Wanderung (Bilder von unterwegs)

Heute raffte ich mich zu einem größeren Spaziergang auf, den ich, gemessen an meinen Körperkräften, als Wanderung bezeichnen möchte. Sechs Kilometer auf und ab: zuerst hinauf zum Bergdorf Megali Mantinia, dann querfeldein hinüber zu einer anderen Asphaltstraße, die hinunter zur Sandovabucht führt, von dort eine Abzweigung zum Küstendorf Akrogiali. Von dort dann wieder querfeldein heim.

Viele,sehr viele neue Baustellen. Ich verstehe es ja, dass jeder sein Home und Castle bewohnen möchte, dennoch ist diese Zersiedelung ein Elend.

Blick auf Akrogiali!

Kürbisse und Kürbisblüte in einem Gärtchen am Ortseingang

Pause in Akrogiali. Ich setzte mich an einen Tisch am leeren Strand, der Besitzer brachte mir einen herrlichen frisch gepressten Orangensaft und einen Espresso, bevor er den Laden dicht machte. Bezahlen konnte ich nicht, da das internet ausgefallen war und ich nur eine Karte bei mir hatte. „Beim nächsten Mal“.

Panoramaaufnahme der Bucht von Akrogiali, von meinem Sitzplatz aus.

Die letzten anderthalb Kilometer waren mühsam, denn es ging noch mal bergauf, und ich fühlte meine Knochen. Doch als ich in den Garten trat und den Schatten eines Olivenbaums auf der Mauer mit dem Rosmarin sah, war ich schon wieder munter.

So, und nun noch eine Frage an die Wolkenkundigen: ich wundere mich immer über die rhythmische Formation der Wolken. Weiß jemand, was es damit auf sich hat? Man sieht es auch auf den anderen Himmelsfotos, besonders gut über Akrogiali.

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About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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21 Responses to Wanderung (Bilder von unterwegs)

  1. Schöner Bericht, von den Wolken habe ich keine Ahnung. Vielleicht hilft Google Lens oder Gemini 😎

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  2. Avatar von Johanna Johanna sagt:

    Ich ging mit 😊

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  3. Deine Landschaftsaufnahmen finde ich wunderschön,
    und die Zersiedelung sieht auch schön aus.
    Es wirkt malerisch, und die Gärten sehen gut aus.
    Unfruchtbare Felsengebirge werden nun fruchtbar gemacht,
    und den Menschen geht es gut,
    leider aber wohl nur den Vermögenden,
    und das sind wohl selten Griechen.
    Das finde ich nicht so schön.

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    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      Die Zersiedelung ist ein großes Problem, Gisela. Die Häuser werden ja nicht in „unfruchtbarem Felsengebirge“, sondern inmitten der Olivenhaine gebaut. Jedes Haus muss erschlossen werden, mit Straße, Strom, Wasser, Internet. Die Landschaft wird zerstört, überall Leitungen, und die Ressourcen werden verschwendet. Die meisten Häuser stehen 11 von 12 Monaten leer, manche werden gar nicht zuende gebaut. Bauerngärten gibt es dort nicht. Die manchchmal angelegten Gärten mit Ziersträuchern und Rasen sind nicht „fruchtbar“. sonmdern verbrauchen (wie auch die Swimmingpools) das knappe Wasser. Die Folge ist, dass noch mehr Quellen in Rohre umgeleitet, noch mehr Photovoltaik-Anlagen in die Landschaft gestellt werden…

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      • Danke, Gerda, das weißt Du als Ortskundige natürlich besser,
        und nun begreife ich es auch besser.
        ******
        Vielleicht kannst Du ja etwas tun,
        damit sich etwas zum Guten wandelt?

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  4. Wie schön es war,
    nach dieser ungewohnt langen Wanderung
    die Schatten vom Olivenbaum und von Dir
    auf dem Rosmarin an der Mauer zu sehen
    und hinter der Mauer Euer Wohnhaus,
    das kann ich ein wenig nachempfinden.

