Erweiterung des Debattenraums: Eugen Drewermann zu Krieg und Frieden, Corona, Aus- und Abgrenzung, Angst und Selbstbestimmung, Tierleid, Strafrecht u.a.

Unter den vielen Stimmen, die sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu den drängenden Gegenwartsthemen  äußern, ist der Theologe, Pazifist und Psychotherapeut Eugen Drewermann ein Leuchtturm. Ihn anzuhören tut mir einfach nur gut, denn aus ihm sprechen Vernunft, Maß und ein zutiefst christliches Menschenbild. Hier äußert er sich ausführlich und faktenreich zu den harten Vorwürfen, die gegen ihn vorgebracht wurden.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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19 Antworten zu Erweiterung des Debattenraums: Eugen Drewermann zu Krieg und Frieden, Corona, Aus- und Abgrenzung, Angst und Selbstbestimmung, Tierleid, Strafrecht u.a.

  1. Gisela Benseler schreibt:

    Gerda, – ja, ihm zuzuhören, tut einfach gut! Und wie recht er hat!

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    • gkazakou schreibt:

      Er ist ein aufrechter, kluger und gebildeter Mensch, der begriffen hat, dass man auch als gläubiger Christ nicht zum Weltgeschehen schweigen soll. Er ist um Wahrheit bemüht und redet klar, dennoch gibt es viele, die ihm böswillig das Wort im Mund verdrehen. Ich kenne Micha Brumlik persönlich aus meiner Frankfurter Zeit, und es tut weh, dass er einen Menschen wie Drewermann des Antisemitismus verdächtigt. Es ist als bewürfe er ihn mit Steinen. Ich glaube, das schmerzt ihn mehr als alles andere.

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  2. rotewelt schreibt:

    Ich wünschte mir mehr Menschen wie ihn in dieser schlimmen dunklen Zeit.

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  3. elsbeth schreibt:

    Hey, Gerda ! Danke !!Du bist jetzt die Dritte, die mir den link schickt ! Ja, das muss sich verbreiten. Ich mache dies auch gerade. Übrigens sehe ich nicht, dass seine Stimme NUR tauben Ohren spricht. Geh mal in den Kommentarteil im Anschluss an das Video ( fast 800 bewegte Stimmen )….meine Hoffnung sind auch junge Leute heute, die selber denken. Liebe Grüße …Elsbeth

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  4. Vielen Dank Gerda für das Teilen der klugen Worte dieses Mannes! Ich teile es auf mehreren Kanälen! DANKE❣️😉

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  5. elsbeth schreibt:

    https://drive.google.com/file/d/15GmaUVGZe5039TioaXoBb2lyD3xNa_nJ/view?usp=drivesdk
    Leider ist die Qualität des kleinen Videos miserabel -aber die Botschaft ist gut.

    Und ist auch eine Antwort- diesmal aus der Musik. Benefizkonzert vom 6.3.in der Staatsoper Berlin. Mit einer Rede von Barenboim, dessen jüdische Vorfahren vor den Nazis aus Belarus nach Argentinien flohen. D er Opernchor singt die ukrainische Nationalhymne.. Barenboim warnt nachdrücklich davor, in die Falle eines sich jetzt ausbreitenden Russenhasses, im Kulturbetrieb –und nicht nur dort– zu fallen.
    Ein Freund, der im Opernchor singt, schreibt mir, dass in der Neu- Inszenierung von L`elisir d`amore, die gerade jetzt gegeben wird, die Hauptrollen von einer ukrainischen Sopranistin und einem russischen Tenor gesungen werden.

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Elsbeth, ich finde es gruselig, dass man jetzt schon als eine großartige menschliche Leistung erwähnen muss, wenn zwei Musiker aus im Krieg befindlichen Ländern zusammen auftreten. Und dass man vorwegschicken muss, welcher Nation jemand angehört, ob er Russe, Ukrainer oder Jude ist, welche Schicksale er ertragen musste:::, bevor man ihm überhaupt zuhört. Wenn du Barenboims Herkunft aber erwähnst, so sprich nicht von Belarus, sondern richtigerweise: „er wurde 1942 in Buenos Aires als Sohn von russisch-aschkenasischen Eltern geboren“.(Wiki)

      Ich weiß wirklich nicht, was die ukrainische Nationalhymne in der Berliner Staatsoper zu suchen hat. Wenn der Chor ein politisches Zeichen setzen wollte, dann sollte er auch die russische und die deutsche Nationalhymne singen. aber besser wäre, er bliebe bei der Musik, die überbrückt und nicht spaltet. ..

      Ich weiß gar nicht, ob euch in Deutschland bewusst ist, wohin ihr grad treibt.

