„Kunst hilft“ in Koroni: Nebenprogramm Bilderlegen

Ich mag es, bei Ausstellungen auch kleine Workshops anzuberaumen. Diesmal hatte ich keine Kraft für eine Vorbereitung. Aber Freundin Ingrid S, die meine Legetechnik in einem früheren Workshop kennenlernte, brachte spontan eine kleine Gruppe von auch künstlerisch tätigen in Korona ansässigen deutschen Frauen zusammen, und so saßen wir an einem frühen Nachmittag an den von der benachbarten Taverne ausgeliehenen Tischen und schnipselten und legten Bilder aus mitgebrachten farbigen Papieren oder auch aus einem weißen Blatt Papier.

Außer mir legten drei Frauen Bilder. Die vierte, Christl, zog es vor zuzuschauen. Es war faszinierend zu sehen, wie verschieden jede von uns an die Sache heranging.

Wir beschlossen, jede mehrere Bilder zu legen und zu den Bildern Geschichten zu erzählen.

Matina

Inken

Ingrid

Gerda

 

 

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„Kunst hilft“ in Koroni: Liebe Besucher

Über Besuchermangel kann ich nicht klagen. Heute vormittag, als eigentlich gar keine Öffnungszeit war – ich kam, um ein wenig umzuräumen -, spazierten etwa 30 Menschen durch die Ausstellung. Gestern nachmittag kamen vier liebe Freunde aus Kalamata angereist, brachten auch die glänzendschwarze, blauäugige Hündin Luna mit.

Heute kam mein alter Hundefreund Rubi samt Herrin Elena hereinspaziert. Sie waren sogar bereit, für ein Foto zu posieren.

Rubi und Elena, die mit Kleidung aus Bali handelt

Viele Besucher spazieren einfach an den Bildern vorbei, grüßen freundlich und verschwinden. Wenn ich ein gewisses Interesse bemerke, biete ich ein Gespräch an über den Zweck der Ausstellung, über Techniken, über Orte, an denen die Bilder gemalt wurden…. Manchmal kommt es auch zu richtigen Gesprächen:  man setzt sich im Kreise zusammen und unterhält sich.

 

Unter den heutigen Besuchern war auch ein Ehepaar aus dem Friesland, die auf ihrem Boot an der Marina von Kalamata überwintern. Dieses Boot habe ich schon oft sehnsuchtsvoll umrundet und fotografiert. Sie freuten sich, als ich ihnen die Fotos zeigen konnte. Demnächst werde ich ihnen einen Besuch auf dem schönen Boot abstatten.

 

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herbstzeitlos mit Juricka: herbstliche Spiegelbilder

Juzicka vom Amorak-Blog hat für den Oktober eine Aktion gestartet, die sie „herbstzeitlos“ nennt. Alles „Herbstliche“ ist erlaubt. …..

 

Heute mittag an der Hafenzeile von Koroni. Nach dem Feiertagsgetriebe zum OXI-Tag herrscht nun wieder himmlische Ruhe.

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Dienstagsdrabble: Belanglosigkeiten in Prosa, mit neuen Legebildern in Blau-Weiß

Weder vergessen habe ich das heute fällige Drabble, für das Heide von der Puzzleblume die Wörter Geheimnistuerei + vergessen + belanglos vorgegeben hat, noch finde ich es belanglos, am Dienstagsdrabble teilzunehmen, doch ich habe einen guten Grund, dass es heute für keine Kata-Strophen reicht. Welchen? Nun, was nützte mir Geheimnistuerei, wo es doch offensichtlich ist? Meine Ausstellung hält mich immer noch fest im Griff, und ich habe kaum Zeit. Außerdem ist das internet sehr schwach, ständig macht es Fiesimatentchen, weshalb ein einfacher Eintrag doppelt und drei Mal so lange dauert. 

Wie bitte? Immer noch keine hundert Wörter? Und jetzt? Hurra, es reicht! 

100 Wörter.

 

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Herbstzeitlos mit Juricka: der OXI-Tag in Koroni

Bei Bestwetter mit Sonnenschein und Wind feierte heute ganz Koroni den Nationalfeiertag des 28. Oktober, an dem im Jahr 1941 der damalige Regierungsschef Joannis Metaxas Mussolinis Ultimatum, vor der Invasion der Truppen Italiens zu kapitulieren, sein OXI (NEIN) entgegenschleuderte. Das war für Griechenland der Beginn einer langen fürchterlichen kriegerischen Zeit. Der italienische Angriff wurde heroisch abgeschlagen, dann aber kamen die Deutschen über Bulgarien und bald wehte die Hakenkreuzfahne über der Akropolis. Der griechische Widerstand blieb freilich trotz aller Maßnahmen der Besatzungsmacht und der grassierenden Hungersnot ungebrochen – bis zuletzt. Und so feiert heute ganz Griechenland und natürlich auch Koroni das stolze NEIN! mit Schülerparade, Liturgie, Posaunen und Tänzen.

Die langen Schatten zur Mittagsstunde zeigen es an: das Jahr ist schon weit fortgeschritten.

