Als Schreiben und Malen noch getrennt marschierten – Ein nostalgischer Blick zurück

Da ist nun also der doppelte Leporello mit den Abenteuern des Odysseus fertig IMG_4794 – Zeit, mich zurückzulehnen und nachzudenken, wie es weitergehen soll.

Nicht mit mir, nicht mit dem Land, in dem ich lebe, auch nicht mit Odysseus, dessen Fahrten und Irrfahrten ich für beendet erkläre. Nein! Wie es weiter gehen soll mit meiner Kunst. Darüber will ich nachdenken.

Das Bildergeschichtenlegen ist mir ans Herz gewachsen, seit ich es an einem trüben Novembertag 2014 erfand. Es macht mir immer noch viel Spaß, also werde ich es nicht ad acta legen. Aber war es nicht auch eine schöne Zeit, als Malerei und Schreiben noch getrennte Wege gingen?

Vom Schreiben habe ich euch schon in Andeutungen geredet – es gebe da einen unveröffentlichten Roman, der den Titel Schwanenwege trägt. Die Geschichte der Io, die ich in den letzten vier Beiträgen erzählte, ist daraus entnommen. Auch in Zukunft möchte ich euch gelegentlich ein bisschen was aus dem dicken Manuskript vorlesen. Jetzt aber will ich in die Kiste mit den Bildern greifen und das eine und andere hervorziehen.

Da war zum Beispiel eine Ausstellung beim Mani Sonnenlink. (Zum Vergrößern des Bildes einfach anklicken!)PlakatVielleicht kennt ihr ja das gute Mani-Öl der Firma Bläuel. Burgi Bläuel hat darüber hinaus mit dem www.manisonnenlink.com einen wichtigen kulturellen Impuls für die ganze Region gesetzt: Konzerte, Ausstellungen, Seminare – schaut selbst, ihr werdet staunen, was sich in dieser abgelegenen rein agrarischen Gegend tut.

Ich hatte die Freude, dort eine Saison lang ein paar kleine Bilder aufzuhängen. Die meisten habe ich nicht mehr: zwei gingen im vergangenen Jahr nach Israel, eines nach Holland, eines nach München, eines nach Koroni und eines blieb bei Burgi. In den Fotos spiegele ich mich gelegentlich selbst. Das macht sie nostalgisch.

2, sunset in Mani  Sonnenuntergang in der Mani

1, remembering a hot day in the Mani  Ein heißer Tag in der Mani

5, passing by en passant

3, reflections of setting sun

 Architektur (Abendlicht-Reflexe)

4, vertical landscape Mondaufgang in der Mani

photo 17Morgenröte (Foto mit Spiegelungen)

Mit Spiegelungen auch dieses Foto -es ist, als lehnte ich mich aus einem Fenster und schaute aus der „wirklichen Welt“ hinein in eine Welt, die ich mir selbst geschaffen habe.  Ein wenig wie Alice in ihrer Spiegelwelt, nicht wahr?

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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6 Antworten zu Als Schreiben und Malen noch getrennt marschierten – Ein nostalgischer Blick zurück

  1. Myriade schreibt:

    Tiefgehende Bilder sind das …..

    Gefällt 1 Person

  2. afrikafrau schreibt:

    Bilder, die Leidenschaft- Ausstrahlung-in wunderbare Form kleiden- Gerda, eine vielseitige
    Künstlerin. Wofür auch immer du dich entscheiden wirst, vieles davon wird wieder zu finden sein. Es wird mich sicherlich weiterhin interessieren.

    Gefällt 1 Person

  3. Hella schreibt:

    Ich möchte Deinen Roman lesen, nicht in illustrierten Ausschnitten sondern im Ganzen. Ich habe sein Entstehen begleitet und war fasziniert von seiner Durchmischung von Moderne und Mythos. Es fehlt noch die letzte Formgebung, mach ihn doch fertig.Ich fürchte, Du zerschnipselst ihn wie Deine ausrangierten Leinwände und recycelst ihn in täglichen Legebildern, und dann ist das Geheimnis für Deine späteren Leser oder der Reiz für Dich die Autorin verbraucht.
    Verzeih, Du fragst ja selber, wie es weiter gehen soll. Dies ist mein Beitrag.
    Irgend wann erschöpft sich mein Interesse an den Legebildchen, und ich möchte auch nicht den ganzen Ovid recycelt lesen.
    Ich habe originale Bilder von Dir, Aquarelle, ein großes Akrylgemälde, Kollagen. Was so reizvoll daran ist: der lebendige Eindruck von Material, Farbe, der lenkenden Hand der Künstlerin, ihren Übermalungen etc. All das können die Blogs nicht vermitteln.
    Ich bin wohl altmodisch, ich lese gute Literatur auch noch in Büchern und nicht auf der Scheibe eines e-book.Mir scheint dieses Medium alles Künstlerische auszuzehren. Zur Dokumentation selbst redend ist es auch mir willkommen.
    Nichts für ungut, Gerda mia. Deine alte Freundin Hella

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    • gkazakou schreibt:

      Danke Hella, für dein immer lebendiges Denken und Fühlen, auch für deine Treue zu meinem Romanversuch. Aber nenn meine Legebilder nicht Bildchen, sie sind nicht so klein, wie sie dir scheinen. Keine Angst, Ovid hat zwar die Metamorphosen geschrieben, aber für meine Bilder wollte ich ihn eigentlich nicht ausbeuten. Io ist älter, Aischilos hat sie uns ins Bewusstsein gehoben.
      Dass Fotos keinen rechten Eindruck vom Original geben können, ist unbestreitbar. Im Blog ist das Medium zwangsläufig Fotografie, und zwar elektronische. Wilst du die ganze „reproduzierte Kunst“ (Benjamin) verwerfen? Sie ist nun mal die herrschende Form unserer Epoche, und ich versuche, sie für mich zu entdecken und ihre Möglichkeiten auszuloten. Deine immer noch junge Freundin Gerda

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