Zeichnen – von Kassel nach Kreta

Immer noch arbeite ich mich durch die Mappen mit den alten Zeichnungen hindurch, fotografierte (schlecht) und überlegte, was ich euch denn heute präsentieren soll. Da fiel mein Blick auf eine Bleistift-Zeichnung, die ich mit besonders großer Akuratesse ausgeführt hatte. Wer mal in Kassel war oder gar dort wohnt, wird das Motiv erkennen.Damals hatte ich große Freude daran, vor dem Motiv sitzend zu zeichnen ( bis heute habe ich nicht nach Fotos gearbeitet). So detailgenau wie dieses sind freilich nur wenige meiner Zeichnungen.

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Da mein Auge nun für Deutsches geschärft war, fiel mir gleich noch ein anderes Motiv auf, diesmal in Kohle. Die Kasselaner werden den Blick kennen – falls er nach mehr als 30 Jahren noch so ist wie damals.

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Die Verfärbungen müsst ihr euch wegdenken. Und wenn jemand von euch den Blick, wie er heute ist, fotografisch festhalten möchte: Es würde mich freuen.

Als Nachtisch noch drei Kohlezeichnungen aus Kreta, auf die ich damals besonders stolz war. Die Technik bestand darin, mit einem Spezialgummi (oder auch mit Weißbrot) Teile der Zeichnung auszuradieren, also nicht nur vom Hellen ins Dunkle, sondern auch vom Dunklen ins Helle zu arbeiten. Die Wirkung erinnert ein wenig an alte Gravouren. Ich habe diese Technik dann bald wieder aufgegeben, da mir der direkte lebendige Strich mehr zusagt.  .

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Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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16 Antworten zu Zeichnen – von Kassel nach Kreta

  1. kunstschaffende schreibt:

    Liebe Gerda,

    die 1. Kohlezeichnung hat es mir angetan.
    Mein Blick viel sofort auf das Meer mit der, in der Ferne angedeuteten Berglandschaft, obwohl die Bäume im Vordergrund dominieren.

    Die Art wie Du den Bleistift oder die Kohle führst, ist einfach gekonnt. Du fängst den Charm und die Stimmungen in Deinen Zeichnungen ein, ich bin sehr begeistert.

    Selbst ein Laie wie ich, erkennt die Qualität Deiner Arbeiten.

    Es ist spannend und lehrreich Dir zu folgen.

    Herzliche Grüße
    Babsi

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    • gkazakou schreibt:

      Danke dir, liebe Babsi. Laien sind wir alle, aber mit der Übung kommen Können und das Erkennen, wohin man will.

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      • kunstschaffende schreibt:

        Ich glaube schon, dass auch eine große Portion Talent dazugehört. Klar die Technik und den eigenen Stil erarbeitet man sich bestimmt. Das ist ja in vielen Bereichen so. Ich habe als Jugendliche Leichtathletik gemacht, da war es genauso. Mit Talent alleine ohne eisernes Training, kommt man nicht weit. Aber ohne Talent, verhält sich dass genauso.

        Freue mich schon auf die nächsten Werke. Vielleicht auch Deine Malerei, wäre schön!

        Grüße Babsi

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  2. Andrea Schulze schreibt:

    Liebe Gerda! Seit einiger Zeit versuche ich mich ja auch im Malen und Zeichnen. Bisher habe ich mich angesichts meiner Ergebnisse nicht selten getröstet mit dem Spruch „Kunst kommt von Müssen, nicht von Können“. Aber wenn dann Müssen und Können zusammenfallen, wie bei Dir, empfinde ich nur noch tiefe Anerkennung und Bewunderung (nicht Neid!!!) für Deine Arbeiten! Es ist mehr als Zeit, Deine Arbeiten in einem größeren (und professionellerem!) Rahmen auszustellen, obwohl ich Deinen Hang zu alternativen und gut gemeinten Ausstellungsinitiativen kenne. Das wird Deinem „Gesamtwerk“ aber nicht immer gerecht. Ich hoffe, dass ich es bald erlebe, in der Schlange vor einem deutschen Museum zu stehen, um Deine Ausstellung „Gerda Kazakou – Seelenwanderungen“ „Gerda Kazakou – Inspirationen“ , „Gerda Kazakou – Dialoge mit der Welt“ (oder so ähnlich oder auch ganz anders) …… zu sehen! Denk doch auch mal an die „Nachwelt“!
    Liebe Grüße Andrea

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    • gkazakou schreibt:

      Liebe Andrea, ich habe Tränen gelacht, als ich deinen schönen Kommentar hier las. Danke! Besonders spaßig „Deinen Hang zu alternativen und gut gemeinten Ausstellungsinitiativen“. Dieser Hang kommt vom „Müssen“, nicht vom „Wollen“. Ich bin gespannt auf deine Malversuche. Ganz herzliche Grüße aus der Mani! Gerda

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  3. mmandarin schreibt:

    Ich bin wie immer voller Bewunderung für das breite Spektrum deines Könnens. Bin gespannt, was du noch alles hervorzauberst. Marie

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  4. teggytiggs schreibt:

    …auch ich bin immer wieder begeistert von Deinen Zeichnungen…so kraftvoll und sensibel…einfach toll!

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  5. haluise schreibt:

    tolles museum-bum … grüsslinge

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  6. Eine schöne Einstimmung auf die Documenta14 nächstes Jahr, die ja erstmals unter dem Motto “ „Von Athen lernen“ parallel in Kassel und Athen stattfinden soll: https://www.freitag.de/autoren/christine-kaeppeler/lernen-lernen

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  7. gkazakou schreibt:

    O, gut, dass du daran erinnerst. Ja, das ist eine der wenigen guten Nachrichten momentan. Hoffentlich wird was Gutes draus.

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  8. Madame Filigran schreibt:

    Bin so froh, daß es deinen Blog gibt.

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