Aufgebockt II

Diese Boote, ebenfalls nach einer heute entstandenen Fotografie gezeichnet, ragen mit ihren zugespitzten Leibern in eine fast leere Landschaft hinein. Sie setzen damit die Bewegung des Gebirges fort.

Um den kompositorischen Gedanken zu verdeutlichen, beginne ich diesmal mit einer Bearbeitung. Es folgen zwei Fotos des Originals mit je einer Bearbeitung, die sehr verschieden ausfallen, je nachdem, wie herum ich die Zeichnung unter der Lampe fotografiert habe.

Zum Vergrößern bitte anklicken.

Zum Schluss noch eine extreme Bearbeitung von Original 1

2

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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14 Antworten zu Aufgebockt II

  1. Ule Rolff schreibt:

    In deiner ersten Bearbeitung wirken die Wolken fast wie ein Schneegebirge, das die Szene überragt, liebe Gerda. Ich musste noch mal „zurückblättern“, um mich davon zu überzeugen, dass dort natürlich kein Gebirgszug liegt.
    In Leserichtung würde ich übrigens eher sagen, das Gebirge die Linien der Schiffe fortsetzt und nicht umgekehrt.
    Besonders gefällt mir deine Perspektive, dem Hauptmotiv nur einen kleinen Teil der Bildfläche einzuräumen, aber seine gesamte Energie sich über die ganze Fläche ergießen zu lassen.

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  2. gkazakou schreibt:

    Herzlichen Dank und Guten Morgen, Ule. Mit der „Leserichtung“ hast du natürlich recht. Ich dachte freilich an die „historische“ Reihenfolge: was war erst da: der Gebirgszug oder die Boote? Genauso würde ich sagen, die Wolkenberge formieren sich über dem Gebirgszug und nicht, dass der Gebirgszug den Wolkenbergen nacheifert. 😉

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  3. Ulli schreibt:

    Eins schöner als das andere und insgesamt denke ich an Winter im Kalamatahafen. Mir gefällt sehr, wie hier eins ins andere über geht: Schiffsbug, Berge, Wolken – eine feine Verbundenheit! Bei den Bearbeitungen mag ich die freien Flächen, die mich eben an Schnee denken lassen, die aber eben dadurch auch das Dargestellte verdeutlichen. Jo, ich und die freien Räume, wenn es sie denn doch bitte auch bald mal für mich geben würde …
    herzliche Grüße
    Ulli

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  4. TeggyTiggs schreibt:

    …hier gefallen mir die bearbeiteten Varianten sogar besser als die ursprüngliche Zeichnung…was aber nicht deren Qualität herabmindert, denn der Blick ist ja immer subjektiv und Deine Zeichnungen finde ich einfach meisterhaft…also, die Wolken in den bearbeiteten Versionen erinnern mich an bewegtes Meer, es scheint, sie werfen die Bewegung des Meeres wie ein Spiegel zurück…oder nehmen sie auf oder wie auch immer, was sehr gut zum Boot passt…wie ein Gespräch zwischen Boot und Meer und Himmel…find ich richtig toll!

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    • gkazakou schreibt:

      Ganz herzlichen Dank, TeggyTiggs, für deinen tollen Kommentar. Ich finde auch, dass die Bearbeitungen Aspekte der Zeichnung deutlicher machen, und daher mag ich sie auch. Gleichzeitig überprüfe ich so die Qualität der Zeichnung. Denn wenn die nicht steht, helfen auch Bearbeitungen nicht weiter, sondern zeigen die Fehler sogar besonders deutlich. zB bei den vorgestrigen Äpfeln die Schraffur im vorderen Bereich, die nicht den Rundungen der Äpfel folgt, sondern sie platt macht… Naja, das ist halt für mich und vielleicht noch andere Zeichner interessant.

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  5. elsbeth weymann schreibt:

    Am besten gefallen mir das erste und das letzte Bild im Vergleich —im Hin und Her.
    Und vor allem auch das Thema : Das Schiff an Land ! In Ruhe.! In Ruhe in unserer hektischen Zeit. Gerade schickte mir eine Freundin einen link zu einem Performance Video. Auch hier : Anhalten, zur Präsens-, zur Ruhe-Kommen. Schauen.—-Wahrnehmen Ich leite mal weiter .https://www.thecitizenispresent.com/
    liebe Grüße ! Elsbeth

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    • gkazakou schreibt:

      Herzlichen Dank, liebe Elsbeth, auch für den link, den ich gleich anschaue. Hier in der Mani , jetzt im Winter, hoffe ich, Ruhe zu tanken – wenn das geht. Es tut mir gut, fern des Getriebes zu sein. Liebe Grüße dir! Gerda

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  6. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Der Bug des Schiffes ragt scheinbar in eine Schneelandschaft hinein, ganz dicht dahinter ragen die Schneeberge auf. So wirkt Dein Zeichnung auf mich durch die weißen Flächen und nur bei der letzten Bearbeitung ändert sich dieser Eindruck, liebe Gerda.
    Menschenleer ist die Landschaft, verlassen das Schiff. Bis zum Frühling,
    da wird sich alles wieder ändern und lebhaft wird es um Dein Schiff zugehen.

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  7. Anonymous schreibt:

    Wie schön! Unter den älteren Beiträgen finde ich nun auch dieses! Das war es, was ich suchte! Es ist das schönste von allen. Das wollte ich Dir doch gern sagen! Alles Gute Dir! 🌳🌄

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