Eine herbstliche Lege-Lese-Lern-Karte (mit Lyifants Schnipseln)

Bevor Lyrifants Schnipsel in der großen Schnipselbox verschwinden, um vielleicht – wer weiß das schon? – in anderen Zusammenhängen ein fröhliches Auferstehen zu feiern, habe ich noch eine herbstliche Lese-Lernkarte Lyrifant pur gelegt.  Nicht alle Buchstaben fanden Verwendung, aber immerhin ist ein reiches Wortfeld entstanden.

hund – baum – zweig – ast – rehe

Das sind die lesbar-sichtbaren Wörter dieser Karte. Das Menschlein trägt eine hohe Pelzmütze und seinen Text an den Hosenbeinen, aber keinen Namen. Die welken Pergament-Blätter wissen bereits vom Schnee zu erzählen. Und auch vom Scheitern, da „nicht alle Blütenträume reiften“ (Goethe, Prometheus). Kalt steht der Stern am Himmel. Wenn du hinaufstarrst und lesen kannst, was da steht, wirst du die Zukunft erfahren. Vielleicht. Wenn du sie überhaupt erfahren möchtest.

Über die Rehe kann ich weiter nichts sagen, außer, dass ich schon lange keine mehr gesehen habe.

Zur Erinnerung und damit sich die Reihe ergänzt, noch einmal die anderen Lese-Lege-Karten.

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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10 Antworten zu Eine herbstliche Lege-Lese-Lern-Karte (mit Lyifants Schnipseln)

  1. lyrifant schreibt:

    Mich freut, wie sich allmählich der Text Raum verschafft! – Und die (eingezäunten? – warum eingezäunt?) Rehe mag ich besonders – ein wenig Schnee unter den Hufen hätte vielleicht auch nicht geschadet – oh, nein, ich will nicht meckern und nicht undankbar sein. Was Du meinen Schnipseln alles entlockt hast, lässt mein lyrisches Herz hüpfen – Danke für diese wunderbaren Lege-Bilder!

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  2. gkazakou schreibt:

    Die Rehe, liebe Sabine, sind aus zwei Gründen eingezäunt. Erstens, um sie vor dem Hund zu schützen und zweitens, weil die letzten Rehe, die ich gesehen habe, eingezäunt waren. Man zieht sie in Arkadien in größeren eingezäunten Terrains auf, um sie später, so vermute ich, als Wild an Restaurants zu verkaufen. Außerdem werden Kinder von Sonntagsausflügler-Eltern hingefahren, damit sie auch mal Rehe zu sehen kriegen. 😦

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  3. Ulli schreibt:

    Ui, sooo viele hast du gemacht. Da muss ich mal dieser Tage am großen Bildschirm näher schauen.

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  4. Ule Rolff schreibt:

    Eine schöne und umfangreiche Serie ist inzwischen zusammengekommen, Gerda. Im Rückblick staune ich, wie vielseitig du die Schnipsel kombinieren konntest.

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  5. www.wortbehagen.de schreibt:

    Es ist fast nicht zu glauben, wad Du aus einem einzigen Schnipselstapel alles gezaubert hast, liebe Gerda. Da kam eine so große Vielzahl von Gedanken- und Wortspielen heraus, daß mir vor Staunen fast der Mund offen steht

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