Heute habe ich mir Regeln gesetzt, um nicht in der Masse der durch Jürgens Schnipsel gesetzten Reize zu ertrinken. Ich nahm 12 Stücke, legte sie in zwei Säulen von je 6 Stücken und beschloss: Jedes dieser Stücke soll einmal Kopf einer Figur sein dürfen – nach dem Motto: Wenn DU das Sagen hättest, wie würde die Welt aussehen? Da ich aber der absoluten Macht nicht traue, ließ ich immer zwei Köpfe das Sagen haben. Dialogische Machtteilung, sozusagen.
Zugegeben, nicht alle benutzen ihren Kopf, um Macht auszuüben. Der eine will nur lieben, die andere nur reisen, eine will sich gut unterhalten und ein anderer… etc pp. Auch das wird in den Bildern deutlich.
Auf gehts! 6 Bilder, 12 Köpfe, dreimal waagrechtes, dreimal senkrechtes Format 50 x 70 cm (zum Vergrößern anklicken)
Auf die Idee wäre ich nie gekommen, aber super gemacht.
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Danke! 🙂
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Mir haben die Ersten viel besser gefallen! Aber ich finde sie passen zu unserer derzeitigen verkopften politischen Lage, quasi Dialoge ohne Ergebnisse! 😜
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Ich lache über deine „verkopfte“ Lage. Mir ging es hier mal darum, eine kleine Zahl von Einzelformen „durchzudeklinieren“ – als Fingerübung sozusagen.(In der Politik ist man tatsächlich auch grad dabei). Der volle Spiel-Satz bietet natürlich mehr Möglichkeiten ….
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Das letzte Bild ist der Baselitz mit seiner Frau im Gespräch, nicht untergehakt! 😍 Liebe Grüße
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aha, so? Steht Baselitz nicht auf dem Kopf?
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Es ist wieder einiges dabei, bei dem ich mir verbieten muss, nicht sofort mit dem Spinnen einer Geschichte zu beginnen. Aber damit täte man Deinen Figuren Gewalt an. Ich denke, sie müssen für Dich und für jeden Betrachter eine eigene Geschichte haben. Wenn ich mich also nicht mehr bremsen kann, behalte ich es wenigstens für mich.
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Liebe Christa, bei mir ist Spinnen erlaubt 🙂
Deine Geschichten hindern ja niemanden daran, seine eigenen zu haben. ich finde es immer sehr spannend zu lesen, was jeder und jede sich bei solchen Dialog-Szenen denkt.
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Nun, ich sagte ja, bisher habe ich mir sogar das Spinnen im Kopf verboten. Vielleicht weil ich von zu vielen Künstlern weiß, dass sie es gar nicht mögen, wenn man ihre Bilder in dieser Weise interpretiert. Jetzt kann ich Dir ja auch gestehen, dass ich dachte, man könnte Deine Legearbeiten ganz wunderbar animieren und würde sie dadurch nicht einmal verfälschen, da sie ja auch – Deinem Konzept folgend – irgendwie mobil bleiben. Zum Glück schreibe ich nur und mache nicht auch noch Videos. Sonst wäre ich kaum noch zu halten.
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Liebe Christa, dein Ideenreichtum ist wunderbar. Ein Freund hat mal eine Animation von einem Bild gemacht, als Aufhänger für eine Ausstellung. Ich selbst kenne mich leider nicht damit aus, würde es aber sehr gern lernen. denn ich stimme dir zu: es passt! Das Bild, das animiert wurde (leider nicht de Animation), findest du unter https://gerdakazakou.com/2015/08/15/das-weib-und-die-soldaten/
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Danke für den Link. Das Bild bietet sich auch dafür an, ist aber längst nicht das Einzige. Es gibt einige Künstler die – so hörte ich – auf YOUTUBE nicht schlecht verdienen. Vielleicht findest Du dafür einen künstlerischen Partner oder lernst es tatsächlich noch selbst. 🙂
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Wenn du mir die einzelnen Bilder zur Animation schickst (also, wie bei einem Trickfilm, Stück für Stück), setze ich sie dir zu einem Film zusammen. Falls du magst, gib Bescheid! Ich benutze als Programm dafür iMovie (dazu sollte man ein Apple-Gerät haben, das Programm gehört zur Grundausstattung, ist also inklusive). Falls du es dir da selbst beibringen willst: ich finde es leicht zu lernen.
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das ist ein ganz reizendes Angebot! Ein Apple-Gerät habe ich leider nicht. Aber was meinst du mit „Stück für Stück“? Wie, in welcher Form soll ich die Stücke senden? Als Einzelfotos? Und dann durchnumerieren?
