Belebung. Fortsetzung von „Versteinerung“

Hier geht es nun schon weiter mit den Figuren, die wie Lots Weib zwischen Versteinerung und lebendigem Fleisch schwanken. Ich habe ein wenig gepinselt und auch wieder mit dem Fotoshop ein paar Verwandlungen ausprobiert. Zuerst der vorige Zustand, dann die aktuelle Version und schließlich eine Fotoshop-Version. Mir gefallen die dunklen in den hellen Hintergrund zurückgewandten Körper recht gut. Auch wirkt der Hintergrund in  den Goldtönen lebendiger als im tiefen Blau. Aber ob du dasselbe siehst wie ich?

Die Figuren sind auf Pappe 70 x 100 cm mit Akryllpigmenten gemalt.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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26 Antworten zu Belebung. Fortsetzung von „Versteinerung“

  1. Elke H. Speidel schreibt:

    Mir gefällt der Hintergrund in Goldtönen am besten, weil da die Figuren am plastischsten wirken (auf mich).

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  2. Sólveig Freysdóttir schreibt:

    Ich schließe mich an, der helle Hintergrund gibt den Motiven viel mehr Tiefe.

    Gefällt 2 Personen

  3. Ulli schreibt:

    Liebe Gerda mich spricht auch die Version an, in der die dunklen Gestalten vor dem Licht stehen, es ist ein Weg, nicht wahr?
    Und ich mag die mittlere Version auch, weil die Gestalten mehr Kontur haben, weil sie weicher sind, als in der ersten Version-
    herzliche Abendgrüße sende ich dir
    Ulli

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  4. kopfundgestalt schreibt:

    Das Säulenbild (Bild 1) gefällt mir am besten. Die Arme-Zeichnung (2) scheint mir ein „Rückschritt“, auch wenn es nur ungefähre Arme sind (und auch noch teilw. verkürzt).
    Das Steinige jedenfalls hat was 🙂

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    • gkazakou schreibt:

      Lieber Gerhard, dass du die „steinerne“ Form vorziehst, wundert mich eigentlich nicht, denn schließlich arbeitest du mit Ton, also vom Weichen ins Harte. Auch hast du recht, dich über die Arme zu mockieren. Wäre da nicht Matisse, der ähnliche Arme malte, so würde ich mich gar nicht trauen, sie zu zeigen.
      Bei der Gelegenheit möchte ich fragen, wie du die linke Figur siehst. Für mich ist es eine weibliche Figur, die nach links aus dem Bild hinausschreitet und den Kopf extrem nach oben hinten wegdreht, als ob sie dort oben bzw hinter sich etwas zu erblicken hofft, auf das die rechte Figur ganz entspannt schaut. Liebe Grüße dir! Gerda

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  5. kopfundgestalt schreibt:

    Liebe Gerda, ich glaube, meine Bevorzugung des Bildes 1 hat m.E. wenig mit dem Werkstoff Ton zu tun, aber das nur am Rande.
    Matisse und die Badenden sind mir vertraut.
    Zur linken Figur:
    Jetzt sehe ich Deine Ausdeutung auch! Ich hatte die Figur ziemlich uninterpretiert angeschaut, als „Klotz“, als ein halbbehauener Stein. Ich denke an Hrdlicka.
    Deshalb sah ich trotz des Arms die Figur der anderen zugewandt.
    Der rechten Figur hätte ein wenig Struktur gut getan. So ist sie tänzerisch abgewandt.

    Links die mit sich ringende Figur und rechts die unbekümmerte, (schlichte). Freude am Sich-wiegen.

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    • gkazakou schreibt:

      Hab herzlichen Dank für deine eingehenden Bemerkungen, lieber Gerhard. Sie haben ihre Berechtigung. Aber: Die Figuren sind grad dabei, sich aus ihrer Erstarrung zu lösen und sich dem Grund zuzuwenden, aus dem wir alle stammen. Das ist die idee, die sich beim Dranarbeiten abzeichnete. Die Umsetzung ist, wie üblich bei mir, ziemlich prmitiv und mangelhaft. Mich stört es nicht, dass das Bild verbesserungsfähig und ausdeutbar bleibt. Gleichzeitig träume ich freilich von dem vollendeten Bild, das ich nie malen werde. 😉
      Hab einen schönen kreativen Tag!

