Impulswerkstatt: Hände (Geben und Nehmen)

Für Myriades IMPULSWERKSTATT.

Sehr sehr viele Hände habe ich in diesem Blog schon gezeigt. In den  meisten Fällen handelt es sich um meine eigenen, die ich gezeichnet habe. Sogar einen Kalender mit Händen habe ich mal entworfen (ans Licht gehoben).

„Hände sind ein Symbol des Dinge herstellenden Menschen (homo faber), aber darüber weit hinaus haben wir zeigende, deutende, schreibende, zärtliche, helfende, schöpferische Hände“,schreibe ich in einem anderen Beitrag (https://gerdakazakou.com/2020/03/12/geschichte-mit-naerrischem-ende-hand-collage/) und zeige eine Galerie von Händen, die in ihrem Ausdruck unterschiedlicher nicht sein könnten.

Am eindringlichsten gerade auch in Gegenüberstellung zu deinem Foto, liebe Myriade, scheint mir ein Foto von Händen, das ich bei einem Halt in der ägyptischen Wüste machte. Das Foto ist bearbeitet. Manche werden sich dran erinnern.  Hier kreuzen sich die Hände der spärlich Gebenden und der sich flehend Entgegenstreckenden. Es gibt auch eine Begegnung von Händen, eine leise Berührung im Geben und Empfangen.

Kommt es zum Ausgleich? Oder: was müsste geschehen, dass es zu einem Ausgleich von Geben und Nehmen kommt in dieser Welt?

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
Dieser Beitrag wurde unter Fotografie, Impulswerkstatt, Leben, Politik, Psyche abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

20 Antworten zu Impulswerkstatt: Hände (Geben und Nehmen)

  1. Linsenfutter schreibt:

    Sehr eindrucksvoll …

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  2. wildgans schreibt:

    Meine Hände kämen ins Zittern…Diese Blicke …

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  3. Peter Klopp schreibt:

    Die Frage über den Ausgleich von Geben und Nehmen sollte jeder Mensch sich stellen. Die Liebe und der Wunsch nach Frieden könnte die Antwort sein, liebe Gerda. Happy Valentine’s Day!

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  4. Gisela Benseler schreibt:

    Die weiße Hand sieht nach Deiner aus, Gerda. Schön.

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  5. Myriade schreibt:

    Ein sehr, sehr eindrucksvolles Foto, liebe Gerda, deine Hand, die Hände der Kinder aber auch die Hand der Frau im Hintergrund, die mir irgendwie unentschlossen vorkommt. Einen Ausgleich zwischen Geben und Nehmen kann es meiner Meinung nach nur innerhalb von kleinen Gruppen geben. Der Mensch ist für riesige, unüberschaubare Gruppen nicht geeignet ….
    Danke für deine Hände-Beiträge, es ist sehr schön, dass Hände ein Thema ist, das bei dir so viel auslöst

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    • gkazakou schreibt:

      Herzlichen Dank, Myriade, fürs Dankeschön, oder, wie die Dänen sagen: Tak för tak! Der Ausgleich zwischen Geben und Nehmen findet sicher je nach Gruppengröße mit anderen Mitteln statt. Dr unmittelbare Ausgleich ist nur in Paarbeziehungen oder unter Freunden möglich. Doch scheint es mir nötig, sich auch über großräumige und gesamtgesellschaftliche Formen des Ausgleichs ernsthafte Gedanken zu machen. Die Menschheit ist ja nicht nur eine riesige unüberschaubare Masse von Einzelwesen, sondern auch eine Einheit, ähnlich einem lebendigen Organismus. Und was dem einen genommen wird, um es dem anderen im Übermaß zu geben, drängt auf Ausgleich.

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  6. Klausbernd schreibt:

    Liebe Gerda,
    in der Symbolik und der symbolischen Deutung der Gesten drücken sich überkreuzende Hände/Arme Unheil aus. Deswegen gibt es z.B. den Brauch, dass beim Anstoßen der Gläser darauf geachtet werden muss, dass die Hände sich nicht überkreuzen.
    Wie so oft in der Symbolik gibt es jedoch auch das Gegenteil, nämlich das positive Überkreuzen der Hände, dabei sind jedoch meistens die eigenen gemeint.
    Alles Gute
    The Fab Four of Cley
    🙂 🙂 🙂 🙂

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  7. Myriade schreibt:

    Symbolik ist nichts Universelles. Was in einer Weltgegend etwas Bestimmtes heißt, kann in einer anderen das genaue Gegenteil bedeuten …

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  8. Geben und Nehmen sollten gleich sein, oh ja, und nie die Bettler auf der einer Seite und auf der anderen, die, denen es so viel besser geht.

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  9. Ich habe mir Deinen Kalender eben wieder angesehen und finde ihn immer noch ganz wundervoll, liebe Gerda

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