 

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„Kunst hilft“ in Koroni – Vernissage

Die befreundete Fotografin Garifalia veröffentlichte bei FB eine Reihe von Fotos, die das Zusammenspiel von Wänden, Beleuchtung und Bildern wunderbar dokumentieren (hier). Danke von Herzen, Garifalia!

Ist möglicherweise Kunst

Ist möglicherweise Kunst

Ist möglicherweise Kunst von Cotswolds

Ist möglicherweise Kunst von Cotswolds

Ist möglicherweise Kunst

Ist möglicherweise Kunst von Text

Ist möglicherweise Kunst

 

Dass auch die Besucherzahl stimmte, habe ich vor allem der Vor-Ort-Werbung meiner lieben Freundin Ingrid zu verdanken, die fleißig Plakate klebte, bei geselligen Ereignissen – Akkordeonkonzert, Chorprobe u.a. – den Menschen das Konzept der Ausstellung verklickerte und ihnen den Besuch ans Herz legte. Auch andere Freundinnen machten werbende FB-Einträge, und die lokalen Zeitungen brachten eine tägliche Mitteilung.

In Koroni gibt es eine große deutsche „Kolonie“, und auch andere europäische Ausländer haben in und um Koroni Grund und Boden erworben und verbringen einen erheblichen Teil des Jahres dort. Etliche von ihnen beehrten meine Ausstellung mit ihrem Besuch. Auch einige griechische Anwohner kamen vorbei, und natürlich auch normale Touristen.

Trotz allem müsst ihr bei einer Eröffnung in selbst-beworbenen Räumen in einem kleinen Ort Griechenlands (Koroni hat etwa 4.500 Einwohner) nicht an Massenzustrom denken, wie man ihn bei den Vernissagen bekannter Galerien in großen Städten beobachten kann. Es geht gemütlich zu: Es spaziert der erste herein, dann vielleicht ein Touristenpaar, ein Grüppchen, man begrüßt sich oder stellt sich vor, erkundigt sich nach dem Woher und Wohin, fragt nach Wünschen, tauscht sich aus, bringt das Gespräch auf den Zweck der Ausstellung, lenkt die Aufmerksamkeit auf einzelne Bilder….. Die Vernissage ist der kommunikativste Teil einer Ausstellung, von dem das finanzielle Gelingen stark abhängt.

Um den Zweck zu erläutern, hatte ich fünf mehrsprachige bebilderte A4-Info-Blätter erstellt: Obstbaumpflanzung im Flüchtlingslager, Kreativkurse für Menschen mit Behinderungen, Förderung von Roma-Kindern, Hilfe für streunende Katzen sowie ein Blatt, auf dem man eigene Vorschläge notieren kann. Das stellte sich als sehr hilfreich heraus. Ein neuer Vorschlag ist die finanzielle Unterstützung der musikalischen Bildung der Kinder von Koroni, die vom Kulturfestival Koroni organisiert wird.

Zwei deutsche Paare, beide mit eigenen Häusern in der Umgebung, eröffneten den Reigen der Käufer. Sie nahmen fünf Bilder: eine mittelgroße „Regatta“ auf Leinwand und zwei Landschafts-Gouachen die einen, eine kleine „Steilküste“ auf Leinwand und eine „Strand mit Agaven“-Miniatur-Bleistiftzeichung.

 

 

 

 

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„Kunst hilft“. Ausstellung in Koroni (1): einrichten

Mit dem bis oben vollgepackten Auto fuhren wir am Donnerstag von unserem Haus in der Mani nach Koroni – einem charmanten, venezianisch geprägten Ort auf dem ersten Finger der Peloponnes. Quartier bezogen wir in einem kleinen Appartment-Hotel direkt am Wasser, im ausgebauten Dachstuhl mit starker Schräge und Bullaugenfenster, das einen Blick auf das steil dahinter ansteigende Dorf gestattet.

Zur Meerseite hin liegt der breite Balkon mit Blick aufs Wasser und auf die Reste der venezianischen Burg, die nachts beleuchtet werden.

Am nächsten Morgen sah es dann so aus:

Am Abend noch lud ich die Bilder aus dem Auto und stellte sie provisorisch im Ausstellungsraum ab. Der war noch recht dunkel, die Lichter im hinteren Teil, der in venezianischer Zeit in den Berg hinein gebaut und vom jetzigen Besitzer, der Maniatakis-Stiftung, wieder ausgegraben und renoviert wurde, waren sogar ganz ausgefallen. das passiert immer wieder, weil das dicke Gestein Wasser zieht.

Ich fotografierte die leeren Wände

Der Herr des Hauses Dimitris Maniatakis kam vorbei und bestellte für den nächsten Morgen den Elektriker aus Kalamata. Die kamen dann am Freitag vormittag zu zweit und arbeiteten zügig. Ich konnte derweil die Bilder schon mal auseinanderstellen und überlegen, was wohin zu hängen war. Dann war auch Freundin Ingrid, die schon das Ausdrucken und Verteilen der Plakate übernommen hatte, zur Stelle.

