Der Raub der Persephone

Hoellenrachen

Hades raubt Persephone (c) Gerda Kazakou

Pluto ist der andere Name von Hades, dem Herrn der Unterwelt. Pluto bedeutet Reichtum, Geld, heutzutage „Finanzmärkte“. Der Herr der Unterwelt ist der Herr über Gold und Geld.

Ihr kennt die Geschichte vom Raub der Persephone, der Tochter von Demeter, in die Hades sich verliebte? Sie spielte, ein Kind noch, inmitten von Frühlingsblumen, als vor ihr eine Narzisse mit vielen Blüten aufschien. Freudig streckte sie die Hände danach aus. Da brach der Boden auf, und Hades stürmte auf seinem Wagen hervor, ergriff das schöne Kind und schleppte es in sein Reich. Die Götter blickten woanders hin, denn Hades war Bruder von Zeus und hatte dieselben Rechte wie er. Sollte nicht auch Hades eine Frau an seiner Seite haben dürfen?

Den Rest der Geschichte könnt ihr woanders nachlesen, falls es euch danach verlangt. Hier nur so viel: „Ihr Griechen seid ewige Kinder“, sagten die ägyptischen Priester zu Solon, der sie besuchte. Fast 3000 jahre ist das her, aber ewig ist ewig und Kind ist Kind. So wie der Frühling immer jung bleibt und nicht Herbst wird – so ist Hellas. Und nun soll es aufgerollt werden, oder auch abgewickelt.

Hades raubt Persephone 2 (c) Gerda Kazakos

Der Höllenhund Zerberus vorm Höllenschlund empfängt den Räuber mitsamt seiner schönen Beute.

mit Zerberus

Hades raubt Persephone 3, (c) Gerda Kazakou

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, alte Kulturen, Ökonomie, Dichtung, die griechische Krise abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten zu Der Raub der Persephone

  1. hellajm schreibt:

    Wie ewig jung sind doch die griechischen Mythen! Aus diesem Quell sprudelt immerfort Leben.
    Hölderlin begrüßt den griechischen Inselarchipel, der damals noch unter Osmanischer Herrschaft
    ächzte: „Immer im Frühling/Wenn den Lebenden sich das Herz erneut und die erste/Liebe den Menschen erwacht und goldner Zeiten Erinnrung/Komm ich zu dir und grüß in deiner Stille dich, Alter1“ (Der Archipelagus)
    Ach Europa! Du bist so altklug geworden, und Dein Denken und Handeln ist plutonisch und willst, daß alles sich vernünftig dem Diktat des Geldes füge. Wo ist Deine Seele? Der Mythos berichtet, daß Demeter von Zeus erwirkt, daß Persephone jedes Jahr im Frühling aus dem Höllenschlund entlassen wird, und dann blüht die Erde und es erneut sich die Menschheit.
    Danke, liebe Gerda, daß Du an den Raub der Persephone erinnerst. Deine Bilder sind übrigens ganz toll gelungen. Hella

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  2. baerenlyrik schreibt:

    Die Bilder sind so wahnsinnig gut gemacht und wirklich ausdrucksstark! Die Kontraste und starken Farben erzeugen genau die Stimmung, welche auch der Mythos hat.
    Die Bilder stellen nicht nur den Mythos da, sondern lassen einem auch einen Spielraum für die Phantasie!
    Wahnsinnig toll!

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  3. Myriade schreibt:

    Die beiden oberen sind aber nur teilweise Schnipselbilder, oder hast du sie fotografisch bearbeitet ?
    Herzliche Grüße

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  4. ingrid schreibt:

    Ich merke nichts vom jungen Frühling, habe Angst um die „ewigen Kinder“, wenn ich an den aktuellen, mächtigen Hades oder Pluto denke :-(((

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  5. madameflamusse schreibt:

    Sehr Ausdrucksstarke Bilder…voller Energie Huuuiii 😉

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  6. Pingback: Herz bleib kalt! Hand halt das Steuer! | GERDA KAZAKOU

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