Die Entwicklung der Arten

Ich habe eines meiner durch Überschwemmung angegriffenen Bilder zerschnitten.

Da ich keine Schere zur Hand hatte, schnitt ich große Stücke mit dem Messer aus dem linken Drittel und zerriss die überschüssigen Teile. Mit so großen Stücken auf relativ beschränkter Fläche (70 x 100) Bilder zu legen, finde ich schwer. Aber ich versuchte es, begann mit Fischen, dann wurde es ein Wasservogel und schließlich ein Wichtel und ein bezopftes Frollein.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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25 Antworten zu Die Entwicklung der Arten

  1. Myriade schreibt:

    An das Bild erinnere ich mich, das hat mir sehr gut gefallen. Ein Glück, dass du alles digitalisierst ….

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  2. mmandarin schreibt:

    Es gehört Mut dazu, ein Bild zu zerreißen, aber manchmal entsteht etwas völlig unerwartet Neues daraus. Das ist doch wunderbar, nicht wahr, liebe Gerda. So vollzieht sich ein Wandel und wir bleiben wach und beweglich. Ich kenne das. Neulich habe ich ein kleines Quadrat zerrissen und nun schiebe ich die Einzelteile hin und her, lege Schwarz darunter, dann Buntes, dann verwerfe ich wieder alles…. es ist ein Gleichnis und die Überschrift heißt „Leben“ . Lass uns weitermachen damit. Das Spielen und Ausprobieren ist doch spannend, nicht wahr? Liebe nächtliche Grüße von Marie

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  3. ernstblumenstein schreibt:

    Eigentlich ist Marie’s Worten nichts mehr hinzu zufügen, hat sie doch das Wesentliche treffend geschildert. Viele Menschen sind nicht kreativ, weil ihnen Sicherheit im Alltag zu wichtig ist und ihnen die Neugier.und somit der Mut zum Neuen generell abgeht.
    Übrigens finde ich, dass der ‚Wandel‘ zum Wichtel und das Frollein grossartig gelungen ist und sich als neues, eigenständiges Werk toll präsentiert.
    Ich sammle seltene Wortkreationen und danke für das Frollein. 😉

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  4. Ulli schreibt:

    Guten Morgen, liebe Gerda, hier wurde aus dem Ungluck eine Evolutionsgeschichte, die Fische gingen ans Land und wurden zu Vögeln, die Vögel bekamen Beine und wurden Wichtel und weil ein Wichtel so ungern alleine ist, gesellte sich ein Frollein hinzu. So hast du aus einer der Katastrophen etwas Schönes, Neues geschaffen, Marie hat es wunderbar gesagt!
    herzliche Morgengrüsse sende ich dir,
    Ulli

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  5. Elke Speidel schreibt:

    Du bist große Klasse! Sehr gelungene Arbeiten!

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  6. m.mama schreibt:

    Immer wieder faszinierend, wie du aus Bildern neue Bilder erschaffst!

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  7. Random Randomsen schreibt:

    Diese Bilder wecken in meinem Katzenkopf 😉 zwei Gedanken: Erstens sind sie ein wunderbares Beispiel dafür, wie man dem Sinnlosen einen Sinn geben kann. Das hat für mich auch viel mit Haben oder Sein zu tun. Aus Haben-Sicht sind schöne Bilder durch die Überschwemmung flöten gegangen. Und das war’s dann. Erst im nächsten Schritt (wenn er eben, wie hier, gegangen wird) zeigt sich das Sein. 🙂
    Zweitens erinnern diese neuen Legearbeiten daran, wie auch in der Natur Lebewesen neue Lebensräume besiedeln, nachdem sie durch Stürme aufs Meer getrieben wurden und in völlig neuer Umgebung gestrandet sind.

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    • gkazakou schreibt:

      Herzlichen Dank, Random, für deinen doppelt-weisen Gedanken! Wenn wir nur den Charme des Seins-Wandels immer deutlich vor Augen hätten, würden wir nicht mehr soviel verlorenen Habens-Formen nachtrauern. Liebe Grüße dir!

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      • Random Randomsen schreibt:

        🙂
        Ja, das sehe ich auch so. Allerdings ist das oft leichter gesagt als getan. Übrigens fällt mir erst jetzt die doppelte Bedeutung des Wortes „Seins-Wandel“ auf. Eben auch als mögliche Lebenseinstellung – primär seiend (statt habend) durchs Leben zu wandeln. 🙂
        Herzliche Grüße 🐻

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      • www.wortbehagen.de schreibt:

        Primär seiend finde ich grandios! Aber manchmal überfällt den Menschen eben auch ein Haben wollen und wenn´s nur das ist, Gerdas Schnipselarbeiten erhalten zu wollen

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  8. wildgans schreibt:

    Über das bezopfte Frollein wären schöne Geschichten zu schreiben, märchenhafte…

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  9. www.wortbehagen.de schreibt:

    und Deine neuesten Schnipselarbeiten sind Dir so vorzüglich gelungen, daß ich fast glaube, die Überschwemmung mußte kommen, um Dir Neues zu bringen.
    Alleine die Fische liebe ich schon, dann der so sehr gelassene Wasservogel und am Ende das herzig bezopfte Frollein im Gespärch mit dem Wichtelmännlein.
    DREI neue Bilder hast Du auf Deine unnachahmliche Art aus einem einzigen beschädigten Bild gearbeitet. Was willst du mehr?
    Liebe Abendgrüße von Bruni an Dich

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  10. kopfundgestalt schreibt:

    Du gehst wieder den Kleeweg 🙂

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  11. Susanne Haun schreibt:

    Liebe Gerda, ich finde, es ist dir sehr gut gelungen, die großen Teile zu legen. Ich mag besonders die Fische, sie sind sehr bewegt.
    Ich muss gleich zum Zahnarzt, der Zahn ist gezogen aber die Schmerzen pochen noch.
    Liebe Grüße sendet dir Susanne

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