„Stets lustig, heisa! hopsasa!“ (Der Vogelfänger)

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Dieses Bild habe ich auf demselben kriegerischen Grund wie das gestrige gelegt (Der Krieg von Troja...), und die Schnipsel sind auch dieselben. Nur steht die Pappe auf dem Kopf, und an die Stelle eines Mischwesens aus Schiff, Pferd und Mensch ist ein Mensch-Vogel-Mischwesen,  ein Vogelfänger getreten.

„Stets lustig, heisa! hopsasa!“

Wenn Männer (und manchmal auch Frauen) schon morden müssen – dann doch lieber Vögel? Das ist besser als Krieg? Na, ich weiß nicht. Mir dreht sich der Magen um, wenn ich die kalten Zahlen der jedes Jahr ermordeten Vögel lese oder wenn ich mir die manchmal altmodischen, manchmal hoch modernen Methoden dieses Mordsvergnügens anschaue (hier griechische Beispiele https://www.youtube.com/channel/UCnK1klcPOWkAqI51AVUbXdA).

Gedanken und Bilder dazu habe ich schon mal am 13. 9.2015 veröffentlicht https://gerdakazakou.com/2015/09/13/jetzt-beginnt-die-jagdsaison/, dort auch das folgende Bild.  Schau doch mal rein.

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Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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24 Antworten zu „Stets lustig, heisa! hopsasa!“ (Der Vogelfänger)

  1. kunstschaffende schreibt:

    Manchmal habe ich das Gefühl, es gibt ZUVIELE Menschen, die ihre Glückseligkeit im Morden finden, was sie da zerlegen ist egal!

    Dein Werk ist wieder sehr eindrucksvoll! Trotz der Tragik ist es bunt und strahlt etwas positives aus!

    ❤Grüße Babsi

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  2. Myriade schreibt:

    Aus Kenntnis vieler „Zauberflöte“- Inszenierungen finde ich dein Bild äußerst stimmig. Auch wenn das nicht die Absicht und das Thema dahinter ist🙂

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  3. kormoranflug schreibt:

    Wir Vögel verachten diese Vogelfänger und scheissen deren Autoscheiben zu.

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  4. karfunkelfee schreibt:

    Liebe Gerda,

    Der Vogelfänger braucht für sein Heisa! Hopsasa! Unbedingt einen Käfig. Mit einem Vorhängeschloss und stahlverstärkten Doppelstreben. Darin einsperren den Fänger. Und ihn dann drin vergessen.

    Liebe Grüße von der Fee

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    • gkazakou schreibt:

      O, das klingt aber ziemlich – wie sage ich da am besten? – vogelfreundlich!

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      • karfunkelfee schreibt:

        Ich erkläre hiermit alle Vogelfänger vogelfrei und zur Käfighaltung frei gegeben. In Italien soll es besonders ansehnliche Exemplare geben. Nur die Käfige nehmen so viel Platz weg. Vielleicht sollte man ihnen Arme und Beine abschneiden. Brauchen sie im Käfig eh nicht.

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    • gkazakou schreibt:

      Nee, das geht mir zu weit, liebe Fee! Arme und Beine abschneiden? Pfui. Einsperren? Nein. Wie wäre es mit einer strengen Rechtsprechung, funktionierender Verwaltung und konsequenter Erhebung von abschreckenden Geldstrafen? das Verbot von Jagdgewehren, besonders mit Zielfernrohr, wäre auch ein Punkt.
      In Frankreich, lese ich, sind die Leimruten immer noch (oder wieder) legal, da es sich um ein im Aussterben befindliches Gewerbe handelt, das man von Gesetzes wegen schützen müsse.
      Leider sind Jäger auch Wähler. Es ist ein bisschen so wie mit der Waffenlobby in den USA. Keiner traut sich wirklich an sie heran. Liebe Grüße!

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      • karfunkelfee schreibt:

        Nun gut. Hinterher artet das noch aus in Massenvogelfängerhaltung, geht ja gar nicht. Erinnert irgendwie an Orwell. Das Schlimme ist leider, dass diesen Leuten Artenschutz völlig egal ist. Die hält keine Rechtsprechung ab. Und es sind nicht nur Vögeln, die irgendwelchen hirnrissigen Mordtraditionen, überliefert aus der Steinzeit, liefern. Das Walschlachten in Dänemark, Grindadrap ist genauso abartig wie die Tausende Singvögel, die jedes Jahr, oft nur wegen ihrer Zungen (!) ihr Leben lassen müssen. Wer will es wagen so alte blutige Volkstraditionen und Schwachsinnglauben auszumerzen? Stolz sind die Leute darauf auch noch. Alte Vogelfängertradition in Italien. War immer so bleibt so. Gehört zum Volkskulturgut womöglich…
        Das ist die fatale Traditionsdenke. Und darum ändert sich bei Wahlen und Worten auch nix.