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  5. Und wie wohl der ausgepreßte Orangensaft
    und der Espresso
    Dir in der kleinen Taverne im fernen Dorf geschmeckt haben,
    das kann ich Dir ja auch nachfühlen.

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  6. Diese flockigen Wolken gab es früher so nicht.
    Ich würde denken, daß sie den früheren „Schâfchenwolken“ ähneln
    und danach auf Regen schließen.
    Doch erlebe ich hier, daß ich mich oft irrte.
    Oft lösten sich auch dunkle Wolkenberge bald auf,
    und es zeigte sich wieder ungetrübt blauer Himmel.

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    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      Ich finde auch,dassdie Wolken mit ihrem ausgeprägten Rhythmus anders sind als die „Schäfchenwolken“ meiner Kindheit. Regen gab es danach freilich auch nicht, es waren eher Schönwetterwolken. Mit den dunklen Wolkenbergen erlebe ich es wie du. Sie sehen bedrohlich aus, haben aber gar nichts zu bieten und lösen sich auf.

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      • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

        Ich habe jetzt die KI gefragt, und es scheint, dass diese Wolkenbildung charakteristisch ist für Gebiete, wo sich Berg und Meer begegnen. Es wird gut beschrieben, wie sich im „dreisimensionalen Strömungsraum“ des Himmels solche Muster herausbilden, die wohlgeordnet sind fast wie die Schuppen eines Fisches.

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      • Ja, das ist jetzt ganz anders als früher in unserer Kindheit.
        Viele beobachten es.
        Womit es zusammenhängt, erkennen manche schon.
        Aber wir selbst, jeder Einzelmensch auf dieser Erde,
        hat wohl etwas dazu beigetragen,
        kann aber auch etwas zum Besseren wenden.
        Nun fragt sich nur,
        wer macht einen Anfang
        und wie?

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  7. Ich habe es bei mir angezeigt.

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  8. Avatar von Joachim Schlichting Joachim Schlichting sagt:

    Beeindruckende Bilder mit tollen Naturphänomenen (Wolken) auf einer Wanderung, die ganz in meinem Sinne gewesen ist und mich an Wanderungen auf Kreta und Korfu erinnert…

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    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      Kretawanderungen… o ja, die machte ich vor Jahren auch, mit einem ortskundigen Führer, es war sehr beeindruckend. Jetzt kann ich so große Strecken leider nicht mehr bewältigen.

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  9. Avatar von hanneweb hanneweb sagt:

    Solche wellenförmigen bzw. gerippten Wolken werden häufig als Altocumulus undulatus oder Cirrocumulus / Schäfchenwolken bezeichnet, sagte mir mein Smartphone und bei diese Wanderung hatte sich, nicht nur wegen diesem traumhaft schönen Blick auf Akrogiali, die Anstrengung mehr als gelohnt!

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  10. Es muß aber auch nicht alles,
    was jetzt anders ist,
    schlecht sein.
    Doch die Tendenz zum Schlechteren ist massiv.
    Da müssen wir versuchen,
    dem entgegenzusteuern.
    Das macht jeder wieder anders.
    Wir sind auf dem Wege ~~~~

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  11. Avatar von Bruni | Wortbehagen Bruni | Wortbehagen sagt:

    Du machst wunderschöne, aber auch sehr anstrengende Wanderungen, liebe Gerda!

    Zersiedelung klingt irgendwie *spröde*. Wenn die Häuschen als Ruinen stehen bleiben und die Rohrleitungen nicht genutzt werden, ist es schlecht, werden die Häuschen fertiggebaut, bekommt ihr vielleicht junge angenehme Nachbarn, oder sind alle Häuschen zu weit von Euch entfernt?

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  12. Avatar von Leela Leela sagt:

    Die Gedanken sind (noch) frei…

    meine bleiben heute eingesperrt…

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