Sie brachte ihren Mann und eine weitere deutsche Freundin, die versierte Matina, zum Helfen mit, und so konnte es losgehen (Fotos: Ingrid Spieker)

Der Hauptraum sieht jetzt etwa so aus (Weitwinkel), der vordere Raumabschnitt fehlt.

Besonders spannend sind die hinteren Räume:

An Problemen, die beim Einrichten von Ausstellungen immer auftreten, fehlte es natürlich nicht: wackelnde Rahmen, schlechte oder fehlende Hängungen, Beleuchtung… , und ohne die Freunde hätte ich es nicht geschafft. Aber mit ihnen gelang es vortrefflich, und so konnte ich zwischendurch sogar noch loseilen, um mir eine dunkle Hose und ein weißes Hemd für die Eröffnung zu kaufen, weil die mitgebrachten Sachen inzwischen völlig durchgeschwitzt waren.

Natürlich fiel mir auch sonst noch manches erst im letzten Moment ein: die Getränke für die Eröffnung! Und Gläser! und noch dies und das! Danke, Liebe Ingrid, für deine unermüdliche Hilfe und kein Mit-Denken!  Die fünf Infoblätter zum Zweck der Ausstellung ausdrucken! Das erledigte „Kapetanios Kostas“, ein anderer großer Helfer, der das Festival von Koroni organisiert.

Es blieb sogar noch Zeit, um mich ein wenig auszuruhen. Um sieben Uhr war dann die Eröffnung. Und die Spannung wuchs. Wer würde kommen?

 

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Herbstzeitlos mit Juricka: Koronis Hafen. Bald wird es regnen

Am vergangenen Donnerstag sind wir mit vollgepacktem Auto nach Koroni gefahren, wo ich dann am nächsten Tag meine dritte Ausstellung der Reihe „Kunst hilft“ eröffnen würde. Leider funktionierte der Internetanschluss im Appartement des „Xenios Zeus“ (gastfreundlicher Zeus) nicht, wo wir abstiegen, außerdem gab es sehr viel zu tun, und so bin ich mit dem Schreiben meiner täglichen Posts nicht nachgekommen. Das will ich nun langsam, soviel es meine Zeit erlaubt, nachholen.

Heute nur das herbstzeitlos-Bild für Donnerstag:

 

 

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Herbstzeitlos mit Juricka: Zusammenspiel von Drinnen und Draußen –

Juzicka vom Amorak-Blog hat für den Oktober eine Aktion gestartet, die sie „herbstzeitlos“ nennt. Alles „Herbstliche“ ist erlaubt. …..

Der Oktober ist Übergangszeit: Nicht mehr Sommer – noch nicht Winter. Bunt sind die Wälder und die Garderobe gemischt. Das Leben bewegt sich an der Grenze zwischen Draußen und Drinnen, entsprechend den häufig wechselnden Wetterbedingungen. Noch sind wir spnnenverwöhnt, aber es gibt auch Tage, an denen wir uns ins Haus verkriechen, weil draußen alles grau und nass ist.

Unser Klostertisch (Schreibtisch) ist mit einer handgewebten Decke in herbstlichen Farben bedeckt, darauf liegt meine Zweitbrille und spiegelt das Draußen vor dem Fenster hinter mir nach Drinnen und in meine Augen. So entsteht ein Bild, das meinem Gefühl der Grenze und des Übergangs, in dem sich das eine im anderen spiegelt, vollkommen entspricht. Und wenn ich hier sitze und den vergangenen Sommer reflektiere, während ich meine Schultern mit einem roten Wollpullover wärme, verhalte ich mich wie die Brille….

 

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Dienstagsdrabble, kata-strophisch: Tote unter sich

Für das heutige Drabble hat Heide (Puzzleblume) die drei Wörter

Friedhofsbesucher + verschieben + exquisit

vorgegeben. Meine damit zusammengereimten Kata-Strophen sind ein bisschen holperig, doch irgendwie passt das Holpern auch zum Text, der wie gefordert, aus 100 Wörtern besteht.

Tote unter sich

 

Was sich die Friedhofbesucher wohl denken

Wenn sie uns in die Grube versenken?

*

Ich kann mir denken, was sie so meinen

Sie denken, wir lägen still unter den Steinen

*

Dass wir nicht still unter der Erde bleiben

Und was wir des Nachts im Geheimen betreiben

Das ahnen sie nicht. So können sie uns nicht stören

wenn wir uns laben an exquisiten Likören.

**

Und weil sie’s nicht wissen, verschieben sie täglich

Den Tod und leiden und plagen sich kläglich

Um noch ein Restchen des Lebens zu halten

Auch wenn ihre Glieder schon langsam erkalten.

***

Welch schöner Trost!

Da ruf ich: Prost!

Das erste Legebild habe ich aus Schnittresten von Jürgen Küster aka Buchalov und einer Spirale von Susanne Haun gelegt. Das zweite Legebild besteht aus einem Sammelsurium von Schnipseln.

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