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  5. Ulli schreibt:

    Liebe Gerda,
    oh ja, auch so eine Unart des Menschens, ich denke an die vielen bunten Patronenhülsen, die ich in den Felsen von Gozo fand, an die Knallerei in den Bergen oberhalb vom Gardasee, Ende September irgendeines Jahres, ich denke aber auch an die Meeresschildkröten, die immer noch gefangen werden, der Mensch braucht Vogelfleisch, er braucht Schildpatt und Elfenbein, meint er und schmückt sich so gerne mit fremden Federn. Selten noch traf ich eine Jägerin, so scheint auch diese Unart dem Spass der Männer zu dienen- grmpf –
    Wie ich auf die Schildkröte komme? Ich sah ihren Kopf, links oben in der Ecke, auf deinem Bild …
    herzliche Abendgrüsse
    Ulli unter sternenklarem Firmament (vor dem Fenster)

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    • gkazakou schreibt:

      danke Ulli! ich habe auch schon säckeweise bunte Patronenhülsen gesammelt, wollte ein Denkmal des unbekannten Vogels (aus Draht) damit füllen – leider habe ich das Projekt dann nicht weiter verfolgt – wie so vieles😦
      Hast du gemerkt, dass du das Bild anklicken kannst? Ich bin deiner Beschreibung gefolgt. Ein bisschen ungewohnt und umwegig, aber es ging. Hier sind Unwetter, im Norden Schnee, sonst Regen und Überschwemmungen, aber ab morgen wird es wohl besser.

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      • Ulli schreibt:

        Stimmt, habe ich vergessen zu erwähnen, es hat geklappt und hat mich gefreut. ich habe jetzt auch zum ersten mal das neue Projekt von Susanne und Jürgen gesehen/erlebt, das ist prickelnd! Mal schauen wohin unseres wächst.
        -m- besorg schon mal den Kaninchendraht, dann bauen wir den Vogel im Februar gemeinsam, sind doch unser beider Freunde… oder?!

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    • gkazakou schreibt:

      Ich kann den Draht besorgen, aber die Patronen habe ich nicht mehr. es sollte schon ein großes Denkmal werden, mindestens doppelt so groß wie, sagen wir mal, ein Kormoran. ….

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  6. mmandarin schreibt:

    Ihr Kriegerinnen ….was zettelt ihr bloß an. Der Gedanke Vogelfänger zu fangen gefällt mir ungemein. Wir sollten das ausweiten auf Menschenfänger… ich sehe schon, wir brauchen viel Draht…..😅 Packen wir es an…Marie, die wie immer mit Freude deine Fetzgeschuchten betrachtet.

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  7. Monika schreibt:

    Liebe Gerda,
    dein Vogelfänger scheint mir nicht arglistig, oder böswillig zu sein. Er bewegt sich im Licht des Tages und genießt die weltliche Freiheit. Es ist sein Beruf, den er ausübt. Er ist ein Fänger, nicht einmal ein Jäger, geschweige denn ein mordlustiger Geselle. Hingebungsvoll belauscht er die Vögel und verinnerlicht ihr Zwitschern und Pfeiffen. Töne erreichen uns wie Wellen, sanft, beruhigend, einlullend. Eine Nachtigall im Käfig, ist wie ein zartes Werben, eines Freiers. Vielleicht verband er das Liebliche mit dem Nützlichen und dem Unvermeidlichen nämlich, der Flucht des gefangenen Vogels.
    Vögel sind durch die Reihe weg, alle Raubtiere. Sie fressen Körner, Insekten, Fische und Aas, naja auch Nektar. Damit will ich sagen; auch das lieblichste, anmutigste, zierlichste Wesen auf dieser Welt hat es faustdick hinter den Ohren, selbst wenn es noch so klein ist.
    Dennoch gilt auch für mich, dem sinnlosen, überproportionierten jährlichem Abfangen der Vogelschwärme muss Einhalt geboten werden.
    Provokateure schlichten nicht. Sie heizen ein Thema nur auf. In den meisten Fällen, ist Ruhe und Besonnenheit – der Weg – zur Einsicht und Veränderung.
    LG. Monika

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    • gkazakou schreibt:

      Vielen Dank, liebe Marie!

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Monika, deiner Interpretation des Vogelfängers kann ich insoweit zustimmen, als der Beruf einst eine akzeptable Tätigkeit war und, wie auch die des Jägers und Fischers, ein Zusammenleben mit und in der Natur darstellte. Aber so ist es ja heute nicht mehr.. Gäbe es nur den naturverbundenen Jäger und Sammler, würde ich dann von Krieg und Mord reden? Mein gestriger Fänger ist, so scheint mir, ein Mischwesen als dem von dir beschriebenen Typ und dem modernen Totmacher des Lebendigen, der weder aus Not noch aus Liebe zu den schön singenden Vögeln tätig wird, sondern aus Hybris und purer Mordlust.
      Lässt sich das denn vergleichen mit dem Fressen, das in der Natur überall herrscht, und das der Erhaltung des Lebens dient?
      Liebe Grüße! Gerda

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  8. Monika schreibt:

    Gerda.
    Aber so ist es heute nicht…..sagst du. Nein ist es nicht. Vieles hat sich verändert. Schleichend, beständig, kaum wahrnehmbar zu Anfang. Der Prozess des Aufbaus beschäftigte jeden und alle. Unvorstellbar, dass es je noch einen Krieg geben würde. Niemand will ihn, und doch haben wir die Schlacht begonnen. Wir vernichten die Natur, in der wir leben und die uns leben läßt.
    Ich weiß, schuldig werden wir auch, indem wir -Nichts – tun.
    Monika

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  9. ein tolles Bild – die Farben, die Linien, die Dynamik, aber – Vogelfänger sind mit äusserst unsympathisch…

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