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      • elsbeth schreibt:

        mon dieu Gerda, seufz… ich geb`s auf!
        Natürlich wären Nationalitäten KEINER Erwähnung wert, wenn wir nicht jetzt diese Kriegssituation mit dem massiven (!) gegenseitigem (!) Hass hätten. Barenboim sprach auch ganz korrekt von der Flucht seiner Vorfahren. Von nichts anderem. Er versucht mit Hilfe der Kunst, der Musik, Brücken zu bauen. Gespielt wurden- nach der ukrainischen Nationalhymne dann bewusst -russische Komponisten… na und ? Die Entscheidung zusammen mit seinem Orchester. In der jetzigen Situation.
        Wohin „WIR in Deutschland treiben“– ??? Merkwürdige Frage ? Ich kann nur für mich sprechen: Informationen suchen, die weder der russischen noch der ukrainischen Propaganda und ihrem gigantischen Bilderkrieg in den Medien einfach “ glauben“. Immer skeptisch bleiben ,immer weiterfragen….weiterfragen. Sowohl, wenn in der Ukraine “ der freie Westen“ verteidigt wird ??—wie wenn Putin und seine Crew die arme „Ukraine endlich von den Nazis befreien müssen“. ??ich bilde mir nicht ein, den WIRKLICHEN Durchblick in diesem vielfädigen Chaos, diesem Inferno zu haben:

        Ich kann aber weder in allem, was sich gerade abspielt, NUR ursächlich die bösen USA und ihre (troddeligen ?)Verbündeten—noch den eigentlich unschuldigen, nur durch die Machenschaften der Nato in diesen Krieg gezwungenen Putin sehen.
        Es kommen TÄGLICH mehrere tausend Flüchtlinge hier in Berlin an. Und “ wir hier in Deutschland“ helfen. (Ich rede nicht von den neuen Milliarden für die Bundeswehr. DIE machen mir Angst ) Praktisch und sehr konkret wird täglich den Flüchtlingen geholfen ! Eine der wichtigsten Botschaften in der kurzen Rede von Barenboim war gerade–nicht in die Falle der Parteinahme zu tappen und jetzt mit RUSSENHASS , in der Kultur, im Alltagsleben zu reagieren. Und auch dafür kann man mit Zivilcourage einiges tun.
        Das EINZIGE, was mich wirklich interessiert, was ich jetzt wichtig finde, sind diese echten Gesten des Brückenbauens, der ganz konkreten Hilfe…der Menschlichkeit !!

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    • gkazakou schreibt:

      danke Elsbeth, ich bin ja vollkommen einverstanden,dass es ums Händereichen geht. allen Menschen, ohne Ansehen der Nationalität, Rasse, des Glaubens und Geschlechts. Reichen wir Hände, wenn Brücken in die Luft gesprengt werden. Ich habe wahrlich nichts gegen Barenboim und seine Geste und freue mich, dass russische Komponisten gespielt wurden und dass ukrainische und russische Künstler zusammen auftreten. Ich hoffe, sie trinken danach auch ein Gläschen miteinander und umarmen sich. Sind sie nicht Brüder und Schwestern?
      Was mich verstört ist die Verve, mit der man in Deutschland die „ukrainische“ Seite einnimmt. Anstatt die Seite der Menschlichkeit und des Friedens einzunehmen. Wieso hat man acht Jahre nicht gesehen, was den Menschen in der Ostukraine angetan wurde?

      Ich möchte dir gern glauben, dass es keinen Russenhass in Deutschland gibt. (In der Ukraine gibt es ihn, und er wird offiziell gepflegt. Russenkinder nennt man gern Mistkäfer. Nicht erst jetzt, sondern seit der berühmten Maindan-„Revolution“).

      Ich kenne Russen und Russinnen in Deutschland, denen es grad sehr schlecht geht – aus keinem anderen Grund, als weil sie Russen sind. Darum fragte ich: Wohin treiben wir in Deutschland. WIR – als Deutsche, nicht als Individuum. (Ich selbst lebe ja bekanntlich nicht in Deutschland, bin aber Deutsche).

      Verwandelt sich Deutschland grad in einen Frontstaat, der sich für den Kampf gegen Russland instrumentalisieren lässt? Oder tut es das ein weiteres Mal aus eigenem Antrieb? Warum ist das wiedervereinigte Deutschland in der NATO? Wozu all diese Waffen?

      Ich glaube dir, Elsbeth, dass du das schrecklich findest. Ich argumentiere ja nicht gegen dich oder gegen mich oder gegen Barenboim oder gegen den Berliner Opernchor. Sie (wir) tun, was sie (wir) können, um zum Frieden beizutragen. Aber dass solche Gesten nötig sind und an einer Hand aufgezählt werden können, und auch, dass man die ukrainische Nationalhymne nun ins Musikprogramm aufnimmt, dass finde ich schon sehr bedenklich. Hast du je von der afganischen Nationalhymne etwas gehört?

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  6. kopfundgestalt schreibt:

    Der vermengt mir zu viel…
    Bei corona sollte er präziser ausführen, nicht reden, reden,reden,reden. Sondern mal innehalten und der Komplexität Raum geben .

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  7. Ein kluger Mann, auf jeden Fall!
    Nur Abrüstung in der ganzen Welt schafft Frieden!
    Aber wie sollte das funktionieren bei dem Menschen, so wie er ist und schon immer war?

    Ich hatte viele wundervolle russische Kollegen und nie habe ich gehört, daß man ihre Kinder Mistkäfer nannte, wirklich niemals, liebe Gerda.

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  8. Pingback: Erweiterung des Debattenraums: Eugen Drewermann zu Krieg und Frieden, Corona, Aus- und Abgrenzung, Angst und Selbstbestimmung, Tierleid, Strafrecht u.a. – Bernward.Blog

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