Drachenbrut

Zweimal sind in diesem Blog Drachen aufgetaucht. Wenn ihr wollt, lest ihr nach bei Engel und Drachen, veröffentlicht am 15. Juni 2015 und Die Hydra und Herakles, veröffentlicht am 10. August 2015.

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Nun ist mir schon wieder ein Drachen unter den Händen entstanden. Diesmal nimmt er den ganzen Raum ein.  Kein Engel, kein Herakles machen ihm den Garaus.

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Dieser Drache ist nicht sofort zu erkennen, denn er hat sich in unserer Welt eingenistet, ist fast schon eins geworden mit ihr. Der Drache, von dem ich rede, ist der menschliche Egoismus, ist die Gier des Menschen, mit der er die Erde verwüstet. In unserem Busen nähren wir ihn.

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Dieser Drachen saugt alles Lebendige in sich auf und tötet es ab. Übrig bleibt nur ein rosarotes Drachenskelett.

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Und, vielleicht, ein riesenhaftes Drachen-Ei. Aus dem werden immer mehr Drachen schlüpfen. Es sei denn, wir entziehen dem Drachen seine Nahrung.

IMG_4890cccDrakon – das ist ein altgriechisches Wort und heißt: der Starr-Blickende. Das Gegenteil wäre? Lebendig, beweglich, weich. Weich blickend. Nicht starren, sondern blicken, schauen, sehen. Betrachten. Wahrnehmen. Erkennen.

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Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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9 Antworten zu Drachenbrut

  1. Hella schreibt:

    Das ist ein sehr schöner Beitrag zur Michaelzeit!

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  2. ingrid schreibt:

    Hallo Hella, schreibe mir bitte was „Michaelzeit“ bedeutet.
    Gruß Ingrid

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  3. Ulli schreibt:

    Manche Drachen mögen Milch, lassen sich damit besänftigen, aber ich fürchte dieser Drachen hier und seine Brut will am Ende nur noch mehr Milch und immer mehr … ich denke an ein eisernes Herz in diesem Gierdrachen, der Neiddrachen ist auch so ein übler Geselle und der Hassdrache auch … das sind die Drei Widersacher, das Antidot kann nur Liebe heissen und ein Auge das schaut, beobachtet, wahrnimmt, mitfühlt- als ich heute wieder alle diese vielen sterbenden Eschen, Birken und Nadelbäume sah, dachte ich: wie könnte ich da nicht traurig sein!

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  4. Ulli schreibt:

    Manche Drachen mögen Milch, lassen sich damit besänftigen, aber ich fürchte dieser Drachen hier und seine Brut will am Ende nur noch mehr Milch und immer mehr … ich denke an ein eisernes Herz in diesem Gierdrachen, der Neiddrachen ist auch so ein übler Geselle und der Hassdrache auch … das sind die Drei Widersacher, das Antidot kann nur Liebe heissen und ein Auge das schaut, beobachtet, wahrnimmt, mitfühlt- als ich heute wieder alle diese vielen sterbenden Eschen, Birken und Nadelbäume sah, dachte ich: wie könnte ich da nicht traurig sein!

    Deinen Engel mag ich sehr, er ist so wunderbar bewegt!

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    • gkazakou schreibt:

      An sich ist gegen Drachen ja nichts einzuwenden. manche bringen sogar Glück. Und die winzigkleinen, die zwischen den Steinen leben und manchmal über den Weg rasen, sind allerliebst. Aber es gibt sie leider auch als menschliche Eigenschaft und, gebündelt, dann auch als gewaltige Energien, die die Lebensprozesse fast ersticken. Und dann sterben sie eben ab, die schönen Bäume. Das Gegenmittel ist Liebe, ja, und ein wohlwollendes mitfühlendes Auge, das auch Handlungen initiiert.

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      • Ulli schreibt:

        „und ein wohlwollendes mitfühlendes Auge, das auch Handlungen initiiert.“ – das ist der Punkt: die Handlungen initiieren, schwatzen kann man viel, es geht ums Tun, immer wieder … ja.

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  5. Pingback: Gleich einem lauernden Tier | GERDA KAZAKOU

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