      Gefällt 3 Personen

      • kopfundgestalt schreibt:

        Die von Dir genannte Idee abzubilden, ist sicher sehr anspruchsvoll. Man hat ein Gefühl, wo die Figuren hinwollen und dann möchte man sie dabei unterstützen.
        Keine leichte Aufgabe.

        Bei meinen Tonarbeiten habe ich oft beim Anfangen Ideen, die sich nicht ganz so umsetzen lassen wie gewünscht. Dann ensteht oft etwas Angelehntes, etwas, was der urspr. Idee nahekommt oder aus ihr entsprungen ist.
        Das lasse ich dann gelten.

        Gefällt 2 Personen

  6. wildgans schreibt:

    Viele Deiner Bilder empfinde ich als „wuchtig“ – diese hier zum Beispiel. Auch Wuchtiges kann sich wiegen…

    Gefällt 2 Personen

  7. Pingback: BELEBUNG „Versteinerung“ — GERDA KAZAKOU | MacCoach

  8. karfunkelfee schreibt:

    Lots ringende Hände und die Verzweiflung des Rückblicks, die Armkonturen erscheinen deutlich auf Bild 2, auf dem Lot insgesamt heller wirkt als Lots Frau.
    Die letzte (Photoshop) Version mit Hellem Hintergrund wirkt besonders intensiv und bedrückend. Im zweiten Bild wirken die Formen lichter, fragiler und heller durch dunklen Hintergrund. Im allererste Bild ahne ich Menschen in Felsen, bei den anderen Bildern sind Menschen Felsen. (Nur mein subjektiver Eindruck)
    Liebe Morgengrüße von der Fee, Kunstsachverstandsfrei☺️

    Gefällt 1 Person

    • gkazakou schreibt:

      Liebe Fee, herzlichen Dank für deine feinen Beobachtungen! Ja, Menschen in Felsen bzw zu Fels gewordene Menschen – in diesem Unsicherheitsbereich wollte ich die Figuren ansiedeln. Können sie erneut lebendig werden?

      Gefällt 1 Person

      • karfunkelfee schreibt:

        Liebe Gerda, ich weiß es leider gar nicht und hier verschwimmt die haarfeine Grenze meines Horizontes im berühmten grünen Blitz wenn die Sonne das Meer küsst. Es ist ein seltenes Phänomen und ich sah es einmal. Es machte mich zuversichtlich, so eine Magie erleben zu dürfen. Ich mag das Wartewort Hoffnung nicht, auch nicht seinen Klang. Doch ich mag es zu glauben was ich will und darein will ich mich geben, notfalls auch ohne wissenschaftliche Erklärungen…
        Die Antwort lautet also ja.✨🌈

        Gefällt 1 Person

    • gkazakou schreibt:

      Wenn die Sonne das Meer küsst: grün. Und morgens, ein rosiger Hauch der über den ganzen hohen Himmel flammt. Mit ihm kommen die Vogelscharen geflogen.

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  9. Nadia Baumgart schreibt:

    Diese Bilder (alle drei) berühren mich. Sie haben etwas Theatralisches…

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  10. www.wortbehagen.de schreibt:

    ich glaube, man sollte schon bei allen dreien hier den Weg der Vollendung sehen.
    Das linke noch steinern, erstarrte Figuren, noch nicht bewegungsfähig, doch bei dem in der Mitte beginnt es sich zu regen, ich ahne bei der linken Figur einen Schatten, als wolle sie sich als erste aus ihrem Steinernen lösen, ein Gedanke nur, der sich traute.
    Bild Nr. 3 wirkt sehr anders, voller Leben, voller Bewegung, obwohl noch Abwartendes in ihnen liegt, doch der Weg öffnete sich und sie wollen ihn gehen. Sie sind bereit.

    Gefällt 2 Personen

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