Licht-Schatten-Pirouetten

Eine flüchtige Skizze nur, als solche kaum der Rede wert, aber mich macht sie neugierig. Denn ich probiere etwas Neues aus:

Ich nahm einen dicken schwarzen Graphit- und einen ebenso dicken weißen Kreidestift in meine linke Hand und ließ die Stifte gemeinsam über eine graue Pappe laufen. Zwillinge sind es, dachte ich, dies Hell und dies Dunkel. Sie können ohne einander nicht sein. Erst sind sie ununterscheidbar im Grau verborgen, dann treten sie auseinander. Das Licht wirft einen Schatten, der Schatten wird im Licht wahrnehmbar.

Gemeinsam ziehen sie ihre Pirouetten.

img_8975

Einen Titel hat die Zeichnung (50×70) auch, aber den verrate ich nicht.

(Auch dies ist eine Antwort auf Ulli (https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/11/25/miniatur-schatten/)

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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15 Antworten zu Licht-Schatten-Pirouetten

  1. teggytiggs schreibt:

    …eine Bühne, denkt es sofort in mir, eine heftige Bewegung nach rechts von einer achtsamen Person ausgeführt…natürlich will ich wissen, wer sie ist…sie steht allein, machtvoll und aufrecht, das ist auch angeraten in ihrer Lage, denn sie kämpft mit dem Drachen, der auf sie zuschwebt…während die Dame rechts ihre Hände zum Gebet faltet…

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  2. kunstschaffende schreibt:

    Links, sehe ich eine Gestalt, die eine Verbindung zum großen Vogel am Himmel hat. Rechts, eine groß gewachsene Gestalt, die daß Gedanken Wirr Warr am Himmel zu ordnen versucht. Ich sehe eine Acht im Himmel im Wirr Warr! Es handelt sich um eine Botschaft, eine Botschaft an das irdische Leben!

    Ich denke noch weiter nach, melde mich wieder!

    Bis bald Babsi

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  3. kunstschaffende schreibt:

    Die Botschaft ist Übergang und Ausgleich, mit Geben und Nehmen! Nach Recherche der Bedeutung der Zahl 8, im Judentum und der Nummerrologie, ist dass also meine Definition!

    ❤Grüße Babsi

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Babsi. ich melde mich morgen wieder, hab grad Besuch 🙂

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    • gkazakou schreibt:

      Aha, ja, sehr gut. die Boschaft ist: Geben und Nehmen kommen in Ausgleich, immer.

      Das sehen wir aber nicht, denn es handelt sich nicht um eine einfache Acht, sondern um ein durcheinandergeratenes Knäuel, wo man nicht mehr weiß, wo ist der Anfang (geben), wo das Ende (nehmen), wo ist der schwarze, wo der weiße Faden. Du gibst – und erwartest einen Ausgleich, aber der kommt nicht, du gibt wieder … und wieder … und wieder … Und so denkst du am Ende: es gibt keinen Ausgleich, also nehme ich mir, was ich brauche. Und der, von dem du nimmst, wartet nun ebenfalls auf Ausgleich … und so laufen Geben und Nehmen nicht zwischen zwei Menschen , sondern durch die gesamte Menschheit und kommen am Ende zum Ausgleich – verknäult, verwirrt. Es ginge wohl auch harmonischer ….

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      • kunstschaffende schreibt:

        Ja natürlich Gerda, es ist eben nur eine Botschaft an die Menschheit, jetzt endlich für den Ausgleich zu sorgen.
        Sonst ist das Yin & Yang so verhäddert, daß man den Knäuel nicht mehr lösen kann! Stimmt, die Acht ist kaum zu sehen und dass deute ich auch wiederum, als sehr negativ! Denn die Menschheit macht einfach keine Kehrtwende um den Ausgleich zu schaffen! Die Natur zeigt uns dass ja, mehr als deutlich!

        Vielleicht liebe Gerda denke ich ja, bei unserem Dialog, in eine andere Richtung, also vielleicht passen meine Kommentare nicht zu Eurem Thema, weiß nicht! Aber bei Licht und Schatten ist mir spontan eben genau das eingefallen!

        Dir noch einen schönen sonntäglichen Ausklang, bei uns wird’s schon wieder dunkel!

        Ach ja und noch vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!

        ❤Grüße Babsi

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Babsi, ein kluger Mann, der Maler Picabia, hat gesagt: der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“. Dein Kommentar hat meinem Denken einen Schupps gegeben, und mir gefällt das sehr! Hab herzlichen Dank auch für die guten Wünsche! Gerda

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      • kunstschaffende schreibt:

        Liebe Gerda,
        da bin ich doch erleichtert!
        Morgen kommt auf ARTE, ich glaube um 20.15 ein alter Film zum Thema Schatten. Ich habe es nur nebenbei mitbekommen, weil ich gemalt habe. Könntest Du denn ARTE überhaupt empfangen?
        Für Ulli ist dass bestimmt auch interessant, sie hat ja dieses Thema auch erst wieder angestoßen. Du hattest mit Deinen Schattenbildern im Sommer auch einen sehr interessanten Beitrag!

        LG Babsi

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  4. Monika schreibt:

    Liebe Gerda.
    Der Mensch und sein Schatten. Unzertrennlich. Ich verstehe nicht die Gefährlichkeit, eines Schattens, zumal dieser am Objekt gebunden ist. Meine Fantasie würde sehr lebendig und abwegig wenn ich dem Schatten und nur dem Schatten, Grausamkeit zuordnen würde. Irgendwie ist mir diese Sicht zuwider und ich kann sie nicht teilen.
    Dieses (dein) Bild, bringt mir Schatten viel näher. Er läuft mit mir, neben mir, vor mir, hinter mir. Nicht über mir und auch nicht unter mir. Eine Art Paarbeziehung. Ich könnte viel da hinein interpretieren, aber muss ich nicht.
    Nur soviel, ich empfinde die Linie deiner Zeichnung sehr harmonisch. „Der Tanz auf dem Eis“, so war mein erster Gedanke. Diese enorme Wendigkeit und Auslotung der vorhandenen Fläche, beeindrucken mich.
    Einfach mal so aus dem Handgelenk gemalt und dann mit „Links“. :-))
    LG: Monika

    Gefällt 3 Personen

    • gkazakou schreibt:

      Danke dir sehr, liebe Monika, für deinen wieder so stimmigen Kommentar. Dass der Schatten ein integraler Bestandteil der Objektwelt und etwas ganz zu mir Gehöriges ist, dass er mit mir läuft und eben nicht als etwas Abgesondertes, Böses in der Welt ist – das ist es, was ich ausdrücken wollte (Zwillinge). Im Märchen ist der Verlust des Schattens eine sehr schlimme Sache (am bekanntesten Schlehmil).

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  5. Ulli schreibt:

    Liebe Gerda,
    mir ist als hätte sich soeben der Vorhang geöffnet und ich schaue auf ein umgekehrtes Spiel, Licht ist der Schatten des Dunklen und das ist wie ein neuer Gedanke …
    herzliche Sonntagmittaggrüsse an dich
    Ulli

    Gefällt 1 Person

  6. Pingback: Licht und Schatten |

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