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Ja, genau. Ich nehme an, dass sie Bewegung so zustande kommt, dass man die Schnipsel Millimeterweise verschiebt. Wie in einem Trickfilm, der ja aus tausenden Einzelbildern besteht. Du müsstest jede Verschiebung abfotografieren, und dann nummeriert an mich schicken. Würde dir dann meine Mail-Adresse geben. Ich platziere die Bilder dann der Reihe nach in dem Film-Programm. Wenn der Film dann läuft, bewegen sich die Bilder bzw. die Figuren darauf. Man kann auch Text und Ton einfügen, z.B. Hintergrund-Musik (falls du eine möchtest)… Der Film muss ja nicht lang sein, sonst bist du erstmal für Tage beschäftigt mit Schnipsel-Rücken und Fotografieren…
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Hab ganz herzlichen Dank, Christa! Das muss ich mir mal durch den Kopf gehen lassen. Ich vermute, ich würde es vielleicht halbwegs hinkriegen, wenn sehr wenige Teile beteiligt sind. Bei größeren Legearbeiten wird es wohl zu schwierig. Also ich guck mal, es eilt ja nicht. Liebe Grüße von hier! Gerda
ps: das Filmchen mit den Soldaten zeigte, wie das Bild aufgebaut wurde, also klack klack klack fügten sich die Teile, bis das Ganze stand, dann wieder zerfiel und so ewig von vorn. Es war also nicht eigentlich bewegt, sondern zeigte das Zusammenfügen. Es gab auch eine Begleitmusik.
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Die Schnipsel werden Dir alle ihre Geschichten anvertrauen, so wie Du ihnen Deine. ..Es ist faszinierend, welches Eigenleben sie während der Legearbeiten entwickeln…oder offenbaren in ihrer Bildsprache…
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Danke! Sie fangen grad an zu reden…..
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Superklasse!!!
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Danke, Marina 🙂
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Liebe Gerda, gestern Abend (Nacht) habe ich insgesamt 8 Bilder zerschnitten, zwei größere, 6 kleine, nun sind auch schon Bilder entstanden, bei anderen Schnipseln aber bin ich noch etwas wirr, also nehme ich gerne die Anregung von der Schnipselmeisterin an und lausche ihnen mal mit gespitzten Ohren.
Nein, ich werde sie nicht zeigen, erst du; falls…
Mit einer Ausnahme, ganz am Anfang gestaltete ich ein Bild, da hatte ich mich aber auch noch nicht freigegeben, das passierte erst danach, am zweiten Sonntag im Februar ist es dann soweit, davor war ich mit anderem beschäftigt-
Für mich ist es immer wieder spanned wie du dich den Schnipseln der anderen näherst, aber auch wie unterschiedlich ihre Gestalten ausfallen, jetzt sehe ich auch immer wieder strenge Figuren, bei den Schnipseln von Susanne waren es die Akrobaten … klar, Form und Farbe geben vor!
Herzliche Abendgrüße, Ulli
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Nun bin ich echt gespannt auf deine Schnipsel und wie ich damit zurande kommen werde! 8 Bilder ist viel, hoffentlich werden es nicht zuviele Stücke sein, dann brauche ich mehr Zeit, mich mit ihnen anzufreunden und sie zu verstehen.
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Ich habe sie aufgeteilt, die von den zwei größeren Fotos stehen für sich (erst einmal) und bei den anderen gabs auch ne Menge Ausschuss, ich habe mich bemüht großzügig in den Formen zu sein und habe den kleinen Fitzelkram entsorgt!
Was während der Schneiderei alles durch meinen Kopf schwirrte erzähle ich ein anderes Mal, es ist noch zu nah…
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wäre interessant zu erfahren, was dir beim Schneiden alles durch den Kopf ging…
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faszinierend, Deinen Worten und dann den einzelnen Bildern zu folgen.
Sie würden vorzüglich zu Bildgeschichten taugen, ob mit oder ohne Animation.
Anfangs dachte ich, Köpfe? wo sieht Gerda denn bloß Köpfe und da kamen sie schon, einer nach dem anderen und Schattenbilder, Scherenschnitten ähnlich, waren entstanden.,
Toll, liebe Gerda, und wieder bin ich entzückt von Deinem Einfallsreichtum
Liebe Grüße zum Morgen von Bruni
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Hab Dank, liebe.Bruni. für deinen Kommentar, der mich mal wieder entzückt
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Liebe Gerda,
die dunklen Schnipsel sind sehr ungewöhnlich für dein warmes, freundliches, strahlendes Wesen. Ich muss mich daran gewöhnen.
Liebe Grüße aus Berlin von Susanne
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danke, liebe Susanne, f[r deine sch;nen Worte! Andererseits: Ich mag das Dunkle durchaus, bin eine Nächtliche. Liebe Grüße aus dem windigen kalten nun aber sonnigen Süden.
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Stimmt, du bist ja eine Nachteule 🙂 🙂
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Pingback: Sommer-Intermezzo „Flüsterpropaganda“(keine Kata-Strophe, versprochen!) | GERDA KAZAKOU