Modell zu zeichnen, doch der Termin fiel aus. So machte ich nur ein Foto der dort aufgestellten Gipsköpfe, mit dem Gedanken, sie auch einmal mit Kugelschreiber und Buntstiften zu zeichnen. Das Ergebnis lässt sehr zu wünschen über, doch immer lernt man auch zu, wenn etwas nicht gelingt.

Durch Überblendung mit dem Foto versuchte ich eine Ehrenrettung der Zeichnung. Ja, so geht es.

ps: Mein Glück mit dem classic editor, lieber Random, währte leider nicht lang. Ich kann auf dem aufgerufenen Format kein Button fürs Speichern finden, und wenn ich rausgehe, um bei „Beiträge“ noch mal zu beginnen, sitze ich in der Blockversion fest. Ich habe den Assistenten befragt, aber der ist blöd. Seufz.

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Tägliches Zeichnen: Insekten nach Fotos (9), rotgefleckte Raupenfliege

Das Suchen nach Insekten-Fotos in befreundeten Blogs, um sie abzuzeichnen, ist selbst schon eine spannende Reise. Heute faszinierten mich wieder die Makro-Fotos von Gerhard, die mir die unglaubliche Vielfalt von Formen und Farben auf dem Präsentierteller darbieten. Mit dem bloßen Auge könnte ich da gar nichts wahrnehmen,und ich frage mich, wie die früheren Insektenzeichner es angestellt haben, ohne das Hilfsmittel der Fotografie wunderbare und zudem auch noch korrekte Zeichnungen anzufertigen.

Mit ihnen kann und will ich nicht konkurrieren. Mir macht es grad enormen Spaß, mit Kugelschreiber und Buntstiften dem Farb- und Formenreichtum nachzuspüren.

Heute wählte ich als Motiv eine attraktive (?) rotgefleckte Raupenfliege, die Gerhard inmitten von Goldrutenblüten ablichtete. Was für eine merkwürdige Gestalt!

Die bisherigen Zeichnungen der Serie:

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Wintersonne genießen

Regen und Schnee waren angesagt, doch hier lässt sich nichts davon merken. Blau ist der Himmel, und die kalte Luft wird durch eine kräftige Sonne durchwärmt. Also sitzen wir vormittags auf dem windgeschützten Vorplatz und träumen, lesen, beobachten…

Träumen kann man am besten, wenn man einen Stuhl mit Kissen erobert, und kein Schatten den Genuss stört.

Also bitte!

Fritzi ist lieber drinnen. Sie ist auf den TV-Sessel abonniert.

ps. Ich hatte mit der Erstellung dieses kleinen Eintrags ein Problem, weil der Classic Editor, auf den ich immer zugreifen konnte, verschwunden ist. Es ist ein Graus mit den Blocks, die einem hundert Vorschläge machen, die ich überhaupt nicht angefordert habe. Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich den Classic Editor wiederfinden kann?

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Tägliches Zeichnen: Insekten nach Fotos (8): Gallische Feldwespe

Heute war ich nochmal bei Almuth (NaturaufdemBalkon) unterwegs, auf der Suche nach einem Insektenfoto, das ich abzeichnen wollte. Die Auswahl war schwierig. Ich entschied mich schließlich für eine gallische Feldwespe, die grad beim Wasserschöpfen ist. (hier).

Die bisher gezeichneten Insekten:

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Dienstags-Drabble: Wo ist die nächste Tankstelle? kata-strophisch

 

„O Johnny, my God, ich kann bald nicht mehr

Wieso war der Tank von dem Auto auch leer?

Ich hab doch getankt, ich glaub erst vorgestern,

an der BP-Tankstelle, als ich fuhr zu den Schwestern

you know, die drei Schwestern in dem windschiefen Häusgen …

Ach, Johnny, mein Schatz, ich brauch jetzt ein Päusgen.“

 

„Was wolltest du auch bei den uralten Krähen,

die schwatzen und gackern und nichts mehr verstehen.

Die sind doch plemplem und total angestaubt

Viel schlimmer als die Polizei es erlaubt.

Dass die Bude noch nicht zusammengestürzt ist

Das ist echt ein Wunder, bei Jesus und Christ.“

Die von mir belauschte Unterhaltung ging noch lange weiter und entwickelte sich auf recht unschöne Weise. Aber die erlaubte Anzahl der Wörter ist eben 100, nicht mehr und nicht weniger. Und also muss ich hier enden. Mögen die beiden bald eine Tankstelle finden und sich wieder versöhnen!

Dies ist mein Beitrag zu dem von Heide organisierten Dienstags-Drabble. Die zu bedienenden Wörter waren diesmal Tankstelle – zusammenstürzen – angestaubt. 

 

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Tagebuch der Lustbarkeiten: Tanzen am Abendmeer

Unterwgs zum Paneurhythmietanzen sprenkelte Sprühregen die Windscheibe. Ob es wohl was würde mit unserem Treffen? Doch es klappte nicht nur, sondern wir konnten sogar in allerschönstem Licht der tiefstehenden Sonne tanzen.

Vor dem Tanzen:

Ich hatte noch etwas Zeit und schaute mich um. Im Garten der großen Hotelanlage sind große Mengen roter Erde aufgeschüttet worden  – solche Erde ist stark kalkhaltig und eignet sich hervorragend für Gärten. Einige Bäume scheinen neu eingesetzt oder umgesetzt worden zu sein.

Nach dem Tanzen: Ein mit seinem kleinen Sohn vorbeispazierender Bekannter machte das schon traditionelle Erinnerungsfoto.

Im Meer schwammen noch ein paar Unentwegte, andere sahen dem Sonnenuntergang vom Ufer aus zu. Von rechts erschien ein Kreuzfahrer und zog durch den Widerschein der Sonne im Meer. Das eben noch schwarz erscheinende Ungetüm wurde fast durchsichtig, ich konnte es mit bloßem Auge nicht mehr erkennen.

Spiegelglatt war das Meer und voller Farbenseligkeit.

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